Montag, 6. Mai 2013

USA-Urlaub: New York bei Nacht - Empire State Buildung und Rockefeller Center

Heute gibt es zu späterer Stunde ein paar passende Bilder - nämlich von unseren nächtlichen Ausflügen zum Empire State Building und zum Rockefeller Center. So langsam neigt sich meine New York-Berichterstattung auch dem Ende zu und ich weiß gerade nicht, ob ich das Gefühl habe, viel oder doch eher wenig gesehen zu haben...

Unser erster Abendausflug führte uns zum nahegelegenen Empire State Building - der Besuch der Aussichtsplattform im 86. Stock war in unseren New York Pässen inklusive, der 102. Stock hätte noch extra gekostet, da haben wir jedoch drauf verzichtet. Mit den Hochgeschwindigkeitsaufzügen (die ordentlich Druck auf die Ohren gebracht haben!) auf 320 m Höhe hat uns dann auch gelangt.

Obwohl meine Kamera jetzt nicht gerade für Nachtaufnahmen gemacht ist, habe ich trotzdem ein paar nette Bilder geschossen (bilde ich mir zumindest ein). Wir hatten recht großes Glück, dass es an diesem Abend relativ klar war (teilweise sind gegen Abend trotz sonnenklarem Tag doch ein paar Wolken aufgezogen) und man doch einen ordentlichen Blick auf die Stadt hatte. Hier in Hamburg aus dem 20. Stock auf den Hafen zu gucken (sehr empfehlenswert!) ist zwar auch ganz spannend - aber über den Dächern von New York auf dieses unglaublich riesige und gefühlt endlose Lichtermeer zu blicken, ist einfach unbeschreiblich. Da wird einem auch noch einmal richtig bewusst, dass diese Stadt wirklich niemals schläft - oder falls doch, dass das Licht dabei anbleibt.

Wohin ich da genau geguckt habe, weiß ich gar nicht so richtig - aber da links im Bild ist, die auf jeden Fall der Times Square (woraus ich also grandios schlussfolgere, dass das die Richtung Nordosten ist!), das Gebäude rechts mit dem Schriftzug, den man nicht lesen kann, ist das Metlife-Building und die Straße "geradeaus" müsste dementsprechend die Fifth Avenue sein - wie man sieht, ist sie auch noch recht gut befahren.

Das dürfte theoretisch in Richtung Osten geknipst sein - ich fand das wahsninnig spannend, dem Treiben auf den Straßen zuzusehen... Ich glaube, wir waren gegen 22 Uhr auf dem Empire State und es war immernoch die Hölle los! Nicht nur Taxis, sondern auch viele Privatfahrzeuge sorgten für regen Verkehr auf den Straßen und die ganzen Lichtreklamen von Shops, Theatern und sonstigen Gebäuden (meistens sind ja auch noch die kleinen Snackstände wie blöde beleuchtet!) sorgten dafür, dass die Stadt von oben auch taghell beleuchtet aussah... Wenn man da so mittendrin steht, fällt einem gar nicht auf, was für ein enormer Trubel herrscht - der Blick von oben zeigt das dafür recht deutlich.

Dass man da eigentlich auf einer ganz schönen Höhe steht, fällt einem eigentlich nur durch den Wind auf, der da doch in einer recht steifen Brise weht. Wenn es nicht auch schon recht kalt gewesen wäre, hätte ich da sicherlich auch deutlich mehr Zeit zubringen können, so blieb es aber bei nur einem Rundgang um die Aussichtsplattform.

Aber der reicht eigentlich auch, um in absolut alle Richtungen zu sehen und fasziniert Bürogebäude und sonstige Wolkenkrater und die belebten Straßen zu bestaunen, die sich bis zum Horizont erstrecken und nirgendwo den Anschein erwecken, dunkler zu werden.

Wenn ich nicht komplett falsch liege, dürften diese beiden Bilder jeweils in Richtung Südosten... Links hinten sieht man hier zwei Brücken, dementsprechend müsste die vordere die Manhattan Bridge sein und dahinter (sieht man auf dem unteren Bild besser) die Brooklyn Bridge... Zumindest wüsste ich nicht, wo ich ansonsten Blick auf zwei Brücken hätte haben sollen.

Während wir eigentlich überlegt hatten, auf jeden Fall eine der Aussichtsplattformen bei Nacht, die andere am Tag zu machen, war für mich an diesem Abend klar, dass ich mir den Ausblick vom Top of the Rock auch lieber im Dunkeln noch einmal geben würde...

