Freitag, 31. August 2012

Der August ist schon vorbei?

Oha, irgendwie ging das diesen Monat so richtig flott - klar, kein Wunder bei zwei Wochen Urlaub und danach der vollen Dröhnung Arbeitsstress (der momentan auch noch anhält und sich wohl durch den kompletten September ziehen wird - Freude, Freude!)... Aber als ich dann gestern auf dem Kalender den 30. August entdeckte, musste ich mich doch fragen, wo denn die letzten Tage geblieben sind - wobei ich hier für ein paar definitiv weiß, warum sie so schnell rumgegangen sind *hust*.

1. Freizeitgestaltung: Ich würde mal sagen, die Ampel steht auf Grün! Im Urlaub sowieso, da habe ich viel gelesen, viel gechillt und gemütlich vor mich hingedöst, wenn mir danach war. Aber auch als ich wieder hier ankam, habe ich mir zumindest ein bisschen Zeit zum Ausspannen genommen und mein Buch fertig gelesen, war in der Stadt unterwegs und habe mir keinen (unnützen) Stress wegen der Arbeit einreden lassen. Im nächsten Monat wird es etwas enger, weil viele Termine anstehen, aber erstmal mache ich mir Mitte des Monats ein schönes Wochenende...

2. Sport: Ich sitze brav am Minus, das sich durch den Urlaub (und einen Besuch) ergeben hat... Ob ich im September wieder auf Null komme, weiß ich aufgrund der vielen Termine nicht - aber momentan macht das Sporteln auch wieder richtig Spaß! Auch wenns etwas anstrengender ist, weil mein Körper sich knapp drei Wochen lang dran gewöhnt hatte, nichts zu tun - aber manchmal ist ein bisschen Leid ja gar nicht so schlecht und ich fühle mich nach meiner kurzen Sportelsession abends einfach gut!

3. Kochen: Hmm, im Urlaub haben wir nicht sooo viel gekocht, mit meinem Besuch habe ich zumindest eine Lasagne gemacht und die letzten Tage kam ich Abends nicht recht dazu, noch irgendwas zu machen... Der Fraß in der Kantine wird allerdings immer schlimmer und das gefällt mir so gar nicht. Fürs Wochenende hab ich mir erstmal ein bisschen Süßkram in Richtung Milchreis oder Pfannkuchen vorgenommen - wie es sich dann unter der Woche weiter ausgeht, muss ich einfach mal schauen. Aber immerhin habe ich ständig irgendwas Frisches an Gemüse oder Obst im Haus.

4. Sinnvoll konsumieren: Nachdem ich Ende Juli fast ein bisschen gehungert habe, weil ich nichts Frisches kaufen wollte, damit es im Urlaub nicht kaputt geht, ist nicht so wirklich viel in die Tonne gewandert. Klar, ein paar Reste vom Besuch (ein bisschen Gemüse vorwiegend) sind in den Müll gewandert, weil ihnen die Nacht außerhalb des Kühlschranks nicht wirklich gut getan hat - aber ansonsten habe ich sogar brav halbtrockene Brötchen gefuttert und versuche, nichts wegzuschmeißen (und vor allem bewusster zu kaufen).

5. Job: Tja, der Urlaubs-Stillstand führte nur dazu, dass noch mehr Arbeit auf mich wartete und mein Chef mir vorsichtshalber noch ein paar ordentliche Batzen aufgebürdet hat. Da ich mich aber kaum in der Mitte teilen kann, um alles zu machen - wird das einfach geflissentlich ignoriert. Planungsmäßig steht momentan einiges an und ich sehe tatsächlich ein Licht am Ende des Tunnels - wenn auch nur ein kleines... Und ich hadere momentan mit mir selbst, ob ich den Mut habe, etwas Neues zu wagen oder nicht...

6. Mehr Spaß haben und noch gelassener werden: Ob der Urlaub jetzt so spaßig war, sei mal dahingestellt - er war zumindest angenehm... Es gab sicherlich viele Situationen, die nicht wirklich schön waren, aber das gewissen unschönen Umständen geschuldet und der Tatsache, dass ich eine Grüblerin vor dem Herrn bin. Auf jeden Fall habe ich mich nicht so viel aufgeregt, wie ich mich theoretisch hätte aufregen können und hatte trotzdem meine Freude. Die Auflauf-Taktik funktioniert immernoch wunderbar (und die Leute sind halt einfach selbst schuld!) und ich konnte viele "Probleme" deutlich relativieren - so ein bisschen auf dem richtigen Weg bin ich hier also auch!

Verhaltener Optimismus macht sich breit, auch wenn erst der Verlauf des Septembers zeigen wird, ob er gerechtfertigt ist - sehr kryptische Ausdrucksweise, ich weiß, ich weiß... Aber es gibt einfach ein paar Entwicklungen, die ich gerne abwarten möchte, bevor ich sie rausposaune (und mich selbst damit unter Druck setze?). Es gibt auf jeden Fall wieder Dinge, auf die ich gespannt bin - und dazu zählt nicht nur die "make me happy"-Box! Auf in den Herbst - es kann ja nur besser werden!

Donnerstag, 30. August 2012

Black Rain - Graham Brown

Nachdem ich im Urlaub ein bisschen Zeit zum Lesen hatte, habe ich in diesen zwei Wochen vier Bücher weggelesen - und weil ich bisher noch nicht zum Kochen gekommen bin, gibt es heute eben eine Buchrezension und kein Rezept! "Black rain" von Graham Brown hatte meine Mama mitgenommen und mir zum Vorfühlen gegeben, ob das Buch denn was taugen würde. Da saß ich also, mitten im Nichts bei suboptimalem Wetter und schöckerte mich durch diese gut 500 Seiten...
Worum geht's in "Black rain"? So einfach ist das wahrscheinlich gar nicht zu sagen - die vordergründige Geschichte ist zumindest die Suche nach einer neuen (oder doch eher sehr alten) Energiequelle, die alle Probleme der Menschheit lösen könnte (zumindest theoretisch). Danielle Laidlaw ist unsere Expeditionsleiterin, die wir auf ihrer Suche in Brasilien begleiten: Eine US-Wissenschaftlerin, die im (geheimen) Auftrag einer Forschungseinrichtung auf den Spuren verschollener Expeditionen unterwegs ist und von Söldnern und einem ehemaligen Geheimdinestler begleitet wird. Natürlich gibt es auch eine Gegenpartei, die versucht, unseren "Helden" das Leben schwer zu machen - aber neben diesen Gegner wartet im Amazonas auch noch ein viel bedrohlicherer Feind.

Es dauert ganz schön lang, bis man herausbekommt, warum der Thriller "Black rain" heißt - was ich allerdings nicht schlimm finde. Immerhin kommt die Auflösung irgendwann, das ist nicht bei jedem Buch der Fall. Bis zu einem gewissen Punkt fand ich das Buch recht spannend oder zumindest nicht unspannend - die kleinen Nebengeschichten um die Charaktere, deren Erfahrungen und Einstellungen, machen die Story sehr glaubhaft und gut nachvollziehbar. Viele kleine Hinweise zur Geschichte der Organisation und zur Loyalität einiger Personen streuen schon den ersten Verdacht, dass alles nicht so einfach wird - und zeigen auch schon, dass wir es hier mit ein paar dezenten Hinweisen auf die Arbeitsweise der Behörden in den USA zu tun haben. Auch die Geschichte der Maya wird thematisiert (und natürlich die Tatsache, dass am 21.12. diesen Jahres die Welt untergeht!) und einige interessante Aspekte erläutert (deren Wahrheitsgehalt ich nicht bewerten kann), aber entgegen vielen anderen Autoren schafft es Graham Brown, das gut zu verpacken und nicht nur trocken und langweilig zu vermitteln.

Als mir irgendwann recht klar wurde, wie die Story mehr oder minder ausgeht, war ein bisschen die Luft raus - die ganzen "Kampfszenen" fand ich nur mäßig spannend, obwohl sie gut geschrieben waren. Hier hat mir ein bisschen Finesse gefehlt, da war einfach ein bisschen viel "rohe Gewalt" und "Crash, Boom, Bang!" - obwohl nicht blutrünstig oder irgendwie schrecklich dargestellt. Wie bei vielen Büchern kann man auch hier ein wenig hinter die Geschichte blicken und da fehlen mir ein paar Rundungen in der Story - man erfährt, dass zwei der Expeditionsteilnehmer eine gemeinsame, durchaus kritische Vorgeschichte haben - aber so recht wird das nicht aufgelöst und ist nicht von zentraler Bedeutung für die Story. Was ich sehr positiv empfinde ist, dass es keine klischeehafte Lovestory gab - obwohl auch hierfür Potenzial dagewesen wäre.

