Sonntag, 31. März 2013

OPI "Mariah Carey for OPI" Stay the night

Mensch, Mensch - das Wetter draußen erinnert mich deutlich mehr an Weihnachten, als an Ostern... Zumindest schneit es gerade vor dem Fenster meiner Eltern, während ich hier in der gemütlichen Wärme sitze und zugeben muss, dass ich irgendwie doch den Sandstyle-Lacken erlegen bin. Aber immerhin kann ich das auf ein Urlaubsproblem schieben - ich hatte ja keinen gescheiten Topcoat dabei und stand vor der Wahl, einen Topcoat zu kaufen oder einen Lack, der ohne auskommt. Da es die OPI-Lacke zu durchaus erschwinglichen Preisen gab, habe ich mich für letzteres entschieden und mir "Stay the night" geschnappt.

Gott sei Dank habe ich zu dem Zeitpunkt die Blogposts von Elena und Viola noch nicht gelesen, denn sonst hätte ich wahrscheinlich vom Kauf abgesehen. Ich muss nämlich sagen, dass meine Version sich gar nicht zickig anstellt, sondern recht fix getrocknet ist - ich habe zwar auch drei Schichten gebraucht, um mit der Deckkraft zufrieden zu sein, aber ich habe "durchlackiert", also nachdem ich mit der zweiten Hand fertig war, wieder mit der ersten angefangen und da waren alle Finger bei mir schon trocken. Wie so oft, habe ich abends lackiert und bin dann gemütlich eingeschlafen und konnte auf den schneeweißen Hoteldecken auch keinerlei Spuren am nächsten Morgen entdecken...
Zur Farbe muss man ja inzwischen wohl nicht mehr wirklich viel sagen - dass es sich da um roten Glitzer und schwarzes mattes Zeugs handelt, erkennt man recht gut. Ich muss sagen, dass ich vom Ergebnis auch positiv überrascht war und mir nicht ganz sicher bin, ob ich nicht auch mit zwei Schichten hingekommen wäre (in einem dunklen Hotelzimmer, das nicht die beste Beleuchtung hat, ist das mit dem Abschätzen so ne Sache - dann lieber eine Schicht mehr, als eine zu wenig)... Aber ich finde den Kontrast hübsch und gerade, dass die roten Glitzerteilchen durch mehrere Schichten auch unterschiedlich hell bzw. dunkel sind, finde ich sehr hübsch.
Je nach Licht wirken die Teilchen mal roter, mal mehr pink, mal wie eine Mischung aus beidem - aber dominant bleibt immernoch der matte Schwarzanteil des Lackes und ich finde einfach, dass das durchaus elegant ist. Zugegebenermaßen haben mir auf den Swatches immer die Hochglanzversionen der Sandstyle-Lacke besser gefallen, als die "Original"-Mattversionen - aber in Ermangelung eines Topcoats habe ich mich auch mit der matten Version angefreundet und muss sagen, dass ich sie durchaus interessant finde (auch wenn ich irgendwann noch mal die Hochglanzvariante ausprobieren muss). Ein bisschen aufpassen sollte man allerdings mit feinen Strumpfhosen - dafür sind die Nägel mit der rauhen Oberfläche eher weniger geeignet...
Was die Haltbarkeit angeht, muss ich zumindest sagen, dass der Lack bei mir 48 Stunden ohne die geringsten Spuren ausgehalten hat - nach der zweiten Dusche sind dann ein paar der oberflächlichen Rotpartikel ihre oberste Farbschicht losgeworden und waren dann silbern (leider sind die Fotos nichts geworden...), aber das waren pro Nagel maximal zwei; der Rest sah auch noch drei weitere Tage schwarz mit rot und matt mit Glitzer aus. Das hat mich auch gewundert, weil ich aufgrund des Wetters recht viel mit Handschuhen unterwegs war und meine Kamera in den Museen auch auf Hochtouren gelaufen ist - von Tipwear allerdings nicht übermäßig viel zu sehen.

Da mich "Stay the night" so positiv überrascht hatte, sind auch noch zwei weitere der OPI-Lacke bei mir eingezogen und bisher hatte ich mit ihnen auch keine Probleme - woran also die Zickereien bei einigen Leuten liegen (es gibt ja durchaus noch mehr Berichte als diejenigen, die ich verlinkt habe), wird wohl ein Rätsel bleiben...

Samstag, 30. März 2013

März-Review

Hach je, die März-Review fällt mir dieses Mal ziemlich leicht - der Monat war nämlich cool! Sicherlich kein Wunder, wenn man zwei Drittel davon im Urlaub verbringt und der auch noch toll war - wobei ich auch sagen muss, dass die Arbeitswoche danach auch selten anstrengend und nervig war: Da gibt es nur zwei kleine Sachen, die während meiner Abwesenheit erledigt werden sollen, damit ich für mein Meeting direkt am Montag gut vorbereitet bin und was ist? Genau diese zwei Sachen sind nicht erledigt - narf!!! Das wird für die betreffende Person zwar noch ein Nachspiel haben, aber etwas ärgerlich war das schon.

Ansonsten war der ganze Monat einfach ein einziges Top, wobei mir hier sogar noch etwas Besonderes aufgefallen ist, was mir diesen Monat gut gelungen ist und zwar...

- Cremen! Ich bin ansonsten besonders abends eher mal cremefaul gewesen und habe mich zwar abgeschminkt, aber dann keinen Nerv mehr für eine Gesichtscreme gehabt. Das hat meiner Haut zwar nicht übermäßig viel ausgemacht, aber es ist doch viel schöner, wenn man morgens aufwacht und sich die Haut schonmal gleich ein bisschen zarter und feiner anfühlt. Durch das seltsame Wasser in den Staaten (hier und da macht sich ja Chlor breit) habe ich mich brav nicht nur morgens, sondern auch abends eingecremt und das hat sich so schön eingeschliffen, dass das auch zu Hause funktioniert.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich diesen Monat für mich persönlich unglaublich viele wertvolle Aspekte mitgenommen habe und feststellen konnte, dass ich wirklich durchaus gelassener auf Ungewöhnliches reagiere und auch wenig Scheu habe, unangenehme Dinge zu thematisieren (die Story mit dem Hotelzimmer in New York folgt demnächst), auf Menschen zuzugehen und auch einfach mal zuzugeben, dass ich etwas nicht weiß - allerdings dann auch versuche, einen Weg zu finden, das vorliegende Problem zu lösen.

Es ist schon erstaunlich, was man in so einem Urlaub für Unterschiede zwischen Personen feststellen kann, sei es was Einstellungen und Sozialverhalten oder auch den Umgang mit unerwarteten Situationen angeht - und vor allem, wie sich das mit vorherigen Aussagen deckt... Wenn jemand von sich behauptet, er wäre da total firm, wüsste wo es lang geht und wie alles abläuft und dann auf einmal feststellt, dass alles anders ist - da zeigt sich doch, ob man wirklich was auf dem Kasten hat oder nur den Schwanz einzieht und mit einem Schulterzucken dasteht... Dieser Monat war für mich nicht nur was neue Erfahrungen angeht sehr lehrreich, sondern hat mir auch gezeigt, dass meine Eltern das mit der Erziehung gar nicht so falsch gemacht haben...

Auch wenn ich es früher immer gehasst habe, wenn ich irgendwo vorgeschickt wurde ("Kind, geh doch mal fragen, wo das und das steht..." - "Geh doch hin und frag, ob du einen Luftballon kriegst.") - immerhin habe ich jetzt keine Scheu, jemanden nach dem Weg zu fragen, wenn ich nicht weiß, wo es hingeht oder auch in einem Laden zu fragen, wo ein Produkt steht. Und das finde ich allemal schlauer, als dumm rumzustehen und Löcher in die Luft zu starren! Ich glaube, für die folgenden Monate wird es echt schwierig, dem März seinen Rang abzulaufen - mein März war einfach toll!

