Dienstag, 30. April 2013

April-Review

Hoppala, irgendwie ist der April nur so an mir vorbeigezogen, irgendwie weiß ich gar nicht, wie die letzten Wochen einfach so verschwinden konnten... Zumal ich das Gefühl habe, dass nicht wirklich irgendwas großartig passiert ist *hust* - zumindest nichts außergewöhnliches. Aber ich habe trotzdem ein paar Kleinigkeiten, die ich mir für diesen Monat merken möchte.

Top:
- Fahrradfahren! Ich habe dank des guten Wetters mein Autolein weitgehend stehen lassen und immerhin 115km mit meinem Rad zurückgelegt. Ist jetzt zwar nicht die weiteste Strecke, aber besser als den gleichen Weg mit dem Auto zurückzulegen. Wenn ich nicht gestern Abend bis auf die Knochen nass geworden wäre, hätte das auch einen komplett positiven Eindruck hinterlassen.

- Sporteln läuft auch recht gut - ich bin zwar immernoch im Minus, aber das war nicht anders zu erwarten nach dem Urlaub. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber es geht vorwärts und meine Liste wird kleiner!

-Avocado - meine Entdeckung des Monats! Nachdem wir im Urlaub mehrfach Guacamole gefuttert hatten, habe ich mich hier auch mal an eine Avocado getraut und weiß ehrlich gesagt gar nicht, warum wir uns nicht schon vorher ein bisschen intensiver miteinander befasst haben... Mit ein bisschen Salz, Pfeffer und Zitronensaft ist das ein phänomenaler Brotaufstrich - momentan steh ich da einfach total drauf.

- Handcreme. Ich habe endlich meine Balea-Lotion auf der Arbeit aufgebraucht und bin jetzt gespannt, wie lange ich brauche, um die neue aufzubrauchen. Aber auch zu Hause creme ich schon fleißiger - was sich zwar momentan noch nicht an meinen Vorräten bemerkbar macht, aber das wird auch!

- Blogdesign, endlich, endlich, endlich! Auch wenn die Veränderungen nicht groß waren, funktioniert jetzt zumindest alles so, wie es soll. Optisch ist nur ein kleines bisschen geschehen, aber ich bin jetzt deutlich zufriedener.

An ernsthaften Flops fällt mir gar nicht so viel ein - ich hätte sicherlich etwas produktiver auf der Arbeit sein können, aber wenn einem ständig was dazwischenkommt, funktioniert das mit dem konzentrierten Arbeiten einfach nicht... Ich habe häufiger gekocht (die leider nicht unbedingt fotogen waren), brav gefrühstückt und auch meinen Saft getrunken. Zum Lesen hätte ich gerne mehr Zeit gehabt, aber dafür habe ich viel mit Freunden gequatscht. Ha doch, einer fällt mir ein!

- Aufräumen - ich wollte eigentlich seit ich mein hässliches kleines Schränkchen habe ein bisschen mehr Ordnung machen, habe das aber bis jetzt nicht so richtig hinbekommen... Deswegen fliegen in meinem Arbeitszimmer noch ein paar Sachen rum, die ich eigentlich irgendwo einsortiert haben wollte. Das sollte ich im Mai auf jeden Fall in Angriff nehmen, da mich Ende des Monats auch meine Familie besuchen kommt (und ich freu mich so!).

Der April hat also durchaus getaugt und der Mai kann mit den vielen Feiertagen ja eigentlich nur noch besser werden!

AMU-Dienstag: Sleek-Crossover "Storm in Monaco", Teil 1

Nachdem maedchen und ich bei der "Au naturel" festgestellt haben, dass irgendwie die Runde viel zu schnell rum ist, haben wir beschlossen, wieder zwei Paletten zu mixen und uns somit ein bisschen länger mit den Lidschatten befassen zu können (naja, und weil uns gerade die Einzelpaletten ausgegangen sind *hust*...). Die nächsten acht Wochen geht es also um die Sleek "Storm" und die Sleek "Monaco", wobei wir wie immer drei Lidschatten zusammenpantschen.
Zum Start wird es blau! Und ich hatte ehrlich gesagt vor dieser Kombination am Anfang ordentlich Bammel, da ich mit blau am Auge ja nicht so wirklich viel anfangen kann... Aber zu meiner Überraschung hat sich das Ganze doch recht ansehnlich gestaltet.

Aus der Monaco haben wir "Aquamarine", immernoch matt und hellblau mit leicht grünlichem Einschlag, dazu "Midnight garden", ebenfalls matt und ein wahnsinnig toller Dunkelblauton. Abgerundet wird das ganze von der phänomenalen Nummer 10 aus der Stormpalette - der einzige schimmernde Lidschatten, leicht metallisches Finish, dunkelblauer Grundton mit einem Graueinschlag vielleicht? Ich weiß gar nicht, was ich bisher von den Lidschatten gehalten habe (manchmal habe ich halt doch ein Hirn wie ein Sieb), aber dieses Mal haben sie mir sehr gut gefallen!


Die Deckkraft war weitestgehend okay, besonders der Storm-Ton hat ein bisschen gestaubt und deutlich Fallout verusacht, ansonsten waren sie aber recht angenehm. Besonders "Aquamarine" fand ich klasse, der ließ sich super auftragen und knallt auch ordentlich (ja, ich zweifle gerade selbst ein bisschen daran, dass ich hier von blauem Lidschatten schwärme!). 

Die große blaue Zauberei ging bei mir mit "Aquamarine" los - auf dem unteren Teil des Lids verteilt, ich war ganz erstaunt, wie schnell ich die Farbe draufhatte. "Midnight garden" kam dann in den Außenwinkel und die Lidfalte und mit dem Storm-Lidschatten habe ich ein bisschen die Lidfalte im Innenwinkel aufgehellt und am unteren Wimpernkranz ein bisschen blau aufgetragen.
Dazu gibt es einen schwarzen Lidstrich, der ein bisschen mit einem Glitzereyeliner gepimpt wurde (sieht man auf den Fotos leider nur in Teilen), dann nur noch die Wimpern getuscht und fertig war ich. Die Lidschatten waren allesamt sehr leicht zu handhaben, ließen sich gut miteinander verblenden und harmonieren farblich einfach perfekt... Trotz Blenderei bleibt die Farbintensität allerdings erhalten und gerade "Aquamarine" strahlt fröhlich vor sich hin.
Zugegeben - wahrscheinlich hätten auch nur zwei der drei vollkommen für das AMU gereicht, aber ich muss sagen, dass der schimmernde Lidschatten aus der Storm-Palettedas ansonsten matte Ergebnis nochmal abrundet und den Übergang nach oben hin auch nicht so krass macht, wie er vorher nur mit "Midnight garden" war. Nachdem ich also in sehr kurzer Zeit ein wirklich akzeptables Ergebnis gepinselt hatte, habe ich beschlossen, so auch nach draußen zu gehen.
Ich, mit blau auf den Augen. Ernsthaft! Den ganzen Tag. Und ich habe mich überhaupt nicht unwohl gefühlt - so langsam sollte ich mir echt überlegen, ob mit mir wirklich alles in Ordnung ist *hust*... So und nach meiner ganzen Schwärmerei (aber es sieht doch wirklich hübsch aus, oder?) bin ich natürlich total gespannt, was maedchen aus der heutigen Kombination gezaubert hat!

