Samstag, 23. März 2013

USA-Urlaub: Erstmal planen, dann hinkommen!

Sobald meine gut 3200 Bilder (so kann man sich verschätzen...) demnächst auf meinem PC gelandet sind, kann es losgehen mit meinen grandiosen Reiseberichten! Heute gibt es erstmal eine Vorbereitungsgeschichte - vielleicht ist ja für den einen oder anderen auch hier schon ein interessanter Punkt dabei.
 
Vorneweg erstmal die wichtigste Info: Ich kann hier nur meine persönlichen Erfahrungen und Ansichten wiedergeben und nicht irgendwelche lang und breit erprobten Erkenntnisse - falls also irgendwo totaler Quatsch steht, entschuldige ich mich schonmal dafür und schiebe das auf die statistische Seltenheit von Randaussagen!

Bevor es für mich und meine Begleitung - nennen wir ihn einfach mal D., wobei D. hier für viele Abkürzungen stehen kann wie z.B. "Dackel, der mir brav in jeden Nagellackladen hinterherläuft" oder auch "Drogerie-Besuchs-Opfer, das mich irgendwann selbstständig auf alle Drogerien aufmerksam macht" - losging, stand ein bisschen Planung an; Flüge, Hotels und Busse wollten gebucht werden und natürlich brauchten wir erst einmal eine Reisegenehmigung. Über die offizielle ESTA-Seite der Homeland Security zahlt man 14$ für die ganze Prodzedur - auf vielen anderen Seiten kann man auch deutlich über 50€ zahlen; der Ablauf ist einfach, man kann die Fragen auch auf Deutsch beantworten, wenn man sich auf Englisch nicht sicher genug fühlt. Die Bestätigung gibt es eigentlich sofort, wer ganz sicher gehen will, schreibt sich die Nummer noch auf (danach wurden wir aber nicht gefragt und ob es dann was nützen würde, weiß ich nicht...) und macht sich dann an die weitere Planung.

Unsere Flüge haben wir mit United gebucht, wobei 3 von 4 Flügen durch die Lufthansa durchgeführt wurden (beides Star Alliance-Member) - das hat es uns ein bisschen schwerer gemacht, unsere Plätze zu reservieren: Für den United-Flug konnten wir das gleich bei der Buchung machen, die anderen Flüge mussten wir separat über die Lufthansa-Seite machen; aber dafür hatten wir auf dem Hinflug in Frankfurt zwei Stunden Zeit, die wir auch fast zum Umsteigen gebraucht haben und mussten nicht bangen, dass wir unseren Anschluss verpassen. Andere Flüge hatten teilweise nur 45 Minuten und das finde ich schon recht knapp, weil ja immer mal eine Verzögerung eintreten kann und der Langstreckenflieger nicht auf Zubringer wartet...

Die Hotelbuchung haben wir bei unterschiedlichen Anbietern gemacht - das erste Hotel in Boston über olotels.com, das verlief zwar problemfrei, allerdings würde ich nicht mehr über die Seite buchen. Die weiteren Hotels wollten wir auch dort buchen und haben wegen einer Nachfrage zur Zimmergröße bei der Hotline angerufen - nach einer halben Stunde hatte ich dann eine Dame am Apparat, die mir sagte, sie wäre dafür nicht zuständig und würde meine Nummer an eine Kollegin weiterleiten, die sich sofort melden würde. Nachdem nach über einer Stunde immernoch niemand angerufen hatte (und es rief auch später niemand mehr an), buchten wir woanders weiter und zwar bei otel.com, da wir dort noch einen 10%-Gutschein über Facebook gefunden haben und somit günstiger fuhren.

Für alle vier Hotels haben wir sofort per Mail einen Hotelgutschein bekommen, der die relevanten Infos enthielt und zum Bezahlen genutzt werden sollte - das lief problemfrei beim Empfang, wobei wir ein Mal den Gutschein gar nicht hätten vorzeigen müssen und uns ein anderes Mal sogar beide ausweisen mussten. Generell fand ich das Vorgehen sehr angenehm, habe mir aber trotzdem vor dem Abflug noch einmal von den Hotels die Buchungen bestätigen lassen; zu den Hotels selbst gibt es dann jeweils auch ein paar Worte.

