Dienstag, 31. Juli 2012

AMU-Dienstag: Sleek-Crossover "Oh so special, bad girl" Teil 7

Es dienstagt wieder und dementsprechend gibt es den siebten Teil des Sleek-Crossovers mit den beiden Paletten "Oh so special" und "Bad girl". So langsam neigen sich die noch nicht kombinierten Lidschatten dem Ende zu, heute geben sich allerdings "Boxed", "Glitz" und "Envy" die Ehre.

Aus der "Oh so special" gibt es dieses Mal zwei Lidschatten, einmal "Glitz", das Silbergrau, das irgendwie sehr große Ähnlichkeit mit "Gun metal" aus der "Bad girl" hat (seeeeehr große Ähnlichkeit!) und dazu gibt es "Boxed", den matten Braunton.

Aus der "Bad girl" gesellt sich "Envy" dazu, ein sehr sehr dunkles Dunkelgrün, das eigentlich schon gar nicht mehr als Grün zu erkennen ist, sondern einfach nur dunkel... Ich muss ehrlich sagen, dass mich an dieser Kombination ursprünglich das Braun ein bisschen störte - die beiden anderen Farben passten in meinem Kopf gut zusammen, aber "Boxed"?...

Nach ein bisschen Rumprobiererei  habe ich dann doch eine Kombination gefunden, die mir recht gut gefällt und trotz der doch recht intensiven Farben auch gut fürs Büro geeignet ist.
Jaja, das Foto mal wieder mit der obligatorischen Braue - aber man sieht (zumindest ein bisschen), dass sich "Glitz" auf dem Lid befindet und "Envy" zum Abdunkeln des Außenwinkels und der Lidfalte verwendet wurde. Ebenso finden sich die beiden am unteren Wimpernkranz wieder. Mit einem schwarzen Lidstrich und Kajal auf der Wasserlinie wurde das ganze komplettiert. Was auf dem Bild mit offenen Augen nicht ganz rauskommt, ist "Boxed", das auf dem inneren Teil des Lids verteilt wurde.
Aus irgendeinem Grund (ich vermute mal durch Nicht-Verwendung einer weißen Base und dem Verblenden mit "Glitz") ist "Boxed" nicht ganz eindeutig braun - allerdings bin ich mir 100%ig sicher, dass ich nicht aus Versehen in das Töpfchen von "Wrapped up" gegriffen habe. "Boxed" ist farblich nicht ganz so stark auf der Brust und braucht ein paar Schichten, bis es wirklich deckt. Die drei Lidschatten wurden fröhlich miteinander verblendet, wodurch auch "Boxed" ein bisschen hellen Schimmer abbekommen hat und nicht mehr ganz matt ist.
Auch wenn ich das AMU eher "klein" gehalten habe, gefällt mir das erstaunlich gut. Auch die Kombination der drei Lidschatten miteinander hat mich positiv überrascht. Dass es sich bei "Envy" um ein Dunkelgrün handelt, ist hier gar nicht mehr zu erkennen - durch die Kombination mit dem Silbergrau geht der grüne Hauch leider verloren. Um das so richtig rauszukitzeln müsste man "Envy" größerflächig auftragen, aber das war mir dann doch zu dunkel.

Mal sehen, vielleicht hat maedchen ja "Envy" ein bisschen mehr Platz eingeräumt - ich bin auf jeden Fall gespannt, was sie heute aus dieser Kombination gemacht hat!

Montag, 30. Juli 2012

Ein Juli mit viel Sonnenschein...

Heute, einen Tag verfrüht, aber morgen ist ja Dienstag und außerdem erwarte ich nicht, dass sich in den nächsten 24 Stunden noch etwas tut, das meine Einschätzung des letzten Monats gravierend verändern würde... Deswegen jetzt schon ein bisschen Hirnschmalz investiert und die letzten Wochen Revue passieren lassen:

1. Freizeitgestaltung: Puh, in den letzten Tagen definitiv optimierbar, aber ansonsten wirklich ordentlich: Viel Zeit zum Lesen gehabt, ein paar Stündchen vor dem PC verdaddelt und diverse Stunden für lustige Gespräche im Skype investiert. Trotz des phänomenalen Wetters (oder wahrscheinlich gerade deswegen) war ich wenig draußen unterwegs, was ich ein bisschen schade finde - aber lieber drin mit netten Leuten was machen, als draußen alleine rumwuseln (ist zumindest meine Ansicht). Für August steht ja erstmal Urlaub an - da ist ganz viel Freizeit im Anmarsch, dann kriege ich noch Besuch... Da sind also durchaus positive Tendenzen im Anmarsch.