Insgesamt fand ich "Black rain" ganz okay - aber mehr halt nicht. Es ließ sich recht gut weglesen, hat auch die eine oder andere Pause vertragen und ist relativ rund geschrieben. Kein Buch, das mich gefesselt oder nachts wachgehalten hätte - aber eine angemessene Urlaubslektüre.

Mittwoch, 29. August 2012

essie "Navigate her" A crewed interest

In meiner letzten dm-Box war ein essie-Lack enthalten - auf den ersten Blick habe ich gesagt "leider so ein blöder heller Ton", aber Versuch macht kluch und jetzt muss ich sagen, dass ich "A crewed interest" aus der "Navigate her"-Kollektion vom Frühjahr eigentlich ganz hübsch finde. Mit den Namensgeber der Kollektion wäre ich zwar wahrscheinlich ein bisschen glücklicher gewesen, weil ich gerade einen kleinen Grün-Tick habe, aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul!
Also habe ich mir "A crewed interest" geschnappt und zwei Schichten lackiert, damit ich ein schönes, ebenmäßiges Ergebnis hatte. Drüber noch den Top Sealer und fertig war der Anstrich auf meinen abgebrochenen Nägeln. Die Farbe ist gar nicht so einfach zu beschreiben, auf jeden Fall ist es ein heller, pastelliger Ton (der aber im Auftrag gar nicht pastellig ist, sondern angenehm flüssig wie für essie halt üblich). Die Farbe schwankt irgendwo zwischen Apricot und hellem Peach, hat einen etwas rosastichigen Einschlag und ist noch relativ nude.
Wie so oft ist hier der Lichteinfall ausschlaggebend für den dominierenden Farbton, aber insgesamt habe ich bei dem Lack einfach das Bedürfnis zu sagen, dass er "cremig" ist - aber nicht von der Konsistenz, sondern vom Farbton her (auch wenn das ein bisschen bescheuert klingt). Insgesamt ist das wirklich ein Farbton, der wunderbar in den Frühling passt - zwart, sanft und leicht - und damit für mich auch recht schnell ein bisschen langweilig.
Der leichte Orangestich kommt bei Tageslicht ein bisschen deutlicher durch und zeigt auch, dass der Lack auf den Nägeln etwas kräftiger wird, als er zunächst in der Flasche wirkt. Wahrscheinlich ist das jetzt nicht unbedingt der Lack, der meinem Hautton schmeichelt - aber das ist mir ehrlich gesagt auch ziemlich egal. Hauptsache, die Farbe hat was und das ist bei "A crewed interest" auf jeden Fall so! Nichtsdestrotrotz habe ich ein bisschen mehr Pepp auf den Nägeln gebraucht und mir deshalb den "Pop Top Coat" von essence geschnappt und auf Zeige- und Ringfinger gepinselt.
Da die Grundfarbe des Topcoats ist ja leicht altrosastichig und passte (zumindest in meinem Kopf) gerade deswegen sehr gut zu "A crewed interest". Durch die ganzen Holo-Glitzerpartikelchen bekommt der Lack einen leicht gräulich angehauchten Anstrich, der Grundton schimmert aber immernoch ein bisschen durch und der Kontrast ist jetzt nicht richtig krass, aber dennoch gut zu sehen. Das Geschimmere ist natürlich im normalen Tageslicht bzw. auch im Schatten nicht so wirklich spannend - da ist der Silberanteil vorrangig.
Mit ein bisschen Sonnenschein wird der Kontrast größer - "A crewed interest" wird ein bisschen peachiger und die schönen Glitzerpartikelchen fangen an, in den unterschiedlichsten Farben zu blinken und stehlen sich somit definitiv deutlich in den Vordergrund. Ich mag diese Kombination!
Was die Haltbarkeit angeht, gibt es wie gewöhnlich bei essie nichts zu meckern - kaum Tipwear, keine abgeplatzten Stellen, auch am vierten Tag war der Lack noch ansehnlich (was durchaus auch an der harmlosen Farbe liegt, bei der kleine Macken auch nicht so auffallen wie bei intensiveren Farben). Das Ablackieren von "A crewed interest" ging in einem Wisch und ohne Probleme - dass ich bei dem Topper ein bisschen schrubben musste, ist nicht verwunderlich. Hach ja, das ist wieder so ein Lack, den ich mir nicht selbst gekauft hätte, bei dem ich es aber gar nicht bereue, dass ich ihn trotzdem habe!

Dienstag, 28. August 2012

AMU-Dienstag: Sleek "Acid" Teil 1

Und es ist mal wieder Dienstag - wenn auch spät abends (was einem zentralen Ausfall des Netzwerkes bei mir im Büro und damit verbundenem Chaos geschuldet ist) und es gibt wieder eine neue AMU-Dienstag-Reihe bei maedchen und mir: Die Sleekpalette "Acid" ist bei mir eingezogen und deswegen gibt es die nächsten vier Wochen ein bisschen was Bunteres aufs Auge.
Dummerweise hatte Sleek anscheinend bei der "Acid" keine Lust auf Benennung von Lidschatten, deswegen wird hier jetzt fröhlich mit wilden Farbnamen und irgendwelchen Nummern hantiert! Den Anfang machen 7, 8 und 12 - wobei ich bei 12 ja stark vermuten würde, dass es sich um "Noir" handelt - aber egal. Zu dem Schwarz gibt es einen matten Violettton und ein schimmerndes... Grün. Matschgrün? Gelbgrün? Schleimgrün würde es ganz spontan gut treffen, aber das klingt nicht sonderlich lecker.

Auf jeden Fall für mich erst einmal Farben, die nicht unbedingt sonderlich gut zusammenpassen - zumindest nicht in der Dreierkombination. War also durchaus eine kleine Herausforderung für mich, ein halbwegs hübsches AMU daraus zu zaubern und ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir das gelungen ist... Sie waren auch nicht gar so einfach zu verarbeiten, aber das ist bei einer matt-schimmernd-Kombination nicht ungewöhnlich.

Nach den ersten Swatches  habe ich beschlossen, das AMU komplett auf Nyx "Milk" zu pinseln - ansonsten wäre da farblich glaube ich auch nicht übermäßig viel zu holen gewesen. Aber auch so ist das AMU aufgrund der Farbkombination gar nicht so knallig, wie ich anfangs befürchtet (oder vielleicht auch gehofft?) hatte.
Ich habe im Innenwinkel das Matschegrün aufgetragen, im äußeren Bereich des Lids den Violetton und das Schwarz ein wenig zum abdunkeln genutzt. Damit auch gleich noch einen leicht rauchigen Lidstrich gezogen und am unteren Wimpernkranz noch ein wenig Grün verteilt - Mascara, schwarzen Kajal auf die obere Wasserlinie und dann war ich eigentlich ganz zufrieden.
Die Verblenderei zwischen dem grünen und dem lilanen Lidschatten war gar nicht soo einfach - das matte Lila ist ein bisschen unwillig gewesen, also wurde fleißig mit dem Grün geblendet. Und aus der Lidfalte kam auch im inneren Bereich ein leichter Hauch des schwarzen Lidschattens mit rein - irgendwie brauche ich im Außenwinkel und in der Lidfalte immer eine leicht dunklere Schattierung, damit ich mit dem Gepinsel auf meinen Augen zufrieden bin.
Worauf ich ja fast ein kleines bisschen stolz bin, ist dieses Mini-Lidstrichschwänzchen in schwarz, das eigentlich unten drunter von dem Grün begleitet wird... Aber das sieht man wohl nicht so richtig *schnief*... Ich finde dieses matschige Gelbgrün wirklich toll und werde mir das die Tage mal etwas genauer anschauen und wohl auch mit ein paar braunen Lidschatten oder einem schimmernden Lila kombinieren - der Farbton hat mich zumindest begeistert und ist mein Favorit von diesen dreien. Auch wenn ich generell Lila toll finde, ist der matte Ton jetzt nicht so ganz mein Fall - aber vielleicht werden wir ja doch irgendwann noch Freunde...

Ich freue mich natürlich über euer Feedback und als kleiner Spoiler: Nächste Woche sind die rötlich-pink-orange angehauchten Farben dran! Und jetzt schaue ich rüber zu maedchen und freue mich schon auf ihr AMU...

