Freitag, 31. Mai 2013

Der Mai-Rückblick

Und *wuuusch* war der Mai vorbei - ich frage mich immernoch teilweise, wo so mancher Tag abgeblieben ist... Aber dieser Monat war mit unglaublich vielen, tollen und ein paar weniger tollen Dingen gespickt!

Top:
Lacke in Farbe... und bunt! - OH MEIN GOTT! Niemals hätte ich gedacht, dass diese Aktion solche Wellen schlägt. Eigentlich wollten Cyw und ich einfach nur was zusammen machen - kein Battle, kein wahnsinniger Aufwand, sondern einfach nur schauen, wer so welchen Lack zu Hause rumstehen hat. Dass das so gut bei euch ankommt und so viele mitmachen, hätte ich nie gedacht. Mittwoch ist momentan mein Highlight der Woche - ich laufe den halben Tag mit einem Grinsen im Gesicht rum und muss mich mächtig zusammenreißen, um nicht irgendwie halbquiekend und dümmlich hüpfend durch mein Büro zu stolpern. Warum? Weil es einfach wahnsinnig toll ist, dass ihr so viel Spaß an der Aktion habt und es unglaublich ist, dass wir mit unseren doch recht kleinen Blogs so eine Menge an Teilnahmen zusammenkriegen! Danke, Danke, Danke! Definitiv mein Highlight diesen Monat - auf dass es so gut weitergeht!

Aufgebraucht habe ich diesen Monat auch ein bisschen was - und das ist für mich selten! Ich habe tatsächlich ein Duschgel, eine Bodybutter, eine Zahnpaste und ein Spüli leer bekommen - zugegeben, nichts wirklich spannendes, aber es kam alles gehäuft und ich weiß jetzt, dass ich für eine Flasche Duschgel gute zwei Monate brauche... Wie gut, dass ich noch mehrere Flaschen habe, die leer werden wollen - mühsam ernährt sich das Eichhörnchen!

Sport - bis vorgestern hatte ich mein Minus wieder aufgeholt und war im Soll. Jetzt dröppel ich schon wieder zwei Einheiten hinterher, aber so ist das halt, wenn man Besuch bekommt! Mit dem Radfahren war ich eigentlich auch ganz gut unterwegs und hatte trotz doch schlechtem Wetter 92km auf dem Tacho, aber das ging nur gut, bis...

Flops:

...mir jemand mein Fahrrad geklaut hat! DER Flop des Monats für mich und ich muss sagen, dass ich selber sehr erstaunt war, wie sehr mich das mitgenommen hat. Nicht, weil es ein besonders wertvolles Fahrrad gewesen ist, das war es nicht - sondern einfach, weil es so unglaublich gemein finde, jemandem ein Fahrrad zu klauen. Ja, ich hab noch ein Auto, das ich nutzen kann und seit heute auch wieder mein altes Rad flott gemacht (ich kauf mir doch kein neues, damit mir das der nächste Idiot klaut!) - aber irgendwie finde ich das richtig mies, jemandem ein Fortbewegungsmittel zu klauen. Hätte mir jemand meinen Geldbeutel geklaut, hätte mich das nicht so sehr mitgenommen - aber das mit dem Fahrrad fand ich einfach wahnsinnig dreckig...

Lebensmittel-Müll habe ich diesen Monat wieder recht viel produziert - hauptsächlich Äpfel, die einfach schlecht geworden sind. Ärgerlich, dabei habe ich sogar meine matschigen Bananen verarbeitet und nicht weggeschmisst... Aber irgendwie ist trotzdem gefühlt zu viel in den Müll gewandert, das war die letzten Monate deutlich besser.

Weißbrot - ich habe in letzter Zeit einen unglaublichen Zug zu Weißbrot. Ungesundes Zeug, aber dieses Ciabatta von Lidl (ja, ich oute mich hiermit!) finde ich wahnsinnig lecker... Da kann noch so viel Weißmehl drin sein, Kohlenhydrate en masse und nichts Gesundes - aber ich steh da momentan einfach drauf... Irgendwas wird sich mein Körper vielleicht dabei denken, dass er gesteigerten Weißbrotbedarf vermeldet (hoffe ich zumindest).

In der Summe war der Mai wirklich gut - besonders blogtechnisch gab es viele tolle Erlebnisse, wahnsinnig nette Kommentare und einfach viel Spaß. Ich hoffe, dass das jetzt einfach so weiter geht, denn ansonsten stehen im Juno ein paar nervige Dinge an, die erledigt werden müssen und viel Kraft kosten - aber ich bin ganz stolz auf mich, dass ich schon diverse Dinge (vor allem die grenzenlose Dummheit mancher Menschen) sehr viel gelassener sehe... Auf in den Juno - angeblich soll das Wetter hier morgen auch nicht zu schlimm werden!

Kosmetik Kosmo "Steinzeit"

Momentan gibt es wieder Lacke für 99Cent bei Kosmetik Kosmo und da ich zufällig letzte Woche zufällig einen der Lacke lackiert hatte, zeige ich euch den heute mal. Es handelt sich um "Steinzeit", der eigentlich einen sehr passenden Namen hat - der Lack ist nämlich grau (und leider auch nicht gar so übermäßig spannend). Ich habe meine Lacke auch bei einer der 99Cent-Aktionen gekauft und bisher noch nichtmal alle lackiert...

Um "Steinzeit" deckend auf meine Nägel zu kriegen, habe ich zwei Schichten gebraucht - und dabei festgestellt, dass ich die dünnen Pinsel doch gar nicht so schlecht finde. Der Auftrag war nämlich sehr angenehm, der Lack ließ sich gut verteilen und hat auch überhaupt nicht rumgezickt. Die Trockenzeit war durchschnittlich, der Topsealer kam noch drüber, da ich zeitig in mein Bettchen hüpfen wollte.
Tja, zur Farbe kann ich sagen, dass es sich eindeutig um ein helles Grau handelt; und zwar eines mit Cremefinish. Nicht nur auf den Bildern, sondern auch "in echt" ist der Lack auf den Nägeln etwas dunkler als im Fläschchen - aber ich bleibe trotzdem bei einem Mausgrau, das man sich mit "Steinzeit" auf die Nägel packt. Wegen mir auch ein Steingrau, dann passt der Name noch ein bisschen besser... Auf den Nägeln macht sich sogar ein leichter Blaustich bemerkbar, während der Lack im Fläschchen eigentlich eher weißlicher aussieht.
Ich muss ja sagen, dass ich Grau auf den Nägeln gar nicht so übel finde - aber das ist definitiv so eine Gemütssache. Besonders mit einem cremigen Finish ohne Schnickschnack ist das sicherlich keine besonders auffällige Farbe, sondern eher schlicht. Der Lack wirkt zwar mal einen Hauch bläulicher (aber wirklich nur einen Hauch!) oder eher ein wenig heller, aber es bleibt einfach bei einem soliden Grau.
Auch der Sonnenschein entlockt dem Lack keine Geheimnisse - allerdings sieht man auch da, dass "Steinzeit" auf den Nägeln etwas dunkler daherkommt, als er im Fläschchen zu sein scheint. Da mir das Grau dann nach zwei Tagen ein wenig zu mausgrau und langweilig war, habe ich mir noch von essie "Tour de finance" geschnappt und mir ein paar Dreiecke auf die Nägel gepinselt (oder eher mit Tesa abgeklebt). Pink und Grau finde ich trotz meiner generell vorherrschenden Abneigung gegen Rosa und Pink in Kombination recht hübsch - und wenn ich ein bisschen symmetrischer geklebt hätte, wäre das Ergebnis auch noch etwas schöner geworden.
Aber auch so kann sich das ja sehen lassen und ich muss sagen, dass ich "Steinzeit" gar nicht mal so übel finde. Haltbarkeit war okay, ich habe die Tips erst nach zwei Tagen bemalt und bis dahin nicht wirklich allzuviel Tipwear gehabt. Wobei auch das bei dem Lack nicht so sehr auffällt, wie bei den pinken Spitzen. Zum Angebotspreis für unter einem Euro kann man den Lack definitiv mitnehmen, wenn man gerade bestellen möchte, aber da hat KoKo durchaus noch hübschere Lacke im Angebot...

