Donnerstag, 11. April 2013

USA-Urlaub: "Und, was gab's so zu Essen?", Teil 3

Heute gibt es (leider oder Gott sei Dank - ich bin mir noch nicht so ganz sicher...) den letzten Teil meiner Futter-Fotos aus den USA. Ich war im Nachhinein doch ganz erstaunt, was ich alles fotografiert hatte - und was trotz der dunklen Restaurants auch noch halbwegs scharf geblieben ist...

Was in den USA auch nicht zu verachten ist, sind Frühstücksbagels! Die Auswahl an Bagels (einfach, mit Sesam, mit Sonnenblumenkernen, mit unterschiedlichen Körnern, aus Vollkornteig, ...) ist phänomenal, dann gibt es die unterschiedlichsten Frischkäsesorten (normal, Lachs, Paprika, Thunfisch, Kräuter, Schokolade, etc.) und das Ganze getoastet - der perfekte Start in den Tag!

Sehr häufig kommt man auch an Konditoreien oder auch nur kleinen Ständen vorbei, die phänomenal aussehende Cupcakes in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen hatten - teilweise findet man solche Lädchen auch in den Food-Courts von Bahnhöfen und ich stand jedes Mal sabbernd davor, habe bereut, dass ich gerade etwas "Ordentliches" gegessen habe und absolut nichts mehr in den Magen gekriegt hätte. Die Küchlein sind bezahlbar und eigentlich immer ihr Geld wert - etwa 4-5$ muss man für die meisten kleinen Sünden hinlegen.
In New York sind wir auch an zwei Filialen der Magnolia-Bakery vorbeigekommen, aber die hatten absolut keine tollen Sachen im Schaufenster und für die horrenden Preise wollte ich mir dann dort auch nichts kaufen - dann lieber die kleinen, unbekannten Läden, deren Auslagen schon mit verbotenem Süßkrams lockten, der zumeist wunderschön und vor allem bunt dekoriert war. An manchen Stellen kann man auch den Konditoren beim Garnieren der Cupcakes zuschauen - was definitiv einen Blick wert ist!

Irgendwie sind "Red velvet"-Cakes, oder -Cupcakes oder -Whoopies sehr verbreitet - der Clou ist einfach nur die rote Lebensmittelfarbe im Teig; geschmacklich gibt es dann wieder alles Mögliche. Ich habe mir mal einen Whoopie gegönnt, der mit einer tollen Sahnecreme gefüllt war - und wenn er nicht so sättigend gewesen wäre, hätte ich mehr davon gegessen. Aber das Zeug ist einfach viel mächtiger als bei uns und da ich eh nicht so die Esserin bin, war ich nach einem kleinen Teilchen auch schon bedient...


In New York schneiten wir dann auch in einem der kleinen süßen Läden rein und zwar bei Molly's Cupcakes. Der Laden besticht nicht nur durch phänomenale Cupcakes wie die Wild-Berry-Variante mit einem tollen lilanen Frosting oder den Chocolate-Rasberry, der mit einer Himbeercreme gefüllt ist und einfach nur unglaublich schokoladig schmeckt, sondern auch durch ein süßes Interieur eine nette Bedienung und ein cooles Schild, das Eltern davor warnt, ihre Kinder unbeaufsichtigt zu lassen. "Unbeaufsichtigte Kinder erhalten einen Espresso und ein Hündchen" steht da nämlich im Schaufenster - ich kann allerdings gut nachvollziehen, warum die Zwerge an den Scheiben des Ladens kleben wollen... Es schaut alles so lecker aus!

Ich muss auch sagen, dass ich gerne den festen Frischkäse hätte, der da drüben so verbreitet ist - denn damit gelingen die Toppings nicht nur leichter, er schmeckt einfach auch ein bisschen anders... Eigentlich war es das schon fast an meinen süßen Sünden - so viel Platz hat mein Bauch auch nicht für sowas und auch wenn ich hier und da bei Dunkin' Donuts was mitgenommen habe, habe ich es irgendwie nicht geschafft, die Donuts zu fotografieren. Aber ich stehe total auf die Boston Kreme-Donuts, die sogar die Bavarian Kreme (ja, die schreiben sich mit K!) abgelöst haben. Zu St. Patrick's Day gab es auch noch "irische" Donuts mit einer baileysähnlichen Füllung und grünem Zuckerguss - aber die kamen nicht an die gewöhnlichen Donuts run, zumindest meiner Meinung nach!
D. hatte in Philadelphia nach dem Essen noch ein Riesenloch im Magen (hey nun, so ist das wohl mit den Männern...) und hat sich an einem der vielen Stände im Reading Terminal Market noch dieses Monsterstück von einem Haselnusstörtchen geholt. Ich glaube, preislich lag er irgendwo um die 7$ - aber ganz sicher weiß ich das nicht mehr (war ja auch nicht mein Geld!). Das Törtchen schmeckte ganz lecker - Schokobiscuit und Haselnusscreme abwechselnd geschichtet, aber ganz ehrlich? Haselnuss fand ich ein bisschen zu langweilig, die Bäkerei hatte noch viele andere, deutlich spannendere oder leckerer aussehende (Karamell! Red Velvet! Schokolade! Buntes unbekanntes Zeug!) Kreationen, die mir mehr zugesagt hätten. Aber gut, wenn der Herr lieber was Langweiliges essen wollte, war das ja nicht mein Problem!