Montag, 29. April 2013

USA-Urlaub: Solomon R. Guggenheim Museum und Museum of Modern Art in New York

So, heute wird es wieder ein bisschen museumslastiger - während D. nämlich mit Erkältung im Hotel rumgammelte, hab ich mir meine Ohrpuschel und meinen Regenschirm geschnappt und bin ins Solomon R. Guggenheim Museum und danach noch ins Museum of Modern Art geschlittert. Wieso geschlittert? Weil es an diesem Tag geschneit hat wie im tiefsten Winter!

Witzig fand ich, dass man in New York anscheinend mit gefärbtem Salz streut - denn ratzfatz waren die Gehwege und Straßen mit einer blauen Pampe überzogen. Die kleinen Körnchen erinnerten mich sehr an Schneckenkorn...

Während es also besonders am Vormittag dicke Flocken schneite und kein Ende zu nehmen schien, war am Abend schon alles weggetaut und der Himmel wieder klar - und am folgenden Tag war von Winter überhaupt nichts mehr zu sehen... Da ich den Tag in Museen zugebracht habe, war mir das aber auch ziemlich egal, wie es draußen zuging.

Das Guggenheim hatte eigentlich D. ins Gespräch gebracht (und war dann nichtmal dabei - sehr schlau eingefädelt) und ich bin da so ein bisschen unbedarft reingegangen. Von außen sieht das Museum schon interessant aus, allerdings war es innen für mich eher ernüchternd - Fotografieren generell verboten, lediglich die Rotunde durfte man von unten Knipsen... Tonangebend war eine Ausstellung zu "Gutai" - japanische Nachkriegskunst, mit der ich so ganz und gar nichts anfangen konnte... Ich glaube mich an einen kleinen Flügel zu Kandinsky zu erinnern - aber da ich keine Fotos machen durfte, will ich das gar nicht beschwören.

Nach gut anderthalb Stunden war ich wieder raus - wobei ich bestimmt 10 Minuten an der Garderobe angestanden habe. Die 22$ wäre mir das Museum nicht wert gewesen, aber gut, ich hätte mich ja auch vorher schlau machen können, was dort gezeigt wird. Bei Museen, die keinen großen eigenen Bestand als Dauerausstellung haben, ist man halt sehr davon abhängig, dass die aktuelle Ausstellung einem zusagt.

Dank New York Pass habe ich mich aber gar nicht groß geärgert, sondern meinen Krams gepackt und bin in die Metro gehopst, um mir das zweite weltbekannte Kunsmuseum in New York anzusehen, das MoMA. Dort habe ich mich erstmal an der Garderobe geärgert, dass man meine Handtasche nicht nehmen wollte - obwohl da nichts außer meinem Schal drin war... Zweites Ärgernis: Man konnte kostenlose Audiotouren in Anspruch nehmen, wenn man einen Ausweis abgibt - aber Reisepässe werden nicht akzeptiert, MÄH! Wieso hat mir das niemand vorher gesagt?

Oder anders: Wieso habe ich Depp mich nicht vorher schlau gemacht? Aber egal, Bildchen gucken kann ich auch so! Das MoMA liegt nicht am Central Park, sondern etwas südlich - und man kann beim Blick aus den Fenstern nicht nur den (zu dem Zeitpunkt noch geschlossenen) Skulpturengarten sehen, sondern auch einen Blick auf die Stadt erhaschen...

Während man bei den anderen Museen oft auf den Central Park blickte, ist hier genau vor der Tür reges Treiben angesagt und man steckt wirklich mitten in der Stadt - während um einen herum lauter Hochhäuser sind, steht man selbst ein wenig entrückt in diesem künstlerisch-kulturellen Ballungsraum, der ein bisschen wie eine isolierte kleine Welt wirkt... Draußen geht das normale Leben weiter und im MoMA schwelgt man in hochkarätigen künstlerischen Sphären - New York besticht einfach wahnsinnig durch seine Gegensätze!


Dass das MoMA mit Hochkarätern nicht geizt, dürfte wenig verwunderlich sein, aber ich habe tatsächlich noch ein "Kunstwerk" entdeckt, das mich trotz (oder wegen?) seiner Schlichtheit fasziniert hat.

John Baldessari (mir vollkommen unbekannt, allerdings wohl ein bedeutender amerikanischer Künstler der Gegenwart) hat da ein paar sehr schlaue Worte auf die Leinwand gebracht - Kunst lässt sich schwer mit Worten beschreiben. Sie ist ein Wahrnehmungsphänomen und wenn ich auch behaupten würde, dass außer den Augen noch viel mehr Sinnesorgane im weitesten Sinn involviert sind, finde ich diese kurze "Definition" doch klasse - die Einschätzung, ob Dinge nur nebeneinander geklatscht sind oder ein stimmiges Gesamtbild abgeben, bleibt wohl immernoch jedem selbst überlassen. Eigentlich eine sehr schöne Einstellung zu Kunst...


Also habe ich mich in die Weiten des Museums gestürzt und war mir auch für irgendwelche idiotischen Sachen nicht zu blöd: Wenn man einen Kerl auf einen Spiegel malt, ist es ganz schön schwierig, dieses Kunstwerk so zu fotografieren, dass man selbst nicht darauf auftaucht... Ich weiß gar nicht, wie viele Leute mich ein bisschen blöd angeschaut haben, als ich mich da quer zu dem Spiegel stellte und in einer leicht wackeligen, schrägen Position versucht habe, mich hinter dem Menschchen zu verstecken - ja, für solche Späße bin ich mir nicht zu schade und nein, mir ist sowas auch nicht peinlich! Manchmal siegt halt doch die Doofheit!