Donnerstag, 30. Mai 2013

Die "make me happy"-Maibox

Am Sonntag Nachmittag stapfte ich total grantig zu meiner Packstation - eigentlich wollte ich ja "kurz" mit dem Rad da vorbeifahren, aber das hatte mir ja jemand geklaut, also musste ich zu Fuß durch den Regen. Eigentlich hatte ich ja fest erwartet, meine bestellte Kamera aus der Packstation holen zu können - aber als mir der dumme Screen nur "1 Brief" anzeigte, war auch diese Hoffnung dahin... (Dazu muss man sagen, dass ich die Kamera am Sonntag davor bestellt hatte und sie eigentlich am Freitag hätte geliefert werden sollen!)

Aber dafür hatte ich ja meine "make me happy"-Box erhalten - und ich hatte ein bisschen gute Laune wirklich dringend nötig! Nach Hause geschlurft, dabei total durchnässt worden, dann erstmal die Sache mit dem Fahrrad geklärt und auf die Box gestürzt. Wie schon im September waren meine Produkte in einer süßen Tupperbox (wie heißen die Dinger eigentlich, wenn sie nicht von Tupper sind?) sicher verpackt. Und gerade fällt mir auf, dass mich meine erste Box tatsächlich im Mai letzten Jahres erreichte - Jubiläum! Der Inhalt ist auch wahrlich jubiläumsträchtig - viele Lacke sind nämlich dabei!
Einen kleinen Teil meiner Box habe ich euch gestern schon gezeigt (übrigens WAHNSINN, wie viele von euch bei der blauen Runde von "Lacke in Farbe... und bunt!" mitgemacht haben!), aber neben "Mahalo" von youstar habe ich noch youstar "Acapulco" und "Spice it up" von Absolute Nails von Douglas bekommen. Von youstar hatte ich durchaus schonmal irgendwo Sets gesehen, aber das sind meine ersten Lacke dieser Marke. "Mahalo" hat mich zumindest von der Farbe her überzeugt, der Auftrag und die Trockenzeit waren etwas zickig - mal sehen, wie sich "Acapulco" schlägt!

An "Spice it up" bin ich bei Douglas schon öfters vorbeigelaufen, habe ihn immer wieder in der Hand gehabt - und wieder zurückgestellt. Da hat dann doch der Verstand gesiegt, aber ich bin sehr froh darüber, dass ich ihn jetzt in der Box hatte - mein erster Lack der Douglas Eigenmarke, eine wunderschöne Farbe für den Sommer und Herbst!
Neben den unerlässlichen Lacken hat mir maedchen auch ein bisschen was für die Äuglein mitgeschickt - zwei Lidschatten aus der "Neo Geisha"-LE von Catrice. "Dance in Gion" und "Japaneyese" (was ein idiotischer Name!) sind tolle Farben - und wegen der wunderschönen Prägung habe ich mich noch gar nicht getraut, reinzudatschen... Ich bin ja eigentlich gar kein großer Fan von Verpackungen und würde nicht auf die Idee kommen, mir einen Lidschatten "zum Angucken" zu kaufen - aber die Prägung bei diesen beiden ist schon wirklich zuckersüß! (Und wer nochmal genauer hinschauen möchte, darf das gerne tun!)
Als dritten Lidschatten habe ich ein Pigment bekommen und zwar "Alice had a vision again" aus der "Breaking dawn"-LE von essence. Und auch das ist eines der Produkte, die ich oft in der Hand hatte und wieder weggelegt habe... Jetzt ist es meins! Wennich nicht komplett irre, müsste das ein sehr dunkler Lilaton mit Glitzer sein - hier ist leider das Licht so mies gewesen, dass ich kein ordentliches Foto vom Pigment selbst hinbekommen habe - aber ich vermute stark, dass wir das bei einem der nächsten AMU-Dienstage mal verwenden werden!
Als Goodie gab es noch ein EdT-Pröbchen von Biotherm "Eau océane", das ich allerdings noch nicht beschnuppert habe, ich bin aber schon ganz gespannt, von Biotherm habe ich bisher generell nur wenige Produkte probiert.

Hach ja, ich muss wirklich sagen, dass diese kleine, liebevoll zusammengestellte Box mich am Sonntag definitiv aus meinem kleinen Tief geholt hat - die Lacke sind was Neues und gefallen mir gut, die Lidschatten sind wahres Eye-Candy und ich bin schon ganz gespannt, was sich mit ihnen machen lässt (sofern ich mich denn traue, die hübsche Prägung zu zerstören) und das Pigment ist auch vielseitig einsetzbar. Alles sehr schön, maedchen, fühl dich ganz dicke geknutscht! Und allen anderen kann ich nur empfehlen, sich so eine private Box zuzulegen - die macht mir einfach immer wieder Spaß!

Mittwoch, 29. Mai 2013

youstar "Mahalo"

Eigentlich hatte ich heute vor, einen ganz anderen Lack zu posten - aber dann fischte ich am Samstag meine "Make me happy"-Box aus der Packstation und fand darin einen blauen Lack vor. Also wurde umentschieden und ich pinselte mir "Mahalo" von youstar auf die Nägel! Ich hatte zwar schon öfters youstar-Sets gesehen, bisher aber noch keinen Lack gekauft - ich war also zugegebenermaßen ziemlich neugierig.
Während die Fläschchen von der Form her ein bisschen an OPI-Lacke erinnern, ist das beim Inhalt leider nicht so... Die erste Schicht von "Mahalo" brachte nur einen Hauch Farbe auf den Nagel und ließ sich so gar nicht gleichmäßig auftragen - erste Bedenken machen sich breit. Die zweite Schicht war recht glibberig und von einem gleichmäßigen Ergebnis und einer ordentlichen Deckkraft war auch noch nicht allzu viel zu sehen. Schicht Nummer drei riss es dann raus und wurde mit dem Topsealer versiegelt - die Trocknungszeit des Lackes an sich ist nicht wirklich gut (ich habe mir tatsächlich nach über einer Stunde mit Topsealer noch eine Macke in den Daumennagel gehauen - eine dicke Macke!).
Das Ergebnis kann sich dafür sehen lassen: Ein wunderschönes, cremiges Hellblau strahlt mich da von meinen Fingern an. Hat schon fast ein bisschen was neonartiges, der Lack knallt nämlich ordentlich! Ich gestehe - das hätte ich nach der ersten Schicht überhaupt nicht erwartet! Aber letztlich bekommt man auf die Nägel auch tatsächlich die Farbe, die man schon so intensiv im Fläschchen vermutet - vielleicht sogar noch einen Hauch mehr Blau, denn ich finde, auf den Nägeln ist der Lack sogar noch farbintensiver als in der Flasche.
Zugegeben - das ist gewiss nicht das außergewöhnlichste Blau, cremiges Hellblau dürfte man vielerorts finden und ich behaupte jetzt nicht, dass der Lack besonders ausgewöhnlich wäre (vor allem, wenn man den eher schwierigen Auftrag bedenkt). Ich weiß allerdings nicht, ob ich irgendwo in meinerm Schränkchen einen hellblauen Lack habe, der so sehr strahlt, wie dieser hier - die meisten sind entweder von der Farbe her gedeckter oder haben einen Hauch Grün dabei oder mehr Weißanteil, der sie pastelliger und weicher wirken lässt.
Zur Haltbarkeit kann ich nicht wirklich viel sagen, weil ich beim irren Versuch, mit ein paar Lacken rumzuspielen, alles total eingesaut und dann wieder ablackiert habe... Aber da sich nach dem ersten Tag keine zentralen Ausfälle gezeigt haben, vermute ich, dass der Lack mit Topcoat auch im Durchschnitt liegen wird.

