Freitag, 26. Juli 2013

Sally Hansen "Sugar coat" 300 Cherry drop

Bei "Sour apple" hatte ich ja geschrieben, dass der mintfarbene Lack wohl das einzige Sugar-coat-Kind in meiner Obhut bleiben würde - tja, so kann man sich irren! Inzwischen wohnen nämlich noch weitere Sugarcoatgeschwister bei mir und ich habe mich inzwischen ein bisschen mehr an das matte Finish gewöhnt (ich bin immernoch nicht der totale Mattfan bei dem Sandfinish geworden, aber ich finde es gar nicht mehr so schlimm - so ist das mit der Gewöhnung!).

"Cherry drop" ist die rote Variante, deckt mit zwei Schichten sehr gut (eine könnt ihr im letzten Bild sehen) und trocknet auch ratzfatz. Bei diesem Lack fiel mir das Lackieren auch deutlich einfacher als bei dem sauren Apfel - ich habe nicht wirklich das Gefühl gehabt, die Partikelchen rumzuschieben, aber vielleicht liegt das auch einfach an der Gewöhnung an den Pinsel (der einfach super ist und sich einfach handhaben lässt!).
Tja, die Farbe - die Farbe ist so ein bisschen vom Lichteinfall abhängig, aber es ist definitiv ein eher klassisches Rot. So tendenziell eher in Richtung Süßkirschen, nicht Sauerkirschen - also ein helleres Rot, wobei ich bei manchen Bildern auch in Richtung Tomate tendieren würde, da eben ein leichter Stich ins Orangene auch sichtbar wird. Im prallen Sonnenschein ist "Cherry drop" allerdings nicht so ganz matt, sondern der rote Basislack zeigt sich da von seiner cremigen Seite und glänzt eindeutig zwischen den matten Zuckerteilchen hindurch.
Da ich bei "Sour apple" keinen so intensiven Sonnenschein hatte, kann ich gar nicht sagen, ob das bei dem auch so ist - aber bei der roten Kirsche ist mir das eben besonders aufgefallen und das ist definitiv etwas, das ich an diesem Finish interessant finde. Es sind zwar keine Glitzerpartikel, aber dennoch wirkt der Lack durch den Basislack nicht komplett matt und stumpft, sondern glänzt durchaus ein bisschen, wodurch auch die zuckrigen Hubbelchen noch ein bisschen deutlicher sichtbar werden (ist ja logisch, die glänzen nämlich nicht!).
Das Schöne an "Cherry drop" ist, dass er wie so einige "normale" Rottöne sehr auf das Licht anspricht, das ihn trifft - man sieht es hier im Fläschchen besonders krass, da ist der Lack am Rand richtiggehend Orange (jaja, ich weiß - Glas, Brechung und so, aber ein bisschen erkennt man das ja auch auf den Bildern!). Auf den Nägeln macht sich aber ein schönes, intensives Tomatenrot breit und man sieht auch hier die leichten "Glanzflecken" ganz gut (die übrigens nicht durch vermehrte Rubbelei kommen! Die Erhebungen bleiben immer matt, da kann man an den Hubbeln rubbeln, so viel man will - ja, ich habe das getestet, ich mag das Finish einfach!).
Fällt allerdings weniger direktes Sonnenlicht auf den Lack, wird er von der Grundfarbe her ein bisschen dunkler, tendiert schon in Richtung Erdbeere und ist einfach intensivrot. Hier sieht man dann auch, dass der herausstechende Glanz des Grundlackes deutlich weniger wird und das Ganze eher ein bisschen so aussieht, als ob der Lack noch feucht wäre (was er aber nicht ist!).  Deutlich matt scheint der Lack dann zu sein, wenn die Sonne komplett weg ist und nur noch das "normale" Tageslicht vorhanden ist - da wirkt auch alles ein bisschen blaustichiger. Ich muss sagen, dass ich "Cherry drop" durchaus faszinierend finde und so langsam auch mit dieser glitzerlosen Struktur warm werde - bei Sandlacken ist das bei mir definitiv Liebe auf den zweiten Blick und zwar in allen Belangen!
Warum auch auf dem Fläschchen die Empfehlung steht, in zwei dünnen Schichten zu lackieren, zeigt das letzte Bild recht gut: Zumindest wenn man dünn lackiert, ist die erste Schicht eben noch nicht überall strukturiert, man sieht an einigen Stellen noch deutlich "kahle" nur belackte und nicht bezuckerte Stellen - die zweite Schicht stellt dann wirklich sicher, dass alles entsprechend bedeckt ist und mehr oder minder gleichmäßig ungleichmäßig aussieht.
Kleinere Bedenken, dass das Ablackieren bei dem roten Lack besondere Probleme bereiten würde, erwiesen sich letztlich (Gott sei Dank!) als völlig ungerechtfertig. Die Zuckerteilchen nerven zwar ein bisschen, aber immerhin färbt der Lack selbst nicht übermäßig. Ein kleines bisschen schliert das Rot zwar, allerdings geht mit einem zusätzlichen Pad alles ab und Nägel, Nagelhäute und Hände sind wieder sauber.


