Mittwoch, 31. Oktober 2012

Nyx Girls Nail Polish 209 "Dorothy"

Zumindest im Ansatz passend zu Halloween (das irgendwie generell einfach an mir vorbeigeht - ich glaube, ich bin einfach zu alt *hust*) heute nach langer Zeit mal wieder ein Lack von Nyx. Und zwar "Dorothy", den ich bei Elena gewonnen habe. Das Witzige an diesem Lack ist eigentlich, dass ich ihn im Sommer für Elena hier in Hamburg gekauft und mit zu ihr gefahren habe - und er dann wieder den Weg zurück gefunden hat. Einmal quer durch die Republik und wieder zurück sozusagen.

Ich habe mir also mehr oder minder pflichtbewusst "Dorothy" geschnappt und lackiert. Für ein halbwegs akzeptables Ergebnis musste ich insgesamt drei Schichten lackieren - und das macht bei dieser dunklen (ich weiß nicht, ob das nun wirklich schwarz oder doch eher dunkelgrau ist?) Jellybase mit dem roten Glitter (große Hexagons und kleine Quadrate) nicht wirklich Spaß. Die erste Schicht ist komplett ungleichmäßig und zeigt sich als graue Schlieren auf den Nägeln - mit der zweiten Schicht wird es besser und dunkler, aber erst die dritte liefert ein einigermaßen ansehnliches Ergebnis: Schwarz mit rotem Glitter.
Die Trockenzeit ist leider wirklich katastrophal und anstrengend - ich habe mindestens 20 Minuten zwischen den einzelnen Schichten gewartet, allerdings waren sie dann erst angetrocknet und nicht richtig trocken... Am Schluss, damit das Finish auch halbwegs gleichmäßig wird und nicht nur durch den Glitter unregelmäßig und hubbelig ist, habe ich alles mit dem Topsealer versiegelt... Allerdings hat der Topsealer hier nicht so gut angezogen und ich hatte nach der Haarwäsche am Abend dann trotzdem Wellen im Lack (ja, Wellen - Längswellen, die deutlich zeigten, dass der Lack eben nicht trocken war, sondern anscheinend in zumindest noch veränderbarem Zustand war)...
Insgesamt ist "Dorothy" recht hübsch - diese dunkle Base und der rote Glitter machen den Lack ziemlich vampy, etwas verrucht, aber trotzdem noch irgendwie elegant. Wenn der Auftrag nicht so nervig wäre (es ist aufgrund des Glitters und der seltsamen Lackbase unglaublich schwierig, das Zeug gleichmäßig auf die Nägel zu bringen), würde das für mich vielleicht noch einen dickeren Pluspunkt darstellen. Denn mit Topcoat hat man ein interessantes Ergebnis, das (wahrscheinlich auch durch die drei Schichten Lack *hust*) eine ganz tolle Tiefe auf die Nägel bringt.
Leider hatte ich aber auch schon nach dem Besuch in der Badewanne leicht sichtbare Tipwear - durch die Jellybase hat man auch vorne an den Spitzen entweder Glitterteilchen oder eben nur etwas dunklen Lack, der sich bei der Trocknung anscheinend auch ein bisschen verabschiedet. Das finde ich besonders schade, denn bei einem dunklen Lack fällt das noch sehr viel krasser auf, wenn man mit leicht angeschranzten Nägeln rumläuft (zumindest, wenn es die eigenen Nägel sind). Ich habe "Dorothy" dann trotzdem noch zwei weitere Tage getragen - weil ich einfach nicht ans Ablackieren denken wollte...
So sieht der Lack übrigens bei zwei Schichten gegen das Sonnenlicht aus - dass es da mit der Deckkraft nicht gar so weit ist, dürfte man ganz gut sehen. Was hier auch noch deutlich wird, ist der insgesamt große Anteil an Glitzerpartikeln, die dann das Ablackieren zu einer *Ironie on* wahren Freude *Ironie off* machen. Trotz Alu-Einweich-Methode musste ich mich noch mit ein paar Restglitterteilchen rumplagen, die sich nach Möglichkeit weiträumig auf und unter meinen Nägeln, in der Nähe der Nagelhäute und auch auf den restlichen Händen verteilten. "Dorothy" ist also definitiv einer dieser "eigentlich ganz, hübsch, ABER..."-Lacke. Wenn man die Muße hat, sich den wenig angenehmen Auftrag, eine mittelprächtige Haltbarkeit und die nervige Ablackiererei anzutun - dann entschädigt das Ergebnis auch einigermaßen. 

Allerdings ist für mich das Ergebnis nicht so phänomenal, dass es den Aufwand rechtfertigen würde... (Auch wenn es ja eigentlich heißt "einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul" - aber ich finde immernoch eine ehrliche Meinung viel sinniger und Elena war ja von Dorothy auch nicht so wirklich begeistert, sonst hätte sie den Lack kaum verlost.)

Von Herbstblues keine Spur - byebye, Oktober!

Ich glaube, ich habe dieses Jahr am Ende so ziemlich jeden Monats das Gefühl, dass die Zeit viel zu schnell rum ging - und dieses Mal ist es irgendwie nicht wirklich besser. Was bitte habe ich in den letzten 31 Tagen getan, dass sie so schnell rumgegangen sind? Ich erinnere mich irgendwie immer nur daran, dass auf einmal alle Zeit weg war und ich doch nicht so viel geschafft habe, wie erwartet... Seltsame Dinge passieren - irgendwo sitzt ein Zeitfresser! Aber Rückblick hat ja auch immer was Gutes - ein bisschen reflektieren ist schon sinnvoll...

1. Freizeitgestaltung: Hach, das lief super diesen Monat! Ich hab viel beim Zocken gelacht, viel Spaß gehabt und mich einfach köstlich amüsiert - vielen Dank an Blizzard für den Patch, der das Spiel wieder lustig gemacht hat! Ansonsten habe ich tatsächlich ein Buch fertiggelesen und stecke im nächsten schon wieder mitten drin, mein DvD-Player hat sich durch vier Staffeln einer Serie gequält und ich erinnere mich durchaus an entspannende Tage. Aus der Hinsicht war der Monat definitiv klasse und stressfrei!

2. Sport: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen - meine Sportliste weist nur noch ein Minus von zwei Tagen auf... Läuft also alles sehr gut, den Umzug hätte ich mir eigentlich als einen Sporttag einrechnen sollen (habs aber nicht gemacht...). Leider ist das Wetter inzwischen nicht mehr so ganz fahrradtauglich und ich bin wieder auf mein Autolein umgestiegen - wenns stockfinster und kalt ist, will ich nicht auch noch mit meinem Rad durch den Regen fahren... Geht also so langsam wieder alles auf geregelte Bahnen zu und ich sollte wohl demnächst anfangen, für Weihnachten vorzusporteln *hust*.

3. Kochen: Die Essenszubereitung lief auch besser! Es gab öfters mal Suppe (an der ich dann durchaus ein paar Tage gegessen habe), Quarkklößchen, Kartoffelgratin und selbstgemachten Aufstrich und hier und da mal ein paar Nudeln mit Pesto oder einer schnellen Soße. Auch meinen Backofen habe ich mal wieder angeschmissen und Muffins gebacken - meine Küche hat mich definitiv öfters gesehen (leider auch zum Spülen). Ansonsten gabs auch viel Gemüse in Form von Tomaten und Gurken - tendenziell eher kalt und aufs Brot, aber die Entwicklungs ist doch sehr positiv!