Bei Tag ist New York dann doch etwas grau und ich glaube kaum, dass man so eindrucksvolle Bilder von New York zu sehen bekommt - und so gut kenne ich mich mit der New Yorker Architektur dann auch nicht aus, dass ich auch bei Tag noch irgendwelche Dinge erkennen würde... Ich bin ja schon ganz überrascht, dass ich die Nachtfotos ein bisschen zuordnen kann - ich hätte mir zwar an manchen Stellen eine bessere Kamera gewünscht, aber da es auf den Aussichtsplattformen echt voll war und sich ständig Leute mit richtig fetten Knipsen überall durchgedrängt haben, war ich doch zufrieden mit meiner kleinen Casio.

Auf der Fahrt wieder nach unten, für die wir natürlich wieder ein bisschen anstehen mussten (und unglaublich genervt waren von einer Familie, die es irgendwie partout nicht schaffte, zusammenzubleiben - ist auch echt schwierig bei fünf Mann! - und deswegen alle paar Meter den ganzen Verkehr aufhielt), habe ich es auch noch geschafft, mir an einer Säule dermaßen den Oberarm anzuschlagen, dass ich die nächsten zweieinhalb Wochen noch mit einem dicken blauen Fleck herumgelaufen bin - man könnte das auch eine bleibende Erinnerung nennen, aber ehrlich gesagt hätte ich da gerne drauf verzichtet!

Dem Rockefeller Center habe ich dann eines Abends alleine einen Besuch abgestattet - D. war immernoch mit seiner Erkältung beschäftigt und hat sich nach einem halben Tag lieber ins Hotelbett verzogen... Die Eislaufbahn vor dem Rockefeller Center dürfte wohl so ziemlich jeder aus dem einen oder anderen Film kennen - sobald es dunkel wird, ist sie auch noch nett beleuchtet und ich finde, das hat ja so ein bisschen was Weihnachtliches...

Dank des New York Passes konnte ich zwar die normale Ansteh-Schlange umgehen, allerdings gab es trotzdem nur Tickets für anderthalb Stunden später... Die Tickets für das Top of the Rock werden nämlich immer nur für eine bestimmte Uhrzeit ausgestellt - wer also ein Ticket für 20:15 Uhr hat, kommt keine Minute vorher rein, aber noch mit der darauffolgenden Tour. Hat zwar so seine Vorteile, da der Menschenfluss so reguliert wird - allerdings auch seine Nachteile, da so ziemlich alle dann im Gang vor dem Ticketschalter rumgammeln und somit die Sicherheitswege versperren (obwohl natürlich die Security versucht hat, das zu verhindern)...

Als ich dann meine Stunde Zeit totgeschlagen hatte (draußen rumlaufen und in die letzten noch offenen Shops schauen, auch wenn sie mich nicht interessierten), ging es dann durch das Atrium zu den Aufzügen. Dort hängt mehr oder minder beeindruckend der "Joie", ein Kunstwerk des Deutschen Michael Hammers. 14.000 Swarovski-Kristalle an 450 Fäden bilden diesen "Kronleuchter" und sind schon nett anzusehen und verkürzen einem ein bisschen die Wartezeit.

Das Top of the Rock hat insgesamt drei Aussichtsplattformen, auf die man immer schubweise gelassen wird - eine der "Bremszonen" ist aber immerhin ein kleiner Kinosaal (allerdings im Stehen), in dem abwechselnd drei Filme laufen, die etwas über die Geschichte des Rockefeller Centers, den berühmten Weihnachtsbaum und sonstige Events erzählen. Leider (?) habe ich nur zwei der Filmchen mitbekommen, dann wurde meine Gruppe endlich zu den Aufzügen vorgelassen und wir durften auf die Plattform.

Vom Top of the Rock aus sieht man logischerweise auch das Empire State Building, das an diesem Tag mal wieder weiß erleuchtet war. Wie man sieht, wabern da auch ein paar Wolken rum, aber man hatte auch so noch einen guten Blick.

Die oberste der drei Aussichtsplattformen im 70. Stock ist auf 260m - der 67. und 69. entsprechend ein bisschen tiefer. Der Vorteil am Top of the Rock ist, dass es hier auch "indoor"-Besichtigungsmöglichkeiten gibt. Wenn das Wetter also mal mies ist oder man sich einfach mal kurz wieder aufwärmen will, ist das hier gut möglich. Der Blick ist natürlich genauso faszinierend wie vom Empire State Building - im Prinzip muss man also nicht beide Aussichtsplattformen besuchen (vor allem wenn man den Preis von für das 25$ Empire State und 27$ für das Top of the Rock bedenkt), mit New York Pass kann man das dafür problemlos tun - ist ja entsprechend "schon bezahlt" oder auch als Goodie dabei  (ja, ich fand den Pass echt gut!).