Insgesamt gab es im MoMA viele ... sagen wir einfach interessante Sachen. Dass man Feinstrumpfhosen mit Sand füllen und an Wände hängen kann, wusste ich gar nicht - aber es schaut ungefähr genauso gut aus, wie es sich liest *hust*... Modern ging es da also durchaus zu - für mich an manchen Stellen durchaus zu modern, aber da bin ich dann einfach ein bisschen schneller durch die Ausstellungen gekommen.
Eines der Highlights, die das MoMA zu bieten hast, ist "Sternennacht" von Vincent van Gogh. Dass sich um dieses Bild herum, das auch extra einen eigenen Aufpasser hatte, eine Menschentraube gebildet hatte, dürfte wenig verwunderlich sein - ich weiß nur nicht, ob das nicht auch der Effekt des Sonderaufpassers war... Und ich gebe zu - das war eines der "Bild knipsen, weitergehen"-Bilder für mich. Ich finde es sehr schön, aber meine Motivation, mich in einen Menschenhaufen zu packen, war doch relativ gering - da habe ich mir lieber andere Bilder in Ruhe angesehen... 

"Der Schrei" dürfte den meisten bekannt sein - ich habe dazu irgendwie eine wage Erinnerung an das Direktoran an meiner Schule, ich glaube, da hing ein Druck nebenan (na, ob das nicht Absicht war?)... Da momentan eine Munch-Ausstellung im MoMA ist, konnte ich den Schrei von 1895 im Original (insgesamt gibt es wohl vier leicht unterschiedliche Schreie, die alle "Originale" sind und im Abstand von ein paar Jahren entstanden sind) bewundern - zumindest kurzfristig.

 So faszinierend dolle fand ich die Pastellmalerei auf Holz dann auch nicht, aber auch hier natürlich riesengroßer Andrang und fast ein bisschen Klopperei darum, wer denn jetzt die perfekte Position zum Knipsen hat - ich hab einfach gemütlich ein bisschen gewartet, bis die Leute vor mir wegwaren; das Bild rennt einem ja nicht davon (wobei man das beim Verhalten einiger Leute durchaus denken könnte)...
Ganz erstaunt war ich, als ich ein Bild von (und mit) Frida Kahlo ein wenig einsam in einer Ecke hängen sah - ich gebe zu, dass ich es seit 2002 nicht geschafft habe, mir den Film anzusehen und auch generell zur Person gar nichts weiß... Da hätte ich mir gewünscht, ein bisschen mehr Info als nur den Namen der Künstlerin sowie des Werkes zu haben - aber das MoMA ist da eher schlicht gehalten... Aber immerhin findet man sich in den Ausstellungen recht gut zurecht, auch wenn man sich in manchen Mittelräumen, die Abzweigungen in drei oder sogar vier Richtungen haben, doch eine Nummerierung oder sonstige Orientierungsmöglichkeit wünschen würde.

Ohne leitet es doch eher zum Schlendern ein, was ich natürlich auch gerne gemacht und mich hier und da auch sehr daran erfreut habe, Werke wiederzuentdecken, die ich in ähnlicher Form schon in einem der Museen vorher gesehen hatte.
Paul Klee war insgesamt eher selten vertreten, aber "Katze und Vogel" fand ich dann doch recht nett anzusehen. Insgesamt gab es aber durchaus viele deutsche, bzw. deutschsprachige oder deutschstämmige Künstler zu bewundern (teilweise auch mit witzigen, textlastigen Kunstgebilden, die man entsprechend nur verstanden hat, wenn man auch Deutsch konnte) und wenn man wohl alles überschlägt, ist der Anteil an hochwertiger amerikanischer Kunst in den Musseen in den USA doch eher gering...

Eine der größten Fragen, die mir vor allem im MoMA nochmal deutlich geworden ist, war diejenige nach dem Zielpublikum der Künstler...
Wenn man sich z.B. mal wieder ein paar "Wasserlilien" von Monet ansieht, die einfach unglaubliche Dimensionen haben - wo sollte man die Dinger denn aufhängen? In einem normalen Haus oder einer Wohnung hat man nie und nimmer Platz für so einen Kunstgegenstand (wobei dieser hier auch extrem groß ist - das sind ja mehrere Platten)... Und "nur" für Galerien oder Museen zu malen, ist doch auch irgendwie ungeschickt... Nicht, dass ich mir überhaupt so ein Monstrum leisten könnte  - aber einfach dieser Gedanke hat sich gerade im MoMA in meinem Kopf festgesetzt; Kunst ist halt exklusiv und teilweise anscheinend auch nicht dazu gedacht, von der Allgemeinheit konsumiert zu werden.

Diese grandiosen Ausstellungen haben oftmals einfach auch Dimensionen, die nicht für die Residenzen Normalsterblicher gemacht sind - und in Teilen auch nur in sehr großen Räumen zur Geltung kommen, was ja eigentlich ein bisschen schade ist... (Und das sage sogar ich als total naive Kunstbanausin!)

Sonntag, 28. April 2013

Butter London "Two fingered salute"