Cyw hat in ihrem heutigen Posting definitiv das perfekte Kontrastprogramm zu meinem Lack aufgefahren - es wird dunkler und schimmriger! Details gibt es nach einem Klick auf das Bild.
Die weiteren Teilnahmen des heutigen Tages werden in etwa ab heute Abend in der "Hall of fame" zu sehen sein - ich hoffe ja sehr, dass wir die Palette zwischen meinem und Cyws Blau vollkriegen und vielleicht noch darüber hinaus viele tolle Blautöne sehen (der Trend der ersten Teilnahmen scheint doch eher zu Dunkelblau zu gehen)! Vielen Dank an alle, die so fleißig mitmachen und diese Aktion erst so erfolgreich und spaßig gemacht haben - wir freuen uns jede Woche über eure Lacke und Postings!

Nächste Woche - es wird einige von euch sicherlich freuen (mich eher weniger) - wird es hier Rosa!

Dienstag, 28. Mai 2013

AMU-Dienstag: Sleek-Crossover "Storm in Monaco", Teil 5

Es dienstagt irgendwie schon wieder und ich frage mich, ob ich irgendwo ein zeitfressendes Monster übersehen habe, das mir gefühlt pro Woche mindestens zwei Tage klaut... Obwohl ich mir fast sicher bin, dass der letzte Dienstag noch keine 7 Tage her ist, gibt es heute eine neue AMU-Dienstags-Runde aus der Storm und er Monaco-Palette!

Passend zum momentanen Wetter, das man eher im letzten Drittel des Jahres ansiedeln könnte, gibt es ein herbstlicheres AMU - zumindest, was die Farben angeht. Aus der "Storm" haben wir heute zwei Lidschatten, dazu einen aus der "Monaco". Irgendwie habe ich beim Swatchen nicht so wirkich nachgedacht und "verkehrt herum" gemalt - naja, sollte nicht allzu tragisch sein, oder?
Aus der "Monaco" haben wir heute "Sunset", einen wunder-wunder-wunderschönen rostrot schimmernden Lidschatten; ich würde sogar schon fast zu metallisch neigen. Ich finde die Farbe wirklich genial, sie ist nicht zu auffällig, aber hat definitiv etwas Besonderes und sieht vor allem frisch aus. Dazu aus der "Storm" einen hellen Goldton, der erstaunlich gut deckt, ebenfalls mit Schimmer und zu guter letzt den schimmernden Braunton - insgesamt also eine sehr schimmerige und erdige Angelegenheit heute.

Die drei Lidschatten ließen sich völlig problemlos verarbeiten, lediglich das Braun hat bei mir ein bisschen gekrümelt - allerdings nicht übermäßig. Dass sich die Farben wunderbar miteinander verblenden lassen würden, hatte ich mir schon gedacht - dass sie sich allerdings ein wenig zu gut ineinandermischen würden, habe ich nicht bedacht... Deswegen ist da leider ein bisschen rot-gold-braune Pampe auf meinen AUgen entstanden.
Im Innenwinkel findet sich der Goldton wieder, auf dem Lid der rostrote "Sunset" und in die Lidfalte hinein habe ich den Braunton geblendet. Am unteren Wimpernkranz ein bisschen "Sunset" aufgetragen, mit einem dunkelbraunen Geleyeliner einen Lidstrich gezogen und die Wimpern getuscht - das war für dieses Mal die ganze Zauberei! Wie schon gesagt, fand ich die Lidschatten sehr angenehm - sowohl, was die Deckkraft angeht, als auch die Verblendbarkeit. Den rostroten Anteil sieht man etwa ab Mitte des Lids nach außen hin ganz gut - der Übergang zwischen dem Gold und dem Braun ist aber doch sehr fließend geworden...
Definitiv ist das ein perfektes AMU für den Herbst, wenn die Blätter an den Bäumen schön bunt werden und es von rot über orange zu gelb nur so vor Farben strahlt und glüht - dummerweise passt das Wetter momentan auch sehr gut zu diesen Farben, auch wenn die Bäume noch (bzw. gerade erst!) grün sind. (Übrigens hat meine Kamera beschlossen, innerhalb von Sekunden auf andere Lichtverhältnisse umzuspringen - sorry, das ist mir erst beim Durchsehen der Fotos aufgefallen...)
Hach, ich bin so ein bisschen hin- und hergerissen, ob mir das AMU so nicht ein bisschen zu homogen und zu "stimmig" ist - die Farben passen perfekt zueinander, aber sie gehen auch so gut ineinander über, dass man kaum noch wirkliche Unterschiede sieht...

Auf jeden Fall bin ich gespannt, was maedchen aus der Kombination gemacht hat!

Montag, 27. Mai 2013

USA-Urlaub: Der Philadelphia Zoo

So, da sich Blogger am Samstag geweigert hat, gibt es das Posting eben heute - ich lasse mich ja nicht unterkriegen von so ein paar komischen Einstellungen, die sich einfach selbst ignorieren, pft!

Wie beim letzten Amerika-Post schon erwähnt, waren wir in Philadelphia natürlich im Zoo - schließlich war das der erste Zoo, der in den Vereinigten Staaten eröffnet wurde! Und zwar am 21. März 1859 - das ist  im Vergleich zum Tiergarten Berlin (1844) gar nicht mal so übel, kommt aber gegen den Tiergarten Schönbrunn in Wien (1752) nicht wirklich an; aber gut, Europa hatte da ja auch ein bisschen mehr Zeit!
Wir hatten uns also zu Fuß durch Philadelphia aufgemacht und haben auf den gut 4km Fußweg, wie ich schon schrieb, das eine oder andere Interessante entdeckt: Es gibt durchaus auch unglaublich heruntergekommene Viertel in Philadelphia, die ich schon fast mit den Zuständen in osteuropäischen Städtchen vergleichen möchte - schrecklich verwahrloste Häuser, wo da teilweise Stromkabel lagen, möchte man sich nicht näher angucken und insgesamt waren wir froh, da doch recht flott dran vorbeigehen zu können und uns den Tierchen zu widmen, auf die wir ja total heiß waren!

Aber irgendwie war an diesem Vormittag noch Schlafenszeit für die ganzen Tierchen - den Anfang machte hier das Stachelschwein, das ziemlich bewegungslos auf einem Ast saß und nur ab und zu mal mit den Äuglein blinzelte. Niedlich sah es aber auch so aus und ich war doch überrascht, wie gechillt die Tiere im Zoo schon waren - wir hatten es nämlich geschafft, zeitgleich mit einigen Schulklassen anzukommen... An der Straße vor dem Zoo zählte ich sechs gelbe Schulbusse, die gerade dort hielten und ihre Ladung (bestehend aus lauter kleinen Menschchen, die ich in etwa dem Alter von 6-8 Jahren zuordnen würden) ablieferten - dass die Zwerge dann nicht gerade schweigend durch den Zoo sausten, dürfte wenig verwunderlich sein. Aber nicht nur das Stachelschweinchen sah das total gelassen - übrigens erinnere ich mich auch nur an schlafende Stachelschweine in deutschen Zoos (so sie denn überhaupt zu sehen waren und sich nicht in ihren Höhlen verkrochen hatten).