4. Sinnvoll konsumieren: Ich habe ein paar Sachen aus meinem Gefrierfach entsorgt - ich hatte mal Nudeln mit einer Füllung aus Süßkartoffeln gemacht und die schmecken mir einfach so gar nicht. Bevor sie also noch gefühlte Ewigkeiten als Frostbeulen verbringen, habe ich sie einfach ihrem Schicksal zugeführt. Ansonsten sind mir jeweils zwei halbe Zwiebeln hopps gegangen und eine halbe Zitrone... An mehr kaputte Lebensmittel kann ich mich nicht erinnern - aber ich sollte daran denken, meine Milch leer zu machen *denk denk denk*. Funktioniert also mit ein wenig strategischem Einkaufen immer besser.

5. Job: Puh, gerade wieder schwierig hier... Viel zu tun, wenig Support und lauter dumme Fragen, mit denen ich konfrontiert werde (und die ich eigentlich schon beantwortet habe). Immerhin sind eindeutige Fortschritte zu erkennen, wobei ich auch da das Gefühl habe, dass mir gerne Stöckchen zwischen die Beine geworfen werden. Ansonsten warte ich immernoch auf Rückmeldung von einer anderen Stelle - habe da aber die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben...

6. Mehr Spaß haben und noch gelassener werden: Es ist doch wirklich faszinierend, wie sehr man über sich selbst lachen kann, wenn man den Mut dazu hat - ab und zu hilft das doch. Wobei ich zugeben muss, dass ich mich viel mehr über andere Menschen amüsiert habe, als über mich. Und ich habe viel MIT Freunden gelacht - und das ist einfach das, was am Tollsten ist! Wenn man jemandem zu dessen Geburtstag eine Freude machen kann, die nicht nur ein paar Minuten dauert, ist das doch der größte Verdienst und an dem freue ich mich immernoch. Gelassenheit hat sich in Bezug auf einige Dinge auch eingestellt (teilweise auch in Bezug auf den Job - aber nur teilweise) und ich fühle mich momentan eigentlich ganz ordentlich aufgestellt für die zwangsweise stressige Jahresabschlusszeit.

Auch wenn wohl in der Gesamtschau 2012 nicht wirklich mein Jahr war, der Oktober war echt in Ordnung! Klar, es gibt immer ein paar Stellen, an denen ich hätte produktiver oder effizienter sein können und natürlich ist meine to-do-Liste nicht komplett abgehakt... Und ja, ich könnte auch noch ein paar zusätzliche Tage brauchen, um alles irgendwie unterzukriegen; aber insgesamt würde ich sagen, dass das einer der besseren, schöneren, netteren und angenehmeren Monate war, der mich auch gut gelaunt in den November starten lässt (in dem ich KEINEN Feiertag habe *grummel*).

Dienstag, 30. Oktober 2012

AMU-Dienstag: Kosmetik-Kosmo lilala, meeresschlund und schwarzwald

In inzwischen alter Tradition (ich hab gerade nachgeschaut - der erst AMU-Dienstag war im März!) gibt es heute wieder ein AMU. Diesmal nicht mit einer Sleek-Pakette, sondern mit drei Lidschatten von Kosmetik Kosmo. maedchen und ich haben zwar noch ein paar Sleek-Paletten in der Pipeline, aber ab und an darf ja auch mal ein bisschen Abwechslung sein und wir haben beide eine gewisse Menge an Lidschatten von Kosmetik Kosmo, die uns die nächste Zeit beanspruchen werden.
Den Anfang machen schwarzwald, lilala und meeresschlund. Bei schwarzwald handelt es sich um einen dunklen, angegrauten Lidschatten mit leicht grünlichem Einschlag, ,eeresschlund hat einen leicht blauen Einschlag und lilala ist halt Lila! Zumindest ergibt sich das auf den ersten Blick so. Beim Swatch wird das Ganze schon schwieriger - Unterschiede zwischen schwarzwald (ganz links) und meeresschlund sind kaum zu erkennen, leider... 
Sie sind halt beide einfach dunkel und zeigen nur ein leichtes Changieren, bei dem eher grünliche oder eher bläuliche Partikel etwas im Vordergrund stehen. lilala ist dafür im Vergleich zum Pfännchen deutlich blaustichiger und weniger rötlich und insgesamt auch nicht gar so deckend.

Das stellte mich dann vor eine gewisse Problematik, die ich nicht wirklich gut lösen konnte. Ich habe mit lilala angefangen und versucht, mein ganzes Lid schön lila anzupinseln - durch die eher mittelprächtige Deckkraft ist es nicht ganz so intensiv geworden, aber zumindest zufriedenstellend. Im Außenwinkel kam dann erstmal meeresschlund dazu - in meinem Kopf passt so ein dunkles Graublau ganz gut zu dem blaustichigen Lila, aber irgendwie machte sich der blaue Einschlag so gar nicht bemerkbar und ich habe also meine Lidfalte und den äußeren Bereich einfach nur abgedunkelt.
Damit schwarzwald auch noch irgendwie mitspielen darf, habe ich den am unteren Wimpernkranz platziert und noch ein bisschen ins äußere V geblendet - sieht man allerdings nicht so wirklich, da der sehr gut in meeresschlund übergeht und man einfach gar keine Unterschiede zwischen den beiden Lidschatten sieht.Mit einem schwarzen Kajal noch einen Lidstrich gezogen und die Wasserlinie angemalt, Wimpern getuscht und das wars auch schon...
Im Gesamtbild ergibt sich zwar ein durchaus tragbares Ergebnis, aber irgendwie hätte ich mir mehr Farbe gewünscht. lilala ist wirklich hübsch und changiert auch ein kleines bisschen, aber um diesen Effekt zu erkennen, muss man schon sehr genau hinsehen. Bei den beiden dunklen Lidschatten hatte ich eigentlich erwartet, dass sie deckender sind - aber ich hatte hier irgendwie Probleme, Intensität auf meine Lider zu bringen. Ich habe recht viel vor mich hingeblendet, um ein gleichmäßiges Bild im Außenwinkel hinzukriegen und das wollte einfach nicht so richtig dunkel werden - vielleicht sollte ich das nächste mal einfach eine farbige Base nutzen...
Der erste Test mit den Lidschatten von Kosmetik Kosmo ist für mich also eher nur mittelprächtig geglückt - oder sagen wir einfach, noch deutlich optimierbar. Ich muss mal schauen, wie ich gerade mit den dunklen Tönen noch grün werde - aber ich bin da eigentlich optimistisch, manchmal braucht man ja einfach ein bisschen Anlaufzeit mit gewissen Produkten! Und durch die nächsten AMU-Dienstage kommt da ja auch zwangsläufig etwas Übung rein...

Ich bin heute ganz besonders gespannt, was maedchen so gezaubert hat - aus einem kurzen Mailwechsel heraus vermute ich, dass es bei ihr heute sehr anders aussehen dürfte, als bei mir...

