Donnerstag, 8. August 2013

Sundance "Schutz & Bräune Sonnenmilch" & "Mattierendes Sonnenfluid"

Ich gehöre ja generell nicht so zu den Leuten, die sich gerne in die pralle Sonne packen - ich finde gebräunte Haut zwar durchaus ansehnlich, aber meine Begeisterung für die Schwitzerei hält sich in Grenzen und da meine Augen auch eher lichtempfindlich sind, habe ich ausgiebige Sonnebäder eigentlich in den letzten Jahren großteils gemieden. Letztes Jahr hatte ich zudem eine unerfreuliche Begegnung mit Sonnenmilch im Urlaub (ich bilde mir ein, es war eine von Nivea, aber sicher bin ich mir nicht mehr) - ich hatte nach dem Eincremen mit der Sonnenmilch drei Tage lang am ganzen Körper einen nervigen Ausschlag, vermutlich als Reaktion auf die verwendete Sonnencreme...

Dementsprechend war ich auch was die Produkte von Sundance angeht ein bisschen skeptisch, aber als sich der diesjährliche Abteilungsausflug ankündigte (bei schönstem Wetter in einem Paddelboot auf der Alster rumschippern), hatte ich keine Wahl: Entweder einen fetten Sonnenbrand riskieren, oder sich noch einmal auf ein Sonnenmilch-Abenteuer einlassen. Ich entschied mich dann doch für die letztere Variante (lieber ein paar Tage "hässlich", als Schmerzen und ernsthaft kaputt!) und habe meine dm-Box-Beigaben herausgekramt.

Beide Produkte haben einen Lichtschutzfaktor von 30, was mir doch sehr entgegen kam. Für Arme und Beine habe ich die Sonnenmilch benutzt, ins Gesicht habe ich mir das Sonnenfluid geklatscht - wenn man schon ein Produkt hat, das extra fürs Gesicht ist, muss man das ja auch ausprobieren oder?

Vom Auftrag her ist die Sonnenmilch halt eine typische Sonnenmilch, sowohl Konsistenz und Geruch sind so, wie man sie von den meistenen Sonnenschutzprodukten kennt. Sie lässt sich gut verteilen und zieht auch recht schnell ein. Glücklicherweise blieb kein unangenehmer Film auf der Haut zurück.

Das Fluid ist ein bisschen flüssiger, lässt sich ebenfalls gut verteilen und zieht fix ein - allerdings ist von "mattierend" bei mir nicht viel zu sehen gewesen. Mein Gesicht hat ein bisschen geglänzt nach dem Eincremen, nicht übermäßig, aber es war definitiv nicht matt. Da der Tag aber sowieso sehr heiß zu werden versprach, war mir das auch ziemlich egal - ewig würde das in der Sonne eh nicht halten!

Wer sich für die Inhaltsstoffe interessiert, das dunkelorangene ist die Sonnenmilch, heller darunter das mattierende Sonnenfluid. Beide Produkte enthalten sowohl chemische / organische  als auch physikalische / mineralische Lichtschutzfilter - also Stoffe, die Sonnenstrahlen absorbieren (chemisch) und solche, die die Strahlen reflektieren (physikalisch).

Chemische Lichtschutzfilter sind z.B. Butyl Methoxydibenzoylmethan und Ethylhexyl Salicylate (jeweils 2. Zeile), physikalische Filter sind z.B. Titanium Dioxide (oben 3. Zeile, links 2. Zeile) und Octocrylene (1. Zeile). Der Unterschied zwischen den beiden Wirkweisen ist eigentlich ganz einfach:

Physikalische bzw. mineralische Filter wirken sofort, sie dringen nicht in die Haut ein, sondern bleiben auf der Oberfläche und reflektieren dort die Sonnenstrahlen - d.h. den Standardsatz von wegen "mindestens eine halbe Stunde vorher eincremen" kann man sich bei dieser Art von Lichtschutzfiltern sparen. Nachteil: Es kann sein, dass sie einen hellen, weißlichen Film auf der Haut hinterlassen - logisch, sie liegen ja nur obenauf und werden nicht in die Haut aufgenommen.

Chemische bzw. organische Filter hingegen reagieren mit den oberen Hautschichten (wodurch sich auch eine gewisse allergologische Bedeutsamkeit ergeben kann) und wirken erst nach besagter Zeit vollständig. Der Nachteil ist, dass bei chemischen Filtern die Sonnenstrahlen praktisch "in der Haut" verarbeitet und dort absorbiert und umgewandelt werden. Die Kombination beider Schutzmechanismen ist natürlich von Vorteil, sofern man nicht auf die chemischen Anteile allergisch reagiert - hier bekommt man sozusagen "two in one", den physikalischen Schutz, der zuerst wirkt und als "Sicherheit" den chemischen Schutz dazu.