2. Sport: Mein Autolein stand die meiste Zeit gemütlich vor sich hin - bis auf die Tage, an denen es wirklich geregnet hat. Ein bisschen Pseudosport also durchs Radfahren und auch mein normales Programm lief ordentlich. Momentan bin ich auf plus / minus Null, was mit Blick auf den Urlaub etwas blöd ist, aber an heißen Tagen, wenn einem die Suppe schon vom Sitzen überall runterläuft, hatte ich einfach keine Lust zum Vorsporteln. Eigentlich erstaunlich, wie schnell man sich daran gewöhnt, eine kurze Session am Abend einzuschieben.

3. Kochen: Möööp, ganz schlechtes Thema momentan. Wobei ich mich ja fleißig an Couscous versucht habe und auch viel Gemüse gefuttert habe - allerdings meistens in rohem Zustand. Auch was das Backen angeht gabs eine kleine Flaute - aber auch hier schiebe ich mal das Wetter vor. Mir war diesen Monat eher nach Eis, denn nach Kuchen und eine Eismaschine hab ich leider nicht. Ich vermute mal, dass es nach dem Urlaub wieder etwas besser wird - aber insgesamt habe ich diesen Monat einfach nicht viel gekocht...

4. Sinnvoll konsumieren: Dieser Monat war eigentlich ganz okay: Ich habe eine kaputte Tomate weggeworfen und einen uralten Apfel, der schon ganz schwammig war... Ansonsten sind eigentlich nur irgendwelche Verpackungen, die leer waren, im Müll gelandet. Okay - und ein Stück Parmesanrinde mit etwa 0,5cm ehedem noch essbaren Käse dran, der zu hart war. Oh - wobei mir gerade noch einfällt, dass ich die schwarzen Johannisbeeren, die mir meine Nachbarin aus dem Garten mitgebracht hat, in die Tonne kloppen musste, weil sie nach einem Tag im Kühlschrank schon schimmelig waren... Aber gut, wer isst schon ein dreiviertel Kilo Beeren an einem Tag?

5. Job: Puh, so ein mittelprächtiger Daumen würde ich mal sagen. Es ist einiges passiert, an einigen Stellen was vorwärts gegangen, dafür an anderen Stellen so gar nicht... Fremdgesteuerte Termine und Deadlines (wie die heutige) sind nicht wirklich schön und wenn man dann den Sinn dahinter nicht erkennen kann, doppelt idiotisch. Aber es zeichnet sich zumindest etwas positiv ab... Außerdem bahnt sich da vielleicht eine Möglichkeit an, die mich von meiner aktuellen Stelle etwas unabhängiger macht - aber das ist noch nicht ganz raus.

6. Mehr Spaß haben und noch gelassener werden: Oh, was bin ich momentan gelassen - ich habe gelernt, Leute genüsslich auflaufen zu lassen, wenn sie es denn so wollen. Wer der Ansicht ist, keine Termine absprechen zu müssen, braucht sich nicht wundern, wenn ich "mal eben kurz" doch keine Zeit habe. Spaß macht mir das zwar nicht, aber ich mache mir inzwischen auch keinen Kopf mehr darum - ein bisschen Anstand sollten die Leute dann doch haben. Ansonsten gab es zwar ein paar unangenehme Sachen, aber auch viele witzige Situationen, an die ich gerne zurückdenke und die mich immernoch zum Schmunzeln bringen (manchmal sollte man nicht um halb 1 Uhr nachts noch irgendwelche Comicstrips im Netz angucken!).

Hach je, der Juli - eigentlich ein ordentlicher Start in die zweite Jahreshälfte. Zumindest hat der Monat das eine oder andere Potenzial gezeigt, als guter Start zu fungieren. Ob da was draus wird, wird sich erst noch zeigen - aber ich freue mich auf jeden Fall, dass der Monat rum ist (wobei das auch gleichzeitig echt krass ist - 7 Monate des Jahres sind schon ins Land gegangen!) und ich im August ein bisschen relaxen kann, bevor der September wieder vollgeknallt mit Terminen wartet...