"Two fingered salute" wollte ich mir eigentlich gar nicht kaufen - Marina hatte mich gebeten, ihr einen mitzubringen, also habe ich mich im Urlaub auf die Suche gemacht. Als ich ihn dann endlich in einem Nordstrom gefunden hatte, fand ich ihn dann doch so interessant, dass ich ihn eingepackt habe und ich muss sagen: Ich bereue das ganz und gar überhaupt nicht!
Was der Lack jetzt so genau mit einer Beleidigung zu tun hat, leuchtet mir nicht wirklich ein (der "two fingered salute" ist von der Bedeutung her mit unserem Stinkefinger zu vergleichen) - aber man muss ja auch nicht alles verstehen... Der Lack deckt auf jeden Fall mit zwei Schichten - wer dicker lackiert, könnte durchaus auch schon mit einer klarkommen. Der Auftrag gestaltete sich sehr angenehm, der Lack hat eine gute Konsistenz und die Trockenzeit ist recht kurz. Eine Schicht Topcoat drüber und schon kann die Gafferei losgehen - der der Lack hat es wirklich in sich.
Butter London beschreibt den Lack als gedecktes, patiniertes Grün mit Cremefinish und kupferfarbenem Mikroglitter. Grundsätzlich stimmt diese Beschreibung durchaus - allerdings wird sie dem Lack nicht gerecht, denn der cremige Grünton ist kein reines Grün, sondern so eine tolle leicht angegraute, minzige Farbe, die durchaus auch einen leichten Blaueinschlag hat. Bei dem kupferfarbenen Mikroglitter fehlt leider auch was - der ist nämlich nicht nur kupferfarben, sondern changiert von Pink über Kupfer zu Gold (deswegen auch die vielen, vielen Bilder, damit man das erkennen kann). Was Butter London allerdings zu erwähnen komplett vergessen hat, sind die winzigkleinen feinen grünen Schimmerpartikel, die man bei bestimmtem Licht erkennen kann.
Also nix ist mit profanem Grün und Glitter - da steckt viel mehr in dem Lack! Diese Vielschichtigkeit mit den subtilen Einschlägel im Farbwechsel führt auch dazu, dass der Lack in unterschiedlichen Lichtverhältnissen seine unterschiedlichen Facetten zeigt und immer mal wieder etwas anders aussieht. Während "Two fingered salute" im Fläschchen eigentlich konstant als ein heller, graustichiger Grünton daherkommt, sieht es auf den Nägeln anders aus, da wirkt er mal etwas bläulicher, mal etwas grünlicher - je nach Lichteinfall.
Auch der unregelmäßige kupferne Glitter kommt in manchen Verhältnissen einfach als plumpes Kupfer in Grün heraus und sieht fast ein wenig langweilig aus - vorwiegend bei direktem, frontalen Licht sieht man da eigentlich wenig Besonderes. Aber mit einer kleinen Veränderung der Position kommt durch den Winkel auf einmal deutlich raus, dass dieser kupferne Glitter auch pinke Anteile hat und sogar leicht ins goldene geht - hoppala, das ist ja auf einmal ganz was anderes!
Der feine grüne Schimmer ist auf den Nägeln schwer einzufangen, aber ich vermute, der ist auch dafür verantwortlich, dass der Lack teilweise einen leichten Blaustich abbekommt, da es sich hier um wirklich intensivgrünen Schimmer handelt... Ich wette, dass der Lack ohne diese winzigen Partikelchen nicht gar so vielschichtig wirken würde und die subtilen Veränderungen in der Grundfarbe auf die kleinen Kerle zurückzuführen sind. Umso sträflicher finde ich es eigentlich, dass dieser Bestandteil in der Farbbeschreibung gar nicht erwähnt wird!
Auf diesem Bild kommt der grüne Schimmer (besonders auf dem Ringfinger) wohl am besten raus - dazu bitte einmal Bild großklicken oder in neuem Fenster öffnen. Im Sonnen- oder auch Blitzlicht erhascht man auch mit bloßem Auge einen Blick auf die grünen Reflektionen - ich wollte das am Anfang nicht so recht glauben und habe mir fast mit dem Finger ins Auge gepiekst, um sie irgendwie fokussieren zu können, aber das funktionert einfach nicht so richtig. Der grüne Schimmer bleibt so ein bisschen ungreifbar und hintergründig - aber nicht weniger schön!
Im Fläschchen ließ er sich ein bisschen besser einfangen, wobei auch das eine echte Herausforderung war, aber das Bild zeigt (trotz Schlagschatten) recht deutlich, welche Facetten die beiden Glitterarten im Angebot haben: Das "flache" Kupfer sieht man am besten am Flaschenrand unten oder auch rechts oben, die pinken und teils goldenen Reflektionen kommen in der Mitte recht gut raus und auch der feinere grüne Schimmer ist da gut erkennbar.
Ich finde ja, dass "Two fingered salute" trotz des unflätigen Namens eigentlich ein Lack ist, der sich auch sehr gut für den Büroalltag und durchaus auch offizielle Meetings eignet. Durch den gedeckten Grün-Minz-Grau-Ton ist er nicht kreischend auffällig, der Glitter verleiht ihm ein bisschen Eleganz und insgesamt betrachtet ist der Lack zwar schick und etwas Besonderes, aber kein aufmerksamkeitsheischendes Monster. Ich mag ihn auf jeden Fall sehr und die Haltbarkeit (3 Tage mit nur minimaler Tipwear, dann habe ich etwas mehr Farbe gebraucht) spricht auch für ihn!

Beim Ablackieren, das aufgrund des Mikroglitters ein wenig anstrengender war, als bei einem Cremelack (so ein bisschen wandert der Glitter, lässt sich aber dann gut mit einem frischen Wattepad entfernen und setzt sich nirgendwo fest), habe ich dann versucht, den kupfernen Glitter freizulegen - so sieht man vielleicht noch ein bisschen besser, welches Farbspektrum der Glitter zu bieten hat. Wer eher dieses rauhere Finish haben möchte, kriegt das recht einfach hin: Einfach sanft mit einem mit Nagellackentferner befeuchteten Pad über den Nagel rubbeln.
Und während ich mir für den Lack in New York, Washington, D.C. und Arlington den Hintern ablaufen musste und fast verzweifelt bin, weil er ja "Nordstrom exklusiv" war, hat sich jetzt herausgestellt, dass das vollkommen unnötig war. "Two fingered salute" könnt ihr ganz gemütlich hier bestellen, Whitewisp hat den nämlich seit Dezember (!!!) im regulären Angebot...

("Stag do" sollte auch irgendwann in mehr oder minder naher Zukunft in Deutschland verfügbar ist. Sobald ich hier Näheres weiß, gebe ich euch auf jeden Fall Bescheid.)

Samstag, 27. April 2013

USA-Mitbringsel-Gewinnspiel-Auslosung

Nachdem am Montag Abend mein USA-Mitbringsel-Gewinnspiel zu Ende gegangen ist, habe ich es tatsächlich gestern geschafft, die Auslosung zu machen und will euch jetzt auch nicht länger auf die Folter spannen.

Erstmal natürlich vielen Dank für eure tollen Teilnahmen - viele von euch haben sich die Mühe gemacht und sehr schöne Geschichten zu ihren Lieblings-Urlaubszielen geschrieben. Von fernen Zielen wie den den Malediven, USA oder auch Mexico über europäische Lieblingsorte in Schweden, Griechenland, Schottland oder Italien bis hin zu inndeutschen Urlaubsorten an der Nord- oder Ostsee war alles dabei und hat mir auch wieder richtig Lust auf eine kleine Auszeit gemacht (nicht, dass ich mir das gerade leisten könnte, aber träumen ist doch erlaubt...).