Freitag, 29. März 2013

USA-Urlaub: New England Aquarium und Museum of science in Boston

Unseren ersten ganzen Tag in Boston starteten wir bei wirklich schönem Wetter (zugegeben, nicht gerade heiß, aber dafür sonnig) und machten uns auf den Weg zum New England Aquarium. Zuvor schon im Netz bestellt, konnten wir dort in der kürzeren Schlange unsere CityPässe abholen (wir hatten sie noch für 48$ bekommen und da wir sowieso drei der Attraktionen eingeplant hatten, lohnte sich das definitiv) und dann ins Gebäude stapfen, das zu dem Zeitpunkt noch umgebaut wurde (was glaube ich immernoch andauert), wodurch die Pinguine nicht zu sehen waren. Schade, aber nicht tragisch, es gab schließlich genug anderes zu sehen - dass der zylindrische Wassertank allerdings "außer Funktion" war, fand ich traurig.
Eine kurze Recherche über irgendwelche Pässe (es gibt da ja meistens mehrere) ist vor dem Urlaub durchaus zu empfehlen, vor allem, weil man manchmal auch die normalen Wartelinien überspringen kann und schneller in die jeweiligen Attraktionen kommt. Wir hätten für unsere drei geplanten Attraktionen (Aquarium, Museum of Science, Museum of Fine Arts)  65$ Eintritt zahlen müssen, haben also alleine mit dem Pass 27$ gespart.
Ab April gibt es beim Aquarium auch die Möglichkeit, mit einem Boot zum Whale Watching rauszufahren, aber dafür waren wir natürlich zu früh. Trotz der Umbauten im Gebäude, gab es eine Menge an Tierchen, die man anschauen und teilweise auch anfassen durfte. Es gab gleich am Anfang ein Becken mit kleinen Haien und Rochen, die man "streicheln" durfte, indem man die Hand flach aufs Wasser hielt und hoffte, dass die unglaublich agilen Tierchen nah genug drunter hinwegschwammen, dass man ihre glibberige Haut spüren konnte. Zwei Angestellte haben dabei ein paar Sachen über die Tiere erzählt und auch darauf geachtet, dass gerade die Kinder nicht zu grob im Wasser herumpantschten.

Auch wenn ich von Fischen und dem Meeresgetier eher wenig Ahnung habe und Landtierchen spannender finde, haben mich die Aquarien doch begeistert. Vor allem, weil sie oftmals weitläufig und sehr vielfältig besetzt waren und ganz spannende Korallen und Anemonen zu sehen waren. Dummerweise waren die meisten Fische nicht willig, sich für ein ordentliches Foto zu positionieren und dann still zu halten - und die dummen Scheiben taten ihres dazu, dass das Fotografieren sehr schwierig war... Dafür waren die Anemonen sehr willig und ich finde, sie haben auch wahrlich einen gewissen Zauber, wenn man sich die Zeit nimmt, ein bisschen genauer hinzusehen und nicht nur Action zu suchen.
Was ich auch ganz toll fand, waren die vielen Aquariumsmitarbeiter, die an diversen Becken und Tanks standen und bereitwillig über die Tiere Auskunft gaben, Verhaltensweisen erklärten oder auch einfach auf bestimmte Besonderheiten hinwiesen - und vor allem gingen die auch einfach so mal auf einen zu und waren generell sehr freundlich. Logischerweise nahmen eher Familien mit Kindern diesen Service in Anspruch, aber hier und da konnten wir auch ein bisschen lauschen und somit interessante Geschichten über die Tiere mitnehmen - z.B. wann sie ins Aquarium gekommen waren oder wie sie an eine neue Umgebung gewöhnt wurden, etc.

Generell bin ich bei allem, was Tiere angeht, sehr einfach zu begeistern - und da hat das Aquarium auch voll meinen Nerv getroffen. Ich hätte da stundenlang vor manchen Becken stehen können, um einfach nur zuzusehen, wie die vielen Fische umeinander rumschwammen oder sich auch einfach nur gemütlich in einer Ecke platzierten und still dalagen. Am meisten haben mich allerdings die Quallen fasziniert, die es zumeist in größeren runden Tanks (Killer für Fotos!) gab und die ich haptisch total unattraktiv finde - aber optisch in Szene gesetzt, wow!
Ein bisschen blaues Licht machte diese Tierchen unglaublich faszinierend - wenn man sich dann noch vor Augen führt, dass diese Tierchen zu 99% aus Wasser bestehen und kein Gehirn haben, fragt man sich schnell, wie sie überhaupt überleben können und sich vor allem auch so geschickt und trotzdem anmutig durchs Wasser bewegen können... Bei diesen so primitiv erscheinenden Wesen ist es doch fast verwunderlich, dass die Haltung als äußerst kompliziert gilt, da Quallen nicht in stehenden Gewässern leben, sondern stets eine Strömung brauchen - und trotzdem zu den ältesten Tieren unserer Erde gehören...
Die coolsten Quallen waren aber diejenigen, bei denen man sehen konnte, wie die Nervenimpulse durch die Ganglien (oder was auch immer) geleitet wurden - da ergaben sich nämlich in den leicht weißlichen Tieren regenbogenfarbene Ströme, die einfach toll anzusehen waren... Nein, Quallen werden nicht meine Lieblingstiere - aber ich fand sie sehr schön in Szene gesetzt.

Neben dem rückgratlosen Getier und zahlreichen Fischen gab es noch Seelöwen, die auch eine kleine Vorführung bei der Fütterung dabei hatten - aber da fand ich ehrlich gesagt die Quallen spannender, wobei es natürlich dort von den Pflegern schöne Geschichten zu hören gab.

Insgesamt fand ich das Aquarium sehr nett anzusehen - ohne Bauarbeiten wäre es sicherlich noch spannender gewesen, aber so gab es eine Vielzahl von Tieren, wie z.B. auch Seedrachen und Meeresschildkröten zu betrachten und ich war nach dem Besuch definitiv ein bisschen glücklicher und viele unscharfe Fotos reicher!

Nachdem wir mit den Quallen schon ein bisschen naturwissenschaftlich orientiert unterwegs waren, sind wir dann ein bisschen durch Boston gelaufen und haben uns an der Stadtbauweise erfreut und uns über die Verkehrsregelung gewundert und sind zum Museum of Science gewandert. Dort gibt es alles Mögliche, was irgendwie mit Naturwissenschaften zu tun hat - von Erklärungen der Wahrscheinlichkeit über mathematische Spielereien zu technischen Spielereien über physikalische Gesetze und naturhistorische Entwicklungen einfach alles mögliche. Von der Zielgruppe her ist das Museum eher an Familien gerichtet, da vieles nach dem "touch & feel"-Motto als Wissenschaft zum Erleben aufgebaut ist.
Als Beweis, dass ich auch wirklich da war - meine Schuhe (die ich im Urlaub durchgelaufen und dann entsorgt habe) und ich in einem Spiegel, der den Rest meines Körpers einfach nicht zeigen wollte und dafür die Schuhe gespiegelt hat (normalerweise habe ich auch einen Kopf - nicht dass sich jetzt jemand wundert, wie ich mit Füßen ein AMU schminken will...). Optische Täuschungen wurden auch an einigen Stellen dargestellt und erläutert - sehr süß war auch eine Vorführung zum Thema "Magie", bei der drei Tricks gezeigt und erklärt wurden. Für mich jetzt nichts Neues, für die Kinder aber eine tolle und spannend gemachte Unterhaltung und allemal die 15 Minuten wert.
Witzig war noch der kleine Mars-Rover, den man auch selbst in der Sandkiste steuern konnte und dafür auch nur die Kamera des Geräts zur Verfügung hatte - logischerweise auch das gefundenes Fressen für Kinder und Männer. Es waren auch diverse Physik-Versuche aufgebaut, bei denen man die Wirkungen von Luft- oder Wasserdruck und auch Elektrizität (klassische Schaltungen) ausprobieren konnte; auch da gab es dann eine Vorführung für Kinder, wobei ich sagen muss, dass an diesen Sachen auch Erwachsene viel Spaß hatten und so den Physikunterricht mal wieder aufblühen lassen konnten.