Das Wichtigste war für mich hier das Ergebnis und zwar auf zwei Ebenen: Einmal die Verträglichkeit, die bei mir vollauf gegeben war! Weder im Gesicht, noch an Armen oder Beinen hatte ich irgendwelche Reaktionen auf die Sonnenmilch und auch was den Lichtschutz angeht, war ich begeistert: Wir waren insgesamt sechs Stunden unterwegs, von denen ich etwa fünf komplett in der prallen Sonne verbrachte (in so einem Boot gibt es nicht wirklich viele Möglichkeiten, sich im Schatten zu vertecken...). Das Ergebnis war, dass ich lediglich am Handrücken einen Hauch von Sonnenbrand hatte, der am nächsten Tag allerdings wieder verschwunden war.

Abends sahen mich alle an und meinten fast ein wenig erschrocken: "Lena, man sieht dir überhaupt nicht an, dass du heute in der Sonne warst - nichtmal einen Hauch Farbe hast du bekommen!" Das kann man jetzt natürlich positiv oder negativ sehen - ich habe es als gutes Zeichen für die Wirkung der Sonnencremes gesehen und mich auch darüber gefreut, dass ich nicht mit einem dämlichen Sonnenbrillenrand rumlaufen musst *hust*. Dass das Fluid nicht wirklich mattiert, stört mich nicht. Dass dieses "&Bräune" bei der Sonnenmilch jetzt nicht wirklich der Fall war, stört mich ehrlich gesagt auch nicht - lieber blass und ohne Sonnenbrand als krebsrot und danach ein bisschen braun, oder?

Mich haben beide Produkte jedenfalls vollends überzeugt und sind natürlich auch jetzt im Urlaub mit dabei - dass sie preislich noch dazu günstig zu haben sind, ist ein weiteres Goodie. (Aber Stiftung Warentest hat ja auch rausgefunden, dass es generell die besten Sonnenschutzprodukte die Eigenmarken der Discounter und Drogerien sind...)

Kommentare:

  1. Das klingt echt interessant. Ich war vor dem Urlaub auch auf der Suche nach einem leichten mattierenden Sonnenschutz fürs Gesicht und bin beim Eucerin Sun Fluid gelandet.. das mattiert wirklich und ist richtig klasse, fühlt sich null wie Sonnencreme an, kostet allerdings auch 15 Euro. Da ist Sundance schon ne gute Alternative.
    LG und schönen Urlaub noch!!

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    1. Wie gesagt, so richtig mattierend war das Fluid bei mir nicht - da ist allerdings auch jede Haut anders. 15€ ist halt ne Hausnummer - wobei Eucerin ja auch qualitativ wirklich gut ist - aber ich glaube, mir wäre das den Preis (vor allem nach den letzten Tests) nicht wert.

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  2. Aber... wenn keine Bräune erzeugt wird (klang so wie ne Mischung aus Schutz und Selbstbräuner), dann ist das doof - gerade bei hellen Hauttypen. Dass der Sonnenschutz funktioniert, sollte eig. obligatorisch sein. Sundance hat mich aber auch noch nie im Stich gelassen XD

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    1. Also Selbstbräuner ist das nicht, sondern soll eben die Bräunung fördern - aber ich würde sagen auch das ist bei unterschiedlichen Hauttypen unterschiedlich intensiv. Bei mir hats eben nicht so wirklich dolle funktioniert - aber wie gesagt, fand ich das nicht so schlimm.

      Klar sollte der funktionierende Sonnenschutz "eigentlich" obligatorisch sein - aber ich hätte auch nicht erwartet, dass die Sonnencreme über die lange Zeit und intensive Sonne SO gut wirkt. Da war ich doch positiv überrascht :)

      Wir hatten bisher immer so die Klassiker, die man an Sonnencreme hat - das war mein erster Sundance-Versuch und die Ergebnisse haben mich einfach überzeugt! Auch im Urlaub haben beide Produkte gehalten, was ich mir versprochen habe.

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  3. Schade, dass der Bräunungseffekt nicht stärker war. Hätte sie mir nur deshalb gekauft :-(

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    1. Hi Valerie, da reagiert ja auch jede Haut anders - d.h. nur, weil das bei mir nicht wirklich sichtbar war, heißt das nicht, dass es bei dir nicht vielleicht funktioniert...

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