Sonntag, 29. Juli 2012

Orly "Birds of a feather" Sweet peacock

So zum Sonntag gibt es einen wunderwunderwunderhübschen Lack - der nicht nur grandios ist, weil er blau ist und ich generell eine Schwäche für blaue Lacke habe, nein, er hat auch noch ein grandioses Finish und ist einfach ein Traum! "Sweet peacock" von Orly ist aus der "Birds of a feather"-Kollektion und ein intensiver, mittelblauer Foillack mit einem wahnsinnigen Schimmer (deswegen gibt es jetzt auch viele Bilder).

Lackiert habe ich zwei Schichten, damit alles schön gleichmäßig vor sich hinschimmerte und mich einfach begeistert hat. Mit dem Orly Gummikäppchen ist das Lackieren einfach immer angenehm und die Trocknungszeit ist sehr kurz. Dieses Mal habe ich mir auch den Topcoat gespart - braucht der Lack einfach nicht, der ist auch pur einfach nur hammermäßig.
Ist das nicht ein phänomenales Blau? Ich denke da gleich an Wasser, plantschen und einen Strand (ja, ich gebs zu - ich bin definitiv urlaubsreif!)... Das Foilfinish und die Lichtreflektionen verleihen dem Lack eine sehr interessante Tiefe und auch wenn ich Blau nicht mögen würde - an dieser Stelle wäre es definitiv um mich geschehen! Ein leichter Türkiseinschlag macht sich bemerkbar - aber dominierend ist auf jeden Fall ein grandioses Blau.
Ich weiß gar nicht, wie lange ich gebraucht habe, um mich für die Fotos zu entscheiden - denn den Lack könnte ich in absolut jedem Lichteinfall fotografieren und genial finden. Das Blau bleibt zwar konsequent blau, aber durch ein bisschen Spielerei mit Licht und Schatten (und Sonne, falls man sie denn findet) kommen doch ein bisschen unterschiedliche Nuancen hervor, die den Blaufreak in mir zunehmend erfreuen.
Mal ein bisschen heller, mal ein bisschen dunkler - egal wie und wo, der Lack ist einfach phänomenal. Zugegeben, im Fläschchen schaut er nicht so grandios aus, bzw. muss man da schon etwas genauer hingucken, um die Besonderheiten zu erkennen - aber lackiert springt einem das intensive Blau schon fast ins Gesicht. Definitiv nichts für graue Mäuschen, das knallt ordentlich auf den Nägeln!

Nachdem sich der Lack einige Tage lang gut geschlagen hat, hat mich dann noch die Neugier gepackt und ich habe den blauen Crackle-Lack von p2 rausgeholt... Ein Crackle mit einem nicht ganz so starken Kontrast zur Grundfarbe, aber ich muss sagen, dass mir auch dieses Ergebnis sehr gut gefallen hat - irgendwie passt das einfach gut zueinander, wenn unter dem hellen Blau noch dieser tolle, intensive und schimmernde Meeresblauton durchscheint.
Irgendwie muss man ja mal schauen, dass man aus diesen ganzen Effektlacken was macht und sie nicht nur lieblos in der Ecke stehen und da sind die Crackles immer dankbare Opfer. In diesem Fall auch noch mit einem guten Ergebnis, das sich auch im Sonnenlicht ganz toll präsentiert.
Insgesamt gehen bei dem Lack aus meiner Sicht absolut alle Daumen hoch, die ich nur irgendwo finden kann - einfacher Auftrag, kurze Trockenzeit, wahnsinnig geniale Farbe, tolles Finish und gute Haltbarkeit... Was will denn ein Nagellackjunkie mehr? Okay, dass er sich noch gut ablackieren lässt - und auch da macht der "Sweet peacock" überhaupt keine Probleme. Keine Verfärbungen, keine Zickereien, der Lack geht problemlos ab und meine Nägel sind danach sauber. Das ist auf jeden Fall ein ganz süßer Pfau!

Samstag, 28. Juli 2012

Wenn eine Deadline immer näher rückt...