D. und ich entschieden uns logischerweise, "andersherum" zu gehen, als die ganze Kinder - aber im Endeffekt sind wir ein bisschen kreuz und quer gewandert, da wir hier und da doch auf Megaansammlungen von Kindern gestoßen sind und uns mit denen dann doch nicht in einige Häuser quetschen wollten. Da das Wetter aber auch sehr gut war, konnte man sich an den Tieren erfreuen, die auch ein bisschen Sonne abhaben wollten - zumindest hat man sie irgendwo rumliegen sehen... Die Eisbären waren gerade auch bei ihrem Vormittagsschlaf und bewegten sich geschlagene 10 Minuten so überhaupt gar nicht!

Auch ein paar Meter weiter bei den Flamingos ein ähnliches Bild - man geruhte wohl, der einzige Unterschied zu den Bären war, dass bei den Flamingos zumeist nur ein Beinchen zu sehen war... Aber dafür standen die Tiere auch alle willig mitten in ihrem Gehege und versteckten sich nicht, so wie es das Getier zumeist in Deutschland irgendwie tut, wenn es döst...

Gut, weniger Action in den Gehegen ließ uns dann ein bisschen mehr Zeit, uns alles andere anzusehen und das fand ich durchaus positiv: Die Gehege sind weitläufig gestaltet, sodass die Tiere auch viele Rückzugsmöglichkeiten haben. Dass sie dennoch gut sichtbar ruhen zeigt, dass sie sich nicht allzu unwohl fühlen können in ihrem Zoo - der zwar direkt an einer ordentlich befahreren Straße liegt, aber "innen drin" trotzdem nicht übermäßig laut ist. Entgegen der Befürchtungen, dass der Zoo eher altbacken daherkommt, weil er ja durchaus ein paar Jahre auf dem Buckel hat, hat man sich viel Mühe gegeben, modern zu sein - auf die vielen Süßigkeitenstände hätte ich zwar verzichten können, aber es ist alles gut zugänglich und ansehnlich gestaltet und wie schon gesagt achtet man auch auf die Bedürfnisse der Tiere.

An vielen Stellen gibt es ausführliche Informationen zu einzelnen Arten, besonders auch, was ihren Bedrohungsstatus und mögliche Gründe dafür angeht. Zu den schlafenden Erdferkel (ich habe zum ersten Mal Erdferkel live gesehen! Und sie sind unglaublich niedlich, auch wenn sie sich nicht bewegen!) gab es natürlich auch die Info, dass man sie zumeist eben in ihrer Schlafhöhle findet - als nachtaktives Getier werden sie zwar auch in einem entsprechend abedunkelten Bereich gehalten, aber immerhin kann man so einen Blick auf sie werfen. Ebenso auf die vielen kleinen Nagetiere, Fledermäuse und andere Säuger, die lieber in der Dunkelheit unterwegs sind.

Leider war es da dann recht schwierig, Fotos zu machen und die teilweise winzigen Mäuschen waren auch nicht so richtig fotogen, flitzten sie doch zumeist in ihren Gehegen umher, dass man schon fast mit dem Gucken nicht hinterher kam... Da war schon mal was wach und aktiv und dann kann man davon nichtmal Bilder zeigen - am Schluss denken wahrscheinlich alle, dass da im Zoo nur altersschwache Senioren-Tiere untergebracht sind, die ihre Zeit mit Schlafen verbringen!

Und tatsächlich könnte man auf diese Idee kommen - denn die Löwen lagen auch nur gemütlich an der Glasabtrennung ihres Geheges. Ich gestehe - die Großkatzen in Hamburg finde ich auch zumeist in schlafender Position wieder, das hat mich also nicht übermäßig überrascht. Aber nett anzusehen waren sie da trotzdem, wie sie mit ihren megamäßig großen Pfoten einfach nur vor sich hindösten - und am Männchen sieht man zumindest, dass das ein eher junger Löwe ist! Also nix ist mit Altersheim-Zoo!

In den First Niagara Big Cat Falls - so hieß der Abschnitt, in dem man die Miezen alle untergebracht hatte - war definitiv Siesta! Die Jaguare hatten sich von den Löwen anstecken lassen und schnarchten mit ihnen um die Wette - und auch die Pumas kuschelten sich auf ihrem Holzsteg aneinander... Nicht einmal ein einziger Gähner war uns gegönnt! Faules Pack - viel mehr kann man dazu ja nicht sagen!

Aber ich kann das durchaus nachvollziehen, bei dem schönen Wetter hätte ich mich auch gerne einfach nur in die Sonne gelegt und mir den Bauch von den Sonnenstrahlen wärmen lassen! Aber wir hatten ja was vor und wollten uns den 17 Hektar großen Zoo komplett angucken!

Aktivitätsglück hatten wir dann im Tigerreich - wobei man sich durchaus fragen darf, ob sich der Tiger nicht eher für einen Hund hielt, da er mit dem Stöckchen im Maul um sein Wasserbecken stolziert ist.... Sein (oder ihr) Mittiger zeigte dafür definitiv eher katziges Verhalten - nach ein paar Schlückchen Wasser aus dem Becken wanderte er (oder eben sie - das war leider nicht zu erkennen und ein Namensschild hatten die beiden auch nicht) gemütlich ein Mal um das Becken herum. Und dann noch einmal. Und ein drittes Mal - und kuschelte dabei mit der Fensterscheibe...

Durchaus imposant, wenn man nahezu auf Tuchfühlung an so eine majestätische Katze herankommt - auch bei langsamen Bewegungen kann man das Muskelspiel sehr gut erkennen und einen genaueren Blick auf die monströsen Tatzen werfen... Ich kenne das ja schon von der kleinen Mieze meiner Eltern - wenn die mal grantig wird (Gott sei Dank nur anderen Katzen gegenüber, zu Menschen ist sie lieb), fährt sie ihre ordentlichen Krallen aus. Wie sich das im Großformat von einem Tiger mit 100 bis 200 kg Kampfgewicht anfühlt, mag ich mir gar nicht so detailliert vorstellen...

Die beiden Katzen waren auch definitiv eher gut drauf und tobten kurze Zeit später auch miteinander rum - bzw. jagten hintereinander her... Ich muss sagen, dass ich mir sowas unglaublich gerne ansehe und auch wenn nicht wirklich etwas "Spannendes" passiert, könnte ich gerade vor Katzengehegen Stunden zubringen und den Tieren einfach nur zusehen.


Hätte ich wahrscheinlich auch tun können - aber D. wollte weiter! Bei den Primaten war doch schon mehr los - bei den Orangs saß Papa gemütlich in einer Ecke und mampfte, während das Weibchen mit dem Jungtier (anscheinend) versuchte, vom Troubel an den Fensterscheiben wegzukommen. Die klopfenden Kinder fand sie anscheinend nicht gar so angenehm und verzog sich schließlich mit dem Kleinen auf eine Plattform in einer Ecke, weit weg von dem nervigen Besuch. Die Gorillas hingegen waren tiefenentspannt, die Totenkopfäffchen schienen dafür gerade erst aufgewacht - aber nicht minder knuffig!


Was natürlich bei keinem Zoobesuch fehlen durfte, waren die Schildkröten! Und natürlich hatte auch Philadelphia die zu bieten - neben Riesenschildkröten gab es auch noch kleinere Vertreter, die leicht grantig aus ihrem Terrarium guckten. Neben Schildkröten gab es natürlich noch viele andere Reptilien und Amphibien, die wir mit Begeisterung begutachtet haben - wobei mir bei der einen oder anderen Schlange dann doch ein bisschen mulmig wurde; so absolut allem will man ja auch nicht unbedingt in der freien Wildbahn begegnen...

Das letzte Foto, das ich aus dem Zoo noch zeigen möchte, ist eines, das ich selbst so ein bisschen zwiespältig sehe...

Wie in so vielen Zoos, sind auch in Philadelphia die Pfaue eigenständig unterwegs und bevölkern die Wege und teilweise auch Sitzgelegenheiten. Eines der Pfauenmännchen hatte sein wunderschönes Rad gezeigt - ich vermute allerdings nicht, um ein Weibchen zu beeindrucken, sondern eher, weil ihm die vielen Kinder um ihn herum einfach zu viel wurden.