Montag, 29. Oktober 2012

Milka Alpenmilch Schokolade & TUC Cracker

Was macht nach einem 12 Stunden langen Arbeitstag, an dem man irgendwie vergessen hat zu essen und durch matschiges Wetter nach Hause gurken musste so richtig Laune? Bei mir ist das durchaus mal was Süßes und gerade eben ein Stück Milka Schokolade - kein gewöhnliches, sondern eine neue Sorte, die ich dank einer Facebook-Verlosungsaktion testen darf: Die Milka Alpenmilch Schokolade & TUC Cracker.
Ich bin eigentlich kein großer Fan von Alpenmilch Schokolade - pur schmeckt sie ein bisschen langweilig und ich würde immer eine Zartbitter vorziehen. Aber in Kombination mit diversen Zutaten, ist Alpenmilch für mich eine gute Basis - zu Hasel- oder Erdnüssen passt das für mich zum Beispiel super. Und die Idee, TUC-Cracker (die ich auch unglaublich gern mag) mit Schoki zu kombinieren finde ich klasse - besonders, weil diese süß-salzig Kombination spannend und nicht ganz so gewöhnlich ist.
Die Milka Alpenmilch Schokolade & TUC Cracker (was ein elendig langer Name!) kommt ein bisschen ungewöhnlich in einer 87g Packung daher - bietet aber auf 100g auch die vollen 525 kcal (was mich allerdings so gar nicht interessiert...). Im Gegensatz zu den klassischen Milkas ist die Form auch ein bisschen anders, damit die Mini-TUCs auch gut draufpassen. Je ein TUC ist nämlich auf die Vorder- und einer auf die Rückseite geklebt, insgesamt gibt es je 10 Kekse pro Seite und damit 10 einzelne Schokifelder. Auf der Vorderseite sind die Cracker mit einem Klecks Schoki in das Feld geklebt - auf der Rückseite peppen sie einfach so an der flachen Schokolade.
Ich war wirklich gespannt, was mir diese Schoko und Keks-Kombi (kennt man ja durchaus schon - nur eben nicht in salzig) so bieten würde und habe mich wie Bolle gefreut - und wurde leider ein bisschen enttäuscht, denn die Mini-TUCs sind irgendwie nicht so salzig wie ihre großen Brüder. Die typische TUC-Keksigkeit kommt sehr durch, es gibt einen netten Knack bei der Schokolade und ein schönes, weiches Knuspern des Kekses - aber mir fehlt der Salzeinschlag, den die TUC-Cracker eigentlich bringen sollten. Schade, denn genau dieser Kontrast war es, der mich auf diese Schoki so neugierig gemacht hat... Aber da gerade so eine süß-salzig Kombo nicht jedermanns Sache ist, hat man hier wohl eine vorsichtige Variante gewählt und nur wenig gesalzen - die süße Schokolade steht sehr deutlich im Vordergrund.

So ganz perfekt ist die Schokolade aus meiner Sicht also nicht geworden, sie hätte ruhig ein bisschen salziger sein dürfen. Aber es ist eine nette Abwechslung zu den normalen Sorten und ich finde, sie sieht auch sehr hübsch aus! Das "große Problem" ist natürlich, dass die Cracker irgendwann Feuchtigkeit (wie klassische TUCs halt auch) und man sie deswegen nicht allzulange offen liegen lassen sollte - aber mal ehrlich, das stellt für Schokolade ja nun nicht wirklich ein Problem dar. Wenn ich die Schoki bei uns im Laden sehe (noch habe ich sie da nicht entdeckt, aber irgendwann sollte sie da ja dann auch auftauchen), werde ich mir auf jeden Fall noch ein paar Tafeln holen - als Goodie für zwischendurch.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Priti NYC 231 Mother of pearl peony

Wenn man sich so ganz und gar nicht entscheiden kann und irgendwie auf gar keine Farbe Lust hat, kommen manchmal die seltsamsten Dinge bei rum - dieses Mal *trommelwirbel* tatsächlich Rosa auf meinen Nägeln. Ich wusste einfach überhaupt nicht, worauf ich Lust habe, also hab ich einfach zu einem der Lacke gegriffen, die ich sonst definitiv links liegen lassen würde, "Mother of pearl peony" von Priti NYC.

Den Lack habe ich bei tkmaxx mal im Bundle mitgenommen und leider ist meiner ein bisschen eingedickt, weil die Kappe nicht ganz geschlossen war (der gesunde Zwilling ist zu maedchen gewandert). Aber mit ein bisschen Lackverdünner hab ich die Konsistenz wieder halbwegs hinbekommen. In zwei Schichten lackiert und mit dem Topsealer versiegelt, ergibt sich ein dem Namen entsprechendes, hübsches und helles Pfingstrosen-Rosa. Der große Vorteil an den Priti-Lacken ist natürlich, dass sie vegan und tierversuchsfrei sind und überhaupt nicht müffeln (ja, das musste jetzt sein!).
"Mother of pearl peony" hat ein schlichtes Cremefinish und wer auf solche Rosatöne steht, wird da sicherlich seine Freude mit haben. Mein Fall ist das bekanntlich nicht so ganz, aber durch den leichten Blaustich fand ich das Barbierosa auch an meinen Nägeln nicht ganz so tragisch und grausam. Rosa und ich werden zwar nie wirklich dicke Freunde werden, aber teilweise fand ich den Lack sogar richtig hübsch - das Cremefinish hat irgendwie was.
Insgesamt ist die Farbe recht eindeutig, ab und an kommt der Blaustich ein bisschen deutlicher durch, manchmal halt eben weniger. "Mother of pearl peony" macht aber auf jeden Fall hübsche, nudige Hände - als edel würde ich die Wirkung nicht bezeichnen, aber als sehr natürlich. Dezent, harmlos, aber hübsch gepflegt und trotzdem ein kleines bisschen Farbe. Abends unter der Decke wirkt der Lack sogar ein kleines bisschen peachig - aber das ist lediglich ein Lichtphänomen.
Auch geblitzt ist die klare Farbe ganz deutlich - und vor allem die solide Deckkraft des hellen Lackes. Auch wenn das Rosa jetzt nicht mein Favorit ist, muss ich sagen, dass ich den Lack gar nicht so übel fand, wie ich ihn erwartet hätte. Falls ich also mal wieder harmlos-langweilig-unauffällig rumlaufen muss, weiß ich ja, wo ich ein bisschen Barbiefeeling herbekomme! Die Haltbarkeit war übrigens gut - aber man sieht Tipwear natürlich auch nicht so deutlich. Das Ablackieren war auch kein Problem und ich freue mich schon auf meine weiteren Pritis!