... dann neigen manche Menschen (in diesem Falle: ich) dazu, sich erst recht mit anderen Dingen zu beschäftigen und zwar so lange, bis es einfach nicht mehr anders geht. Das Deadline-Monster ist ein etwa 12-seitiges Word-Dokument, das ich bis Montag fertigstellen muss (aktueller Stand: 1 Seite) und vor dem ich mich momentan noch drücke, weil ich nicht so richtig weiß, was ich da zu Papier bringen soll... Mal ganz davon abgesehen, dass ich es an und für sich total idiotisch finde, dieses Papierchen fertig zu machen - aber wenn der Chef sagt, dass ich muss... Dann muss ich wohl. Aber eben nicht jetzt!

Also nutze ich die (wenige) Zeit, die ich noch Luft habe, um mich fröhlich mit anderen Dingen zu beschäftigen - zum Beispiel mit den Wandtattoos, die inzwischen gefühlte Ewigkeiten rumliegen und darauf warten, angebracht zu werden. Vor knapp einem Jahr (aua, ist das schon lange her!) hatte ich mir 3D-Wandtattoos in Schmetterlingsform bestellt und fand sie an meiner Wand ganz hübsch. Im März hatte ich eine zweite Schmetterlingsfamilie dazubestellt und gestern habe ich sie endlich an die Wand gepappt. Sie lagen recht lange nur rum, weil die Klebepads, die auf den Schmetterlingen drauf sind, nicht so ganz langzeittauglich sind - irgendwann (vorzugsweise Abends, wenn man alleine ist und einen gruseligen Film schaut) fallen sie einfach von der Wand und führen zu kleinen (oder großen) Schockmomenten.

Dementsprechend musste ich mir erstmal überlegen, wie ich die kleinen Flatterdinger sicher an die Wand kriege und habe mich letztendlich für ganz profanes doppelseitiges Klebeband entschieden - damit hält auch alles wunderbar an meiner Wand und inzwischen tummeln sich da 24 lilane Schmetterlinge (von denen einer nicht mehr mit aufs Bild passte).
Diese Kleberei war aber - verständlicherweise - nicht so wirklich zeitraubend, also habe ich mir auch gleich das zweite Wandtattoo geschnappt, das in meinem Wohnzimmer angebracht werden sollte und habe das auch noch an die Wand geklatscht. Schlauerweise hatte ich nämlich den Vorgänger schon letzten Monat abgezogen und seitdem wartete das weiße Fleckchen an der Dachschräge darauf, endlich wieder beklebt zu werden und nicht mehr so nackig auszusehen (schon seltsam, wie schnell man sich an irgendwelche Farbflecken an der Wand gewöhnt und sehr irritiert ist, wenn da auf einmal nichts mehr ist):
Da die Wand, an der das Wandtattoo klebt, schräg ist und das Motiv noch dazu aus sehr vielen Schnörkeln und Schnörkseln besteht, hatte ich meine Freude damit, das angemessen und halbwegs gerade an die Wand zu kriegen - wenn ich eine Ecke mal halbwegs passend hatte, kam mir gleich das andere Ende entgegengeflogen oder die Folie hatte sich komplett von der Wand gelöst... Bis ich irgendwann mehr oder minder aufgegeben und beschlossen habe, dass das jetzt einfach gerade ist! Basta!

Auch wenn ich mir den Spruch selber nicht gekauft hätte (er war in der Überraschungsbox drin, die ich bei Your Design bestellt hatte), mag ich ihn momentan ziemlich gerne - auch wenn er nicht absolut anwendbar ist, da ich nicht glaube, dass der kommende Montag auch nur im Ansatz die Chance hat, der schönste meines Lebens zu werden *kicher*... Aber die Idee, die dahinter steckt, gefällt mir und auch wenn das abgedroschen klingt, kann ich mit dem ultimativen "wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere" momentan einfach nur zustimmen und freue mich, wenn ich diesen Satz an meiner Wand lese (okay, die kitschigen Schmetterlinge tun noch ihres dazu!).

Freitag, 27. Juli 2012

Kleine freie Männer - Terry Pratchett

Da bei mir demnächst ein bisschen Urlaub ansteht und die Wetterprognose ganz schön bescheiden ist, werde ich wohl ein bisschen mehr Zeit haben, meinen Stapel ungelesener Bücher zu reduzieren - und deswegen gibts heute mal wieder eine Buchrezension, sonst stapeln die sich auch wieder unnötig... "Kleine freie Männer" habe ich von einem Arbeitskollegen ausgeliehen bekommen, der meine Begeisterung für Terry Pratchett anscheinend teilt.