Montag, 27. August 2012

Meine Mitbringsel aus dem Urlaub

Auch wenn ich im Urlaub so gar nichts Kosmetisches eingekauft habe (großteils aufgrund des Mangels an Gelegenheit - aber auch aufgrund des gesunden Menschenverstands, der mir bei Inglot sagte, dass ich nicht wirklich irgendwas brauche...), habe ich mir aus dem Urlaub ein paar Vorräte mitgebracht, die mich im Supermarkt angelacht haben. Es wird Herbst, es wird wieder Teezeit und auch wenn ich mehr als genug Tee habe (hier lässt sich doch eine gewisse Parallele zum Nagellack feststellen!), habe ich ein paar interessante Sorten mitgenommen - und sie haben sogar den unbequemen Transport in meiner Tasche überstanden!

Grüner Tee an sich ist ja nichts Besonderes - aber da wir im Urlaub witzigen Saft in der Geschmacksrichtung "Himbeer-Minze" getrunken haben, fand ich grünen Tee mit Himbeergeschmack ganz spannend. Himbeeren gehen immer, loser Tee geht eigentlich auch immer - und preislich war das auch in Ordnung, also eingepackt. Neben Himbeere ist noch Hibiskus enthalten - und Kornblumenblüten (und leider Aroma), da bin ich wirklich schon ganz gespannt, was sich da geschmacklich vordrängt.
Im Regal direkt daneben war der grüne Tee mit Quitte - Quitte ist mir hier aus Deutschland lediglich als Marmelade bzw. Gelee bekannt (zumindest, was die industrielle Verarbeitung angeht, meine Mama macht immer einen Quittenlikör, weil wir so viele Früchte im Garten haben, das ist aber eine Heidenarbeit). Ich bin schon sehr gespannt, wie sich der Quitten-Grüntee geschmacklich macht, wobei da noch kandierte Ananas und Ringelblumen drin sind  - sehr interessant, dass der Tee dann Quitte heißt (es sind 13,5% Ananas und nur 0,5% Quitte drin!).

Pu-Erh ist bis dahin komplett an mir vorbeigegangen, aber roter Tee ist immer spannend, also habe ich den auch eingepackt - und mich ein bisschen gewundert, dass das Produkt nicht für Schwangere und Stillende geeignet ist... Aber gut, nach ein bisschen Recherche geht mir auf, warum: Da sind nämlich Schimmel mit am Start (allerdings gewollt, so wie bei manchem Käse) und das erklärt wohl diese Umstand. Diese drei sind alle lose Tees - und ich habe momentan einfach ein Faible für lose Tees!

Die "4 Moments relax" sind hingegen Teebeutel - allerdings mit grünem Rooibos, der mir bisher auch noch nicht untergekommen ist (ich bin halt ein Depp, der einfach wild Tee trinkt, ohne sich groß auszukennen!). Und die Neugier siegt bekanntlich - wobei wie bei einigen Beuteltees hier noch wild andere Aromen und Beiwerke zugemischt wurden und offiziell die Hagebutte als Hauptbestandteil angegeben ist, nicht wie bei uns nur durch viel Herauslesen rauszukriegen ist.

Noch zwei Päckchen mit Beuteln habe ich dann bei Lidl mitgenommen - Tee aus Hagebutten einmal mit Himbeer und einmal mit schwarzer Johannisbeere... Während ich bei uns ja die Tees bei Lidl alle ziemlich langweilig und gleichschmeckend finde (ja, ich habe sie alle durchprobiert - oder zumindest fast alle!), konnte ich mich vom Teeregal in Polen kaum von den unterschiedlichen Sorten abwenden... So viel spannendes Zeug - aber irgendwie ist das ja immer so, wenn man im Ausland unterwegs ist! Meine Mama war dann schon ganz neidisch, dass ich diese zwei Packerl mitgenommen habe - aber sie hat sie mir doch nicht streitig gemacht, sondern brav zugesehen, wie ich sie mehr oder minder liebevoll in meine viel zu volle (und zu schwere!) Tasche gestopft habe. Ich liebe schwarze Johannisbeere - und ich befürchte, dass der Tee gar nicht danach schmecken wird.

Was natürlich nicht fehlen darf, ist ein bisschen Süßkrams... Wobei ich diesmal auch Knabberkram mitgebracht habe - nämlich ungesalzene Erdnüsse! Während man die salzigen (mit mehr oder weniger Salzgehalt) bei uns an jeder Ecke kriegt, ist die Jagd nach ungesalzenen Erdnüssen für mich immer ein wahres Erlebnis... In Polen gibts die Teile einfach neben den gesalzenen im Supermarkt und man kann sich gemütlich mehrere Päckchen mitnehmen (wobei mir meine Familie auch gleich mal eines weggefuttert hat... Sauerei!). Auch wenn sie sich wunderbar zum Kochen und Backen eignen würden - ich esse sie einfach lieber als die gesalzenen...

Süß wirds dann mit Prince Polo - die Schokowaffel muss absolut immer immer immer mit, ich liebe das Zeug, auch wenn es nicht übermäßig besonders ist oder schmeckt... Hat vom Aufbau her ein bisschen Ähnlichkeit mit Manner, ist also wahrlich nicht spektakulär, aber irgendwie brauch ich das einfach... Inzwischen gibt es nur noch die XXL-Version - die "normale" war früher (ich würde sagen bis vor etwa 5 Jahren?) erhältlich und etwa 2/3 der XXL. Es gibt zwar auch andere Geschmacksrichtungen (Vollmilch, mit Nüssen und keine Ahnung, was noch), aber für mich ist Classic einfach das Nonplusultra.

Und, was eigentlich auch immer mitmuss, sind lose Bonbons - die kriegt man in Polen auch bei real (ja, das gibts da inzwischen auch!) oder natürlich in kleinen, niedlichen Süßkramläden. Die Bandbreite ist unbeschreiblich groß - von Schokobonbons über irgendwelche Muh-Muhs (wobei es die richtig guten nicht mehr gibt...) bis hin zu ganz klassischen Bonbons oder Kaubonbons, da bleiben keine Wünsche offen! Ich bleibe da zwar gerne bei den Klassikern, habe mich aber dieses Mal auch von meiner Tante zu einem Experiment mit Kokos-Schoko-Bonbons überreden lassen und sie sind himmlisch! Auch wenn inzwischen nicht mehr allzuviel von dem Süßkram über ist (jaja, Stress führt zu vermehrtem Süßigkeitenkonsum!) - die Tees warten noch ein paar Tage auf mich und ich bin schon ganz gespannt, sie auszuprobieren... 

Hat irgendwer Ahnung von diesem Pu-Erh-Tee und kann mir da irgendwelche Tipps geben?

Sonntag, 26. August 2012

OPI "Touring America" I eat mainely lobster

So, nachdem ich es endlich geschafft habe, mich durch meine lange Leseliste zu lesen und eure Kommentar zu beantworten, komme ich auch wieder zum Bloggen! Durch diverse Urlaubs-Nachwehen ging das die letzten Tage einfach nicht, aber heute geht es wie üblich am Sonntag mit einem Lack weiter und zwar einem aus meinem OPI-Haul. Da das Wetter doch eher durchwachsen war, habe ich mich für "I eat mainely lobster" entschieden, um mir ein bisschen gute Laune zu erhalten, wenn es doch mal regnet. Urlaubsbedingt - wie befürchtet - mit deutlich kürzeren Nägeln, die mir nach den Fotos auch noch teilweise abgebrochen sind - mäh!

"I eat mainely lobster" ist aus der "Touring Amerca"-Kollektion und ein ganz toller Hummerton (deswegen auch der Name) mit sehr feinem Goldschimmer. Ich habe zwei Schichten lackiert, wobei mir z.B. auf dem kleinen und Zeigefinger auch nur eine gereicht hätte. Die Trockenzeit war recht kurz, aber ich habe noch den Top Sealer drüberlackiert und bin dann fix in mein Bettchen gewankt.
"I eat mainely lobster" gefällt mir ausgesprochen gut - dieser Mix aus Orange und Pink ist einfach klasse und, was mich an diesem Lack am meisten begeistert hat, war die intensive Strahlkraft, die er hat. Als ich auf der Arbeit durch die Gänge gewandert bin und nur recht wenig Licht hatte, haben meine Nägel immernoch intensiv in diesem Korallton gestrahlt und gute Laune verbreitet (glotzt eigentlich außer mir noch jemand auf seine Nägel, wenn er idiotische Wege laufen muss?).
Je nachdem, wie man sich positioniert, kommt eher der Pinkeinschlag, oder eben eher der Orangeton ein wenig in den Vordergrund. Insgesamt bleibt der feine Schimmer jedoch sehr dezent und hintergründig - das ist aber auch gar nicht weiter schlimm, denn der Lack kommt auch ohne den Schimmer wunderbar klar. Ganz leicht erkennt man den Schimmer auf dem oberen Bild auf dem Zeigefinger und im oberen Bereich des Mittelfingers - aber dafür muss man auch die Hand ziemlich nah vor die Nase halten.
Aber wie gesagt, ich mag den Lack auch ohne einen auffälligen Schimmer, weil der Farbton genial, knallig und doch klassisch ist. Warum ich ausgerechnet jetzt so ein Faible für Rot- und Koralltöne entwickelt habe, weiß ich bei aller Liebe nicht, aber "I eat mainely lobster" hat sich klammheimlich in meine (sehr große) Favoritenliste geschlichen. Was die Haltbarkeit angeht, hat sich der Lack recht wacker geschlagen - gegen abbrechende Nägel kann er ja nun wirklich nix, aber der Lack ist an diesem Finger dann nicht weiter gesplittert und außer Tipwear im annehmbaren Rahmen, konnte ich keinerlei Probleme feststellen.