Samstag, 27. Oktober 2012

Love - Stephen King

Nachdem sich hier irgendwie schon das nächste Buch auf meinem Gelesen-Stapel eingefunden hat, gibt es heute ein paar Worte zu "Love" von Stephen King. Das Buch hatte meine Eltern mal preisreduziert mitgenommen, einfach weil Stephen King drauf stand und sie wissen, dass ich ihn als Autor mag. Da die rückseitige Inhaltsangabe mit "Liseys berühmter Mann ist tot - und sein Nachlass weckt abtraumhafte Erinnerungen und Ahnungen in ihr, die bald grausame Gewissheit werden." nicht so wirklich spanennd klang, stand "Love" auch längere Zeit unbeachtet in meinem Regal, bis ich mich mal aufgerafft habe, den über 700 Seiten langen Wälzer mit in meine Badewanne zu nehmen.
Ich hatte eine kingtypische Horrorstory erwartet und wurde bei "Love", das im Original "Lisey's story" (viel treffenderer Name - warum werden so viele Titel nicht einfach übersetzt?) heißt, positiv überrascht, denn das Buch hat mehr zu bieten. Es geht um Lisey, die Witwe eines berühmten Schriftstellers, die von einem Stalker bedroht und verfolgt wird und sich dadurch wieder auf ihre "Liebe" und die Besonderheiten des Lebens mit ihrem Mann besinnt - zumindest grob zusammengefasst. Wie zu erwarten, gibt es einen Alltagskontext, der durch grausige und krasse Geschehnisse und bildliche Beschreibungen kontrastiert wird - das sind wir ja von Stephen King auch gewohnt. Neben der emotionalen Belastung durch den Tod ihres Mannes, kommt noch die Problematik um ihre Schwester, die psychisch doch eher labil ist, und dann noch die reale Bedrohung durch einen Irren auf Lisey zu.

Neben dem Wahnwitz der Situation ermöglicht gerade die "irre" Schwester Lisey den Zugang zu einer Welt, die ihren Mann als Mensch sehr beeinflusst und als Autor inspiriert hat - eine Fantasywelt, die vordergründig dem Schlaraffenland gleicht, aber zu bestimmten Zeiten auch ihre Gefahren hat. Das Buch ist sehr vielschichtig und damit nicht eine dieser schnellen Horrorgeschichten, die man gerne mal nebenbei lesen kann - als Leser muss man auch ein bisschen mitdenken, aber das mag ich auch sehr gern. Was den Lesefluss deutlich hemmt, sind die seltsam anmutenden Übersetzungen der Wortneuschöpfungen, die zumindest in meiner Ausgabe noch vorherrschend sind... Ich gebe zu, ich habe am Anfang mal gegoogelt, um den Sinn hinter dem einen oder anderen Wort zu erhellen - und das ist nicht unbedingt das, was ein gutes Buch ausmacht.

Aber gut - die Wahrscheinlichkeit, dass jemand unbedarft zu einem King greift, ist auch sehr gering... "Love" gehört für mich auf jeden Fall zu den lesenswerteren Werken, die nicht nur durch platten Horror, Schrecken und Grausamkeit im Gedächntnis bleiben, sondern eben durch eine gewisse Besonderheit in der Geschichte; durch Rafinesse und eine liebevolle Figurengestaltung, eine komplexe Storyline, die einige Interpretationsspielräume offen lässt und den Blick auf die unterschiedlichen Welten, in denen wir alle leben (nur hoffentlich nicht in dem Ausmaß, wie es im Buch teilweise beschrieben ist), wirft. Keine harmlose Frühstücksliteratur, sondern eben eher ein Wälzer - aber definitiv einer, der die Mühe wert ist!

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Zucchini-Aufstrich mit Hirtenkäse

Es gibt Geschenke, über die man sich freut - und welche, bei denen man sich aus diversen Gründen nicht sicher ist. Als ich vor geraumer Zeit von einer lieben Freundin ein Kochbuch mit dem Titel "Single Küche" bekommen habe, war ich ein bisschen zwiegespalten - aber hauptsächlich der Rezepte wegen, weil (wie so oft) viele der Rezepte einfach nicht meinem Geschmack entsprechen. Da helfen dann auch singletaugliche Portionen nicht - aber eines hat mich doch interessiert und zwar das Zucchini-Püree, das für mich eher ein Aufstrich ist (und im Original auch mit Schafskäse, aber den hatte ich gerade nicht da).

Zutaten:

1 Zucchini
1 Knoblauchzehe
100 g Hirtenkäse
1 TL Olivenöl
Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Die Zucchini in ca. 0,5cm dicke Scheiben schneiden und in etwas Salzwasser weich kochen - das dauert in etwa fünf Minuten. Das Wasser abgießen und die Zucchini mit einer Gabel zerdrücken oder pürieren. Den Knoblauch fein hacken oder durch die Presse drücken und mit etwa einem TL Olivenöl zu den Zucchini geben. Den Hirtenkäse mit den Fingern zerkrümeln und ebenfalls dazu geben. Alles vermischen und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
Ich habe meine Zucchini püriert, weil dann eh noch der grobkrümelige Käse dazukam. Im Original gehören dann noch Oliven dazu (nicht rein, sondern dazu), aber die mag ich nicht - also hab ich sie einfach weggelassen. Das Ganze ist ratzfatz zubereitet, die Zucchini kühlen sowieso beim zermantschen oder pürieren ab und werden dann durch den Käse auch noch etwas kühler - wer also solche Aufstriche lieber kalt mag, muss nicht lange warten. Zum Würzen kann man natürlich je nach Bedarf noch Chili, Cayenne oder auch Kreuzkümmel nehmen - ich war mit Salz und Pfeffer aber glücklich.
Anstatt den Aufstrich allerdings stylisch auf Ciabatta oder sowas zu servieren, gabs bei mir einfach nur popeligen Toast - aber es schmeckt trotzdem! Natürlich taugt das Zucchini-Zeugs auch als Dip, aber Dip pur mag ich persönlich nicht, deswegen gibts den eben auf Toast! Ein super schnelles, einfaches und trotzdem leckeres Rezept, das mir zumindest gezeigt hat, dass ich doch ab und an mal in irgendwelche Kochbücher gucken sollte...