Am liebsten hätte ich euch alle gewinnen lassen, weil ich viele Geschichten so toll fand - aber bei zwei Preisen musste dann doch eine Auswahl getroffen werden, also habe ich fleißig Post-Its beschriftet ("wie man unnütze kleinen Papierchen endlich sinnvoll verwertet") und in mein Osterkörbchen gepackt.
Ein paar Mal ordentlich rumgerührt und dann die Namenszettelchen gezogen. Zuerst habe ich das erste Set ausgelost, das deutlich mehr Teilnehmer hatte als Set 2 (ihr seid alle heiß auf die Fergie-Lacke, was?); als ich beide Sets ausgelost hatte, muss ich erstmal selber ordentlich lachen, denn das Schicksal hatte irgendwie seinen lustigen Tag und beschlossen, dass es eine eindeutige Präferenz für bestimmte Namens-Nummern-Kombinationen hat:
Liebe Alice (Set 1) und liebe Alice (Set 2), ich gratuliere euch ganz herzlich! Emails an euch gehen gleich raus und ich hoffe alle anderen, die mitgemacht haben, sind nicht allzu enttäuscht. Ich wünsch euch allen einen schönen Samstag - ich mache mich gleich mit einem Freund auf in die Stadt, eigentlich wollten wir Eis essen, aber bei dem Wetter wird das wohl nichts...

Freitag, 26. April 2013

USA-Urlaub: Grand Central Terminal, Madame Tussauds und über die Brooklyn Bridge in New York

So, endlich habe ich es wieder geschafft, ein paar meiner Urlaubgsfotos rauszukruschen und sie auch sinnvoll mit ein bisschen Text in Szene zu setzen... Nachdem es zuletzt ja sehr museumslastig zu ging, gibt es heute ein paar Eindrücke von "kleineren" Besichtigungsmöglichkeiten, Sachen, die man einfach mal zwischenreinschieben kann - oder es auch sein lassen kann, wenn man keine Lust drauf hat.

In unserem New York Pass war auch die Grand Central Audio Tour (kostet ansonsten 7$) enthalten, also habe ich D. dazu überredet. Generell ist der Bahnhof sehr hübsch anzusehen und auch ohne die Audiotour einen Blick wert - wer gerne etwas Essen möchte, kann sich im breit aufgestellten Foodcourt vergnügen, Shoppingmöglichkeiten gibt es auch und natürlich fahren da auch massenweise Züge!


Mit Kopfhörern und einem Wiedergabegerät um den Hals standen wir dann mit unseren DIN A4 Übersichtsplänen im Grand Central Terminal (outeten uns somit ganz übel als Touris) und klickten uns durch die vielen Geschichten, die man sich rund um die Besonderheiten des Bahnhofs anhören kann. Die kurze Tour dauert in etwa eine Dreiviertelstunde, wer sich den ganzen Rest auch noch anhören will, muss etwa das Doppelte einplanen - wir haben uns so ein Zwischending gegönnt. Die Tour selbst ist sehr süß gestaltet und ein Mischmasch zwischen wichtigen Infos und kleine Anekdoten und "privateren" Einblicken.

Faszinierend ist nicht nur die blaue (ja, sie sah auch in echt türkis aus, aber man sagte mir, es sei blau!) Decke, die mit Sternenbildern versehen ist, in die auch LEDs eingelassen sind, die die entsprechenden Sterne darstellen. (Irgendwo ist auch ein kleiner schwarzer Fleck, den man bei der Restaurierung an der Decke belassen hat und der durch die vorhergehende Qualmerei entstanden ist). Auch die (laut Audiotour) pünktlichste Uhr der Welt, die auf dem Infoschalter in der Mitte der riesigen Halle - die ganz nebenbei einen horrenden Wert hat, da die Ziffernblätter aus Opal hergestellt sind.

Aber es ist auch einfach mal nett, kurz stehenzubleiben und die Reisenden um einen herum hetzen zu sehen - ich kam mir doch ein bisschen wie in einer anderen Welt vor mit meinen Kopfhören und dem netten Mann im Ohr... Dazu trägt aber auch das Gebäude bei, steht es doch schon seit 1913 und ist einfach gewaltig. Die historischen Gimmicks, dass z.B. zuerst nur eine der Treppen gebaut wurde, oder dass man zwischen den doppelt verglasten riesigen Fenstern durchgehen kann (wir haben sogar jemanden da gesehen!)...

Dass innerhalb des Infoschalters ein Aufzug für die Mitarbeiter ist, damit die schneller zwischen den einzelnen Ebenen wechseln können, sieht man von außen zwar nicht - allerdings ist alleine die Idee schon richtig witzig. Bei dem bunten Treiben ist es auch wenig verwunderlich, dass der Bahnhof  eine halbe Million Menschen täglich sieht. Eines der Highlights ist sicherlich auch die Oyster Bar, an der wir aber wegen "Igitt, Austern" nur vorbeigegangen sind. Davor befindet sich die Flüstergalerie, ein kleines Kunststück der Architektur: Stellt man sich in dem Gewölbe an zwei diagonale Ecken, kann man sich mit dem Gegenüber unterhalten, wenn man gegen die Wand spricht.  

Die Tour führte uns auch an zahlreichen Kronleuchtern vorbei, die überall das Terminal erleuchten und dem Ambiente auch einen durchaus edlen und hochwertigen Touch verleihen. Wenn man sich dann noch überlegt, dass die Glühbirnen früher alle von Hand ausgewechselt werden mussten, darf man sich durchaus fragen, wer sich das bitte ausgedacht hat... Aber das Grand Central Terminal hat auch schon einiges mitgemacht, war vom Abriss bedroht und ist auch heute noch einer der zentralen Anlaufpunkte.

Der große Vorteil an der Audiotour war, dass wir uns so viel Zeit lassen konnten, uns Dinge anzusehen, wie wir wollten - ein kleiner Abstecher in den Foodcourt war ohne großartige Informationsverluste möglich, ebenso wie ein kleiner Blick nach draußen - da führte uns allerdings auch unser Guide hin, um uns ein paar Informationen zur Architektur des Gebäudes zu geben (die ich aber geflissentlich alle wieder vergessen haben - so ganz alles kann ich mir schließlich auch nicht merken!).