Auch was das Ablackieren angeht (ich hatte kleine Befürchtungen wegen der Schimmerpartikelchen), ist der Lack sehr unproblematisch - ratzfatz war ich den Lack los und hatte keine Fitzelchen oder ähnliches in den Ecken, so wünscht frau sich das doch! Und jetzt - arbeite ich noch ein bisschen, suche mir den nächsten hübschen Lack raus und starte morgen hoffentlich angenehm in die neue Woche... Wobei ich nicht wirklich motiviert bin, auf die Arbeit zu gehen *seufz*.

Mittwoch, 22. August 2012

Zoya "True" Farah

Vor dem Urlaub stand ich vor der schwierigen Frage, welchen Lack ich denn lackieren sollte - ich hatte nämlich wenig Lust, dauernd umzulackieren (ich hätte mir den Lack sowieso sehr schnell versaut) und suchte also nach einem Langzeitkandidaten. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen griff ich schließlich zu "Farah" von Zoya aus der True-Collection - bis auf den Namensgeber der Kollektion bin ich also jetzt mit allen meinen Zoyas durch!

"Farah" habe ich in zwei Schichten lackiert, wobei hier an einigen Nägeln schon eine zu einer guten Deckkraft gereicht hätte - aber da ich ja den Lack lange tragen wollte, habe ich überall eine zweite Schicht aufgetragen und alles mit dem Top Sealer versiegelt. Wie gewohnt war der Auftrag einfach und der Lack ist auch schnell angetrocknet - ich muss wirklich sagen, dass ich in dieser Hinsicht von den Zoyas begeistert bin! "Farah" ist jetzt farblich sicherlich nicht gerade auffallend, aber mir war das für den Urlaub sehr recht.
Der helle Beigeton fällt wohl grob in die Kategorie nude und hat einen leichten Gelbstich. Zugegeben, bei den Lichtverhältnissen (die Fotos habe ich morgens ohne Sonne gemacht) kommt allerdings eher ein deutlich weißlicher Einschlag zum Tragen und meine Nägel schauen... ein bisschen tot aus. Aber immerhin waren sie da noch lang *seufz* - jetzt sind sie wieder kurz... Merken: Nägel vertragen es nicht übermäßig gut, wenn Vierjährige mit ihnen rumspielen, sie biegen, drehen und etwas wenig liebevolle Längenvergleiche machen!
Die Farbe ist sicherlich nicht gerade das, was große Aufmerksamkeit auf den Lack lenkt - aber die Haltbarkeit war wirklich unschlagbar. Ich habe "Farah" insgesamt neun Tage getragen und dabei lediglich an den letzten beiden Tagen einige abgeplatzte Stellen gehabt - obwohl ich doch recht viel gewerkelt, meine Nägel fleißig gewässert und sogar nach einem kleinen Unfall alle Nägel gekürzt habe. Also wurde alles abgefeilt und auch dann hielt der Lack noch völlig ohne Probleme, die Macken gab es nur an den Seiten.
Das Ablackieren war am Schluss auch kein Problem - der helle Lack ging total einfach runter und ich hab mich ein bisschen geärgert, dass ich das Fläschchen nicht in den Urlaub mitgenommen habe. Ich finde "Farah" wirklich klasse, auch wenn das Gesamtbild natürlich ein bisschen langweilig ist und sicherlich nicht unbedingt sommerknallig - aber die Haltbarkeit ist wirklich bombig und ich konnte mich mal wieder davon überzeugen, dass die Zoyas kleine Schmuckstücke sind... Und jetzt schwelge ich noch ein bisschen in Erinnerungen an meine langen Nägel...

Dienstag, 21. August 2012

AMU-Dienstag: Lila, Lachs, Gold

Bevor es nächste Woche wieder mit einer Sleek-Paletten-AMU-Serie losgeht (irgendwie muss man ja nicht benötigte Einkäufe rechtfertigen!), gibt es heute noch ein AMU mit drei "losen" Lidschatten, die maedchen und ich gemeinsam haben:

Das dunkellilane Pigment "Opera" von Zoeva darf mit "groovy pink", das aber irgendwie eher ein Lachston ist, spielen und das Ganze wird abgerundet vom goldenen essence-Cremelidschatten "my caddy in the wind", den ich in meiner "make-me-happy"-Box hatte. Hier haben wir also neben drei unterschiedlichen Farben auch drei unterschiedliche Konsistenzen: Ein Pigment, einen gepressten Lidschatten und (meine größte Befürchtung): so ein Cremedings. Wobei das Cremedings ja von vielen Seiten hochgelobt wurde und ich muss sagen, dass durchaus nicht zu unrecht!

Für das AMU habe ich "my caddy in the wind" als Base genutzt und auf dem kompletten Lid verteilt. Ich habe noch so meine Problemchen mit der Konsistenz, aber nicht gar so viele, wie mit anderen Cremelidschatten - diese Sparte wird einfach nie zu meinen Favoriten gehören. "Groovy pink" kam dann auf dem beweglichen Lid zum Zuge - da musste ich fleißig schichten, um halbwegs Farbe aus dem Lidschatten zu ziehen (was vielleicht erklärt, warum Leonie ihn mir als Blush vorgeschlagen hatte). Und im Außenwinkel und der Lidfalte durfte sich "Opera" noch ein bisschen breit machen.
Am unteren Wimpernkranz habe ich nur im äußeren Bereich ein bisschen mit "Opera" gearbeitet und alles noch mit einem lilanen Eyeliner von Kiko und ein bisschen Mascara gepimpt. Farblich sicherlich keine Kombination, zu der ich spontan gegriffen hätte, aber insgesamt finde ich das Ergebnis sowohl tragbar, als auch gelungen. Ein bisschen schade ist, dass das groovige Pink von p2 nicht gar so intensiv ist - und dass "Opera" nicht mit seiner vollen Strahlkraft aufwarten kann.

Für die voller Dröhnung "Opera" hätte ich nämlich härtere und krassere Kanten gebraucht - dann kommt der schöne Schimmer und die Changierung gut raus. Sobald aber ein bisschen geblendet wird und halbwegs sanfte Übergänge gewünscht sind, ist der Lidschatten primär Lila und an einigen Stellen sogar braun... Ein bisschen schade, denn im Döschen schimmert "Opera" eigentlich sehr schön violett-blau.
Aber gut, man kann nicht alles haben - ich mag das AMU so auf jeden Fall und kann mir durchaus auch vorstellen, das öfters zu tragen - obwohl Pink nicht meins ist und dieser Lidschatten ein bisschen schwach auf der Brust ist. Vom Cremelidschatten bin ich schon ein bisschen überzeugter - aber da fehlt mir einfach noch die Routine. Und, wie immer, bin ich tierisch gespannt, was maedchen aus dieser Kombination gemacht hat *neugierig rüberschau*.

Zivilisation, da bin ich wieder!

Und wenn ich ehrlich bin - würde ich am liebsten wieder weg... Aber auch nur, weil ich, nachdem ich gestern gegen 23 Uhr zu Hause angekommen bin, heute Morgen schon wieder im Büro sitze, mir alleine auf der Arbeit knapp 100 Mails (inzwischen allerdings ein paar unwichtige weniger) entgegenblickten und ich schon wieder irgendwelche Termine und Fristen habe, die mir so gar nicht zusagen... Der übliche Alltagsstress lässt also grüßen...

Auf diesen Teil der Rückkehr hätte ich durchaus verzichten können, aber es gibt auch ganz viele, über die ich mich freue, wie Bolle - z.B. mein eigenes Bett! Eine bequeme Couch, mehr als nur einen popeligen Tante-Emma-Laden im Umkreis von 10 Kilometern (ernsthaft!), Straßen, die geteert sind und nicht nur Feldwege, über die man mehr rumpelt, als dass man fährt... Ein Fernseher, der nicht lauter brummt, als er den Ton wiedergibt (ja, bei verregnetem Wetter ist auch ein funktionierender Fernseher im Urlaub von Vorteil!) und Telefon! Endlich wieder mit Freunden reden, die nach zwei Wochen wahrscheinlich alle ultraviel zu erzählen haben... "Zu Hause" ist halt irgendwie was anderes und auch ganz, ganz toll!