Im Gegensatz zu diversen anderen Pratchett-Büchern handelt es sich bei diesem hier nicht um einen Scheibenwelt-Roman, sonder um ein Märchen von der Scheibenwelt. Hier startet sozusagen eine kleine Nebengeschichte um Tiffany Weh, die (noch) keine Hexe ist und im Gegensatz zu den Romanen kommen hier nicht gar so viele bekannte Figuren vor - ist auch nicht schlimm, denn Charme hat die Story dennoch.

"Märchen" finde ich hier auch ganz passend, denn die Protagonistin ist ein kleines Mädchen, das sich gegen das eine oder andere Böse in ihrer Welt durchsetzen muss. Hilfe bekommt sie dabei von den "Wir sind die Größten" - das sind die Namensgeber des Buches, kleine blaue Männchen, die doch sehr eigen, ganz schön penetrant, aber doch liebenswürdig und knuffig sind - zumindest in meinem Kopf. Die ganze Geschichte ist natürlich nicht aufgrund des unglaublich neuen oder kreativen Inhaltes (ein kleines Kind gegen das Böse - kennen wir doch irgendwie schon, oder?) so nett zu lesen, sondern wegen der vielen netten Anspielungen, der kleinen Besonderheiten (die Macht der Pfanne!) und der liebevoll gestalteten Hintergrundstory.
Tiffany ist nämlich ein besonderes Kind und auch eine ganz besondere Hexe - eine Kreidehexe nämlich. Normalerweise haben die Scheibenwelthexen auf Kreide keine Macht, aber Tiffany ist dort aufgewachsen, die Enkelin einer mächtigen Schäfer-Kreidehexe (mit sehr faszinierenden Heilmethoden für Schafe - ich habe mich schlapp gelacht!) und ein aufgewecktes Kind. Ihr Bruder verschwindet und sie macht sich auf die Suche nach ihm - was sie dabei erlebt ist einfach zuckersüß, magisch und mit viel Herz geschrieben. Ich habe das Buch unglaublich gern gelesen und die Wendungen, kleinen Spitzen und netten Beschreibungen sehr zu schätzen gewusst. Trotz der anfänglichen Skepsis ("He, wo sind die ganzen netten Figuren, die ich schon kenne?") hat mich das Kreideland mit seinen Bewohnern in den Bann gezogen - und ich müsste mir endlich mal die restlichen Bücher besorgen...

Donnerstag, 26. Juli 2012

Couscous mit Tomate und Gurke

Hach, was für Temperaturen - und im Dachgeschoss kommt das noch besonders gut... Aber nichtsdestotrotz muss man ja ab und zu was essen, also habe ich mich in den letzten zwei Tagen auf Couscous gestürzt, den ich sonst irgendwie eher stiefmütterlich behandle. Prädestiniert ist Couscous einfach deswegen, weil er unglaublich schnell gemacht ist und auch noch ziemlich vielseitig.

Zutaten:

75 g Couscous
125 ml kochendes Wasser
1 TL Olivenöl
2 Tomaten
Salatgurke
Salz, Pfeffer

Den Couscous mit dem Olivenöl und etwas Salz in einer Schüssel verrühren, mit kochendem Wasser übergießen und gut fünf Minuten quellen lassen. Tomaten und Gurke kleinschneiden und mit etwas Pfeffer (ich stehe momentan unglaublich auf Pfeffer als Gewürz, keine Ahnung, wieso) unter den Couscous mischen.
Das Ganze ist in etwa 8 Minuten fertig - und was ich besonders mag, ist die Temperatur... Der Couscous ist noch warm, wird durch das Gemüse ein bisschen abgekühlt, aber nicht ganz kalt. Ich mag "Beilagen" eigentlich nicht so sehr, wenn sie kalt sind und so ein leicht warmer Couscous ist einfach genial und auch perfekt für einen Sommerabend. Grundsätzlich kann man natürlich noch ordentlich würzen, sei es mit Basilikum oder Minze oder auch mit Paprika, Curry, Zitronengras und was einem sonst noch so einfällt. Auch ein Klecks Joghurt oder Crème fraîche würden gut passen...
Irgendwelches andere Gemüse lässt sich auch dazuschnippeln - Hauptsache, es ist ein bisschen weich und muss eben nicht noch vorher gekocht werden. Die Menge von etwa 75 g ist für mich momentan einfach perfekt - als Snack am Abend, wenn mein Magen gerne noch eine Kleinigkeit hätte. Ich bin begeistert und auch wenn das nicht wirklich viel mit Kochen zu tun hat, eine kleine Leckere für den Sommer ists doch!