Wenn man außen am Grand Central Terminal vorbeiläuft, würde es wahrscheinlich gar nicht groß auffallen - es ist halt wie viele Gebäude in NY ein Klotz... Aber trotzdem durchaus einen Blick wert und vom Times Square auch fix zu erreichen, wenn man nicht mit dem Zug ankommt.

Ich weiß, dass es auch "normale" geführte Touren durch den Bahnhof gibt, aber ich muss sagen, dass ich die Audiotour sehr nett fand und durchaus auch wieder machen würde. Man kann sich die Infos aussuchen, die einen interessieren und so viel man will vom Bahnhof sehen...

Wir hatten dann irgendwann genug gesehen und sind noch weitergestapft - auch wenn es inzwischen dunkel war, gibt es doch auch in New York noch ein paar Attraktionen, die auch gegen 19 Uhr noch offen hatten und so konnte ich D. davon überzeugen, einen kleinen Abstecher zu Madame Tussauds zu machen.


Er hat sich ganz schön gesträubt und meinte, als er da das letzte Mal drin gewesen wäre, sei es echt langweilig gewesen... Aber da wir sowieso dran vorbeigelaufen sind und mit dem New York Pass freien Eintritt hatten (ansonsten kostet das ernsthaft 36$), hat er sich doch überreden lassen...

Hei nun, was soll ich sagen? Hätte ich dafür den Originalpreis gezahlt, ich hätte mich wohl ordentlich in den Hintern gebissen. Ich bin sowieso kein Fangirl und fange nicht an, wie irre zu stammeln oder ähnliches, nur weil ich gerade neben einer Wachsfigur von Bruce Willis, Nicolas Cage oder Robert Pattinson stehe... Und da ich sowieso keine "Ich und X"-Fotografin bin, war ich eher enttäuscht davon, wie verdammt unecht die Figuren doch tatsächlich ausgesehen haben (davon ab habe ich mich gefragt, ob ich wirklich die gefühlt 456.903ste Person sein will, die den Anzug oder das Kleidchen von wem auch immer angrabbelt... Ob das alles so hygienisch ist?). D. war sowieso nur mäßig begeistert, also sind wir im Prinzip nur einmal durch die Ausstellung gegangen und waren tatsächlich nach 45 Minuten wieder draußen. Ja hmm, mag daran gelegen haben, dass wir nicht so wirklich viele Bilder gemacht haben, aber ein wenig enttäuschend fan ich das schon.

Ich hatte eigentlcih erwartet, dass da irgendwie viel mehr sein würde - aber klar, solche Wachsfiguren nehmen jetzt nicht übermäßig viel Platz weg... Aber auch von der reinen Anzahl an Ausstellungsstücken her hätte ich einfach mehr erwartet - im Prinzip waren pro Kategorie (z.B. Hollywood, TV, Musik, Historische Figuren, etc...) jeweils nur ein paar Vertreter vorhanden - was aber auch zum Konzept gehört: Die Figuren werden immer wieder ausgetauscht (und dabei überarbeitet - was ja auch sinnig ist, wenn sie von so vielen Leuten begrabbelt werden) und so muss man eigentlich öfters vorbeikommen, wenn man unbedingt bestimmte Leute sehen will (was ja eigentlich schon echt dreist ist bei dem Preis)...

Für die Sonderausstellung zu den Marvel-Helden hätten wir noch extra was zahlen müssen - und darauf dann dankend verzichtet. Wenn die das gleiche Niveau hatte wie das "Scream"-Event, das aus einem Gang bestand, den man im Dunkeln begehen sollte und dabei zwei Zombies begegnet ist (incredibly scary... not!), wäre das nicht nur rausgeschmissenes Geld, sondern auch noch verschwendete Zeit gewesen... Aber gut, bin wohl einfach die falsche Zielgruppe für solche Ausstellungen - ich konnte schon dem Dungeon in Hamburg nichts abgewinnen...

Um den Abend dann noch versöhnlich zu gestalten, sind wir mit der Metro nach Brooklyn rübergefahren und dann über die Brooklyn Bridge zurück nach Manhatten gewandert. Dummerweise hatte zu diesem Zeitpunkt das Wetter beschlossen, uns mit Regen zu beglücken und so war es nicht nur sauschwierig, ein paar Fotos zu machen, sondern fast unmöglich.

Ziemlich schnell hatte ich auch durch den Wind mehr Wassertropfen auf meiner Kameralinse, als irgendwas anderes und kann nur einen Glücksschuss zeigen, der eigentlich auch noch ganz witzig ist.... Erstaunlicherweise waren wir nicht die einzigen, die mitten in der Nacht noch über die Brücke gewandert sind - von den vielen Autos unter uns abgesehen, sind uns auch noch ein paar Jogger entgegengekommen, die dem Wetter getrotzt haben und fleißig waren. Die Kulisse ist sicherlich bei schönem Wetter noch beeindruckender - wo man hinsieht, leuchten irgendwelche Hochhäuser vor sich hin, sowohl in Manhattan, als auch in Brooklyn.

Wäre es nicht auch noch so kalt gewesen, hätten wir sicherlich noch eine kleine Pause eingelegt und den Autos einfach ein bisschen zugesehen - aber wenn man irgendwann leicht durchnässt ist, macht das Rumstehen im Regen nicht mehr gar so viel Spaß. Aber dennoch fand ich die Brooklyn Bridge sehr sehenswert - sie ist bestimmt nicht so gigantisch, wie andere Brücken, aber immerhin eine der ältesten und ich war da, so!

Donnerstag, 25. April 2013

dontodent cherry mint Zahnpasta & Zahnpflegekaugummis

Auch wenn inzwischen wohl die meisten duzende Berichte zu den "cherry mint"-Produkten von dontodent gelesen haben dürften, will ich auch noch meinen Senf dazu abgeben - ich habe nämlich auch ein kleines Päckchen von dm zugeschickt bekommen (Vielen Dank dafür!)...


Was Zahnpasta angeht, bin ich erst seit Kurzem wieder experimentierfreudig - ich hatte früher sehr schmerzempfindliche Zähne, die ich erst mit der guten elmex sensitive in den Griff bekommen habe. Lange Jahre habe ich meine Zähne nur mit der elmex geputzt (auch auf Empfehlung meines Zahnarztes hin, der mich vor hohen RDA-Werten bei anderen Zahncremes gewarnt hat), bevor ich mich so langsam auch an andere Zahncremes getraut habe - allerdings immer vorsichtig, mit meiner elmex im Anschlag, die auch zwischendurch fleißig mitbenutzt wurde.