Hach ja, auch wenns kitschig ist, ein lachendes und ein weinenendes Auge sind auf jeden Fall dabei - ich habe meinen Urlaub definitiv noch nicht so ganz verarbeitet, dafür ist wahrscheinlich auch zu viel passiert (wie das eben so bei Familienzusammenkünften ist) und ich bin definitiv noch nicht wieder ganz hier angekommen... Aber zumindest körperlich bin ich wieder da und werde mich die Tage ans Beantworten eurer Kommentare machen - und ich freue mich, dass da so viele zusammengekommen sind! Erstmal muss ich mir hier wieder einen Überblick verschaffen, Blogs nachlesen, Neuigkeiten rausfinden und so weiter und so fort - dann gehts mit vollem Elan hier wieder wie gewohnt weiter!

Positiv zu vermelden ist allerdings, dass ich nicht einen einzigen Lack aus dem Urlaub mitgebracht habe - der Vorurlaubshaul hat also seine Wirkung gezeigt! Das mag natürlich auch daran gelegen haben, dass es in der Pampa nicht wirklich viele Lacke gab - aber als ich dann tatsächlich mal ein paar gesehen habe, konnte ich sie auch getrost mit einem "Neee... Ist nichts Spannendes!" liegen lassen. Aber irgendwie habe ich ja doch auch so noch genug bunte kleine Fläschchen, die dringend lackiert werden wollen... Ich mache mich jetzt erstmal wieder an die Arbeit und heute Abend gibt es dann den wöchentlichen AMU-Dienstag, nicht verpassen!

Sonntag, 19. August 2012

Anny 585 "Anny in the sky"

Au weia, eigentlich will ich ja gar nicht wissen, wie lange das ANNY-Trio unbeachtet in meinem Schrank stand - aber sie sind so klein und so unscheinbar und überhaupt... Okay, nach den ersten Swatches war ich nicht so wirklich scharf drauf, die Lacke zu nutzen, denn ich hatte miese Deckkraft im Hinterkopf und leider damit recht!

Aber - auf in den Kampf! - ich habe mich gleich mal an dem hellsten der Blautöne "Anny in the sky" probiert und bin daran fast verzweifelt. Davon ab, dass das Pinselchen irgendwie sehr winzig ist (zumindest im Vergleich mit dem Durchschnittspinsel), bin ich mit diesem Hellblau so gar nicht grün geworden (*törööö* Wortwitz des Tages!). Die erste Schicht war nahezu nur unsichtbarer Schimmer, die zweite Schicht nicht wirklich viel besser, die dritte dann so halbwegs herzeigbar:
Aber wie man allein schon an dem Foto sieht, scheint da immernoch alles mögliche an Nagelweiß bzw. Nagel durch und das macht mich ja nicht wirklich glücklich. Also habe ich noch eine vierte Schicht lackiert und war dann mit der Farbe doch zufrieden: Aus dem sehr sheeren und durchsichtigen, wässrigen Blauton wurde etwas, das man tatsächlich als Hellblau bezeichnen könnte. Der große Nachteil war aber, dass der Lack sich einfach geweigert hat, durchzutrocknen. Egal, ob ich mit Dry Drops oder dem Top Sealer nachhelfen wollte, auch nach Stunden war noch jede kleine Berührung mit dem Lack katastrophal.
Also gleich ablackiert (wobei "ablackieren" hier eher hieß, den Lack in einem zähen Stück mit einem Wattepad abzuziehen) und eine bessere Alternative überlegt... Der Schimmer von "Anny in the sky" ist nämlich ganz hübsch und als Topper könnte man den Lack ja bestimmt gebrauchen - also hab ich mir "Party Blue" von Maybelline geschnappt, zwei Schichten lackiert und dann eine Schicht "Anny in the sky" drübergeklatscht und voilà! Da ist er doch, der Effekt, den ich mir gewünscht hätte: Ein toller Schimmer, der das Blau des Lackes einfach noch etwas verstärkt - ich hätte hier schon fast das Bedürfnis, von Glow zu reden.
Auch wenn ich die Lacke aus diesem Miniset schon ewig habe, stehen sie teilweise hier in Hamburg immernoch (zum Originalpreis) bei Douglas rum - falls sich also gerade jemand in "Anny in the sky" als Schimmertopper verliebt haben sollte... Für mich ist der Lack definitiv kein Must have - ich stehe dann doch eher auf selbstdeckende Lacke, aber der Schimmer ist nett und ich werde mal sehen, auf welchen Blautönen er mir noch so gefällt!

Freitag, 17. August 2012

Die Pfötchen kurz vor dem Urlaub

Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich momentan meine Fingernägel hübsch finde. Nicht perfekt, bei Weitem nicht, aber zumindest haben sie eine Länge, die lackiert hübsch aussieht und mit der ich auch noch ohne Probleme arbeiten kann (also sowohl tippen auf der Arbeit, als auch zu Hause ohne irgendwelche Behinderungen spülen, kochen und - am wichtigsten - mich eincremen). Irgendwann werden meine Nägel aber tatsächlich mal zu lang und stören einfach bei den Alltäglichkeiten - mal ganz davon abgesehen, dass sie dann besonders anfangen, abzubrechen oder sich irgendwo zu verheddern (z.B. in der Laptoptastatur).
Ich hab am Tag vor dem Urlaub meine Nägel umlackiert und mal ein "nacktes" Foto geknipst - man sieht schon, so ganz perfekt sind sie einfach nicht, gerade der Zeige- und Mittelfingernagel wachsen einfach gerne schief bzw. brechen dann an der Seite ab oder "ringeln" sich so ein bisschen ein... (Der kleine Knubbel am Mittelfinger ist übrigens Sekundenkleber, der einen kleinen Einriss heilen soll, danke Elena für den Tipp!) Allerdings habe ich die Befürchtung, dass es nach dem Urlaub (bzw. eigentlich schon im Urlaub) mit den hübschen Nägeln vorbei sein wird... Ist ja irgendwie klar, sobald man ein bisschen wilder unterwegs ist, werden die Teilchen strapaziert und brechen - gerade bei mir - gerne ab.

Was auch gut zu sehen ist, sind diese idiotischen Verfärbungen im Mittelbereich der Nägel - da haben wohl ein paar Lacke ihre Freude gehabt und trotz Basecoat (!) ihre Spuren hinterlassen. Ich muss sagen, dass ich das unglaublich nervig finde, obwohl ich so gut wie nie ohne Nagellack auf den Fingern rumlaufe. Aber auch das wird irgendwann rauswachsen und falls es nach dem Urlaub nur noch abgeschranzte, kurznäglige Fotos gibt, wisst ihr zumindest, warum! Denn auch wenn meine Nägel momentan hübsch aussehen, sind sie ganz und gar keine Stabilitätsmonster oder ähnliches - ich wundere mich eigentlich selbst, dass sie so lang geworden sind (wobei mir an der rechten Hand der Ringfingernagel tutto kompletti abgebrochen ist... Da muss ich mich dann entsprechend nicht wundern.) und hoffe, dass das auch nach dem Urlaub noch so ist...

Mittwoch, 15. August 2012

essence colour & go quick drying nail polish 62 Reach peach

Jaja, ich bin manchmal einfach ein bisschen mit dem Lackieren hinterher - aber hey, ich wette, es geht mehr als genug Mädels genauso wie mir: Man kauft einen Lack, weil man ihn ganz nett findet und dann steht er doch erstmal einige Zeit im Schrank, weil er zwar nett, aber eben nicht bombastisch ist. So gings es mir auch mit "Reach peach", der glaube ich im Frühjahr aus dem Sortiment gegangen ist? Oder war das doch schon im letzten Herbst? Egal - auf jeden Fall ist der Name ziemlich daneben, denn an Pfirsich kommt der Lack so ganz und gar absolut nicht ran!