Davon abgesehen, dass das ein wunderschönes Fotomotiv abgibt (wobei ich sagen muss, dass ich gute 10m von dem Tier wegstand!), hatte das für mich einen leicht bitteren Nachgeschmack - der Junge auf dem Bild meinte nämlich, den Pfau begrabbeln zu müssen und das fand ich einfach unschön.

Da gibt man den Menschen schon die Möglichkeit, so nahe es geht an Tiere heranzukommen und sie auch ohne Gitter und Absperrungen zu betrachten - und dann kriegen es einige Eltern immernoch nicht hin, ihrem Nachwuchs zu vermitteln, dass es sich da auch um Lebewesen handelt, die mit Respekt behandelt werden sollten... Trotz der vielen, vielen Hinweise und Informationen über und zu bedrohten Tierarten, scheint dieses Verständnis in den Köpfen vieler noch nicht so ganz angekommen zu sein...

Der Zoo selbst ist auf jeden Fall den Besuch wert gewesen, ich habe in einer sehr schönen Atmosphäre bei bombastischem Wetter vieles gesehen - nicht nur unbekannte Tiere (gerade im Bereich der Nagetierchen hat man da einige bedrohte Tierarten, die eher unauffällig sind), sondern auch schöne Möglichkeiten, einen Zoo sowohl artgerecht, als auch besucherfreundlich zu gestalten. Dafür war das jetzt aber auch der letzte Post zu Philadelphia - das nächste Mal geht es mit unserer letzten Station, Washington, D.C., weiter!

Sonntag, 26. Mai 2013

Priti NYC 208 Lady derby hyacinth

Eigentlich hätte gestern ein Posting online gehen sollen - tat es aber nicht... Und weil sich momentan anscheinend alles gegen mich verschworen hat, wurde auch noch mein Fahrrad geklaut. Vielen Dank, dass ich jetzt durch den Regen stapfen durfte und auch noch die örtliche Polizei belästigen muss!

Trotzdem soll es zumindest heute einen Post geben und zwar einen lackigen! Dass ich nicht der größte Fan von Nudelacken bin, dürfte jetzt nichts Neues sein - aber ab und zu überkommt es mich doch und einer dieser kaumbunten Lacke landet auf meinen Nägeln. Dieses Mal hat es "Lady derby hyacinth" von Prit NYC erwischt, der nach eine rosanen Hyazinthe benannt ist (überraschend, was?).

Von der hübschen Hyazinthe habe ich drei Schichten gebraucht, bis ich mein Nagelweiß zu meiner Zufriedenheit abgedeckt hatte - wer es gerne etwas durchsichtiger hat oder dicker lackiert, kommt hier sicherlich mit weniger Schichten weg. Auftrag und Trockenzeit waren wie üblich sehr angenehm und kurz - der Lack verteilt sich gut auf den Nägeln und glättet auch schön aus, das ist gerade bei Nudelacken für mich wichtig, sonst gibt es so unschöne Hubbel.Zum Abschluss kam noch eine Schicht Top Sealer über das helle Rosa und voilá! Da sind die nuden Nägel.
Im Fläschchen sieht man schon ganz gut, was das Besondere an diesem Lack ist - da ist nämlich ein ganz feiner, metallisch grüner Schimmer in dem roséfarbenen Lack! Auf den Nägeln steht der jedoch nicht so sehr im Vordergrund - vor allem, wenn die Sonne nicht scheint. Da sieht man eigentlich das helle Rosé mit einem Finish, das irgendwo zwischen Jelly und Creme liegt - gerade bei so einem Nudelack fällt mir da die konkrete Zuweisung wirklich schwer, für Creme fehlt da eigentlich Deckung, für Jelly ist es zu viel... Ist ja eigentlich auch egal, was das genau ist - hübsch isses auf jeden Fall!
Ich muss ehrlich sagen, dass ich den Lack auf den Fotos sehr hübsch finde - da gefällt mir die Farbe auf meinen Nägeln auch gut. "Live" allerdings, als ich mir meine Hände mit dieser Farbe angesehen habe, hatte ich doch so ein paar Bedenken und diverse Assoziationen zum Thema "Leichenlack". "Lady derby hyacinth" ist wirklich ein recht helles Rosa, das - wie man gut sehen kann - von meinem Hautton nicht wirklich weit weg ist. Dadurch verschwinden gerade aus etwas größerer Entfernung auch die Übergänge und ich fand das dann doch ein wenig befremdlich...
Wäre der grüne Schimmer, den ich mit Blitz am besten aufs Foto gebannt bekommen habe, ein wenig dominanter, wäre das sicherlich ein wenig Ablenkung von diesem einheitlichen Rosé. Ist aber nicht so - aber dafür finde ich diesen feinen, hellgrünen (oder sogar ein wenig türkisfarbenen?) Schimmerauch sehr hübsch und dezent und passend - aber das wird sicherlich nicht einer meiner Favoritenlacke werden. Dafür steht der bei mir gerade ganz hoch im Kurs, falls ich demnächst doch mal auf irgendeine hochtrabend elegante Veranstaltung muss (wobei ich da inzwischen auch zu bunten Nägeln tendiere...). Um doch noch ein bisschen Farbe auf die Nägel zu kriegen, habe ich mir dann einen grünen Lack geschnappt und mein Dotting-Tool.
(Und, liebe Lotte: Das ist übrigens der Lack mit dem noch schlimmeren Pinsel!) Der Plan war eigentlich, in Richtung "Dripping paint" zu gehen - aber irgendwie sind dann doch nur komische Knubbel seltsame Formen draus geworden. Na gut, ich sollte dsa noch ein bisschen üben - aber so schrecklich sieht das gar nicht aus!

Zur Haltbarkeit gibt es dieses Mal wenig zu sagen - ich hatte "Lady derby hyacinth" nur zwei Tage drauf, dann ein bisschen mit dem Grün rumgespielt und ablackiert. Aber eigentlich nur, weil mir die Farbe zu brav wurde und ich wieder etwas Knalligeres haben wollte (und es nicht geschafft habe, die rechte Hand hübsch mit grünen Knubbeln zu verzieren *hust*) - generell sind die Priti NYC-Lacke ja qualitativ sehr gut.

Freitag, 24. Mai 2013

Catrice 420 Dirty berry

Eigentlich passt der heutige Lack perfekt in Noreens "Alt, aber es knallt"-Projekt - der Lack ist nämlich definitiv nicht mehr der aktuellste (allerdings auch nicht die ursprüngliche Version - ich habe schon die Variante mit dem dickeren Pinsel). Allerdings gibt es doch einen kleinen, aber feinen Unterschied: "Dirty berry" von Catrice  knallt nicht wirklich. Zumindest nicht im reinen Wortsinn, denn der Lack ist ja doch eher von der zurückhaltenderen Sorte... Aber nicht minder hübsch, deswegen hat er es jetzt endlich mal aus dem Schränkchen raus auf meine Nägel geschafft.