Der technische Schnickschnack war dann irgendwann erledigt und es ging weiter zu dem (ehemals) lebenden Schnickschnack: Es gab nämlich auch eine Menge an Getier im Museum zu sehen - allerdings nicht in lebendem Zustand... An vielen Stellen gab es Infos zu Lebensweisen von Tieren, zum Nutzen bestimmter Verhaltensweisen und generelle Erklärungen - und da merkte man schon deutlich, dass das nicht nur für viele Kinder, sondern häufig auch für die Erwachsenen neu war... Das fand ich stellenweise schon etwas seltsam, das setzte sich dann aber auch bei den Zoobesuchen fort: "echte" Tiere sind dann doch etwas ganz Besonderes und nicht jedem bekannt... Auch hier alles sehr publikumsfreundlich gestaltet und wo es ging, durfte man auch selbst Dinge ausprobieren.

Für mich etwas spannender war dann die Ausstellung mit ein paar Dinoknochen - da sollten zwar in New York noch weitere folgen, aber hier waren die Informationen auch nett aufgemacht. Leider keine echten Skelette, aber man kann nicht alles haben! Eine recht große Ausstellung gab es dann aber mit ... naja, Tierschädeln. Was ich hier sehr lehrreich fand, waren die Hinweise und Informationen, die auf die Besonderheiten unterschiedlicher Spezies hingewiesen haben - z.B. gab es eine Nagetierschublade, die unterschiedliche Nagerschädel gezeigt hat.

Dafür muss man bestimmt ein Faible haben und ein Interesse für Biologie - aber wenn das nicht der Fall ist, gibt es z.B. noch die Blitz-Show, die man sich ansehen kann. Die riesige Spule produziert durchaus sehenswerte Blitze und den krönenden Abschluss bildet eine kurze musikalische Vorführung, bei der durch die Blitze ein kleines Konzert gegeben wird. Naturwissenschaft zum Erleben einfach - das Konzept des Museums geht auf jeden Fall auf und wer bereit ist, zusätzlich zum Eintrittspreis noch was hinzulegen, kann bestimmt auch im Planetarium und im IMAX entsprechend Spaß haben - aber darauf haben wir dann verzichtet und sind wieder einmal durch halb Boston gelaufen, um unseren letzten Punkt an diesem Abend abzuarbeiten.
Vorbei an interessanten Gebäuden (ich gebe es offen zu, ich bin einfach jemand, der viel guckt, wenn er irgendwo unterwegs ist) stapften wir also wieder zu unserem Prudential Center, um uns dort auf dem Skywalk Observatory Boston von oben anzusehen. Das Observatorium ist im Prudential Tower (der zweithöchste Wolkenkratzer Bostons, wohoo! 229 Meter hoch!) im 50. Stock zu finden. Im 52. gibt es wohl noch ein Restaurant, allerdings wurde uns gesagt, dass man da lediglich teuer und nicht wirklich gut essen kann - aber halt dafür einen phänomenalen Ausblick hat. Wir haben dann auf das Essen verzichtet und mit dem Ausblick zwei Stockwerke tiefer Vorlieb genommen (den wir sozusagen gratis in unserem Boston-Pass hatten). Die Aussichtsplattform ist "indoor", man knipst also nur mit Glasscheibe im Blickfeld nach draußen - aber dafür kann man komplett einmal außenrum im Gebäude laufen und hat somit Blick in alle vier Himmelsrichtungen von Boston.

Leider hat meine Kamera bei Dunkelheit die Späße nicht mehr mitgemacht und vorwiegend eine Menge unscharfer Bilder produziert... Aber der Ausblick lohnt sich auf jeden Fall und auch wenn wir ein paar Wolken am Himmel hatten, war es doch faszinierend, die Lichter der Stadt und auch des Hafens zu sehen (und ja, ich hab mich da schon auf die zwei weiteren Nachtausflüge auf Hochhäuser in New York gefreut!).
Soviel gibt es erstmal zum ersten ganzen Tag in Boston - mich hatte die Stadt da schon in ihren Bann gezogen und ich muss sagen, dass ich unbedingt noch einmal nach Boston will... Vor allem auch, um mir Harvard einmal anzuschauen, dazu sind wir nämlich leider nicht gekommen.

Donnerstag, 28. März 2013

USA-Urlaub: "Und, was gab's so zu Essen?", Teil 1

Neben "Und, was hast du so gesehen?" war eine der Standardfragen nach dem Urlaub: "Und, was gab es so zu Essen?" Nachdem heute ja Donnerstag ist, ich aber auch gar kein Rezept parat hätte, gibt es ein paar Eindrücke von unseren Mampfereien im Urlaub! Und irgendwie muss ich sagen - sooo viel haben wir da gar nicht gegessen, wir hatten einfach nicht übermäßig viel Zeit fürs Essen (und auch nichts Besonderes eingeplant). Warum "eingeplant"? In den USA gibt es viele Restaurants, die einen gewissen Dresscode voraussetzen - also für die Herren Anzug oder zumindest Jacket und eine ordentliche Hose (also keine Jeans) und für die Damen ebenso eher was Feineres; wir hatten beschlossen, dass wir das nicht brauchen (mal ehrlich - ich muss ja nicht in den USA unbedingt französisch essen gehen...), also ging es eher in die "normalen" Restaurants.

Was im Gegensatz zu Deutschland auffällig ist, ist das "Wait to be seated" - man sucht sich nicht einfach einen Platz, sondern wartet, bis man zu einem Tisch gebracht wird (manchmal heißt das auch, dass man eine halbe Stunde oder sogar eine Stunde warten muss, weil der Laden voll ist). Softdrinks werden für gewöhnlich nachgefüllt, Leitungswasser gibt es umsonst (manchmal ist es auch "gutes" Wasser ohne Sprudel - das merkt man dann am fehlenden leichten Chlorgeschmack) - ebenfalls ein großer Unterschied zu deutschen Lokalen. Insgesamt ist man in den USA eher serviceorientiert, das liegt sicher auch daran, dass die Kellner auf das Trinkgeld angewiesen sind - aber es ist auch generell mehr Personal in einem Lokal und vor allem wuselt es häufig um einen rum, fragt ob alles in Ordnung ist, das Essen schmeckt oder das Getränk nachgefüllt werden soll.

Unser erster Anlaufpunkt zu "richtigem" Essen in Boston war die Cheesecake Factory im Prudential Center. Dem einen oder anderen vielleicht aus "The Big Bang Theory" bekannt - und als ich das Schild gesehen hatte, war klar, dass wir da unbedingt reinmussten! Trotz des Namens gibt es nicht nur Käsekuchen (aber logischerweise davon auch viele Varianten), sondern auch "ordentliches" Essen im Restaurant.
Nach etwa einer halben Stunde Wartezeit (so ist das eben, wenn man zu Stoßzeiten ohne Reservierung kommt...) piepste unser Beeper (tolle Erfindung, haben viele Lokale!) und wir konnten an unserem Tisch Platz nehmen. Unsere Bedienung hieß leider nicht Penny, sondern Kellie, aber sie war sehr nett und hat uns toll bedient. D., der seines Zeichens einfach Fleischesser Deluxe ist, hat sich ein Steak bestellt, ich habe dann doch mit einem Cheeseburger Vorlieb genommen.
Auch wenn die Portionen auf den ersten Blick klein ausschauen, mich hat mein Burger mehr als satt gemacht, D. hat sich im Anschluss noch einen Strawberry Cheesecake gegönnt (obwohl er eigentlich einen Strawberry Daiquiri bestellen wollte, aber da ist ihm irgendwie die Sprachbarriere in den Weg gekommen) - den habe ich aber irgendwie vergessen zu fotografieren, aber er war lecker - und mächtig!