Lackiert habe ich zwei Schichten, die dann mit dem Top Sealer versiegelt wurden. Und jetzt die große Problematik: Was bitteschön ist das für eine Farbe? Ein braunstichiges Rot? Ein rotstichiges Braun? Irgendwie hat das für mich Ähnlichkeit mit Ziegelrot - aber dann doch nicht so ganz... Kurzum: Die Farbe ist nicht leicht zu beschreiben, hat aber nach den zwei Schichten eine erstaunliche Tiefe und Intensität. Man sagt "Reach peach" ja nach, dass er durchaus mit "In stitches" von essie verwandt ist - ich kann das aufgrund eines fehlenden Vergleichslackes nicht überprüfen, aber man findet ja genug entsprechende Bilder im Netz.
Ich habe "Reach peach" fröhlich und mehrfach geknipst und mich darüber gefreut, dass immer wieder eine leicht andere Nuance zum Vorschein kam und mich begeistert hat. Der Lack ist definitiv kein Alltagston und durch diese bräunliche, teilweise leicht gräuliche Note, sicherlich auch nicht jedermanns Fall - ich muss auch sagen, dass er mir sicherlich nicht in allen Lichtverhältnissen steht, sondern mich teilweise schon etwas arg blass wirken lässt... Aber was solls, der Farbton ist hübsch, also verblasse ich daneben auch gerne!
Je nachdem, wie mans eben erwischt, ist mal der Rotton im Vordergrund, mal eher der bräunliche Anteil und ab und an sogar der leichte Graustich - der ist aber definitiv am schwersen zu erwischen; der versteckt sich nämlich sehr schnell, sobald auch nur ein bisschen intensiveres Licht in die Nähe des Lacks kommt. Aber wenn man sich ganz viel Mühe gibt und ein bisschen Glück hat, kriegt man sogar ein Foto (mit grandiosen Spiegelungen) davon hin, das halbwegs taugt:
Im prallen Sonnenlicht kommt dafür der deutlichste Kontrast raus, der leichte Graustich ist komplett weg und der bräunliche Unterton wird deutlicher.
Ach ja, was gibt es also zusammenfassend zu sagen? Der Lack hat gut gehalten, drei Tage habe ich ihn getragen und dann aufgrund von Farblangeweile ablackiert. Tipwear war durchaus zu sehen, fällt aber natürlich bei so intensiven Lacken auch deutlicher auf, als bei helleren. Das Ablackieren hat mich sehr überrascht - ging total einfach und ohne jeden Hauch von Schmiererei.

Dienstag, 14. August 2012

AMU-Dienstag: Gold, Lila, Taupe

Nachdem unsere Paletten so langsam komplett ausgeschöpft sind, haben maedchen und ich beschlossen, uns einfach mal wieder ein paar Lidschatten zu schnappen, die wir beide haben. Heute gibt es deswegen eine Kombination mit Lidschatten, die ich in meiner letzten "make me happy"-Box hatte.

 Wir haben hier also einmal "Shimmery taupe" von alverde, dazu "Beige-gold" von Barry M. und das "Lenchen" getaufte lilane Schätzchen, das einen tollen goldigen Schimmer hat.

Ich gebe zu - mit dem Lila war ich schon glücklich, ich mag lilane Lidschatten an mir unheimlich gerne... Mag Einbildung sein, dass sie mir stehen, oder eben auch nicht - mit Violetttönen arbeite ich einfach gerne und war deswegen bei diesem AMU auch guter Dinge, dass sich da was Hübsches ergeben würde.

Das hat sich dann aber doch gar nicht als so einfach herausgestellt - zumindest was das Sichtbarmachen der einzelnen Farben angeht. Ich habe "Beige-gold" auf dem gesamten Lid und am unteren Wimpernkranz verteilt, im Außenwinkel dann mit "Lenchen" gearbeitet und "Shimmery taupe" in der Lidfalte und ein bisschen zum Verblenden genutzt.
Garniert wurde das Ganze noch mit einem dunkellilanen Lidstrich und Mascara und - das wars auch schon. Da "Shimmery taupe" jetzt nicht die allerhöchste Deckkraft hat und das Taupe ja auch nicht unbedingt ein Farbton ist, der einem ins Auge springt, ist er hier ein bisschen schwierig ausfindig zu machen - am ehesten gelingt das noch (finde ich) im Außenwinkel und auch ein bisschen in der Lidfalte.
Aber es spricht ja durchaus auch für die Lidschatten, dass sie sich so schön ineinander verblenden lassen und ich muss sagen, dass mir dieser generelle goldene Schimmer, der sowohl in "Beige-gold" als auch in "Lenchen" drin ist, unheimlich gut gefällt und das AMU dadurch schön sanft macht.
Hier sieht man in der Lidfalte ein bisschen Taupe - aber wohl auch nur mit viel gutem Willen... Insgesamt mag ich die Kombination dieser Lidschatten sehr - auch wenn ich bisher vor Goldtönen immer ein bisschen zurückgeschreckt bin, weil sie doch recht flott ein bisschen billig wirken und zu viel "Bling bling" auf den Lidern machen. Aber vielleicht wage ich mich demnächst doch mal wieder an die Gold-Lila-Kombination...
So, das wars für diese Woche von mir - jetzt gibt es natürlich bei maedchen das Konkurrenzprogramm und ich muss mich noch ein paar Tage gedulden, bis ich mir das anschauen kann, aber ihr könnt ja schon mal rüberspinzeln und euch ihre Interpretation der drei Lidschatten ansehen!

Sonntag, 12. August 2012

Zoya "True" Bevin

Nachdem ich mich inzwischen an Cho, Lotus und Skylar gewagt habe, habe ich letztens auch noch Bevin angepackt und lackiert. So langsam komme ich hier mit der "True"-Collection voran, jetzt fehlen nur noch zwei Lacke, dann habe ich meinen Gewinn von Marina komplett durchgetragen!

"Bevin" ist ein grandioser Farbton, ein graues Mintgrün, das je nach Lichteinfall mal etwas grauer, mal etwas grüner oder auch ein wenig in Richtung Türkis geht. Ist also wieder eine Farbe, die extrem von den Lichtverhältnissen beeinflusst wird. Ich hatte dummerweise in meinem Fläschchen irgendwelche kleinen Boppelchen, die sich dann teilweise unschön auf den Lack gelegt haben - keine Ahnung, wo die herkamen, wo sie hinwollten oder wozu sie gut waren... Sie haben jedenfalls ein bisschen gestört! Aber auch so habe ich "Bevin" in zwei Schichten lackiert und war dann ganz erstaunt, dass es schon gedeckt hat - die Zoyas sind ja ein wenig flüssig und die erste Schicht war nicht so vielversprechend.
Mit dem Topsealer ergibt sich ein wunderschöner Glanz, den "Bevin" aber eigentlich auch so hat - aber spät Abends will ich dann doch kein Bettdeckenmuster riskieren. Ich finde unabhängig vom Wetter etwas angegraute und matschige Farben einfach Klasse und "Bevin" trifft da genau meinen Geschmack. Der Graueinschlag ist sehr deutlich und macht sich bei absolut allen Lichtverhältnissen bemerkbar.
Auch bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt der Lack ein bisschen gedeckt, zurückhaltend und gräulich-grünlich einfach hübsch.Im Fläschchen wirkt er zum Teil noch ein bisschen grauer als auf den Nägeln - aber da ist der Unterschied eher minimal. Und ja, auch wenn draußen bombiges Wetter ist, ich kann mit Matschepampe auf den Nägeln rumlaufen - dafür kann ich auch bei Matschepampe am Himmel mit quietschblauen Nägeln rumlaufen! Ich lass mir doch nicht vom Wetter meine Nägel diktieren!
In der prallen Sonne ist das Grün ein bisschen deutlicher und das Grau ein wenig hintergründig - aber insgesamt bilde ich mir ein, dass der Lack bei mir ein bisschen bläulicher wirkt als bei Marina. Aber generell sind "Bevin"-Swatches im Netz farblich sehr variabel - so ist das eben mit diesen matschigen, variablen Farben... Und genau das macht sie doch auch so spannend, besonders und interessant, auch wenn sie eigentlich eher zurückhaltend, dezent und unauffällig sind.
Das "grünste" Bild habe ich im Schatten geschossen - wobei das schon fast ins Türkisene geht. Egal, wie man es nimmt, auch "Bevin" hat mich überzeugt und ich muss sagen, dass die Zoya-Lacke generell einfach toll sind. Ich gebe zu, es gab keinen Langzeittest - mit "Bevin" habe ich es nämlich geschafft, mir einen Nagel dermaßen komplett abzubrechen, dass auch mit viel Feilerei nichts mehr zu retten war und ich lieber ablackiert habe... Aber bis dahin hatte ich wenig Tipwear und bis auf die komischen Boppelchen, die sowieso schon im Lack waren, so absolut gar nichts zu meckern!

Freitag, 10. August 2012

Und nach den Kikos noch ein paar OPIs...