Lackiert habe ich zwei Schichten, die dann für meine Nägel völlig gereicht haben - Frau Dünnlackiererin kam mit der Konsistenz gut zurecht, da der Pinsel noch ordentlich geschnitten ist, gab es da auch keinerlei Probleme. Die Trocknungszeit war recht kurz, auf einen Topcoat habe ich dieses Mal verzichtet (oder ihn vielleicht auch einfach nur vergessen *hust*).
Die Farbe hat zwar nichts mit Beeren zu tun, sondern definitiv eher mit Flieder, ist aber trotzdem toll - ich mag diesen Lilaton sehr gerne, diesen leichten Blau-Grau-Stich, der sich da in dem Lila bemerkbar macht... Sehr frühlingshaft (und gerade eben auch passend, denn vor meinem Fenster ist tatsächlich Sonnenschein zu sehen!), aber doch auch mit einem bisschen Pfiff. Denn was da im Schatten wie recht unspektakulärer weißlich-gräulicher Schimmer aussieht, kommt erst im Sonnenschein zur Geltung:
Die Schimmerpartikelchen können nämlich Holo! Zwar nicht richtig linear (wobei man das auf dem Mittelfinger fast ein kleines bisschen erahnen könnte), dafür aber umso besser verteilt, glitzern die Nägel dann in allen möglichen Farben. Zugegeben: In der soften Version aller möglichen Farben - passt aber auch gar nicht so schlecht zu dem dezenteren Lila... Ich bin zwar eher ein Fan von linearen Hololacken (auch wenn sich da bekanntlich die lackverrückte Gemeinde spaltet), aber "Dirty berry" kann ich wirklich was abgewinnen und finde es schade, dass er letztlich doch aus dem Sortiment musste.
Das war wahrscheinlich einer der wenigen günstigeren, leicht verfügbaren Lacke, die einen so ein bisschen an die Holomöglichkeiten herangeführt haben... Es will ja nicht jeder mit den wildesten Regenbögen auf den Nägeln herumlaufen! Ich habe "Dirty berry" drei Tage getragen, hatte dann etwas Tipwear und vor allem Lust auf eine neue Farbe - da Wetter wurde nämlich deutlich schlechter... Habt ihr den (oder sogar die noch ältere Version) auch noch zu Hause stehen? Falls ja - dringend rausholen, irgendwann kommt der Frühling dieses Jahr sicher noch vorbei!

Donnerstag, 23. Mai 2013

Applecrumble

Schon gefühlt ewig habe ich kein Rezept mehr gepostet - was allerdings auch vorwiegend daran liegt, dass ich nicht großartig viel Neues in letzter Zeit gekocht oder gebacken habe. Aber heute gibt es mal wieder was - auch wenn es eigentlich schon fast zu profan ist, es zu posten...

Ich habe mir in meiner unsäglichen Naivität einen Beutel Äpfel gekauft und dann festgestellt, dass sie unglaublich langweilig schmecken. Dummerweise waren die Äpfel anscheinend auch von sich selbst nur wenig begeistert, denn schon nach wenigen Tagen machten sich braune Stellen auf ihnen breit - da musste Abhilfe her, also habe ich einen Applecrumble gebacken!

Zutaten:

Äpfel
80g Butter
80g Zucker
100g Mehl
Zitronensaft

Die Äpfel klein würfeln und in eine Auflaufform geben. Da meine Äpfel recht geschmacksarm waren, habe ich sie mit Zitronensaft gepimpt - das hilft natürlich auch, damit die Äpfel nicht braun werden, aber ich wollte da ein bisschen mehr Säure dran haben. Butter, Zucker und Mehl miteinander verkneten und dann über die Äpfel krümeln, dazu den Teig am besten zwischen den Fingern oder den Händen einfach zerreiben. Die Form bei 180 Grad etwa 20 Minuten in den Ofen stellen.
Wenn die Streusel eine goldgelbe Farbe haben (oder wenn man es etwas dunkler mag, halt etwas später) kann der Crumble aus dem Ofen... Man kann ihn dann warm essen und z.B. mit Vanilleeis kombinieren (leckere Schweinerei, wenn dann das Vanilleeis schön unter den warmen Äpfeln schmilzt *yummi*) oder auch einfach pur essen - dazu aber ein bisschen abkühlen lassen. Aber auch "ganz kalt" schmeckt der Crumble lecker - ist eben ein Fruchtkuchen ohne Boden.
Das Tolle an dem "Rezept" ist, dass es wirklich variabel ist - wer mag, kann noch etwas Zimt in die Streusel kneten oder einfach über die Äpfel streuen; oder auch ein paar Haferflocken dazugeben, dann wird es crunchiger. Ansonsten gehen natürlich auch andere Früchte (vorzugsweise welche, die ein bisschen Flüssigkeit haben, also Bananen würde ich jetzt nicht nehmen) wie z.B. Zwetschgen oder auch Nektarinen - oder eine Mischung von unterschiedlichen Früchten, sozusagen überbackener Obstsalat. Auch als schnelles Dessert, wenn sich mal unerwarteter Besuch ankündigt ist so ein Crumble gut geeignet - und wie bei mir eben als Resteessen, wenn dringend mal Äpfel weg müssen! (Ich glaube, ich mache mir aus den drei Äpfeln, die ich immernoch habe, gleich noch einen...)

Mittwoch, 22. Mai 2013

alessandro 202

Es ist wieder Mittwoch, also geht es weiter mit "Lacke in Farbe... und bunt!" - heute mit Orange. Nachdem wir letzte Woche zu Silber auch sagenhafte 20 Einsendungen hatten - und das, obwohl so viele bei Silber gestöhnt haben! - bin ich ganz gespannt, wie viele tolle Lacke wir heute sehen!

Ich habe mir für heute einen Lack von alessandro ausgesucht, der den phänomenalen Namen "202" trägt. Jaha, mehr konnte ich nicht finden (und das, obwohl ich wirklich gesucht habe), aber gut, dann muss er eben mit der Farbe überzeugen und ich sage mal, das ist ihm gut gelungen! Für einen satten Farbton braucht es zwei Schichten Lack - die trocknen allerdings recht schnell und sind im Auftrag auch gewohnt leicht. Zum Abschluss noch eine Schicht Topsealer drüber und fertig ist die sommerliche Mani (die allerdings momentan so gar nicht zu dem Dauerregen draußen passen mag)!
Der wenig aussagekräftige Name wird gleich mal durch die Farbe wett gemacht - ein sattes, dunkleres Orange mit goldenen Flecks macht die 202 aus. Die Farbe ist wirklich schön intensiv und auch die Flecks kommen gut raus - auch ohne großartige Sonneneinstrahlung. Ich mag den warmen Orangeton sehr gerne und auch wenn Orange ja immer etwas knalliger daherkommt, als ein klassisches Rot, finde ich den Ton gerade mit der schimmernden Oberfläche durchaus auch so tragbar.
Im Sonnenschein kommt der gelbgoldene Schimmer noch ein bisschen besser raus, dafür scheint der Orangeton auch ein bisschen dunkler zu werden - der Kontrast wird ein bisschen größer und insgesamt muss ich sagen, dass der Lack dann für mich einfach nach dem perfekten Sommerlack aussieht. Zu dem goldenen Schimmer jetzt noch ein bisschen Strand, blaues Meer und ich wäre vollkommen zufrieden - Wasser habe ich hier zwar gerade auch, aber das kommt leider in Strömen von oben... Dass ich den Lack eigentlich nur rein zufällig mal mitgenommen habe, sollte ich zwar besser nicht sagen - aber ab und zu stellen sich Gelegenheitskäufe halt doch als kleine Schätzchen heraus!
Die Haltbarkeit des Lackes war gut - ich hatte nach drei Tagen nur wenig Tipwear, aber dafür dann auch genug von dem Orangeton. Das Ablackieren gestaltete sich recht einfach - der ganze Schimmer ist brav abgegangen, ohne sich irgendwo großartig zu verfitzeln... Ich muss mal wieder sagen, dass die alessandro-Lacke wirklich solide sind!

So, das war's für heute von mir - Cyw hat sich auch einen hübschen Lack mit tollem Schimmer ausgesucht, also schaut mal zu ihr rüber!
Und wie immer freuen wir uns über eure Beiträge, die dann im Laufe des Abends in der "Hall of fame" zu sehen sein werden - von ein paar Teilnahmen weiß ich schon, auf viele weitere Beiträge und eine breite Orange-Palette freue ich mich einfach mal im Voraus!