Mittwoch, 25. Juli 2012

essence "Soul sista" James's favorite brown

Hach je, lange Zeit stand "James's favorite brown" in meinem Wohnzimmer, ich guckte ihn die ganze Zeit an und konnte mich bei dem miesen Wetter doch nicht so richtig aufraffen, ihn zu lackieren. Als dann mal ein bisschen Sonne in Sicht (bzw. die nächste "make me happy"-Box im Anflug) war, machte sich mein schlechtes Gewissen breit und ich schnappte ihn mir - zum Glück!

Denn trotz des eher schwierigen Namens, finde ich "James's favorite brown" wirklich wunderhübsch! Zwei Schichten sind für eine perfekte Deckkraft ausreichend - bei etwas dickeren Schichten ist auch schon eine genug und dann gibt es... eine Mischung aus Schokolade und Karamell, einen genialen Braunton mit leicht goldenem Schimmer, der einfach nur lecker ist.
In meinem Kopf hat die Farbe gleich Bilder von einem Eisbecher hervorgerufen - und zwar ein Eisbecher mit einer leckeren Soße drauf, die aus Schoko- und Karamellsoße gemischt ist... Das Zeug glänzt genau so und ich bin mir sicher, wenn man die richtigen zwei Soßen mischt, kommt genau so ein Farbton raus - einfach nur yummi! Durch den Schimmer wird der leicht orangestichige Braunton noch hübscher und ich habe mich wirklich in diesen Lack verliebt.
Zumindest bis zu dem Moment, in dem er anfing zu trocknen und unschöne Bläschen zu werfen - dabei habe ich doch die üblichen 10 Minuten zwischen dem Lackieren der Schichten gewartet? Seltsam - aber gut, da der Lack doch erstaunlich schnell durchgetrocknet war, habe ich kurz überlegt abzulackieren, mich dann aber für eine Variante entschieden, die mich zumindest neugierig gemacht hatte: Mattiert mit einem nicht-mattierten French sozusagen. Die Hoffnung, dass dadurch die Bläschen verdeckt würden (wie sonst bei einem Topcoat), ging leider nicht ganz auf, aber ich finde das Ergebnis trotzdem nett:
Ganz einfach gemacht mit einem profanen Streifen Tesa, damit der Abschluss gerade ist. Ich muss gestehen, dass mir generell die matte Variante von James's Lieblingsbraun auch gut gefällt! Aber der Kontrast macht hier die Besonderheit aus - auch wenn ich sonst kein Fan von French bin und auch extreme Farbunterschiede mir nicht immer zusagen. Matt und "nicht-matt" finde ich durchaus eine akzeptable Variante und bin dann damit (trotz Bläschen!) noch zwei Tage unterwegs gewesen. In dieser Zeit gabs nur ein bisschen Tipwear (ohne Topcoat!) und sonst auch keine Probleme. Definitiv ein "makes me happy"-Lack, den ich mir aber beim nächsten Mal noch etwas genauer unter den Bläschengesichtspunkten zur Brust nehmen werde...

Dienstag, 24. Juli 2012

AMU-Dienstag: Sleek-Crossover "Oh so special, bad girl" Teil 6

Und fröhlich mit Blümchen auf dem Arbeitstisch geht es heute weiter mit unserem AMU-Dienstag und der nächsten Kombination der Sleek "Bad girl" und "Oh so special". So langsam aber sicher wird die Auswahl immer kleiner und an meinen Paletten sehe ich schon eindeutige Benutzungsspuren - das war ja auch der Sinn der Sache und ich muss sagen, dass mich das sehr freut!