Und als wäre es mit Kiko nicht genug, kam noch der OPI-Abverkauf bei Petras Nailstore dazu... OPIs ab 3,50€ - ich habe wirklich lange gehadert und letztlich hat doch der gesunde Menschenverstand gesiegt: "Wenn du die Lacke jetzt zu diesem Preis haben kannst - warum solltest du dann später deutlich mehr dafür zahlen?" sprach das Finanzhirn und erlaubte dem kleinen Lackjunkie in mir, ein paar Klicks zu machen und Lacke zu bestellen.
Brights power, Mod-ern girl, I eat mainly lobster, Meep-meep-meep, Wocka wocka, Manicurist of Seville
Auch bei diesen Einkäufen merkt man deutlich, dass ich gerade einen Zug zu Rottönen habe (und ich gestehe: mir ist das erst aufgefallen, als ich die Lacke ausgepackt habe!)... "Brights power" ist ein toller, intensiver Orangeton mit Cremefinish- zum Originalpreis von 16€ hätte ich mir den sicherlich nicht von OPI geholt, aber reduziert kann man sich das durchaus mal gönnen.
"Mod-ern girl" ist ein wunderschöner Korallton mit einem Cremefinish, generell ist diese Farbfamilie bei mir noch nicht gar so häufig vertreten, also habe ich mir den hier auch einfach mal so mitgenommen.
"I eat mainly lobster" ist ebenfalls ein Korallton, allerdings mit feinem Schimmer - vom Grundton her ist er "Mod-ern girl" seeeehr ähnlich, allerdings macht das Geschimmere dann halt doch einen Unterschied und ich habe den Lack bisher schon öfters in Betracht gezogen, aber irgendwie dann doch immer wieder weggelegt.
"Meep-meep-meep" aus der Muppets-Collection war mir eigentlich immer ein bisschen zu pink - aber als ich dann so nahe an der Versandkostengrenze war, habe ich den einfach auch mitgenommen und bin schon ganz gespannt, ob ich mit diesem doch pinklastigen Jellybase nicht doch noch gut Freund werde... Die Flakies machen mich auf jeden Fall neugierig und ich gebe ihm eine Chance!
"Wocka wocka" ist ein tolles Weinrot mit ganz feinem, etwas helleren Schimmer - hatte ich schon von meinem kürzlich entdeckten Rotfaible erzählt? Ich weiß nicht warum - aber momentan finde ich einfach rote Lacke genial und da ich gerade noch nicht so wirklich viele davon habe, ist Zuwachs hier gerne gesehen.
"Manicurist of Seville" hingegen geht ein bisschen ins Beerige, dunkles Magenta oder so - auf jeden Fall ein interessanter Cremelack, der mich irgendwie auf den ersten Blick begeistert hat und als einer der ersten in meinem virtuellen Einkaufswagen gelandet ist. Hach - ein Träumchen!
Russian navy suede, Blue my mind, DS Magic, Ink., Grape...set...match, Eiffel for this color

Der erste Lack der Reihe, "Russian navy suede" war das Goodie meiner Lieferung - den hatte ich nämlich gar nicht bestellt. Aber ich freue mich umso mehr, dass ich ihn bekommen habe, denn ich finde das Suede-Finish der OPI-Lacke einfach phänomenal und Blau bekanntlich sowieso... Da hatte also jemand definitiv den richtigen Riecher und mich richtig glücklich gemacht!
Die Entscheidung für "Blue my mind" fiel mir so gar nicht schwer - ein intensiver Blauton mit einem leichten einschlag ins Lilane und ganz zartem Schimmer... Was sollte ich mehr wollen (außer noch mehr Blau?)? Ich bin von diesem Lack hin und weg, weil er auch so eine gewisse Einfachheit hat: kein übermäßiger Schnickschnack, keine Flakes, kein Blingbling - aber trotzdem hinterlässt er bei mir einen Eindruck.
Der Luxuslack - "DS Magic"! Wahnsinn, was da im Fläschchen schimmert - blauer, lilaner und pinker Glitzer? Da changiert es ganz genial und ich könnte wahrscheinlich stundenlang dasitzen und das Fläschchen drehen, um die unterschiedlichen Farbreflektionen zu betrachten. Mein eigener DS - wooza!
"OPI Ink." schlägt wohl in die gleiche Kerbe, ein dunkelblauer Lack mit zumindest im Fläschchen violett changierenden Glitzerpartikelchen - was für ein hammermäßiges Dunkelblau... Sperrt mich einfach mit ein paar Lacken in eine Zelle - ich beschäftige mich schon!
"Grape...set...match" hatte Elena ja letztens gepostet und dieses Blurple hat es mir recht schnell angetan - ich meine, welches Blurple hat es mir bis jetzt nicht angetan? Irgendeine Schwäche muss man ja haben und meine finde ich noch gar nicht so tragisch.
Der letzte aus der Riege ist "Eiffel for this color", ein Vampy-Lack, ein kleines bisschen Schimmer, ansonsten eine dunkellilane, nahezu schwarze Base... Und auch hier gebe ich zu - ich war ein Preisopfer, für den normalen Betrag hätte ich den wohl eher nicht eingepackt!
Espresso your style
Zu guter letzt noch ein brauner Schimmerlack - nachdem ich "Warm & fozzie" ja nicht bekommen habe, habe ich so ein kleines schimmerndes Braundefizit und das könnte mit "Espresso your style" vielleicht behoben werden. Das ist so eine richtig schöne Schokoladenfarbe, die Lust auf Kuchen macht und mich spontan angesprochen hat.

Nein, ich hätte sie wohl alle nicht gebraucht - aber dank der superschnellen Lieferung haben sie mir mitten im Vorurlaubsstress ein kleines Stimmungshoch verschafft - auch wenn ich sie nur angeschaut habe. Lauter neue Schätzchen und ich freu mich schon so aufs Ausprobieren!

Donnerstag, 9. August 2012

Der Vor-Urlaub-Lack-Haul bei Kiko

Schon bei den ColorClub-Lacken schrieb ich, dass ich nicht wirklich noch weitere Lacke brauche - aber wenn es bei Kiko gerade Lacke für 1,50€ gibt... Da muss man ja kein Genie sein, um zu rechnen: Normalpreis 3,90€ ergibt eine Ersparnis von 2,40€ pro Lack - das heißt, es gibt momentan 2,5 Lacke für den Preis von einem. Witzigerweise sagte die Kiko-Verkäuferin zu mir an der Kasse, dass sie nicht verstünde, warum die Leute bei den Angeboten immer nur einen Lack mitnähmen und dann ein paar Tage nach Ende der Aktion wiederkämen und dann gleich mit einer ganzen Handvoll aus dem Laden gingen...

Also stand ich da vor dieser Lackwand in meinem Kiko und nahm ein Fläschchen nach dem anderen in die Hand, hielt es ins Licht, checkte die Farbe des Lackes am Pinselchen und resignierte letztendlich doch...
236, 238, 285, 224, 374
Momentan habe ich anscheinend einen leichten Hang zu Rot- und Brauntönen... Die 236 (Orange red) ist ein toller, hellroter Ton mit einem leichten orangenen Einschlag - hätte man ja aufgrund des Namens erraten können - und hat mich angesprochen, weil er einfach sehr frisch und fesch aussieht. Ich vermute mal ein Cremefinish, habe aber das Fläschchen nicht weiter aufgeschraubt.
Aus meiner Sicht der klassische Rotton ist die 238 (Martha red), ein richtig quietschiges Tomatenrot - aber bitte von reifen Tomaten! Ganz normales Creme-Finish, ein eleganter Farbton, vor dem ich mich bisher immer ein bisschen gedrückt habe.
Die 285 (Scarlet red) ist minimal dunkler als die 238, hat aber einen ganz feinen rosanen Schimmer - ist also nicht mehr wirklich ein Klassiker, hat mich aber irgendwie angelacht.
Die 224 (Dark pearly copper) ist für mich eher ein Weinrot mit Schimmer, denn ein Kupferton - aber das kann sich auf den Nägeln ja noch alles ändern. Ich muss bei diesem Farbton an fallendes Laub und Ahornbäume im Herbst denken - aus diesem Grund habe ich den auch eingepackt.
Der letzte in dieser Reihe ist die 374 (Pearly chocolate noir), ein Dunkelbraun mit weinrotem Schimmer - so, als hätte man eben was von der 224 in eine dunkle Base gekippt. Im Fläschchen ein wunderschöner, dunkler und intensiver Farbton .
335, 336, 267, 300, 388