In der nächsten Woche wird es dann (ich kann mir den kleinen Jauchzer kaum verkneifen) Blau!

Dienstag, 21. Mai 2013

AMU-Dienstag: Sleek-Crossover "Storm in Monaco", Teil 4

Hach je, nach diesem Feiertag bin ich in meiner Zeitplanung irgendwie ganz kirre - heute ist ja gar nicht Montag, sondern Dienstag! Dementsprechend geht es auch weiter mit unserer AMU-Reihe mit den Paletten "Storm" und "Monaco".
Auf die heutige Kombi war ich eigentlich total heiß - ich fand die Zusammenstellung genial und habe mir eingebildet, dass das ein wunderschönes AMU geben müsste... Das erste Schminkergebnis war dann eher ernüchternd, aber erst ein paar Worte zu unseren Kandidaten: 

Wie schon beim letzten Mal - da links, wo man so gut wie nichts sieht, da habe ich "Bamboo" aus der Monaco-Palette geswatcht. Im Prinzip ist das wirklich ein wunderbar unsichtbarer Lidschatten, der zum Highlighten, Aufhellen und Blenden sehr gut geeignet ist - mattes Creme eben. Dazu gibt es den lachsig-rosanen Ton aus der Storm, der toll schimmert und sich gut verarbeiten lässt und das kupfrig angehauchte Rot, ebenfalls mit Schimmer, leicht krümelig, aber ansonsten gut deckend.

Ich glaube, ich werfe das böse Wort jetzt einfach mal ein - damit kann man ein tolles, alltagstaugliches AMU schminken! Dachte ich mir zumindest und machte mich letzte Woche schon freudig ans Pinseln. Das Ergebnis war dann unglaublich langweilig - alles Ton in Ton, kaum ein merkbarer Unterschied. Meeh! Also am Wochenende noch einmal drangesetzt und versucht, ein bisschen was herauszukitzeln - mit zumindest akzeptablem Ergebnise.

Ganz im Innenwinkel ist "Bamboo" (nicht) zu sehen - matt und hell, das taugt. Auf dem Lid habe ich dann den hellen Rosaton aufgetragen und in der Lidfalte den rostroten Lidschatten. Sie ließen sich wunderbar miteinander verbleden - fast schon ein bisschen zu gut und mit "Bamboo" habe ich dann versucht, im Innenwinkel einen harmonischen Übergang zu kriegen, ohne alle Farbe wieder wegzublenden. Sagen wir, das ist halbwegs akzeptabel gelungen. Dazu Mascara und ein schwarzer Lidstrich (am unteren Wimpernkranz ein Hauch Rosa, das man eh kaum sieht) - das wars.
Es hat sich als erstaunlich schwierig herausgestellt, den Außenwinkel richtig dunkel zu machen - auf den Fotos wirken die Farben allerdings auch einen Hauch blasser, als sie tatsächlich auf den Augen waren. Beim Lidstrich habe ich lange überlegt, welche Farbe dem Ganzen noch etwas mehr Pepp geben könnte - und bin dann beim matten Schwarz gelandet. Ich finde, das der doch recht krasse Unterschied zu den Lidschatten ganz gut aussieht und das AMU auch ein bisschen "klassisch" macht.
Es ist - zugegeben - nicht übermäßig besonders, nicht sonderlich auffällig und ich hätte mir ein bisschen mehr Farbintensität von dem Rostrot gewünscht (die hat sich irgendwie erstaunlich schnell weggeblendet), aber insgesamt ist dasein annehmbares AMU geworden. Der Schimmer der beiden Lidschatten gefällt mir sehr gut, sie wirken auch in Kombination fast ein bisschen zart und "vorsichtig" - im Nachhinein muss ich sagen, dass wir dazu durchaus einen intensiveren Lidschatten hätten zu kombinieren können, aber danach ist man ja immer schlauer!
Ich war selber ganz erstaunt, dass mir dieses AMU schon fast zu soft war - vor einem Jahr wäre ich damit freudestrahlend zur Arbeit gegangen und hätte mir wohl noch Sorgen gemacht, ob der Lidstrich nicht zu krass ist... Na, ich bin auf jeden Fall gespannt, was maedchen heute aus dieser Kombination gezauber hat!

Montag, 20. Mai 2013

USA-Urlaub: In Philadelphia unterwegs

Während wir bei unserer "History-Tour" durch Philadelphia mieses Wetter hatten, gab es am nächsten Tag strahlenden Sonnenschein (okay, ein paar kleine Wölkchen waren da am blauen Himmel). Da ich auf dem Weg zum Zoo und danach ein paar schöne Fleckchen entdeckt habe, gibt es die heute - Amerikas ersten Zoo gibt es dann beim nächsten Post!

Die South Street bildet die südliche Grenze von Center City und war ganz zu Beginn logischerweise die Grenze der Stadt. Die Straße ist gute vier Kilometer lang, von denen ich allerdings nur etwa die Hälfte abgelaufen bin - hat aber auch gereicht. In der South Street sind zahlreiche Restaurants, Bars und Take-aways zu finden, die für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack etwas zu bieten haben... Im Prinzip reiht sich da Essgelegenheit an Essgelegenheit und man weiß gar nicht so recht, wofür man sich entscheiden soll.

Neben Restaurants gibt es auch noch eine Menge an kleinen Lädchen in der Straße: Souvenir- und Kleinkramläden, die esoterisch angehaucht sind und Edelsteine, Traumfänger und eine Unzahl an Figürchen verkaufen; Klamottenläden, die eher legere oder vintage Sachen abseits vom Mainstream anbieten und ein paar Shops, die in die Kategorie ab 18 fallen.

Der multikulti-Flair der Straße macht sich auch an der Gestaltung der Gebäude bemerkbar, vieles flippig und ungewöhnlich - wie auch die Mauer und das angrenzende Haus, an denen sich jemand künstlerisch ausgetobt hat und alle möglichen Materialien verarbeitet hat - Glasflaschen alte Räder, Ziegelsteine, aber auch hüsche Mosaiksteinchen sind da verarbeitet. Ich fand die Straße sehr nett, das Publikum war recht abwechslungsreich, von jungen Leuten über Familien bis hin zu Älteren war wirklich alles dabei - aber auch alle eher alternativ ausgerichtet, den typischen "Spießer" sucht man da lang.

Das Ende der South Street im Osten ist die Front Street, die erste Straße am Delaware River. Der Blick zurück Richtung South Street zeigt einem auch, dass dieser Teil der Stadt nicht der modernste ist - wirklich hohe Gebäude sucht man da nämlich vergebens, die Häuschen sind alle recht überschaubar, niedlich und teilweise auch sehr knuffig.

In meinem Rücken ist noch die Brücke über den Highway (zumindest glaube ich, dass es einer ist), die dann auf eine kleine Aussichtsplattform auf den Fluss führt - aber leider war da der Ausblick ziemlich langweilig, also bin ich dann die Front Street entlang nach Norden gewandert, an Penn's Landing vorbei, so langsam wieder zum Hotel zurück. Da die großen Straßen nicht so wirklich spannend waren (kannte ich teilweise schon und auf Shopping war ich eh nicht aus), habe ich mich ein bisschen in die Gässchen geschlagen und mich da umgesehen - und Gässchen ist da teilweise auch wirklich der richtige Begriff. Teilweise passt da nicht einmal ein Auto durch!

Ansonsten erinnerte mich der Weg auch wenig an das "typische" Amerika - viele Backsteinhäuschen, die nicht sonderlich hoch waren und ihre beste Zeit schon hinter sich hatten, teilweise sogar noch Kohlenkeller... Solche Viertel findet man bei uns auch teilweise noch und sie zeigen auch deutlich, dass Philadelphia nicht zu den jüngsten Städten gehört, sondern eben auch Geschichte hat, die dann nicht plattgewalzt und umgebaut wurde.