In der linken Ecke haben wir heute "Pamper" aus der "Oh so special"-Palette, dieses zarte matte Rosa, das mich fast zur Weißglut brachte, weil es einfach sehr sheer und harmlos ist. Um Farbe aufs Lid zu bringen muss man schon ein wenig schichten und auch dann ists nicht gerade eine Farbexplosion.
Aus der rechten Ecke kommen dafür heute "Gun metal" und "Noir" dazu, wobei man das Schwarz auch aus der linken Ecke nehmen könnte - aber das hab ich das letzte Mal getan, also darf heute das böse Mädchen-Schwarz ran. "Gun metal" hat einen wunderschönen Schimmer und ich habe mich auf die eher klassische Kombi Rosa-Grau schon gefreut.

Das erste AMU, das ich allerdings gepinselt hatte, war ein wundervoller, sanfter und zauberhafter Hauch von... nichts. Zumindest auf den Fotos. Da hätte ich meine Äuglein auch nackich fotografieren können. Also nochmal den Pinsel geschnappt und ordentlich Farbe geblockt - man muss ja irgendwas sehen! Als ich fertig war bin ich erstmal an meiner Wohnung verzweifelt - nirgendwo ordentliches Licht, hier zu viel Sonne, da zu wenig Licht... Und dann sah ich mir die Fotos an und fragte mich, ob ich nicht genau so ein AMU schonmal gepinselt habe? Ich war mir da ziemlich sicher, aber zumindest habe ich es nicht auf dem Blog gefunden (Gott sei Dank!) - womit ich mir zumindest selber bewiesen habe, dass doch nicht jedes AMU genauso aussieht, wie das andere.

Kein großes Geheimnis: "Pamper" kam aufs gesamte Lid, in den äußeren Bereich habe ich dann "Gun metal" gesetzt und die beiden ineinander verblendet. Mit "Noir" wurde dann das Silbergrau noch ein wenig abgedunkelt und am oberen und unteren Wimpernkranz ein Lidstrich gezogen. Schwarzer Kajal und Wimperntusche drüber - fertig!

Das ist dann wohl definitiv eher die "Bad girl"-Variante - aber wie gesagt war die harmlose Variante nicht als AMU zu erkennen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mir wohl den unteren Wimpernkranz hätte sparen können - aber so habe ich mir einen hübschen Rahmen um die Äuglein gepinselt.

Warum auf diesem Bild seltsame Streifen am rechten (also beim Draufgucken linken) Auge sind, weiß ich ehrlich gesagt nicht - die sind jedenfalls eigentlich nicht da! Was mich fast ein bisschen erstaunt hat, war die gute Verblendbarkeit - auch wenn ich bei "Pamper" recht viel Produkt gebraucht habe, ließ sich der matte Lidschatten recht gut mit dem schimmernden "Gun metal" verblenden und diesen angegrauten rosanen Mittelbereich finde ich eigentlich ganz schön schnieke.

Das "Noir" im Außenwinkel erkennt man hier nicht gar so gut - ich habe halt "Gun metal" nur ein bisschen abgednkelt, ohne jetzt noch einmal einen extremen Kontrast schaffen zu wollen. Die Farben harmonieren insgesamt echt gut miteinander und ich mag diese Kombination zunehmend mehr. Wobei ich an "Pamper" inzwischen wohl die meisten Gebrauchsspuren feststellen kann - ewig wird mich der Lidschatten also nicht verfolgen, da habe ich doch relativ viel Verschleiß für ein AMU.

Was sagt ihr zur Kombination, respektive zur Umsetzung? Ich gehe jetzt mal wieder bei maedchen schauen, was sie gezaubert hat... Ich würde ja heute fast auf was Zuckersüßes und Zartes hoffen, weil ich damit so versagt habe - aber das gab es ja schon letzte Woche, also vielleicht doch heute eine Drama-Queen?

Montag, 23. Juli 2012

Kleine Geschenke erhalten die Laune

Hach, was ist das schön, wenn doch mal jemand zu schätzen weiß, dass man sich Mühe gibt und sich anstrengt! Auch wenn es (leider) niemand von meiner Arbeit war und es in diesem Fall eine Sache war, die ich sowieso gemacht hätte - es ist doch toll, wenn jemand die eigene Arbeit zu schätzen weiß. Heute Vormittag brachte jemand einen Karton in mein Büro, von dem ich eigentlich dachte, er würde mal wieder irgendwelche Unterlagen enthalten, aber Pustekuchen:
In dem Monsterkarton hatte sich ein Blumenstrauß nebst Vase (sehr schlau!) versteckt. Und auch wenn ich eigentlich kein großer Freund von Blümchen bin (die gehen ja immer so schnell kaputt...), saß ich heute den ganzen Tag mit einem dicken Grinsen im Büro - faszinierend, mit was für kleinen Gesten man Menschen eine Freude machen kann... Ich hatte wirklich nicht erwartet, dass ich für eine "ganz normale" Sache auch noch so ein Goodie bekomme - im Prinzip hätte mir ein Dankeschön gereicht. Aber der betroffenen Person war einfach auch diese einfache Sache sehr wichtig...

