Dienstag, 15. Januar 2013

Black tattoo - Sam Enthoven

Bevor ich mich gleich mit dem nächsten Buch in mein Bettchen werfe (ich habe momentan einen unglaublich fiesen Schlarhtythmus - und das Buch ist gerade so spannend!), wollte ich noch fix meine Meinung zu einem der schon gelesenen Bücher festhalten. "Black tattoo" habe ich bei meinen Eltern eingepackt, weil ich das Cover nett fand (ja, ich bin bei Büchern durchaus coveranfällig!) und der Klappentext auch ganz okay klang - wobei ich sagen muss, dass sicherlich nicht jeder kotzende Feldermäuser spannend findet...
Auch wenn da "Roman" steht, kann man schon fast vom Cover her vermuten, dass das nicht unbedingt ein Buch für Erwachsene ist - und prinzipiell ist es auch wirklich ein Jugendbuch. Die Protagonisten sind Teenies, die Geschichte mal ganz runtergebrochen der gute alte Kampf "Gut gegen Böse" - wer hier also hochwertige, komplexe Literatur sucht, ist definitiv fehl am Platz. Auch wenn die Charaktere nicht übermäßig differenziert ausgearbeitet sind und die Grundstory nicht neu ist, ist das ganze Schauspiel in ein nettes Setting gebettet, wenn man denn was mit Fantasy anfangen kann und ein bisschen Vorstellungskraft mitbringt.

Von fliegenden Haien, einem Blobb-Wesen zu schwebenden Menschen, die im Matrix-Style agieren können, über Gott, der in der Hölle seinen Job tut bis zu einem riesigen Drachen, der die Hölle beherbergt und somit auch die Grundlage für das Leben der vielen Wesen dort bildet, ist für allerlei fantastisches Getier gesorgt. Wenn man sich dem Buch von dieser Seite nähert, sind sowohl viele Gimmicks als auch nette Bilder gegeben - aber dafür muss man auch ein Faible haben. Die Charaktere sind nicht sonderlich stark geraten und wie es eben manchmal bei Jugendlichen ist, hat man hier und da das Bedürfnis, den einen oder anderen fest zu schütteln, damit er mal seine grauen Zellen benutzt... Da das aber nicht geht, sollte man großzügig darüber hinwegsehen, dass wenig Entwicklung bei den Charakteren stattfindet und sich eher an der seichten, leicht lesbaren Geschichte erfreuen (wenn man denn dazu fähig und bereit ist).
 
Enthoven sagt selbst, dass sein Anliegen mit diesem Buch ist, den Leser dazu zu bringen, gleich das nächste Buch zu lesen und ich muss sagen, bei mir ist ihm das gut gelungen. Allerdings ging mein Bedürfnis danach in Richtung "ordentliches" Buch - also eines, bei dem ich ein bisschen was mit den Charakteren anfangen und mich an der Story erfreuen kann... "Black tattoo" ist definitiv Geschmackssache und vielleicht wirklich bei Jugendlichen besser aufgehoben.

Kommentare:

  1. Ich lese ja auch zu gern zwischendurch Jugendbücher und Fantasy. (naja, Fantasy fast die ganze Zeit...) Wobei man nach ein paar Büchern mit 15 jährigen Hauptdarstellern, deren Leben sich zum 16. Geburtstag in Gut oder Böse ändert, auch genug davon hat. ;)

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  2. ich habe dieses Buch auch im Regal stehen.... allerdings schrecken mich fliegende Haie etc. gerade etwas ab^^^

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  3. @CessaNajaaaa, in der Hölle wohnen halt Höllenkreaturen - und das müssen ja nicht immer hässliche Teufelsviecher sein, sondern auch mal ... fliegende Haie oder Blobbs ;)
    Wie gesagt, sicherlich kein literarisches Glanzstück, aber ne nette Story.

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  4. @LotteJaaa, diese Entscheidungen wiederholen sich halt gerne mal und werden eben in ausgetauschten Welten und mit unterschiedlichen Bösewichten durchgekauft - aber für zwischendurch ist das ganz okay, finde ich :)

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