Generell hat sich das mit den Fotos beim Essen als schwierig rausgestellt - die meisten Restaurants sind recht dunkel, die Scheiben oft mit Jalousien verhangen, was das Fotografieren nicht wirklich leichter macht (und wenn man dann noch ohne Blitz knipst, um nicht allzuviel Aufmerksamkeit zu erregen, ist das doppelt schwer)...

Außerdem hatten wir eigentlich nur eine ordentliche Mahlzeit am Tag und ab und zu ist mir einfach erst mitten im oder nach dem Essen eingefallen, dass ich ja ein Foto hätte machen können (und eigentlich wollten). Morgens gab es meistens einen Bagel, Donut oder einfach einen Smoothie, tagsüber waren wir zumeist unterwegs und haben dann eben Abends was gegessen.

Wenn es Mittags mal was gab, war es eigentlich immer was Schnelles - also ein Sub oder Sandwich oder ein Burger; aber meistens sind wir Abends eben in irgendein Lokal gegangen und haben uns da eine ordentliche Mahlzeit besorgt. In Boston habe ich mir am Abreisetag (wir hatten den Vormittag bis zur Busabfahrt nichts geplant) ein Cupcake gegönnt, denn im Prudential Center gab es einen ganz tollen Stand mit lauter Leckereien...
Die Auswahl fiel mir verständlicherweise schwer, aber letztlich wurde es ein "Blackout", ein Schokocupcake mit einer Ganache-Füllung aus Schokolade und einer unglaublich soften, leckeren und saftigen Konsistenz - ich hätte ja gerne noch einen gegessen, aber ich war pappensatt nach dieser schokoladigen Sünde. Preislich liegen die Cupcakes gerade für die Größe mit 3,95$ plus Tax (also irgendwas um die 4,20$ glaube ich) vollkommen im Rahmen und sind einfach megalecker!
Da wir in Boston nur zwei volle Tage hatten und ich vom zweiten Abend kein Foto habe (es gab Burritos zum Mitnehmen, wenn ich mich richtig erinnere), gibt es noch ein paar Futterbilder aus New York...
Da haben wir in einem irischen Pub erstaunlich leckere Burger gehabt - mit selbstgemachten Pommes! Irgendwie hat jeder Laden die selbst hergestellt, im Gegensatz zu McCain, das einem ja hier häufig begegnet. Auch die Burger sind aus "echtem Fleisch" und nicht aus Pattys gemacht und man wird jedes Mal brav gefragt, wie man denn seinen Burger gerne möchte - und meistens kommen sie auch tatsächlich im richtigen Garzustand an! Etwas irritiert war ich anfangs von der Essiggurke, die es fast immer zum Burger gab - aber gut, so sind sie wohl, die Amis...
Ausnamsweise gab es für mich auch ein Dessert bei dem Iren - hauptsächlich, weil ich den Namen des Käsekuchens so toll fand: Es war nämlich ein "Turtle Cheesecake" und die Schildkröte war irgendwie das Urlaubstier schlechtin, wir sind ihr in so ziemlich jedem Museum begegnet und hier auch in einem Restaurant. Für mich hätte der Käsekuchen zwar noch etwas turteliger sein können - die Schokolade kam mir dann doch ein bisschen zu knapp, aber er war richtig lecker... Ich hätte auch gerne den Frischkäse, den die da drüben in Amiland haben *schnief*...

Ein bisschen Abwechslung musste dann auch mal sein, man kann ja schließlich nicht immer nur Burger und Steak essen (also manche Leute können das bestimmt, uns war einfach mal nach etwas anderem) und da kam uns die Filiale von California Pizza Kitchen in der Nähe unseres Hotels ganz recht.
Mir ging es da zuerst wie so oft mit Pizza - am Anfang sitzt man mit knurrendem Magen von dem Teller und denkt sich, dass das ja gar nicht nach so viel aussähe... Nach der Hälfte war ich dann allerdings satt, habe mir noch ein Viertel reingedrückt und das letzte Viertel dann einpacken lassen (übrigens auch völlig normal in den Staaten) und am nächsten Morgen zum Frühstück gegessen - ja, kalte Pizza muss man abkönnen, aber ab und zu geht das!

Netterweise gab es bei CPK auch noch Cocktails, von denen D. sich auch einen gegönnt hat - ich war nach der Pizza einfach völlig bedient. Was alkoholische Getränke angeht, sind Cocktails sogar recht bezahlbar (wenn auch etwas kleiner als bei uns); Weinfreunde werden allerdings nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen... In den Restaurants werden zumeist nur californische Weine angeboten und ein Glas kostet 8$ aufwärts (für einen der seltenen Italiener oder Franzosen kann man gerne mal 15$ für ein einziges Glas zahlen!); auch Bier ist nicht unbedingt günstig (was mir als Nicht-Bier-und-Wein-Trinkerin allerdings egal war). Dafür sind Softdrings spottbillig, was in Kombination mit den Refills vielleicht auch etwas erklärt, woher die Gewichtsproblematik in den USA kommt...

Zugegeben - unsere Ernährung war nicht die gesündeste, aber wer will schon im Urlaub nur Salat essen? Wir waren ja auch sehr viel unterwegs (im Prinzip jeden Tag von etwa 9 Uhr bis mindestens 18 Uhr). Die typisch amerikanischen Mengen habe ich aber absolut nicht geschafft - da ist es gängig, nach einer Vorspeise einen Hauptgang und noch ein Dessert zu essen... Mir war mein Hauptgang eigentlich immer genug (manchmal sogar zu viel)  und nur selten gab es eine Vorspeise oder ein Dessert - ich bin einfach nicht für solche Nahrungsmengen geeignet!

Insgewamt wird es einem teilweise auch echt schwer gemacht, sich gesund zu ernähren - frisches Obst und Gemüse sind recht teuer und springen einen nicht an jeder Straßenecke an; viele Gerichte sind auch eher auf Fettzufuhr, denn auf Vitamine ausgelegt und sind damit auch "beliebter" und kommen besser an. Rein vegetarische Gerichte findet man nicht gar so viele, außer man geht in ein vegetarisches oder veganes Restaurant - das hätte mich ja auch interessiert, aber D. war für fleischlose Kost absolut nicht zu begeistern...

Mittwoch, 27. März 2013

Spoiled by wet n wild S053 "The parking meteor expired"

Da ich mir in den Urlaub nur den Orly "Top 2 bottom" mitgenommen hatte (im Übrigen ein großer Fehler, da der absolut nicht als Topcoat taugt - zumindest wollte er bei mir nicht trocknen und ich hatte am nächsten Tag auch noch Bettdeckenabdrücke im Lack, als ich morgens (!) den Topcoat aufgetragen habe...), musste ich mir logischerweise in den Staaten ein paar Lacke kaufen - und "The parking meteor expired" von Spoiled war der erste Lack, der mir in die Hände fiel...