Die dontodent cherry mint war vor allem geschmacklich eine nette Abwechslung - während meine elmex echt lahm schmeckt (ein bisschen minzig und vor allem nach Anis, bilde ich mir ein), ist die cherry mint für mich ein wahres Geschmackswunder! Von der Minze merke ich zwar überhaupt nichts - da hilft auch der Eiswürfel auf der Verpackung nicht, aber es schmeckt kirschig. Und zwar ziemlich süßlich-kirschig, was ich ganz lecker finde, aber z.B. abends auch nicht so wirklich gut haben kann - das Frischegefühl im Mund fehlt ein bisschen.

Mit einem soliden Fluoridwert besteht die Zahnpasta auch schonmal diesen Check - schön wäre jetzt noch eine Angabe des RDA-Wertes, dann wäre ich wohl komplett happy. Allerdings haben meine Zähne bisher noch nicht gemeckert, also kann es nicht so tragisch sein.

Aber auch so überzeugt mich das Produkt eigentlich - es schäumt ein bisschen auf (mehr als meine elmex, die z.B. so gut wie gar nicht schäumt) und ist optisch auch nicht zu verachten: Schließlich ist die Zahnpasta selbst dunkelrot mit einem leichten Trend zum Violett und mit irgendwelchen kleinen Glitzerteilchen ausgestattet, der zarte Schaum dann leicht rosa - Stylefaktor hat sie also definitiv! Ich muss sagen, dass ich sie vor allem morgens gerne benutze und mit ein bisschen süßem Geschmack doch besser gelaunt in den Tag starte. Wer jedoch den absoluten minzig-eisigen Frischekick braucht, sollte die Finger von der cherry mint lassen - das kann sie nämlich nicht leisten.

Weniger begeistert bin ich ehrlich gesagt von den Zahnpflege-Kaugummis. Grundsätzlich finde ich die Idee klasse - oft genug sitze ich auf der Arbeit und hätte gerne etwas Frische nach dem Essen; Zähneputzen ist bei uns nicht so wirklich drin. Da sind Kaugummis eigentlich eine gute Alternative.

Ich war schon ganz gespannt, wie sie denn schmecken würden - da die Zahnpasta ja recht süß ist, habe ich das hier auch erwartet... Und tatsächlich sind die Kaugummis ziemlich süß, schmecken auch kirschig und zumindest ganz dezent nach Minze - minimal, aber schmeckbar.

Dummerweise ist der Geschmack nach knappen 10 Minuten weitestgehend verflogen und nach einer halben Stunde ist die Konsistenz der Kaugummis für mich nicht mehr wirklich angenehm... Warum "der Kaugummis"? Weil einer nicht reicht! Zwei brauche ich mindestens, um zumindest das Gefühl zu haben, dass ich auf irgendetwas rumkauen kann - meine optimale Menge wären wohl zweieinhalb, aber das geht unterwegs so schlecht... Aber immerhin hinterlassen die Kaugummis ein gutes Gefühl im Mund - der Minzgeschmack ist langanhaltender als der Kirscheinschlag und die Zähne fühlen sich auch glatter an als vor dem Kauen - insofern tut das Produkt also, was es tun soll.

Während ich mir gut vorstellen kann, mir noch eine Zahnpasta als Vorrat zu holen (ist ja eine LE und ich brauche sie ja sozusagen nur halb auf, da ich abends mit meiner elmex putze), die mit 75 Cent auch wirklich günstig ist, werde ich die Kaugummis sicherlich nicht nachkaufen... Obwohl eigentlich die 1,55€ für 48 Stück (also für mich: 24 Mal kauen) preislich durchaus okay sind, mag ich keine so schnelllebigen Kaugummis.

Geschmacklich ist diese LE (oh Mann, jetzt gibts auch noch bei Zahnpflege LEs!) sicherlich nicht jedermanns Sache - man muss es schon süß und kirschig mögen, um auf die cherry mints zu stehen... Und ich kann mir gut vorstellen, dass ich das im Winter auch nicht haben kann  - aber momentan ist das ganz angenehm mit einem Hauch Kirsche im Mund mit dem Rad auf die Arbeit zu strampeln!

Mittwoch, 24. April 2013

essence "Cherry blossom girl" Fortune cookie

Heute gibt es mal wieder einen Lack, den ich irgendwo aus der hintersten Ecke herausgekramt habe - die "Cherry blossom girl"-LE von essence ist ja schon ein paar Tage alt... Ich weiß noch genau, dass ich "Fortune cookie" aus dem Grabbelkörbchen mitgenommen habe - Gelbtöne sind ja nicht so wirklich meins und warum genau ich den mitgenommen habe, kann ich mir rational nicht wirklich erklären. Aber da ich ihn nun schon hatte, hab ich ihn endlich mal lackiert!

Der Glückskeks brauchte nur zwei Schichten, bis er ordentlich gedeckt hat - ich war doch sehr überrascht im positiven Sinne. Die Trockenzeit war okay, ich habe noch eine Schicht Topsealer drübergeklatscht und fertig war ich - und es sah gar nicht mal so schlimm aus, wie ich das befürchtet hatte.
"Fortune cookie" ist nämlich ein echt tolles Sonnenblumengelb - nicht zu hell, sondern schön satt, ein kleines bisschen ins Orangene gehend und vor allem mit ganz feinem, silbernen Schimmer. Den erkennt man in der Flasche mal wieder ein bisschen besser, auf den Nägeln wird er vor allem von den Spiegelungen ein bisschen überstrahlt, aber er ist da! Der Glückskeks ist also gar kein reiner Cremelack, obwohl er auf den ersten Blick so aussieht - nein, da schimmert es tatsächlich!
Und obwohl ich Gelb auf den Nägeln gegenüber nicht wirklich doll finde (zumindest an meinen Nägeln meistens nicht), muss ich sagen, dass ich mit "Fortune cookie" erstaunlich zufrieden war. Mag sicherlich auch an der Sonne gelegen haben, aber insgesamt fand ich den Farbton zumindest halbwegs zu meinem Hautton passend und ich kam mir nicht vor wie eine Leiche mit angegilbten Fingernägeln... Leider ist der silberne Schimmer echt schwer einzufangen - aber man kann ihn teilweise schon erahnen.
Den leicht orangenen Einschlag kann man vielleicht im Schatten besser erahnen als im prallen Sonnenschein - im Gegensatz zu vielen anderen Gelbtönen, die doch eher weißlastig sind oder vom Farbton in Richtung Zitrone gehen und so ein bisschen ins Grünliche tendieren, ist "Fortune cookie" für mich ein sehr warmer Gelbton, der irgendwie auch was Beruhigendes hat (manche Assoziationen sollte man wohl einfach weglassen...). Auf jeden Fall der bisher schönste Gelbton, den ich in meiner Sammlung habe - er hat allerdings auch wenig Konkurrenz.
Eine kleine Spielerei zum Schluss, weil ich einfach mal ausprobieren wollte, ob ich das mit dem Spongen hinkriege: Ich habe mir "Cherry cherry girl", den roten Bruder von "Fortune cookie" geschnappt und meine Tips vollgespongt. Das Ergebnis finde ich echt richtig hübsch - wenn ich jetzt noch nailartkompetenter wäre, hätte man da sicherlich noch mehr Cooles draufmachen können, aber ich fand das so schon ganz gut. "Cherry cherry girl" verliert durch das Spongen ein bisschen an Leuchtkraft und wirkt leicht pastellig - dadurch wird allerdings auch der Übergang etwas weicher. In Kombination gefallen mir die Lacke ausgesprochen gut.
Zur Haltbarkeit gibt es nichts Besonderes zu sagen, die war wie üblich recht gut, ich bin zwei Tage mit reingelben Nägeln rumgelaufen und dann noch einmal einen mit den gespongten Tips. Ablackieren war auch unproblematisch, wobei ich es ja schon ein bisschen schade fand und auf meine popelige Spongerei ein bisschen stolz war...