Um zwischen den Städten zu reisen, haben wir uns für Busse entschieden - Flüge wären deutlich teurer gewesen und noch dazu aufwändig (Gepäck ein- und auschecken, Sicherheitschecks, etc.); Amtrak wollte unser doch relativ großes Reisegepäck nicht in den Zügen transportieren und Greyhound war teuer und dauerte ziemlich lang. Also haben wir uns für andere Anbieter entschieden und zwar Boltbus und Megabus. Zu beiden Veranstaltern findet man auch viele negative Kritiken im Netz - wir haben mit unseren drei Busfahrten keine Probleme gehabt, aber dazu dann bei den jeweiligen Städten mehr. Für insgesamt 29$ pro Person haben wir unsere Tickets bzw. Buchungsnummern für die jeweiligen Strecken erstanden (Greyhound hätte für die Strecke Boston - New York alleine 38$ verlangt, Amtrak über 70$).

Das Wichtigste vor dem Flug: Koffer packen! Hilfreich ist hier ein TSA-Schloss, damit die Herrschaften von der Transportsicherheitsbehörde im Falle einer Durchsuchung den Koffer mit ihrem Schlüssel öffnen können und nicht das Schloss knacken müssen. Für den normalsterblichen Benutzer funktioniert das Schloss mit dem Zahlencode, den man sich selber ausdenken kann. So ein Schloss ist für etwa 10€ zu haben; meins war bei meinem neuen Koffer schon dabei; wer Glück hat, findet auch mal bei Tchibo oder einem Discounter eines für weniger Geld.

Neben dem Koffer ist das Handgepäck der Knackpunkt - da lohnt es sich, ein kleines Notfallkit für die Nacht einzupacken! Ein Paar aus unserem Flugzeug haben wir am Lufthansa-Gepäck-Beschwerdeschalter (an D.s Koffer wurde ein Reißverschluss-Schlitten abgerissen) getroffen, deren beide Koffer waren noch in Deutschland und sollten nachgeliefert werden... Mit Flüssigkeiten ist Vorsicht geboten, da sollte man sich gerade in den USA an die Vorschriften halten (wiederverschließbares, durchsichtiges Beutelchen, maximal 1 Liter, maximal 100ml pro Behälter; auch als 3-1-1 bezeichnet: 3.4 ounzes (also 100ml), 1 quart-size bag (also 1 Liter Fassungsvermögen), 1 Beutel pro Person).
 
Meine Geldaufbewahrungsmöglichkeiten habe ich sehr zu schätzen gewusst - auch wenn ich das Armband nur zwei Mal getragen habe (das Wetter ließ es nicht anders zu; ich habe es nur gebraucht, als ich keine Jeans getragen habe, um das Kleingeld und ein paar Scheine in die Hosentasche zu stecken), kam der "Brustbeutel" täglich zum Einsatz und hat meinen Pass, meine Kreditkarten und auch den größeren Bestand an Bargeld beinhaltet (ich bin meistens mit etwa 50$ in der Hosentasche rumgelaufen). Musste ich doch mal an mehr Geld oder meinen Pass, ging das recht schnell und problemfrei; generell merkte ich meinen Brustbeutel nur an einem Tag, als die Körperseite ohne Beutel mehr gefroren hat, weil es so kalt war. Das Ding kann ich aufgrund meiner Erfahrungen wirklich empfehlen - es stört nicht, rutscht nicht übermäßig und ist eine schnell zu kontrollierende und unauffällige Möglichkeit, sich auch mit etwas Wertvollem sicher zu fühlen.

So, für heute genug vorbereitet und geplant - bis Montag habe ich hoffentlich ein paar Bilder gesichtet und kann ein bisschen was zum Flug und zur ersten Station Boston sagen!

Kommentare:

  1. Oh Mann, ich würd ja auch gern nochmal in die USA und diesmal ein bißchen mehr rumkommen (und shoppen wohlgemerkt), das ist das letzte Mal absolut zu kurz gekommen... ;)

    AntwortenLöschen
  2. @LotteAch du, ich würde auch glatt morgen wieder in den Flieger steigen, wenn ich könnte ;)

    Mit dem Shoppen ist das so eine Sache - wenn man ein paar Dinge gekauft hat, stellt man auf einmal fest, dass die Zollfreimenge doch ziemlich gering ist ^^

    AntwortenLöschen