Mir sind viele ältere Menschen und Familien entgegengekommen und ich fand die Gegend unglaublich nett - und wenn man bedenkt, dass sie recht nah am Zentrum ist, in dem sich eben doch die Wolkenkratzer breit machen, ist das bemerkenswert. Philadelphia wurde mir zugegebenermaßen immer sympathischer und ich fand es schade, dass wir nur so wenig Zeit hatten und uns außer Center City nicht wirklich viel ansehen konnten... Aber gut, dann eben beim nächsten Mal (was ich nicht alles beim nächsten Mal sehen will *hust*...)!

Natürlich ließ auch dieses Mal ein historisch relevanter Punkt nicht auf sich warten - an einer Kreuzung in der Third Street wies ein Schild darauf hin, dass so in etwa an dieser Stelle mal eine Druckerei stand, in der "Common sense" in seiner ersten Auflage gedruckt wurde. Thomas Paine begann 1775 die Arbeit an seiner 48seitigen Abhandlung, die die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten forderte. 1776 wurde es dann zunächst anonym veröffentlicht (war ja alles nicht so ungefährlich als Revolutionär) und schlug ein wie eine Bombe - der Rest ist inzwischen Geschichte.

Leider ist außer diesem Schild nicht wirklich viel erhalten geblieben - inzwischen stehen da halt andere Gebäude, aber ich fand den Hinweis ganz nett und gestehe: Ich habe erst im Nachhinein nachgesehen, was es denn so mit dem "Common Sense" auf sich hatte... Übrigens war das auch das einzige Schild, das mir insgesamt so aufgefallen ist - mag jetzt auch daran gelegen haben, dass ich nicht allzu viel Gelegenheit hatte, mich weiter in Philly umzusehen...
Auf diesem Bild sieht man ganz hinten das Philadelphia Museum of Art, das wir dann aus Zeitmangel mal nicht besucht haben. Vom Benjamin Franklin Parkway aus liefen wir genau auf das Museum zu und fragten uns erstmal, warum denn an beiden Seiten lauter Flaggen hingen - den Grund dafür habe ich immer noch nicht herausgefunden, aber das macht die Straße (neben zahlreichen Skulpturen, die da so rumstehen) bunter und auch ein bisschen interessanter - ein bisschen Raterei, was denn das gerade für eine Flagge sei, hat uns den Weg vertrieben (wobei das Raten einfacher wurde, als wir feststellten, dass die Reihenfolge alphabetisch war...).

Am Ende des Benjamin Franklin Parkway erwartete uns dann das Eakins Oval mit dem Washington Monument, das von Rudolf Siemering entworfen wurde, und dahinter das Philadelphia Museum of Art.
Uns interessierten diesmal nicht die grandiosen Werke, die innerhalb des Museums zu finden waren - zugegebenermaßen hatte ich auch ein bisschen Pause von der ganzen Kunst nötig; nein, wir waren auf viel profanere Dinge aus! Die Stufen des Philadelphia Museum of Art sind nämlich die "Rocky Steps", die unser guter alter Freund Sylvester Stalone in den Filmen hochsprintete. Hat bestimmt jeder schon mal gesehen - wenige (wie ich *hust*) wirklich realisiert oder sich dafür interessiert, aber D. war da Feuer und Flamme - also sind wir ein Mal die 72 Stufen hochgelatscht. Gemütlich, keineswegs gesprintet (das wäre mir doch zu blöd gewesen).
Oben angekommen gibt es sogar einen Abguss der Turnschuhe, vorsichtshalber mit Namen versehen, damit man ja auch weiß, um wen es da geht... (Und wir hätten den Abguss fast übersehen, wie peinlich!) Wie man sieht, hatte Rocky definitiv größere Füße als ich...

Am Fuße des Museums steht auf der rechten Seite sogar die Rocky-Statue, die wohl für die Filme teilweise vor das Museum gepackt wurde - hei nun, ich habe dankend auf das Foto davor verzichtet, dass uns von dem "Profi-Fotografen" angeboten wurde, der sein Geld damit verdient, Touristen vor der Statue zu knipsen. Der arme Kerl hat uns seine ganze Lebensgeschichte erzählt, wir waren nämlich die einzigen Touris um die Zeit - und wir wollten trotzdem kein Foto, da tat er mir ja fast ein bisschen leid...

Auf dem Weg zum Zoo fiel uns das erste Mal eines der Murals in Philadelphia ins Auge - und zwar "A tribute to Patti LaBelle". Patti LaBelle wurde in Philadelphia geboren und ist R&B- und Soul-Sängerin, die wohl durch "Lady Marmalade" bekannt sein dürfte. Die riesengroßen Bilder sind teilweise auf privaten Gebäuden (die dann entsprechend auch gerne mal umzäunt sind) angebracht, teilweise auch an öffentlichen, bzw. frei zugänglichen Gebäuden.

Durch Schilder sind sie entsprechend gekennzeichnet (sonst wüsste ich auch nicht, wer da jetzt drauf zu sehen ist) und man kann sich noch weitere Infos zu dem Bild holen, wenn man eine entsprechende Nummer anruft... Konnten wir natürlich nicht, aber da wurde ich zum ersten Mal mit diesem Handy-Info-System konfrontiert, das eigentlich wirklich ganz nett ist. Wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht, fallen einem auch mehrere der Murals auf - was bei uns teilweise hässliche Graffiti sind, sind in Philly teilweise wunderschöne Murals mit enormen Ausmaßen.

Wir sind bestimmt noch an dem einen oder anderen Mural vorbeigelaufen - aber manchmal guckt man halt doch nicht so genau hin oder findet die Teile nicht soo megaspannend. "Reach high and you will go far" hat mich hauptsächlich deswegen so beeindruckt, weil man ernsthaft oben auf das Gebäude noch die Krone des Baumes extra draufgesetzt hat - mal ganz davon abgesehen, dass es sich durch die Farbgebung in der doch leicht tristen Umgebung (großteils grau, wie man am Gebäude rechts gut erkennen kann) deutlich absetzt. Auch wenn ich zuerst so gar keine Vorstellung von Philly hatte, fand ich allein durch diese kurzen Ausflüge Gefallen an der Stadt - sie ist bestimmt nicht so konträr, wie New York es gewesen ist und vielleicht muss man hier die tollen Plätzchen auch ein bisschen mehr suchen - aber es gibt so einige davon. Man sollte nur wirklich mit offenen Augen durch die Stadt laufen und nicht nur mit Scheuklappen möglichst schnell von A nach B kommen wollen (und an dieser Stelle wundere ich mich, dass D. mich nicht tatsächlich in Philly mal verloren hat - ich weiß gar nicht, wann ich mal nicht "hinterher" getrappelt bin).

Eine der wirklich phänomenalen Erfindungen in den USA begegnete uns bei dem Versuch, irgendwie endlich mal über zig Straßen hinweg zum Zoo zu kommen - die Amis sind nämlich auf die grandiose Idee gekommen, einfach ein Schild an die Abfahrten von den Highways zu packen, auf denen "FALSCHE RICHTUNG" steht - ich wette, damit lassen sich Geisterfahrer durchaus effektiv vermeiden... Vorausgesetzt, man kann lesen, dürfte das doch deutlich einfach zu verstehen sein, als die "Einfahrt verboten"-Schilder, die hier bei uns zu finden sind.

Die drei Tage in Philly waren irgendwie erstaunlich kurz - der Zoo hat ein bisschen Zeit in Anspruch genommen, war aber toll; allerdings muss ich sagen, dass ich mir gerne die Stadt auch "außerhalb" noch ein bisschen angesehen und z.B. das Insektarium gerne besucht hätte. Naja, immerhin habe ich ein paar Sachen, die "fürs nächste Mal" auf die Liste kommen *hust*.