Dass ich ein Faible für Blau habe, ist ja nichts Neues und so verwundert es sicher auch nicht, dass der eine oder andere Vertreter aus dieser Kategorie auch mit zu mir nach Hause durfte.
Die 335 (Ink blue) ist ein sehr intensiver, marineblauer Jelly - vermute ich zumindest mal anhand der Flasche. Auch wenn Jelly und ich nicht immer die besten Freunde sind, bin ich bei dieser Farbe sehr gespannt, wie sie auf den Nägeln wirkt... Die Grundfarbe ist einfach hammermäßig Blau!
Die 336 (Electric blue) ist zwar ein bisschen heller, aber nicht so mittelblau, wie es auf dem Foto wirkt. Das dürfte ein Cremelack sein und einen leicht violetten Einschlag haben - auf jeden Fall ein intensiver Farbton, der auf den Nägeln auffällt.
Ein bisschen Schimmer gibt es dann bei der 267 (Sky blu) und da trifft der Name auch ganz gut: Es ist wirklich ein Himmelblau, ein etwas dunkleres, und wenn der Himmel Schimmer hätte, wäre dieser perfekt - er ist nämlich ganz leicht Lila. Auf jeden Fall ein hübscher, etwas unschuldiger Farbton.
Weniger unschuldig, dafür ganz schön raffiniert, wird es mit der 300 (Pearly malachite green) - ein wahnsinnig hübscher, intensiver Türkiston, der helleren türkisenen, blauen und sogar lilanen Schimmer enthält. Meeres-Lagunen-Grün - oder eben Blau, ich liebe solche Mischfarben, die mit ihrer Intensität zu Begeistern verstehen!
Und der letzte in der Reihe ist die 388 (Caribbean green), das ist die auf den Strand zulaufende Variante der 300... Deutlich mehr Grünanteil, insgesamt etwas heller und auch mit einem wunderschönen türkisenen Schimmer versehen - ich gebe es zu, für solche Töne habe ich einfach eine ganz besondere Schwäche!
296, 393, 392, 373, 260
Ein intensives, richtig knalliges Grün hat die 296 (Meadow green) im Angebot - wobei das nicht so unbedingt Wiesengrün für mich ist. Müsste eigentlich ein Cremelack sein, strahlt auf jeden Fall so richtig von innen heraus und ist eine Knallerfarbe - obwohl ich gar nicht weiß, ob mir so ein Grün steht.
Deutlich gesitteter wird es mit der 393 (Havana green), die ein wunderschöner Olivton mit einem Cremefinish ist. Ein richtig toller, matschiger und dreckiger Grünton, einfach perfekt für den Herbst oder eben eher matschige und verhangene Launen.
Die 392 (Jungle creen) ist ein ganz dunkler Grünton in Richtung Weihnachtsbaumgrün - nur mit ein bisschen mehr Schwarz und einem leichten Schimmer. Ob der Lack auf den Nägeln noch als Grün zu identifizieren sein wird, darf man wohl mit Recht hinterfragen, aber ich fand ihn einfach hübsch.
Die 373 (Burnt sienna) ist ein leicht angegrauter Braunton, fast ein bisschen taupig, mit feinem hellbraunen Schimmer und einigen pink- sowie grün-changierenden, etwas größeren Schimmerpartikelchen. Eigentlich so eine richtige Matschfarbe - aber der Schimmer hat es mir einfach angetan!
Zu guter letzt die 260 (Metallic pink microglitter), müsste eigentlich ein Foillack sein und hat eine tolle Farbe, die bei mir allerdings eher unter Lila laufen würde, denn unter Pink. Und Foilfinish finde ich generell spannend, also durfte dieser Ausreißer auch mit in das Kiko-Tütchen.

15 neue Lacke, die nach dem Urlaub darauf warten, lackiert zu werden (die Strafe folgte übrigens auf dem Fuße - ich wurde auf dem Heimweg bis auf die Knochen durchnässt) - und die Auswahl fällt mir ja so schon immer schwer... Wenn ihr irgendeine bestimmte Farbe gerne geswatcht sehen möchtet - einfach Bescheid sagen! Genauso gibts auf meiner Nagellack-Seite einen Überblick über alle Lacke, die ich so habe - auch hier gilt, wer an einem spezifischen Lack Interesse hat, muss sich nur melden... Auch wenn es mal ein paar Tage dauern kann, erleichtern mir solche Wünsche natürlich auch die Auswahl...

Mittwoch, 8. August 2012

L'Oréal Color riche 204 Boudoir rose

Der heutige Lack entstammt meiner dm-Lieblinge-Box, es ist einer der "Color riche"-Lacke von L'Oréal und zwar definitiv die Farbe, die ich am wenigsten haben wollte und die ich mir niemals von selbst gekauft hätte: "Boudoir rose". Wie der Name es schon sagt, handelt es sich um ein Rosa - und Rosa ist bekanntlich nicht so wirklich mein Fall... Aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul - aber dafür ordentlich auf die Finger!

Also habe ich meine Rosa-Aversion mal beiseite geschoben und mich dran gemacht, "Boudoir rose" zu lackieren. Für eine gute Deckkraft habe ich zwei Schichten gebraucht und war mit dem breiten Pinsel eigentlich ganz zufrieden - bis auf eine Ecke, an der ein paar Haare querstanden und dazu geführt haben, dass ich mir fröhlich die Nagelhaut angemalt habe. Irgendwie ist zumindest mein Pinselchen nicht ganz exakt gebunden. Aber nach zwei Schichten war der helle Ton zu meinem Erstaunen perfekt und hat noch einen Top Sealer zur Abendzeit abbekommen.

Bei "Boudoir rose" kommt es sehr drauf an, in welchem Licht man den Lack betrachtet - es ist auf jeden Fall ein Rosa, das allerdings je nach Bedingungen eher kühl und blaustichig wirkt (siehe oberes Foto) und bei einem sonnigen Einschlag am Himmel dann eher ins Altrosa rumschwenkt. Mit dem Cremefinish ist der Lack durchaus hübsch und steht mir - auch wenn er mir pur ein bisschen zu langweilig ist und ich mich mit der Farbe einfach nicht wirklich wohl fühle. Aber auch wenn das sicher nicht "meine" Farbe ist, finde ich den Farbton sehr hübsch, klassisch und angenehm - kein Babyrosa, sondern ein erwachsenes Rosa!
Was man auf allen Bildern gut erkennen kann, ist der Farbunterschied zwischen Fläschchen und Nägeln - auf den Nägeln ist das Rosa immer ein bisschen dunkler. Für 5 ml Inhalt (also nicht wirklich viel) legt man im Laden glaube ich knapp 5€ auf den Tisch - schon ein happiger Preis, wenn man das mal mit anderen Lacken vergleich. Im Prinzip sind wir hier bei OPI-Preisen und das in der Drogerie...
Wenig verwunderlich, dass ich es mit diesem cremigen Rosa auf den Nägeln nicht lange ausgehalten habe - zumindest nicht "nackt" und pur. Deswegen habe ich den alessandro-Topper aus dem "Lovely blossom"-Set gegriffen: Ein Klarlack mit winzigen roten Hexagons, mittelgroßen silbernen, goldenen, grünen und blauen und großen changierenden Herzchen. Wobei die Herzchen deutlich in der Unterzahl sind, ich habe es immerhin geschafft, auf 6 von 10 Fingern ein Herzchen zu kriegen...
So gefiel mir das Ganze schon deutlich besser - immernoch Rosa, sogar mit den Herzchen noch deutlich mehr, aber obwohl ich eigentlich ungirly bin, sagt mir das zu. (Und ich kann an dieser Stelle völlig nachvollziehen, wieso alle diese Herzchentopper total schwierig anzubringen finden - das ist eine megamäßige Fitzelei, wenn man die auch nur halbwegs gleichmäßig auf den Lack kriegen will... Da kauf ich mir doch lieber Glitter in Herzchenform und bringe den dann auf!) Das Lustigste war allerdings, als mein Chef (!) mal wieder fragte, wie lange ich denn fürs Nägel lackieren gebraucht hätte: "Das ist doch ein Aufkleber oder?" - Nein, Chefchen, das ist Lack. "Hast du das da alles einzeln draufgemacht???" - Nein, Chefchen, das ist einfach ein Nagellack mit Herzchen drin, den man über den rosanen gibt. Hihi, mein armer Chef - ja, er hat nur einen Sohn...
Was ich toll finde, sind die unterschiedlichen Reflektionen vom Glitter und den Herzchen - auch wenn das alles einen grundlegenden Rosa-Rot-Ton hat, sind auch ein paar bunte Fleckchen drin. Der Topper macht sich auf anderen Farben sicherlich auch gut - wird demnächst auch mal getestet. Was die Haltbarkeit angeht, kann ich mich so gar nicht beschweren - nach zwei Tagen solo habe ich noch zwei Tage den Topper getragen und dann alles ablackiert. Kaum Tipwear, keine sonstigen Probleme - und das Ablackieren war nur mit dem Glitter vom Topper etwas fitzelig. Also durchaus ein guter Lack, mit dem großen Manko des Preises.