Mittwoch, 24. Oktober 2012

W7 "Metallic planets" Jupiter

Nachdem der Grünling aus der "Metallic planets" nicht so wirklich gut weggekommen ist, habe ich mich doch erstmal überwinden müssen, einen weiteren Lack anzupacken. Nachdem ich mir aber nochmal Swatches angeschaut hatte (um den Namen zu sichern), habe ich mich mutig an "Jupiter" gewagt - schon darauf gefasst, weitere, unschöne Erlebnisse zu machen, aber ich wurde zumindest teilweise positiv überrascht!
 "Jupiter" hat eine schwarze oder eher dunkelgraue Base, in der winzige lilane und türkisene Schimmerpartikelchen rumschwirren. Der Lack müffelt genauso wie sein grüner Bruder, allerdings ist er ansonsten besser handhabbar: Was die Deckkraft angeht, reichen zwei (lenadünne) Schichten aus, um das Nagelweiß in so ziemlich allen Haltungen zu verdecken und ein ebenmäßiges Bild auf den Nägeln zu erreichen. Auch was die Konsistenz des Lackes angeht, gibt es wenig zu meckern - er ist nicht so flüssig wie das grüne Zeug, sondern hat eine "durchschnittliche" normale Konsistenz, die sich gut lackieren lässt. Sieht man ja auch - dieses Mal gibts keine üblen Patzer.
Die Trockenzeit ist im durchschnittlichen Bereich und ich habe wie so oft den Top Sealer drübergepinselt, um fix ins Bettchen zu kommen. Obwohl "Jupiter" nicht duochrom ist (dafür müssten eigentlich die Partikelchen unterschiedlich changieren), finde ich das Ergebnis wirklich hübsch. Ein dunkler Lack, der gerade bei normalem Licht eben nicht nur Reindunkel ist, sondern ein bisschen Farbe hat. Welche Farbe es ist, hängt vom Betrachtungswinkel ab - denn die türkisenen und lilanen Partikelchen treten mal mehr, mal weniger in den Vordergrund. Insgesamt scheint mir aber der blaue Teil deutlicher zu sein.
Wenn man aber genau hinschaut, sieht man auch immer "im Blauen" oder "im Lilanen" die jeweils andersfarbigen Partikel - deswegen ist das auch kein richtiger Duochromlack. Ein bisschen finde ich das schade, denn aufgrund des Fläschchens, das die lila-türkisenen Wechsel viel schöner und intensiver zeigt, hätte ich mir eigentlich einen changierenden Lack erhofft. Aber gut, "Jupiter" ist auch so ein wirklich hübscher Lack - mag auch an meiner generellen Präferenz für dunkle Lacke liegen.
Wenn es draußen dunkler wird, kommen auch die blauen Partikelchen wieder deutlicher raus und treten deutlich in den Vordergrund - da könnte man fast meinen, der Lack wäre eigentlich gar nicht schwarz, sondern blau... "Jupiter" ist wirklich eher was für den Herbst oder Winter - ich habe ihn tatsächlich auch mal im Sonnenschein erwischt und da verziehen sich die Partikelchen irgendwie erstaunlich schnell - der Schimmer ist kaum noch wahrnehmbar und der Lack wirkt ein bisschen desorganisiert schwarz-seltsam-dreckig. Im Blitzlicht sieht man dann vorwiegend den blauen Schimmer - aber das ist kein spektakuläres Bild... Was man im Sonnenlicht auch gut sieht, ist dass das Fläschchen auch total langweilig aussieht...
Zur Haltbarkeit muss ich sagen, dass ich "Jupiter" ein bisschen länger drauf hatte - insgesamt drei Tage, weil ich die Effekte ganz nett fand. In dieser Zeit gabs keine Probleme, keine Splitter und nur minimal Tipwear. Obwohl aus der gleichen Kollektion, ist "Jupiter" qualitativ (mal vom unangenehmen Geruch abgesehen) einfach Welten von "Saturn" entfernt - in die positive Richtung. Auch wenn der Effekt hier etwas intensiver und deutlicher sein könnte, finde ich den Lack richtig hübsch und kann hier um das Gestinke beim Lackieren hinwegsehen - schließlich lässt er sich gut auftragen und trocknet auch ordentlich durch!

Dienstag, 23. Oktober 2012

AMU-Dienstag: Sleek "Storm", Teil 4

Hach je, es AMU-Dienstagt heute recht spät - und ich bekenne mich schuldig! Bei den momentanen Wetterverhältnissen ist es irgendwie nahezu unmöglich, ordentliche Fotos zu machen - deswegen gibt es heute bei unserer letzten Kombination auch nur geblitzte Fotos ohne Tageslicht... Der Rest war einfach noch schlimmer!
Für unser letztes AMU haben wir eigentlich drei richtig schöne Lidschatten übergehabt - aber irgendwie konnte ich persönlich mit dem Blauton nicht so wirklich viel anfangen.

Der goldene Lidschatten hat einen hübschen Schimmer und deckt auch ganz ordentlich; der braune ist auch wunderschön - aber der Blaugrau-Ton ist schlichtweg der Hammer. Der Schimmer ist pink und violett und macht den Lidschatten besonders im Kunstlicht oder bei Blitz spannend. Ansonsten kommt der Schimmer zwar raus, scheint aber nicht so bunt zu sein.

Das AMU ist also heute auch eher eine klassische Variante: Im Innenwinkel gibt es den Goldton, im äußeren Bereich der Braunton, das Ganze etwas verblendet und mit dem Blaugrauzeugs einen Lidstrich gezogen, sowie den unteren Wimpernkranz bepinselt. Ein bisschen Mascara dazu und ich ganz kurzer Zeit ein schlichtes, aber dennoch durch den Schimmer (aus meiner Sicht) sehr hübsches AMU gezaubert.
Bloß das mit dem Fotografieren ist so ne Sache *hust*. Was mir ein bisschen unangenehm aufgefallen ist, ist die Krümeligkeit des blaugrauen Tons. Während der goldene und der braune Lidschatten sich sehr gut auftragen ließen und auch keinen übermäßigen Fallout produziert haben, hatte ich von dem Blaugrau viele kleine Sprenkelchen im Gesicht, die ich erstmal wegwischen musste.
Ansonsten habe ich mich heute mit dem AMU ein bisschen rumgeärgert, weil trotz üblicher Base der Goldton nach etwa acht Stunden gecreased hat und ich irgendwann unschöne goldene Striche auf den Augen hatte - da lohnt es sich doch, mal öfters den Weg zur Toilette zurückzulegen! Ansonsten muss ich sagen, dass ich die Lidschatten wie so oft bei dieser Palette sehr schön finde und auch gerade den Braunton ganz dolle mag - ich hab generell ein Faible für solche erdigen Töne!
So und da mich natürlich brennend interessiert, was maedchen so aus den drei Lidschatten gemacht hat, werde ich mir das gleich mal anschauen... Was es nächste Woche beim AMU-Dienstag gibt, wissen wir noch gar nicht (sollten uns aber schleunigst mal damit auseinandersetzen...) - entweder es geht mit irgendeiner Sleek-Palette weiter oder wir wursteln was aus ein paar Kosmetik Kosmo - Lidschatten zusammen...

Montag, 22. Oktober 2012

Ordnung im Pinselchaos mit Acryl

Ich weiß ja nicht, wie das bei euch so ist mit eurem Schminkplätzchen, aber meins ist aus einer Vielzahl von Gründen (Licht, Platz und Bequemlichkeit, um nur einige zu nennen) in meinem Wohnzimmer auf dem Esstisch (der logischerweise eher selten zum Essen genutzt wird - außer, es ist mal Besuch da). Und zwar immer nur temporär, da der Esstisch eigentlich ein Multifunktionstisch fürs Essen, Geschenke verpacken, Sachen ablegen und und und ist...