In Washington sind wir bei schrecklichem Wetter dann bei tangysweet, einem Frozen Yoghurt-Laden eingefallen - und haben es bereut, nicht öfters in dem Laden gewesen zu sein. Davon abgesehen, dass die Bedienung super freundlich war und uns jede der FroYo-Sorten zum Probieren angeboten hat (es gab neben dem normalen auch Kokos, Grünen Tee, Schokolade, Mango-Pfirsich und Granatapfel), gab es für 50Cent obendrauf noch Toppins, so viel man wollte. Die Auswahl war auch wirklich groß von frischen Früchten wie Erdbeeren, Heidelbeeren und Ananas über getrocknete Früchte und Müsli zu ungesunden Schokodrops in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, Smarties und Gummibärchen, gab es auch noch Soßen, mit denen man die Joghurtkreation garnieren konnte. Da man zwei Joghurt-Sorten mitschen konnte, waren D. und ich fast im siebten Joghurthimmel angekommen und zahlten bereitwillig 8,50$ für die große Portion der süßen Schlemmerei.
Während wir dann im Laden saßen und unsere Becher fasziniert betrachteten (ich hatte Naturjoghurt und Kokosjoghurt mit Ananas, Erdbeeren, Heidelbeeren und Karamellsoße... Himmlisch!), philosophieren wir kurz darüber, ob es sich lohnen würde, am nächsten Tag noch einmal zum Joghurtschlemmen vorbeizukommen - aber dann mussten wir doch nachgeben und uns mit diesem einmaligen Besuch zufrieden geben (der Weg wäre einfach zu weit von unserem Ziel weggewesen). Frozen Yoghurt habe ich vor über 10 Jahren das erste Mal auf einem Schulausflug gegessen und war seitdem hin und weg von dem Zeug - allerdings war es vielerorts nicht so lecker, wie ich es in Erinnerung hatte. Der tangysweet-FroYo hat mich dafür wieder entschädigt, denn der war einfach megalecker!

Hach ja... Gerade dem Fro Yo trauere ich ein bisschen hinterher - hier in der Nähe habe ich irgendwie noch keinen Laden entdeckt, der Frozen Yoghurt verkauft... Es müsste sie zwar theoretisch geben, aber anscheinend nicht auf meinen Standardrouten - aber vielleicht ist das auch besser so *hust*!


Kommentare:

  1. Wieviele Tonnen habt ihr in den USA eigentlich zugenommen? :D

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  2. @MarinaIch hab gar nicht zugenommen, D. hat angeblich sogar 4 Kilo abgenommen ;)
    Wir waren täglich mindestens 10 Stunden unterwegs - mit einer großen Mahlzeit, da verbrennt man auch ordentlich was ;)

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  3. Lena, komm mit, wir fliegen nach Madrid, gehen shoppen und vertilgen Fro Yos. Die gibt es dort nämlich auch und als ich da gewesen bin, habe ich sie geliebt :D Sooooo lecker, allerdings habe ich sie hier im Ruhrgebiet auch noch nicht entdeckt.

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  4. @ViolaDa kann ich ja nur eins erwidern: "Sag mir cuándo, sag mir wann... Sag mir cuándo, cuándo, cuándoooooo" ;)

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  5. Ich finde die Posts nich so nervig, ganz im Gegenteil - spannende, nicht zu lange Bericht, die sich gut lesen lasse, dazwischen schöne Fotos - was will man denn mehr?

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  6. Für mich ists definitiv ein Leider, dass deine Essen-Posts vorbei sind! :( Ich hoffe mal da kommen aber noch weitere Amerika Posts, ich freu mich immer die zu lesen!

    Über Red Velvet, hast du die gegessen? Weil normalerweise gehört ins innere noch ein flüssiger Schoko-Undefinierbar-Süß-Kern! Jedenfalls, so wurden sie in London angeboten und das war das erste Mal, wo ich auf Roten Wolken geschwebt hab!

    In NY muss ich eh wieder Cupcakes futtern, das Frosting schmeckt dort einfach 100000 mal besser als sonstwo! Und sowieso, auf allem wo Vanille drauf steht oder enthalten ist muss ich einfach haben! Und nur Vanille Cupcake ist ja eigentlich zu langweilig. Da versteh ich auch vollkommen deine "Aufregung" wenn dein Freund sich was langweiliges holt, was man hier auch haben kann!

    Und ich weiß ja nicht genau wo du wohnst, aber in NRW, Essen, Limbecker Platz (keine Ahnung ob du das kennst) gibts Frooters, da kann man auch FroYo kaufen und sich den selber zapfen und Topping soviel wie geht draufmachen!
    Aber Frooters ist ne Kette, vielleicht gibts das auch bei dir in der Nähe!

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  7. Mensch, jetzt hab ich soooowas von Appetit! :)

    LG Lotte

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  8. @EvyNa, das freut mich doch :) Vielen Dank für deine lieben Worte!

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  9. @LacquerVictimsKlar kommen noch weitere Amerika-Posts :) Das ist nur einfach ein bisschen aufwändiger, weil ich eine Menge Fotos habe und irgendwie ja auch was Schlaues dazu schreiben will^^ Aber ich hab noch eine Menge an Erzählstoff - New York, Philadelphia und Washington stehen ja noch aus ;)

    Ich hab keine Red Velvets (nur mal einen Whoopie eben) gegessen, aber ich glaube, da kann man in die Mitte packen, was man will^^ Kommt ja auch drauf an, was für Creme da sonst dazwischen ist.

    In NY musst du, wenn du Zeit hast, mal bei Molly's Cupcakes vorbeischauen in der Bleecker Street - yummi! Aber ansonsten hat man da ja auch in NY die freie Auswahl :P

    Frooters hab ich hier noch nirgendwo gesehen - aber ich werde Ausschau halten! Irgendwo werd ich schon einen netten Laden finden :)

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  10. @LotteJa, so geht's mir auch immer, wenn ich die Fotos anschaue... Deswegen ist das vielleicht ganz gut, dass das das letzte Futterposting war :P

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