Der Lack wurde mir kosten- und bedingungslos von Sally Hansen zur Verfügung gestellt.

Kommentare:

  1. Jetzt ärger ich mich ein bisschen, dass ich ihn grad im Laden hab stehen lassen :D

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    1. Nicht ärgern - vielleicht ist er ja beim nächsten Mal auch noch da ;) Ich find den auf jeden Fall wirklich sehr hübsch und das, obwohl dieses matte Finish ja nicht so ganz mein Favorit ist...

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    2. Mal sehen, ich hab gestern den von Catrice aus der "L'Afrique, c'est chic" LE mitgenommen ^^

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    3. Bei uns hab ich die LE noch nirgendwo gesehen -.- Das neue Catricesortiment ist eingeräumt, aber auf dem LE-Platz sind Mascaras aufgebaut *gnarf*... Wie ist denn der Lack so?

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  2. Danke für den Hinweis auf das ablackieren. Da hatte ich nämlich auch bedenken. Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

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    1. Immer gern :) Gerade bei roten Lacken passiert das ja oft, dass man sich komplett einsaut, aber da ist "Cherry drop" eigentlich recht gut handlebar. Ich würde sagen, die kleinen "Zuckerpartikelchen" sind deutlich nerviger als die Farbe an sich beim Ablackieren.

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  3. super super schön! gefällt mir sehr gut :)

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    1. Ich gewöhne mich so langsam an dieses matte Finish, wobei das ja gerade im Sonnenschein eben nicht komplett matt rauskommt - komplizierte Sache, aber so langsam finde ich auch ein bisschen Gefallen an den schimmerlosen Varianten ;)

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  4. Hach, um den schleich ich auch ständig rum. Mal gucken, vielleicht nehm ich ihn ja beim nächsten Mal mit :)

    lg devilly

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    1. Na, wenn du weißt, wo es die gibt, musst du dich ja nicht stressen :) Hübsch isser auf jeden Fall!

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  5. eigentlich trage ich kein rot...kein rot...eigentlich... :D

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    1. Eigentlich ist so ein schönes Wort *hust*, also eigentlich ist das ein schönes Wort :P Und uneigentlich ist das ja kein Rot, sondern viel mehr Sand (gute Ausrede, was?)!

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  6. Doch ein interessanter Vertreter - sagt mir irgendwie mehr zu als der apfelige Kollege obwohl ich normalerweise so krassen Farben sehr zugetan bin. Allerdings sag ich mir auch immer wieder mein Lieblingsmantra "du hast genug (Sand-)Lacke - du hast genug (Sand-)Lacke....."

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    1. Ich mag dein Mantra, das kenn ich nämlich auch... Aber irgendwie scheint es mir nicht so richtig wirksam zu sein, vielleicht isses einfach schon zu sehr abgenutzt? :P

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  7. Antworten
    1. Danke dir :) Ich mag den Lack auch echt gern!

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