Bisher flogen also auch meine ganzen Pinsel immer irgendwie irgendwo auf dem Tisch rum - so recht konnte ich mich nicht mit einem Pinselglas anfreunden, so eins steht in meinem Bad und ich finde das irgendwie schrecklich unübersichtlich und habe keine Lust, nach dem richtigen Pinsel zu suchen... Also musste ich eine Zeit lang mit dem Chaos (und runterfallenden Pinseln) leben, bis ich bei Magnonails ein Acryldisplay für Pinsel entdeckte - keine Ahnung, wieso das so lange gedauert hat, ich bin mir nämlich sicher, dass es das schon länger gibt...
Für 7,99 € fand ich das einen Versuch wert und habe mir das Dings bestellt. Vom Produktbild her fand ich es recht ansprechend - sah einfach nach mehr Ordnung aus und gefiel mir vom schlichten Design her. Die einzige Befürchtung, die ich hatte war, dass die Löcher zu schmal sein könnten - aber das erwies sich als Trugschluss, die sind im Durchmesser nämlich 1,3cm breit. Für normale Pinsel also völlig ausreichend, lediglich bei dickeren Pinseln (z.B. Puderpinsel) sind die Fädellöcher zu klein.
Der große Vorteil an diesem Display ist nicht nur, dass darin 24 Pinsel Platz finden, sondern dass auch jeder für sich steht. Ich weiß nicht, ob das außer mir noch jemand gerne mag - aber so sehe ich zumindest gleich, welcher Pinsel wo steht bzw. wo ich ihn hinstellen will und muss nicht im großen Pinselglas wühlen. Da das Display insgesamt eine umgekehrte S-Form hat, stehen die Pinsel also unten auch auf einem Acrylteil - dadurch lässt sich das ganze Display auch befüllt wunderbar transportieren und schnell mal irgendwo reinstellen. Perfekt für mich, denn bisher habe ich meine Pinsel zusammengesucht, in eine Box geschmissen und musste danach wieder alles mühsam zusammenkruschen.
Jetzt stehen sie (frisch gewaschen, um mal zu gucken, wie es so aussieht) dann im Display und geraten mir nicht mehr durcheinander! Ich weiß gar nicht, ob ich da nun wirklich 24 Pinsel reinpacken werde - teilweise würden sich gerade die kleinen wie Eyelinerpinsel auch "zusammen" in ein Löchelchen packen lassen, aber so eng ist das bei mir momentan noch nicht... Wobei ich mir eigentlich ziemlich sicher bin, dass mir gerade noch ein paar Pinsel fehlen, die in irgendeiner Box versteckt sind...
Kürzere Pinsel (die silbernen aus dem Eye-Definition-Set von Zoeva) stehen da sehr stabil und sicher drin, aber auch die längeren (braunen aus dem Very-Croc-Set) haben gut Halt und fallen beim Transport nicht raus. Ich hatte ja etwas Angst, dass die langen Pinsel locker sind und rutschen, aber da neigen sich nur die Köpfchen ein bisschen, durch die zwei Löcher steht der Pinsel an sich trotzdem fest.

Ja, manchmal kann man mich auch mit ein bisschen Plastik glücklich machen - warum gibt es solche Displays nicht einfach in der Drogerie? Da habe ich bisher nur irgendwelche komischen Blümchen gesehen und Ordner für fünf Lippenstifte oder sowas - und das noch zu unfeierlichen Preisen... Dabei ist das Display gar nicht so kompliziert, preislich in Ordnung und lässt sich bestimmt auch gut zweckentfremden - z.B. als Halter für Cakepops *hust*...

Sonntag, 21. Oktober 2012

Priti NYC 377 Climbing blueberry

Der erste Lack aus Elenas Gewinnspielpaket, der bei mir auf die Pfötchen wanderte, ist "Climbing blueberry" von Priti NYC. Hier gibt es die "Originalswatches" des Lacks aus der "Summer in Arizona"-Collection und ich muss ehrlich zugeben: Über den Lack gibt es nicht wirklich viele Worte zu verlieren. Nicht, weil er schlecht wäre, sondern weil das Wichtigste recht schnell gesagt und vor allem gezeigt ist.

Ich habe zwei Schichten von der kletternden Blaubeere lackiert - wobei teilweise schon eine genug gewesen wäre. Ich Dünnlackierer brauchte dann zwei, aber die superkurze Trockenzeit erlaubt das ohne Probleme. Die Konsistenz des Lackes ist sehr angenehm, er lässt sich einfach verteilen, trocknet nicht so schnell an, dass man gleich alles rumschiebt - aber dann schnell durch. Ich habe wie so oft meinen Top Sealer drüber aufgetragen - aber im Prinzip kommt "Climbing blueberry" auch ohne aus (die ersten zwei Bilder sind ohne Topcoat entstanden)
Zur Farbe fällt mir erstmal nur ein "Wow!" ein - so ein tolles, klares Violett... Das Cremefinish passt perfekt zur Linie des Lackes: Keine Schnörksel, keine halben Sachen, sondern eine knallige, intensive und doch nicht aufdringliche Farbe (muss außer mir noch jemand an Milka denken?). Gerade im Sonnenschein zeigt sich, wie toll das Finish wirklich ist - eine ebene Oberfläche, die Wölkchen und Fenster klar wiedergibt (und somit schwierig beim Fotografieren ist, außer man möchte sich selbst in seinen Nägeln spiegeln)...
Ich, als Fan von Blau- und Lilatönen, war auf jeden Fall von dem Lack restlos begeistert - vor allem, da noch die Sonne geschienen hat und meine lilanen Nägel so richtig zum Leuchten brachte. Insgesamt tendiert "Climbing blueberry" eher in die bläuliche Richtung, wodurch ich ihn eigentlich noch ein bisschen hübscher finde als rotstichige Lilatöne - aber das mag gerade so eine Stimmungssache sein.
Im Schatten kommt der Blauanteil auch ein bisschen deutlicher raus, aber es gibt keine so krassen Farbwechsel, wie man sie bei anderen - vorwiegend schimemrnden - Lilatönen teilweise sieht. Dafür ist der hier einfach zu klar und straight designed. Wirklich eine tolle Farbe und insgesamt auch ein toller Lack. Die Haltbarkeit ist sehr gut - ich hatte kaum Tipwear, obwohl ich viel am PC saß und getippt habe, wie eine Wilde. Zum Ablackieren gibt es auch nicht viel zu sagen - der Lack geht problemlos runter. Gesamtfazit? Naja, was anderes als "bombastisch!" kommt mir da nicht wirklich über die Lippen...

Freitag, 19. Oktober 2012

Wenn helfen nachdenklich macht...

Ich habe heute einer ehemaligen Arbeitskollegin bei ihrem Umzug geholfen - und seit ich wieder zu Hause bin, frage ich mich, ob ich zu den dümmsten Menschen auf dieser Erde gehöre...

Warum? Naja, ich habe mit dieser Arbeitkollegin nicht übermäßig viel zu tun - wir verstehen uns zwar gut, sind aber nicht befreundet oder sonst irgendwie eng verbandelt, waren wir auch nie. Aber ich dachte mir, beim Umzug helfen gehört ja eher so zu den "naja, sollte man als netter Mensch machen"-Dingen. Also war ich pünktlich um 10 heute Vormittag vor Ort - als erste. Die engeren Freundinnen kamen dann erst gegen halb 11 und 11 (ja, da meldete sich mein Hirn schonmal und fragte, was das denn bitte sollte). Bis kurz vor 15 Uhr schleppte ich also fröhlich Kisten und Möbel, habe mir etwa 15 neue blaue Flecken eingehandelt (auch wenn ich keinen Schimmer habe, wo die nun wirklich herkommen, aber ich bin auch ein Magnet für blaue Flecken) und sitze jetzt auf meiner Couch, um die 5 Stunden Arbeitszeit aufzuholen.

Als Dankeschön gab es eine Tafel Schokolade und ein Würstchen mit Kartoffelsalat zum Mittagessen. Von einer Person, die ich wahrscheinlich nie wieder sehen werde und die beim Essen auch noch zu einer der anderen Anwesenden sagte: "Ach, ich komm dich dann im November besuchen - dann sehen wir uns ja wieder und machen was miteinander!" Man fühlt sich ein bisschen seltsam, wenn man genau daneben sitzt und sich fragt, warum man sich da überhaupt die Mühe gemacht hat, hinzugehen... Oder an einem Samstag Morgen ins Auto zu springen, um der Dame zu Hilfe zu eilen, weil sie einen Platten mit ihrem Fahrrad hatte und nicht wusste, wie sie zur nächsten Werkstatt kommen sollte...