Irgendwie hatte ich da wohl gerade eine dunkle Lackphase, denn "The parking meteor expired" ist nicht unbedingt ein Lack, der nach Frühling schreit. Erst später fiel mir auf, dass er mich ein bisschen an "Dive bar" von essie erinnert, allerdingsist der Meteor eher grünlich vom Schimmer und nicht so türkis (wer aber generell auf die Schiene steht und den hier toll findet, sollte sich mal "Dive bar" anschauen). Für eine gleichmäßige Deckung habe ich von dem Meteor zwei Schichten lackiert, die leider nicht so wirklich schnell getrocknet sind - darüber kam eine Schicht Topcoat, die auch nicht so recht fest werden wollte; irgendwie war das kein guter Tag!
Aber dafür ist der Lack wirklich schön - während man (ähnlich wie bei "Dive bar") im Fläschchen besonders im Kunstlicht (also im Laden...) sogar einen leichten Violettschimmer sehen konnte, ist auf den Nägeln in dem dunklen Blau vorwiegend ein bläulich-grüner Schimmer zu sehen, der im Blitzlicht deutlich grüner wirkt. Das Ergebnis auf den Nägeln finde ich mit dem Schimmer einfach toll - wahrscheinlich auch, weil es eben nicht ganz gleichmäßig ist und die Nägel an einigen Stellen "beschimmerter" wirken als an anderen.
Wenn man (also ich) nicht so unbegabt wäre, könnte man da sicherlich ein paar hübsche Galaxy-Nails draus zaubern - aber ich hatte weder irgendwelchen Krams dafür dabei, noch Zeit und schon gar nicht die Kompetenz; der Lack scheint mir allerdings für solche Spielereien prädestiniert zu sein. Ich hab mit Begeisterung auf meine Fingerchen geschaut, wenn ich denn dazu Zeit hatte und mich auch an den unterschiedlichen Wirkungen des Schimmers im Licht erfreut (ich hatte zwischendurch auch Sonne, allerdings keine Zeit, ein Foto zu knipsen... bzw. einfach nicht dran gedacht!).
Im Fläschchen kommt - wie so oft - der Schimmer deutlicher heraus als auf den Nägeln - und vor allem auch farbintensiver. Ich tippe mal stark drauf, dass die Farbschattierungen vorwiegend auf das Flaschendesign zurückzuführen sind und man deswegen ein bisschen enttäuscht ist, wenn es auf den Nägeln eben nicht so bunt wird, wie erhofft. Nichtsdestotrotz finde ich den Lack so schon recht besonders und würde mir wünschen, dass auch die deutschen Drogeriemarken ein paar mehr besondere Lacke in ihrem Standardsortiment führen würden (wobei ich auch sagen muss, dass auch Spoiled unglaublich viele langweilige Lacke im Regal stehen hatte!).
Ich bin glaube ich wirklich fünf Tage mit dem Lack auf den Nägeln herumgelaufen - von der Abnutzung her war das kein Problem, übermäßig viel Tipwear hatte ich nicht; einerseits mag das wenig erstaunlich sein, da ich ja im Urlaub war - andererseits bin ich recht viel mit Handschuhen unterwegs gewesen und das ständige an- und ausziehen und Kameraknipsen ist ja auch ein bisschen Beanspruchung für die Finger bzw. Nägel. Von der eher schlechten Trockenzeit abgesehen hat mich der Lack überzeugt - die kann man ja mit einem (ordentlichen) schnelltrocknenden Topcoat entschärfen...

Dienstag, 26. März 2013

AMU-Dienstag: essence-Pigmente, Teil 3

Nach drei Wochen, in denen ich nur mit Mascara und Eyeliner rumgelaufen bin, gibt es heute das erste Mal wieder ein bisschen Farbe im Gesicht - wobei mir das AMU nur mäßig gelungen ist (immerhin kann ich das momentan auf die fehlende Übung schieben, hurra!). Wir haben heute wieder drei Pigmente von essence, wobei ich in meinem AMU eigentlich nur zwei ernsthaft eingebunden habe - warum, seht ihr gleich.

Heute im Angebot "19 kiss the frog", ein hellgrüner schimmernder Lidschatten, der sich einfach auftragen lässt und auch ein bisschen Farbe abgibt - richtig quietschig-intensiv wird's leider nicht. Im Sonnenschein sieht man den goldgelbenen Schimmer; insgesamt würde ich mir jedoch auch auf dem Auge ein bisschen mehr Farbe wünschen.

In der Mitte mein Problemkind "01 studio 54" - schon im Swatch schwierig auch nur ansatzweise gleichmäßig auf die Haut zu bringen - dafür ist das Pigment zu fitzelig, im Prinzip sind da nur goldene Glitzerpartikel zu sehen, die sich absolut nicht regelmäßig aufbringen lassen (und damit auch im AMU total untergehen).

Der Dritte im Bunde ist "07 safety first" - ein hübsches Orange, das einfach Farbe abgibt und auch besonders im Sonnenschein einen hübschen gelbgoldenen Schimmer zeigt - wobei ich mir einbilde, auch ein paar pinke Reflektionen gesehen zu haben. Auf jeden Fall von den dreien mein Favorit, weil mich das Pigment farblich einfach überrascht hat - zwar intensiv aber nicht knallig-quietschig...

Meine Idee war eigentlich, mit "studio 54" im Innenwinkel anzufangen - allerdings habe ich getupft und getupft und getupft und geschichtet - um letztendlich doch absolut nichts außer einem bisschen Geglitzer zu sehen. Also habe ich "kiss the frog" auf dem beweglichen Lid aufgetragen und versucht, den Innenwinkel mit "studio 54" zu beglitzern... Aber auch das war irgendwie nur sehr mäßig erfolgreich - der Glitzer hat sich einfach verflüchtigtl, bzw. ist nicht separat sichtbar. In die Lidfalte kam dann "safety first", der sich auch ganz toll mit dem Frosch verblenden ließ und auch am unteren Wimpernkranz ein bisschen aufgetragen wurde.
Dazu schwarzer Eyeliner (der übrigens eigentlich gleich dick aufgetragen ist - aber meine Foto-Braue macht mir da auf dem Bild irgendwie einen Strich durch die Rechnung) und eine Runde Wimperntusche, das war's schon. Ich weiß gar nicht, wie lange ich probiert habe, "studio 54" irgendwie sichtbar zu machen - aber ich habe es letztlich einfach aufgegeben, ich sehe da nichts und kriege da auch absolut keinen sichtbaren Goldtouch hin. Ich glaube, das Pigment kippe ich in irgendeinen Lack, da könnte der Glitzer sich zumindest eher bemerkbar machen...
Insgesamt war ich doch überrascht, dass mir das Ergebnis gefallen hat - wobei das auch darauf zurückzuführen sein mag, dass der Grünton nicht so intensiv geworden ist und sich somit auch gar nicht so stark mit dem Orange beißt. "safety first" gefällt mir aber unglaublich gut und ich kann mir das Pigment auch sehr gut in Kombination mit eher nuden Tönen oder anderen "bunten" Lidschatten vorstellen.
Sagen wir einfach, dass ich mich wieder ein bisschen an die Schminkerei heranrobben muss - wir haben ja noch ein paar Dienstage im Jahr, die dafür Möglichkeiten bieten... Und jetzt geht es rüber zu maedchen, ich muss mir unbedingt anschauen, ob sie aus "studio 54" mehr herausholen konnte, als ich...

Montag, 25. März 2013

USA-Urlaub: In Boston ankommen

Früh morgens um 4 Uhr ging es los - ab in den Bus, der D. und mich zum Flughafen brachte. Erstaunlicherweise waren um 6 Uhr morgens schon recht viele Leute da, sodass wir tatsächlich an der Gepäckaufgabe etwas anstehen mussten, bevor wir in unsere kleine Maschine nach Frankfurt steigen konnten. Gott sei Dank lief da alles glatt und wir musste nur in Frankfurt quer durch den riesigen Flughafen stapfen - da haben sich die gut zwei Stunden Aufenthalt gelohnt, denn natürlich mussten wir zum allerhintersten Gate...