Vielleicht auch wegen der leichten Wolken fand ich den Blick von den drei Plattformen auch sehr charmant - auch wenn es da irgendwie schwieriger war, scharfe Fotos zu machen (manchmal ist die beste Option, einfach den Blitz auszuschalten und gar nicht auf den Nachtmodus zu gehen - dann klappt das auch). Ich hatte auch das Gefühl, dass auf dem Top of the Rocks weniger Leute waren oder sie sich vielleicht auch einfach etwas besser auf die drei Plattformen verteilt haben; das Gedränge war hier jedenfalls nicht gar so groß und man konnte auch mal ein bisschen länger einen Blick auf die Stadt werfen ohne gleich angerempelt zu werden.
Irgendwann hatte ich dann aber auch genug und habe mich wieder auf den Rückweg gemacht - vorbei an "Radiance", einer Kristallwand, die wohl innen um den ganzen 68. Stock geht und logischerweise auch von Michael Hammers ist (der muss sich am Rockefeller Center eine goldene Nase verdient haben).

Ich bin dann (ganz alleine!) zu Fuß zum Hotel zurückgewatschelt und war erstaunt, dass die Stadt doch so ruhig war - von oben sah alles nach Tohuwabohu aus, aber an mir fuhren nur eine Handvoll Autos vorbei und zu Fuß war außer mir kaum jemand unterwegs (und ich bin sicherlich nicht in die kleinen, heimeligen Seitengässchen abgebogen!)... New York kann also durchaus auch etwas ruhiger sein - man glaubt es kaum! Und ich gebe auch zu - obwohl ich schon unglaublich viel gesehen hatte und gut in New York rumgekommen bin, ein bisschen schade fand ich es dann trotzdem, dass ich nicht noch mehr Zeit hatte, um durch die Straßen des Big Apple zu schlendern...

Kommentare:

  1. Das Vorletzte Bild würde ich mir sofort und ohne Nachzudenken in mein Zimmer hängen... Eigentlich wollte ich nie nach NY aber nach deinen tollen Berichten reizt es mich nun doch sehr... Mal schauen was die nächsten Jahre so bringen...

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    1. Ach, das freut mich, dass dir meine Berichte gefallen :) Und das Bild finde ich auch sehr cool - hat die Kamera gut gemacht^^ NY ist definitiv einen Besuch wert - aber es gibt auch wansinnig viele andere tolle Orte...

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  2. Wowowowowowowowowowowow! Ich will nach New York, und zwar jetzt sofort und ich will, dass Winter und Weihnachten ist! Aaaah sind das geile Bilder! Hammer!! Kann ich die bitte alle in Postergröße haben? Okay, bis auf die Innenaufnahmen, die sind auch toll, aber nicht zum Aufhängen :P

    Wahnsinn, ich bin echt beeindruckt.

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    1. Uh, ich werd gleich rot :x Wie groß hättest du das Poster denn gerne? :P

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  3. Also dafür, dass du nur eine kleine Casio mit hattest und keine große Spiegelreflex, hast du doch wunderbare Bilder geschossen! Ich weiß, dass ich mit meiner Spiegelreflex große Probleme bei Nacht hätte (da fehlt mir wahrscheinlich das passende teure Objektiv), so dass ich dann auch immer meine kleine Taschenkamera zücke, Blitz und Nachtmodus (größter Unsinn der Welt) weglasse und fotografiere.

    Spontan möchte ich jetzt gerne meinen Koffer packen und nach NYC.

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    1. Ich hab ja sowieso nur die kleine Knipse - obwohl ich durchaus mit dem Gedanken gespielt habe, mir mal eine größere zuzulegen, aber die sind ja dann auch nicht gerade günstig...

      Der große Vorteil an der kleinen Kamera ist halt auch, dass ich die einfach immer in meine Tasche stecken konnte - notfalls sogar in die Hosentasche. Mit einer Spiegelreflex ist das ein bisschen schwieriger ;)

      Hach, ich würde auch gern wieder zurück *seufz*

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  4. Das ist echt schön! Es ist immer komisch, dass das Lichtermeer irgendwann aufhört und danach nur Wüste bzw. Meer kommt - gruslig xD

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    1. Danke :) Ja, irgendwo ist halt zwangsweise mal Schluss ;)

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  5. Ahhhh wie gerne wäre ich jetzt dort! :) Ich will auch unbedingt mal in die USA :) Das ist einer meiner großen Träume!

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    1. Ich kann das nur empfehlen - wobei man nach dem Urlaub eher noch mehr Fernweh hat^^

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