Tja, was habe ich von dieser Aktion? Außer blauen Flecken und einer Tafel Schokolade überhaupt nichts. Halt - ein verkürztes Wochenende, weil ich meine Arbeit noch machen muss... Und irgendwie fühle ich mich ziemlich dämlich, dass ich da heute hingefahren bin - denn ich wage zu bezweifeln, dass auch nur einer von den Anwesenden MIR beim Umzug geholfen hätte (mal ganz davon abgesehen, dass ich nie gefragt hätte)... Auf der anderen Seite denke ich einfach, dass es sich gehört, da mit anzupacken, wenn man die Zeit aufbringen kann - ich bin mir einfach noch nicht so ganz sicher, ob ich jetzt in die Kategorie "naiver Idiot" falle oder eher in die Kategorie "hilfsbereiter Mensch". So ganz wohl ist mir gerade auf jeden Fall nicht...

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Kartoffelgratin

Eigentlich mag ich Kartoffeln unglaublich gern - aber irgendwie landen sie selten auf meinem Tellerchen, wenn ich zu Hause koche. Warum? Naja, meistens ist wohl das Argument "zu aufwändig" ausschlaggebend, weil Kartoffeln ja doch etwas länger brauchen, um gar zu werden. Heute hatte ich aber noch einen kleinen Abwaschberg vor mir, also habe ich beschlossen, Kartoffelgratin zu machen. In einem Miniförmchen, weil ich keine Mikrowelle habe und das Aufwärmen dann immer ein Kampf ist...

Zutaten:

1 mittelgroße Kartoffel
1 Knoblauchzehe
etwa eine Handvoll geriebenen Käse
etwa 40 ml Sahne
Butter
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Die Kartoffel schälen und in dünne Scheiben schneiden (nach Geschmack halt). Das Förmchen mit Butter einfetten, dann die Kartoffelscheiben übereinanderschichten. Jede Schicht etwas salzen, pfeffern und mit Muskatnuss berieseln.
Auf die letzte Kartoffelschicht die Knoblauchzehe pressen und verteilen (wer keinen Knoblauch mag, lässt das logischerweise weg) und die Sahne ins Förmchen gießen. Die Kartoffeln sollten etwa zur Hälfte in Sahne schwimmen - deswegen das Förmchen am besten etwas schütteln, damit sich die Sahne gut verteilt.
Alles nochmal salzen, pfeffern und mit Muskatnuss bestreuen, dann den geriebenen Käse darübergeben und noch ein paar Butterflocken auf dem Käse verteilen.
Das Förmchen dann bei 180 Grad in den Ofen schieben - in meinem nicht vorgeheizten Ofen hat mein Gratin etwa 25 Minuten gebraucht, das ist aber auch abhängig von der Dicke der Kartoffelscheiben. Wenn der Käse die gewünschte Bräunung hat, ist das Gratin fertig - und sauheiß!
Zugegeben - Kartoffelgratin ist jetzt wahrscheinlich nicht gerade das gesündeste Essen, wenn man ordentlich Sahne reinkippt und dann noch Käse drüberstreut... Aber ab und an darf man sich ja auch was gönnen und so ein kleines Förmchen ist noch überschaubar. Ich fands auf jeden Fall sehr lecker und weiß, dass ich fürs nächste Mal vielleicht ein bisschen mehr Gratin machen sollte.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

W7 "Metallic planets" Saturn

Nachdem sowohl Marina als auch Elena mit "Mars" aus der "Metallic planets" von W7 so ihren Spaß hatten, hatte ich ja schon so ein bisschen Angst - vor kurzem hatte ich mir nämlich ein Dreierset der W7-Lacke gekauft und somit die Brüderchen (oder Schwesterchen) aus der Kollektion bei mir zu Hause stehen (Gott sei Dank war Mars da nicht daheim *uff*). Nach ein paar witzigen Kommentaren und Mails hat mich Elena also überredet, den Versuch zu wagen und "Saturn" zu lackieren.

Mutig (oder doch eher doof?) wie ich bin, habe ich mich also in das Vergnügen gestürzt und muss sagen: Mädels, ihr habt recht, die Lacke stinken wie die Seuche - aber mein Amust-Lack war noch schlimmer... Das Lackieren von "Saturn" war wirklich eine Geruchsbelästigung (hey, vielleicht kann man sich mit Lackschnüffeln ja in andere geistige Sphären versetzen?), aber dazu kam auch noch, dass der Lack dermaßen flüssig war, dass er mich absolut überallhin und vorwiegend unter die Nagelhäute gelaufen ist - deswegen auch so unglaublich unsaubere Bilder.
Positiv zu erwähnen ist, dass ich für eine akzeptable Deckkraft nur zwei Schichten Lack gebraucht habe. Bei der direkten Draufsicht war der Lack dann opak, lediglich gegens Licht sieht man, dass es eben nicht blickdicht ist - aber das ist ja nicht das allerwichtigste, Hauptsache, man sieht keine Nagelränder durch! Trotz der übermäßig flüssigen Konsistenz deckt da also schon so ein bisschen was - ich vermute, das ist aber auch der Farbe zugute zu halten. Die Trockenzeit war eher mittelprächtig, aber ich habe sowieso meinen Topsealer drübergepinselt (ein bisschen auch in der Hoffnung, den fiesen Geruch damit aus der Nase zu kriegen - hat auch geklappt) und war dann mit dem Ergebnis halbwegs zufrieden.
Was mich dann ein bisschen enttäuscht hat, war ehrlich gesagt die Farbe oder vielmehr der fehlende Effekt. Ich finde das schimmernde Oliv insgesamt recht hübsch (weil Oliv halt einfach generell hübsch ist!), aber der duochrome Effekt geht bei dem Lack ziemlich unter. Theoretisch sollte "Saturn" zwischen Grün und Gold changieren, faktisch macht sich aber nur ein leichter, gelbgoldener Schimmer auf dem Lack bemerkbar, wenn die Sonne rauskommt oder man den Blitz zuhilfe nimmt. Bei "normalem" Tageslicht zeigt sich ein hübscher, olivgrüner, leicht schimmernder Lack.
Der Goldstich bei Sonne macht dafür das Grün noch deutlich wärmer und passt perfekt in den Herbst - wenn denn mal die Sonne scheint. Aber auch hier ist das weniger ein duochromer Effekt, der in die Flip-Flop-Richtung geht, sondern eher ein gleichmäßiger Schimmer, der sich dann über den kompletten Nagel ausbreitet. Das sieht man aber "Saturn" auch schon im Fläschchen an, dass der nicht ganz so changierend daherkommt, wie die anderen Planetchen aus der Reihe. Was hier noch positiv anzumerken ist, ist dass sich die Streifenbildung, die man bei einem Metallic-Finish häufig hat, eigentlich in Grenzen hält.
Weil ich diese warme, goldige Grün eigentlich ganz toll finde, musste ich das auch mit Blitz nochmal knipsen und da kam dann so im Ansatz das raus, was man sich bei diesem Lack wünschen würde - die eine oder andere Reflektion, die das Licht da aus dem Finish kitzelt, ist nicht nur goldschimmernd, sondern es machen sich auch leicht bronzefarbene und andere grünliche Reflektionen bemerkbar - aber nur ganz leicht und man muss schon genau hinschauen. Schade, denn dieser Effekt wäre doch das gewesen, was ich mir intensiver gewünscht hätte und nicht nur unter besonderen Lichtbedingungen.
Insgesamt hat mich zumindest "Saturn" nicht wirklich überzeugt - wobei ich nicht ganz so verheerend urteile wie Elena und Marina zu "Mars". Mein Lack ist zumindest getrocknet und hat eine halbwegs akzeptable Deckkraft, allerdings stinkt er wirklich und die Konsistenz ist nervtötend.Von der Farbe her ist der Lack zwar hübsch und ich hab so einen Ton noch nicht in der Sammlung - aber mir fehlt der Duochromeffekt. Die Haltbarkeit war okay, das Ablackieren auch, aber vom Hocker haut er mich halt nicht so richtig... Ich hoffe mal, dass sich da die zwei anderen besser anstellen - die schauen zumindest in der Flasche auch schon vielversprechender aus...