Natürlich saßen wir auch im Airbus A 340 - 600 in der letzten Reihe (immerhin kann man sich beim Boarding somit viel Zeit lassen...), aber dank akzeptabel großem Bildschirm im Vordersitz und selbstständiger Programmwahl konnte ich mir die 8 Stunden Flugzeit angenehm vertreiben: Nach "Rise of the guardians (Die Hüter des Lichts)" (knuffiger Film!) konnte ich mir noch "Wreck-it Ralph (Ralph reichts)" anschauen (ebenfalls knuffig!) und musste dann bei "Life of Pi (Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger)" auf das Ende verzichten, was ich aber gar nicht so tragisch fand. Obwohl das Essen eher mäßig war, ging der Flug dank dem Unterhaltungsprogramm doch recht schnell rum.

An der einen oder anderen Stelle konnte ich mir einen Blick aus dem Fenster aber doch nicht verkneifen - was man da teilweise an Wolkengebilden sieht, ist einfach faszinierend. Ansonsten war unser Flug angenehm unaufregend, wir wurden fleißig mit Trinken versorgt und nur von den vor uns Sitzenden ein bisschen durch wilde Sitz-Zurückschiebe-Aktionen genervt... In Boston angekommen durften wir nach dem Aussteigen erst einmal eine gute halbe Stunde für die Einreise anstehen, durch die wir dann aber schnell ("Warum sind Sie hier?" - "Urlaub!" - "Zum ersten Mal?" - "Nein!" - "Dann viel Spaß!) durch waren und dann im Flughafengebäude standen.

Da Männer aber anscheinend nicht in der Lage sind, nach dem Weg zu fragen oder sich vorher über den Weg zu informieren (obwohl das seine einzige Aufgabe im Vorfeld war...), musste ich meinen Plan rausholen (schlaues Kind druckt sowas ja aus...) und nur die nette Info-Frau fragen, wo denn der Bus zur Metro fährt. Gesagt, getan - und schon gleich mal köstlich amüsiert, denn die blaue Linie fährt nach Wonderland! Da wollten wir aber gar nicht hin - denn unser Midtwon Hotel lag an der grünen bzw. orangenen Linie. Mit einem Mal umsteigen und einem kurzen Fußweg waren wir dann da - und wollten erstmal durch den Hinterausgang rein, der aber geschlossen war.

Also noch einmal 100m weiter nach vorne gelaufen und durch den Haupteingang ins Hotel (das leider von außen nicht sonderlich fotogen ist). Am Empfang wurden wir unglaublich freundlich begrüßt und gleich mit einer Tourimappe und den wichtigsten Informationen versorgt. Der einzige Nachteil am Hotel war, dass es kein kostenloses WLAN hatte - das gab es aber im Prudential Center, knappe 200m entfernt. Das Hotelzimmer war recht geräumig, mit einem bequemen Kingsize-Bett und einem ordentlichen Fernseher ausgestattet. Zwar ist dort alles schon bewohnt und schaut nicht mehr ganz frisch aus, aber trotzdem in ordentlichem Zustand und vor allem sauber.

Die Dusche funktionierte und wir konnten unseren Kram abladen - und uns dann auf eine erste kleine Erkundungstour machen, schließlich war es erst kurz nach 15 Uhr (also 21 Uhr in Deutschland). Der Ausblick von unserem Hotelzimmer war ganz okay - zwar hatten wir ein Zimmer zur Straßenseite, aber die Fenster waren gut gedämmt und wir konnten einen Blick auf ein hübsches Gebäude, in dem das Boston Magazine untergebracht ist, werfen. Links daneben wäre noch die Symphony Hall, weiter die Straße runter dann das Museum of Fine Arts, schräg rechts eine Kirche mit Capitol-ähnlicher Kuppel.

Unser Hotel hatte zwar kein Frühstücksangebot - aber keine 50 m nebenan gab es ein Restaurant, in dem wohl immer die Hotelgäste zum Frühstück hingeschickt wurden (wir haben da allerdings nicht gegessen). Ein bisschen weiter war das Prudential Center, unser erster Anlaufpunkt - einfach mal gucken, was es da so gibt und vor allem Getränke besorgen! Im Center gibt es diverse (also relativ viele...) Geschäfte, in die wir einfach mal kurz reingelinst haben, um einen ersten Eindruck zu kriegen und auch einen Sephora (in den ich natürlich auch gleich reinmusste, allerdings nichts mitgenommen habe - auch bei späteren Besuchen nicht; der Laden ist einfach nicht mein Fall). Dass wir eine recht große Shopping-Mall in der Nähe des Hotels hatten war ein netter Zufall und dass es bei Barnes & Noble kostenloses WLAN gab, ein noch besserer Punkt - so konnte man zumindest der Familie mal schnell eine Mail schreiben, dass alles gutgegangen ist und wir heil angekommen sind.



Außer zahlreichen Shoppingmöglichkeiten gibt es noch einen ordentlichen Food-Court, bei dem man sich mit unterschiedlichsten Fressalien hätte eindecken können (was wir dann zumindest in kleinerem Rahmen gemacht haben - irgendwas muss man ja zu Abend essen). Der Cheesecake-Factory haben wir dann an einem anderen Abend noch einen Besuch abgestattet und dort lecker gegessen - musste auch sein, nachdem wir schonmal einen Laden in der Nähe hatten.

Außerdem ist das Skywalk Observatory im 50. Stock des Prudential Tower zu finden, das wir allerdings an einem anderen Abend besucht haben um (schrecklich verwackelte) Nachtaufnahmen von Boston zu machen. Wir sind dann noch ein paar Straßen weitergelaufen und haben uns einfach mal in der Gegend umgesehen, um einen ersten Eindruck von der Stadt bzw. unserer Nachbarschaft zu kriegen.

Boston ist die größte Stadt in Neuengland und die Hauptstadt von Massachusetts, wirkt aber auf den Straßen gar nicht so "bedeutsam". Zwar sind die Straßen und Gehwege ein ordentliches Stück breiter als bei uns, aber die Bebauung ist nicht so sehr in die Höhe ausgerichtet, wie z.B. in New York, sondern geht eher in die Breite - mir war die Stadt sehr schnell sympathisch, auch wenn ich durch die Verkehrsregeln nicht so ganz durchgeblickt habe (allerdings schien das den Einheimischen genauso zu gehen - man lief einfach mal über Rot, wenn nichts kam).

Ungewohnterweise haben die Amis nämlich die Ampeln auf der anderen Straßenseite und nicht wie bei uns direkt an der Haltelinie - so kommt es dann auch gerne mal vor, dass ein Auto "mitten auf der Kreuzung" steht, obwohl die "Don't block the box!"-Schilder an den meisten Kreuzungen stehen.

Wir haben ein bisschen gebraucht, um uns an die Ampeln zu gewöhnen (also sie  einfach zu ignorieren und darauf zu achten, ob irgendwo ein Auto kommt), aber die Autofahrer schienen auch nur anderen Autofahrern gegenüber Hupkonzerte abzulassen (ich vermute, das ist da ein übliches Kommunikationsmittel - zumindest wurde unglaublich viel gehupt, zumeist ohne Sinn und Verstand...) und sind Fußgängern gegenüber recht human...

Was mich köstlich amüsiert hat, war dieses Schild, das vor einem Treppenaufgang zu einer Brücke zu finden war - die Amis wissen zumindest, dass High Heels gefährlich sind *kicher*. Ansonsten fand ich die Stadt angenehm sauber und gar nicht so amerikanisch wie befürchtet - die herumfliegenden Plastiktüten sind uns eigentlich erst in Washington in Massen begegnet.

Obwohl Boston ja (meiner Ansicht nach) eher in die Breite gebaut ist, gibt es natürlich auch diverse hohe Gebäude - und ich muss sagen, dass ich es glaube ich geschafft habe, so ziemlich jedes, an dem wir vorbeigekommen sind, anzuschauen. Bei diesem hier habe ich mich sogar ganz nah an die Wand gestellt und daran hochgeschaut - ich sag euch, das ist echt verdammt hoch! Aber ich bin auch generell jemand, der viel guckt, wenn er unterwegs ist - schließlich will ich ja nirgendwo vorbeilaufen und irgendwas verpassen...