Für nächste Woche gibt es noch eine kleine Ankündigung: Ab dem 01. Mai startet in Kooperation mit Cyw von Das Jahreszeitenhaus eine Nagellackserie, bei der wir jeden Mittwoch zu einer Farbvorgabe einen Lack vorstellen. Da ich ja absolut nailartunfähig bin, Cyw da allerdings ein Profi ist, haben wir uns entschlossen, dass irgendeine Nailart-Challenge wohl nicht wirklich schlau wäre - deswegen gibt es einfach nur jeden Mittwoch einen hübschen Lack.
Kein Battle, keine Besonderheiten - einfach nur ein bisschen Spaß am Wühlen in den eigenen Lackbeständen und vielleicht Wiederentdecken verlorener Schätze. Los geht es nächste Woche mit der Farbe Grün, wer mitmachen möchte, ist natürlich herzlich willkommen!

Dienstag, 23. April 2013

AMU-Dienstag: Sleek "Au naturel", Teil 4

Heute mal wieder zu später Stunde der letzte (und aus meiner Sicht nervtötendste) Teil unserer "Au naturel"-Runde. Es waren nur noch drei Lidschatten übrig und obwohl ich gerne "Reste sind das Beste!" zustimmen würde, geht das heute nur in begrenztem Rahmen, denn ich habe mir wahnsinnig schwer getan, ein AMU mit diesen dreien zu schminken - es hat wirklich vier Versuche gebraucht und dann habe ich aufgegeben. Besser krieg ich das (heute?) einfach nicht hin, und wenn ich mich auf den Kopf stelle.
Auf den ersten Blick sieht die Kombination ja gar nicht so tragisch aus, aber irgendwie habe ich mich echt dämlich angestellt und es hat nichts so funktioniert, wie ich mir das gedacht habe - allerdings war die eher mittelprächtige Farbabgabe der beiden hellen Lidschatten auch ein bisschen schuld...

"Honeycomb" ist ein matter, gelblicher Beigeton, eher nur mittelprächtig pigmentiert und schwer aufs Lid zu bringen - zum Blenden oder als leichter Highlighter taugt er wohl besser, allerdings kommt einem da der Gelbstich teilweise ein bisschen in die Quere. Ebenfalls matt ist "Toast", ein heller Orange- oder Apricotton, minimal besser pigmentiert, aber auch nicht auffällig am Auge. Der hübscheste der drei ist "Regal", eine Mischung aus Braun und Violett, ebenfalls matt.

(Und wo ich mir so meinen Swatch ansehe - Regal sieht ein bisschen verwischt genau so aus, wie ein blauer Fleck... Ich habe da auch gerade eine sehr gute Vergleichsmöglichkeit - aber wann habe ich die mal nicht *hust*... Immerhin weiß ich jetzt, was ich nehmen muss, wenn ich mal so aussehen will, als ob mich jemand zusammengeschlagen hätte...)

Aber irgendwie machen sie mich heute alle nicht glücklich - das AMU schaut bescheiden aus, fleckig und ungleichmäßig (obwohl es im Spiegel okay aussieht), außer dem Braunviolett sieht man auch nicht wirklich was... Auf den Bildern sieht es noch ein bisschen schlimmer aus, als real - aber wirklich dolle ist das AMU nicht geworden. Theoretisch ist im Innenwinkel "Honeycomb", auf dem Lid "Toast" und "Regal" im Außenwinkel und am unteren Wimpernkranz. Im Auftrag waren alle drei Lidschatten recht staubig und haben viel Fallout verursacht...
Dazu ein lilaner Lidstrich, der irgendwie versuchen soll, alles rauszuhauen, eine Runde Mascara und fertig. Ich habe ewig vor mich hingeblendet, um "Regal" irgendwie gleichmäßig hinzubekommen und die beiden anderen Töne sichtbar zu machen oder so, aber das funktioniert einfach nicht. Von "Honeycomb" und "Toast" sieht man nur einen Hauch der Mattierung - Farbe ist da nicht wirklich. Auch auf einer weißen Base hat das nicht wirklich besser ausgesehen, da wurde sogar alles noch fleckiger.
Die beiden hellen Lidschatten taugen für mich einfach nicht als Einzelbestandteile des AMUS - irgendwo zum aufhellen vielleicht, aber solo ist das totaler Murks. "Regal" ist einfach ein bisschen zickig, wie es so viele matten Lidschatten sind, gefällt mir aber immerhin von der Farbe noch und man sieht auch ein bisschen was auf dem Auge.
Insgesamt sicherlich kein schöner Abschied von der Palette - ich hab das Gefühl, dass das heute irgendwie die Loser-Kombi geworden ist; aber vielleicht hat ja maedchen was richtig Cooles aus den Lidschatten rausgeholt - so einen miesen Schlusspunkt hat die "Au naturel" eigentlich gar nicht verdient...