Dienstag, 16. Oktober 2012

AMU-Dienstag: Sleek "Storm", Teil 3

Es dienstagt mal wieder (ich weiß gerade nicht genau, ob ich "leider" oder "Gott sei Dank!" sagen soll) und dementsprechend gibt es heute wieder ein weiteres AMU mit der Sleek "Storm" bei maedchen und mir. Auch heute eher zurückhalten und bürotauglich - und vor allem Lena noch total zerknautscht und unausgeschlafen *hust* (so ist das halt, wenn man zeitlich knapp ist mit den Fotos).
Die heutigen Protagonisten sind ein matter Beigeton, ein schimmernder hellrosaner Lidschatten und unser gut bekannter schwarzer Freund "Noir".
Ich habs heute früh tatsächlich noch geschafft, die drei schnell zu swatchen und muss sagen, dass ich von dem rosanen Lidschatten richtig angetan bin. Den matten Beigeton habe ich inzwischen schon oft genutzt, weil er einfach dezent ist und sich gut verarbeiten lässt. Das Schwarz ist halt... naja, schwarz! Dieses Mal gut gepresst und nicht so hart - da merkt man mal wieder, dass "Noir" nicht gleich "Noir" ist!

Da ich das AMU heute auch auf der Arbeit trage, habe ich mich wieder für eine softere Variante entschieden (und mich dabei darüber geärgert, dass es früh morgens schon so dunkel ist). Der rosane Schimmer, der übrigens ganz gut deckt, kam in den Innenwinkel, der Beigeton aufs restliche Lid. Von Innen nach außen habe ich ein bisschen verblendet, damit der Unterschied zwischen schimmernd und matt nicht so krass ist; dann die Lidfalte mit dem schwarzen Ton abgedunkelt, noch einen Lidstrich damit gezogen und die Wimpern getuscht.
Zugegeben - ein bisschen Blenderei war noch dabei, um die harten Übergänge besonders zwischen den zwei matten Lidschatten etwas weicher zu gestalten. Der Lidstrich ist nur minimal abgesoftet, zeigt also schön die eigentliche Farbkraft des schwarzen Lidschattens - so dunkel wollte ich meine Lidfalte dann doch nicht haben! Meinen unteren Wimpernkranz habe ich mal nackt gelassen - ich wollte meine heutigen Augenringe und Fältchen nicht noch extra mit dunklem Lidschatten betonen...
Die Wischerei zwischen matt und schimmernd hat natürlich die Farben ein bisschen verwässert - besonders der Beigeton ist nicht mehr so richtig als Beige zu erkennen, sondern hat einfach einen leicht rosigen Schimmer bekommen - aber so ist das bei der Blenderei einfach. Was ich sehr positiv fand, war die Verarbeitung des schwarzen Lidschattens - da hatte ich am Anfang ein bisschen Schiss, dass ich mir schwarze Balken in die Lidfalte klatsche, aber auch das ließ sich sehr gut absoften.
Richtig hübsch finde ich einfach den rosanen Schimmer - auch wenn der im Gesamtbild nicht so dominant ist. Aber den Lidschatten werde ich jetzt auch öfters benutzen (zumindest noch bis nächste Woche, solang die "Storm" eh offen auf meinem Tisch liegt und noch auf das letzte AMU für den AMU-Dienstag wartet, ich gebe das ja durchaus zu!)... Und ich bin gespannt, was maedchen heute mit der Kombination auf ihre Lider gezaubert hat!

Montag, 15. Oktober 2012

Schöne Scheine - Terry Pratchett

Nachdem ich heute ernsthaft bis um acht auf der Arbeit war (ich hasse Montage!), gibt es "nur" noch schnell eine kleine Buchreview - und zwar von dem letzten Pratchett, den ich gelesen habe. Einen habe ich zwar noch in meinem Regal stehen, aber davor sind wohl noch ein paar andere Bücher dran (ich bin absolut kein Parallel-Leser!).
Bei "Schöne Scheine" dreht sich nach "Ab die Post" mal wieder alles um Feucht von Lipwig, der nach seinen grandiosen Leistungen mit dem Postamt jetzt auch die Bankenwelt in Ankh-Morpork revolutionieren soll - ja, das Stichwort Bankenkrise macht wohl deutlich, dass trotz unterschiedlicher Hintergründe Pratchett einfach ein Genie war! Da ich Feucht ja schon kannte, war mir eigentlich klar, dass die ganze Bankengeschichte ein wahnsinnig amüsanter Act werden müsste - und im Prinzip ist sie das auch. Was logischerweise ein bisschen verloren geht, ist der Überraschungseffekt - dass Feucht es faustdick hinter den Ohren hat, wusste ich nunmal leider schon.

Aber nichtsdestotrotz ist das Buch mit vielen liebenvollen und lustigen Gimmicks gespickt - sei es die Tatsache, dass 51% der Bank einem Hund gehören, der Feucht vererbt wird; die leicht skurrile, aber irgendwie auch wieder sehr nachvollziehbare Wirtschaftssimulation, die im Keller der Bank steht und auch ein Igor ist wieder am Start. Noch dazu gibt es einen leicht neurotischen Hauptkassierer, der zum ersten Mal in seinem Leben einen Fehler begeht, der ihn in eine tiefe Krise stürzt und natürlich ein paar Golems, die die Geschichte ordentlich aufmischen (ich gebe zu - ich kann mich nicht entscheiden, ob ich Golems oder Igors cooler finde...).

Schließlich schafft Feucht es tatsächlich, das Papiergeld in Ankh-Morporl zu etablieren und sicherzustellen, dass die Bürger ihr Geld nicht mehr unter die Matratze legen, sondern zur Bank bringen - und ganz nebenbei darf man sich als Leser über die verzweifelten Versuche eines Kleingeistes amüsieren, der versucht, genauso zu werden wie sein großes Idol, Lord Vetinari... Dafür nimmt er auch absolut alle Mühen in Kauf und schreckt auch vor schmerzlichen Vorgängen nicht zurück - ich hätte mich bepieseln können vor lachen über die eine oder andere Beschreibung! Dem Buch fehlt zwar ein bisschen der Überraschungseffekt, den der Vorgänger hatte, aber ich fand das gar nicht so schlimm, denn dadurch sind einfach andere Dinge in den Vordergrund getreten. Hach je, jetzt packt mich ja doch gleich wieder die Lust, mir "Helle Barden" zu schnappen und zu lesen, wenn ich mit meinem Buch durch bin...