An diesem Nachmittag war aber nicht mehr so wirklich viel mit schauen - das frühe Aufstehen und die 6 Stunden Zeitverschiebung haben sich doch bemerkbar gemacht und wir waren recht früh im Hotel, um uns gemütlich vor den Fernseher zu lümmeln und recht bald wegzudösen... Der nächste Tag war nämlich mit ordentlich Programm vollgepackt - wir wollten ins Aquarium und dann noch ins Museum of Science; aber das gibt's dann im nächsten Post!

Sonntag, 24. März 2013

essie "Madison ave-hue" Maximilan strasse her

Die "Madison ave-hue"-Kollektion von essie habe ich eigentlich nur zufällig entdeckt, als ich in New York in einem kleinen und ein bisschen schmuddeligen Laden nach China Glaze Lacken gesucht habe (leider ohne Erfolg - China Glaze ist da auch gar nicht so einfach zu kriegen). So richtig begeistert haben mich die Lacke nicht - Cremefinish und die Farben auch nicht wirklich spannend, aber "Maximilan strasse her" hatte irgendwie was... Grüngrau und matschig (im schummrigen Licht des Ladens sogar noch schlammiger) durfte er dann mit über den Atlantik fliegen.
 
Lackiert habe ich zwei Schichten, die auch völlig für eine ordentliche Deckkraft ausreichen - die erste ist ein bisschen unregelmäßig geworden, da der Lack eine etwas ungewöhnliche Konsistenz hat... Er trocknet sehr schnell an, ist aber auch recht flüssig und verhält sich einfach etwas seltsam. Nicht weiter problematisch, da sich kleinere Unregelmäßigkeiten beim Trocknen auch ausgleichen. Eine Schicht good to go drüber, damit er endlich leer wird, und fertig ist die Maniküre!
Die Farbe ist... schwer zu beschreiben. Ein Grün-Grau, wobei auf den Fotos an meinem Bildschirm eher der Grauton im Vordergrund steht, wohingegen der Lack auf den Nägeln eher grünlich aussieht. Einen leichten Blaueinschlag kann man da auch drin vermuten, da es sich nicht einfach um ein graues Hellgrün handelt, sondern eher um ein grünlastiges, helles Türkis, das dann noch ordentlich mit Grau vermischt wurde - definitiv so eine Matschfarbe! Und da ich Matschfarben mag, finde ich den Lack auch richtig toll-
Da heute die Sonne scheint, gibt es auch ein paar Bilder mit Sonneneinstrahlung und schon da sieht man, dass der Lack nicht immer gleich aussieht - hier mal ein bisschen grauer, da mal ein bisschen grüner... Er passt definitiv in den Frühling (falls er denn jemals beschließen sollte, sich hier bemerkbar zu machen - bei uns liegt noch Schnee und ich würde am liebsten wieder zurück in die Staaten, da war es knappe 10 Grad wärmer...) - kein klassischer Pastelllack, aber doch ein bisschen in die Richtung gehend.
Das Finish ist wie schon erwähnt ein simples Cremefinish- aber für die interessante Farbe passt das gut und Schimmer oder Glitzer hätte ich hier auch gar nicht so passend gefunden. Verglichen mit z.B. "Sew psyched" ist der Lack deutlich weniger Grün und ein bisschen bläulicher, insgesamt etwas heller - geht aber in die gleiche matschige Richtung; in Bezug zu "Navigate her" ist der Lack dafür dunkler und intensivgrüner und grauer... Da hat essie definitiv was richtig cooles gezaubert und auch wenn der Name "Maximilian strasse her" ein bisschen kompliziert ist und ich persönlich nicht wirklich einen Bezug zu München herstellen kann, mag ich den Lack sehr.
Die Haltbarkeit vermute ich mal genauso wie bei den anderen essies sehr gut, ich hab den Lack erst seit gestern drauf, aber er hat sich bisher beim Spülen, Wäsche waschen und aufhängen und diversen Auspack- und Umpack-Aktionen gut gehalten. Außer diesem grauen Grün habe ich von essie nur noch "Power clutch" aus den USA mitgebracht - preislich sind die Lacke mit 8$ plus Steuern zwar etwas günstiger als in Deutschland, aber nicht so deutlich wie andere Lacke...

Samstag, 23. März 2013

USA-Urlaub: Erstmal planen, dann hinkommen!

Sobald meine gut 3200 Bilder (so kann man sich verschätzen...) demnächst auf meinem PC gelandet sind, kann es losgehen mit meinen grandiosen Reiseberichten! Heute gibt es erstmal eine Vorbereitungsgeschichte - vielleicht ist ja für den einen oder anderen auch hier schon ein interessanter Punkt dabei.
 
Vorneweg erstmal die wichtigste Info: Ich kann hier nur meine persönlichen Erfahrungen und Ansichten wiedergeben und nicht irgendwelche lang und breit erprobten Erkenntnisse - falls also irgendwo totaler Quatsch steht, entschuldige ich mich schonmal dafür und schiebe das auf die statistische Seltenheit von Randaussagen!

Bevor es für mich und meine Begleitung - nennen wir ihn einfach mal D., wobei D. hier für viele Abkürzungen stehen kann wie z.B. "Dackel, der mir brav in jeden Nagellackladen hinterherläuft" oder auch "Drogerie-Besuchs-Opfer, das mich irgendwann selbstständig auf alle Drogerien aufmerksam macht" - losging, stand ein bisschen Planung an; Flüge, Hotels und Busse wollten gebucht werden und natürlich brauchten wir erst einmal eine Reisegenehmigung. Über die offizielle ESTA-Seite der Homeland Security zahlt man 14$ für die ganze Prodzedur - auf vielen anderen Seiten kann man auch deutlich über 50€ zahlen; der Ablauf ist einfach, man kann die Fragen auch auf Deutsch beantworten, wenn man sich auf Englisch nicht sicher genug fühlt. Die Bestätigung gibt es eigentlich sofort, wer ganz sicher gehen will, schreibt sich die Nummer noch auf (danach wurden wir aber nicht gefragt und ob es dann was nützen würde, weiß ich nicht...) und macht sich dann an die weitere Planung.

Unsere Flüge haben wir mit United gebucht, wobei 3 von 4 Flügen durch die Lufthansa durchgeführt wurden (beides Star Alliance-Member) - das hat es uns ein bisschen schwerer gemacht, unsere Plätze zu reservieren: Für den United-Flug konnten wir das gleich bei der Buchung machen, die anderen Flüge mussten wir separat über die Lufthansa-Seite machen; aber dafür hatten wir auf dem Hinflug in Frankfurt zwei Stunden Zeit, die wir auch fast zum Umsteigen gebraucht haben und mussten nicht bangen, dass wir unseren Anschluss verpassen. Andere Flüge hatten teilweise nur 45 Minuten und das finde ich schon recht knapp, weil ja immer mal eine Verzögerung eintreten kann und der Langstreckenflieger nicht auf Zubringer wartet...

Die Hotelbuchung haben wir bei unterschiedlichen Anbietern gemacht - das erste Hotel in Boston über olotels.com, das verlief zwar problemfrei, allerdings würde ich nicht mehr über die Seite buchen. Die weiteren Hotels wollten wir auch dort buchen und haben wegen einer Nachfrage zur Zimmergröße bei der Hotline angerufen - nach einer halben Stunde hatte ich dann eine Dame am Apparat, die mir sagte, sie wäre dafür nicht zuständig und würde meine Nummer an eine Kollegin weiterleiten, die sich sofort melden würde. Nachdem nach über einer Stunde immernoch niemand angerufen hatte (und es rief auch später niemand mehr an), buchten wir woanders weiter und zwar bei otel.com, da wir dort noch einen 10%-Gutschein über Facebook gefunden haben und somit günstiger fuhren.

Für alle vier Hotels haben wir sofort per Mail einen Hotelgutschein bekommen, der die relevanten Infos enthielt und zum Bezahlen genutzt werden sollte - das lief problemfrei beim Empfang, wobei wir ein Mal den Gutschein gar nicht hätten vorzeigen müssen und uns ein anderes Mal sogar beide ausweisen mussten. Generell fand ich das Vorgehen sehr angenehm, habe mir aber trotzdem vor dem Abflug noch einmal von den Hotels die Buchungen bestätigen lassen; zu den Hotels selbst gibt es dann jeweils auch ein paar Worte.

Um zwischen den Städten zu reisen, haben wir uns für Busse entschieden - Flüge wären deutlich teurer gewesen und noch dazu aufwändig (Gepäck ein- und auschecken, Sicherheitschecks, etc.); Amtrak wollte unser doch relativ großes Reisegepäck nicht in den Zügen transportieren und Greyhound war teuer und dauerte ziemlich lang. Also haben wir uns für andere Anbieter entschieden und zwar Boltbus und Megabus. Zu beiden Veranstaltern findet man auch viele negative Kritiken im Netz - wir haben mit unseren drei Busfahrten keine Probleme gehabt, aber dazu dann bei den jeweiligen Städten mehr. Für insgesamt 29$ pro Person haben wir unsere Tickets bzw. Buchungsnummern für die jeweiligen Strecken erstanden (Greyhound hätte für die Strecke Boston - New York alleine 38$ verlangt, Amtrak über 70$).

Das Wichtigste vor dem Flug: Koffer packen! Hilfreich ist hier ein TSA-Schloss, damit die Herrschaften von der Transportsicherheitsbehörde im Falle einer Durchsuchung den Koffer mit ihrem Schlüssel öffnen können und nicht das Schloss knacken müssen. Für den normalsterblichen Benutzer funktioniert das Schloss mit dem Zahlencode, den man sich selber ausdenken kann. So ein Schloss ist für etwa 10€ zu haben; meins war bei meinem neuen Koffer schon dabei; wer Glück hat, findet auch mal bei Tchibo oder einem Discounter eines für weniger Geld.

Neben dem Koffer ist das Handgepäck der Knackpunkt - da lohnt es sich, ein kleines Notfallkit für die Nacht einzupacken! Ein Paar aus unserem Flugzeug haben wir am Lufthansa-Gepäck-Beschwerdeschalter (an D.s Koffer wurde ein Reißverschluss-Schlitten abgerissen) getroffen, deren beide Koffer waren noch in Deutschland und sollten nachgeliefert werden... Mit Flüssigkeiten ist Vorsicht geboten, da sollte man sich gerade in den USA an die Vorschriften halten (wiederverschließbares, durchsichtiges Beutelchen, maximal 1 Liter, maximal 100ml pro Behälter; auch als 3-1-1 bezeichnet: 3.4 ounzes (also 100ml), 1 quart-size bag (also 1 Liter Fassungsvermögen), 1 Beutel pro Person).
 
Meine Geldaufbewahrungsmöglichkeiten habe ich sehr zu schätzen gewusst - auch wenn ich das Armband nur zwei Mal getragen habe (das Wetter ließ es nicht anders zu; ich habe es nur gebraucht, als ich keine Jeans getragen habe, um das Kleingeld und ein paar Scheine in die Hosentasche zu stecken), kam der "Brustbeutel" täglich zum Einsatz und hat meinen Pass, meine Kreditkarten und auch den größeren Bestand an Bargeld beinhaltet (ich bin meistens mit etwa 50$ in der Hosentasche rumgelaufen). Musste ich doch mal an mehr Geld oder meinen Pass, ging das recht schnell und problemfrei; generell merkte ich meinen Brustbeutel nur an einem Tag, als die Körperseite ohne Beutel mehr gefroren hat, weil es so kalt war. Das Ding kann ich aufgrund meiner Erfahrungen wirklich empfehlen - es stört nicht, rutscht nicht übermäßig und ist eine schnell zu kontrollierende und unauffällige Möglichkeit, sich auch mit etwas Wertvollem sicher zu fühlen.

So, für heute genug vorbereitet und geplant - bis Montag habe ich hoffentlich ein paar Bilder gesichtet und kann ein bisschen was zum Flug und zur ersten Station Boston sagen!

Freitag, 22. März 2013

Der Adler ist gelandet...

... oder das Känguruh hat seine Beute sicher im Beutel nach Hause gebracht? Mir fällt nicht wirklich ein passendes Bild ein, aber ich bin wieder heil in Hamburg angekommen und habe einen phänomenalen Urlaub verbracht - allerdings bin ich ob des unruhigen Fluges (ich weiß gar nicht mehr, wie oft die "flight attendants please take your seats"-Ansage kam und wie oft das Essen tatsächlich verschoben wurde, aber es war holprig und turbulent) und der Tatsache, dass ich vor dem Abflug schon 10 Stunden auf den Beinen war, ein bisschen matschig in der Birne und generell platt...
Mein Koffer und ich sind heile angekommen - die darin enthaltene Beute hat bis auf ein winzig kleines Leck, das zu minimalem Austreten von irgendwelchem Glitzerkrams geführt hat, den langen Weg heil überstanden (und wurde beim Einchecken nicht einmal gewogen - dabei haben wir uns so viel Mühe gegeben, das Gewicht perfekt auf zwei Koffer aufzuteilen!) und muss jetzt erstmal sortiert und begutachtet und eingeordnet werden...
Kurz gesagt, weiß ich gerade noch gar nicht, was ich mit den unglaublich vielen Eindrücken (vier Städte in zwanzig Tagen!) und etwa 2500 Fotos (wobei wohl ca. 400 davon lediglich die Künstler und Namen der davor fotografierten Werke darstellen) zeitnah sortiert bekomme, aber auf jeden Fall wird es hier eine Menge an Reiseberichten bzw. Museums-Besuchs-Berichten und sonstigen Infos geben (das Bloggen hat mir richtig gefehlt!)... Und wenn auch nur für mich, um festzuhalten, was ich da überhaupt alles gesehen, toll oder seltsam gefunden habe. Ich hätte problemlos noch weitere drei Wochen in den Staaten verbringen können - aber ich bin auch ein bisschen froh, wieder in Deutschland zu sein!

Immerhin zahlt man hier an der Kasse auf wirklich 2,50€ für ein Produkt - und nicht je nach Bundesstaat und Produktart 2,50, 2.75 oder 2,70; doch 2,65 oder vielleicht auch 2,71 oder dann doch nur 2,55... Die Amis mit ihren unterschiedlichen Taxes können einen als Touri doch ein wenig verwirren (besonders wenn man bei Dunkin Donuts für die Donuts keine Steuern zahlt, für den Smoothie bei McDonald's dann aber doch...) - aber dafür gibt es natürlich auch viele tolle Sachen zu entdecken (wie z.B. die Real fruit smoothies bei McDonald's - wieso gibt es die hier nicht?) und sobald ich meine Fotos durchforstet habe, gibt es hier auch meine Eindrücke von der Reise...

Am Wochenende werde ich mich erstmal euren Kommentaren (vielen lieben Dank, dass ihr hier so fleißig gelesen und kommentiert habt!) widmen - und mich irgendwie wieder auf die Zeit einstellen, nur um dann doch wieder eine Zeitumstellung mitzumachen (in New York haben wir die Zeit schon einmal eine Stunde vorgedreht und waren dann nur noch 5 Stunden und nicht 6 vorneweg...). Und sobald sich das Chaos in meinem Kopf und meinem Koffer gelichtet haben, komme ich hoffentlich auch dazu, in euren Blogs nachzulesen, was ich in den letzten drei Wochen alles verpasst habe...