Das Tollste ist natürlich, dass der Strauß jetzt die ganze Woche lang in meinem Büro steht, hoffentlich bald noch die Lilien aufgehen und alles richtig toll ausschaut und mich immer wieder zum Lächeln bringt! Besonders schön ist für mich noch, dass diese Geste gerade aus einem Kontext kommt, aus dem ich sonst eher nur negative Kritik höre - zwar unberechtigte, aber trotzdem ist es gut zu wissen, dass es dort auch Menschen gibt, die sich Gedanken machen. Ich freu mich immernoch wie Bolle und bin immer wieder erstaunt, wie einfach es eigentlich ist, mich glücklich zu machen...

essence "Urban messages" Skyscraper

Ach ja, es gibt Lacke, die sollte man sich lieber nicht kaufen - für mich gehört "Skyscraper" aus der Urban messages-LE von essence definitiv dazu. Ich habe ihn mal aus einem Grabbelkörbchen mitgenommen, weil... er reduziert war. Ein besserer Grund fällt mir inzwischen nicht mehr ein, der zu diesem Kauf geführt haben könnte (ich bilde sogar mir ein, man könnte die LE immernoch bei KoKo online kaufen). "Skyscraper" ist ein beige-grauer Cremelack, in dem kleiner, blauer Glitzer rumschwirrt.

Beim Lackieren war ja noch alles okay - zwei Schichten haben gereicht für eine gute Deckkraft, was bei einer so hellen Farbe ja schon nicht schlecht ist. Die Trockenzeit war eher so mittelprächtig, aber da sowieso der Top Sealer drüber kam, war das alles nicht so schlimm. Dummerweise ist das Endergebnis so gar nicht mein Fall:

Für die Besonderheiten des Lackes muss man sich die Fotos schon etwas genauer ansehen, damit man den feinen blauen Schimmer erkennt. Denn ansonsten sieht man einfach nur schmutzigen Lack. Zumindest ist das meine Einschätzung der Farbe - die Schimmerpartikelchen sind von "Weitem" also von normaler Betrachtungsdistanz nicht als hübscher blauer Schimmer zu erkennen, sondern wirken einfach nur wie lauter kleine Fusselchen auf dem beige-grauen Lack. Bäh.
Im Sonnenschein wird der Schimmer zumindest ein bisschen deutlicher, aber im Großen und Ganzen ist dem Lack einfach nicht zu helfen - ich hatte ständig das Bedürfnis, mir diesen Staub vom Nagellack zu wischen, aber das ging logischerweise nicht so recht.

Der blaue Schimmer, der sich im Blitz sogar hellblau zeigt, wäre an und für sich bestimmt keine schlechte Idee gewesen, aber in dieser matschigen Base (wobei ich grundsätzlich matschige Farben ja nicht schlecht finde!) ist er für mich völlig fehl am Platz. Durch den beigen Grauton wird der Glitzerkram sehr abgedeckt und wirkt dann eben nur noch wie kleine schwarze Pünktchen - oder einfach wie Schmutz.

Zur Haltbarkeit des Lackes kann ich nicht so viel sagen - am zweiten Tag sag er noch gut aus, aber ich konnte mit dem Lack einfach nichts anfangen und habe ihn dann ablackiert. Das ging allerdings trotz Schimmer erstaunlich gut - was den Lack aber aus meiner Sicht nicht rettet. Für mich war "Skyscraper" (eigentlich ein vielversprechender Name, oder?) ein totaler Reinfall.

Sonntag, 22. Juli 2012

Möge die Macht mit dir sein...

... oder so ähnlich? Der "Mann" mit dem ich in den letzten 24 Stunden die meiste Zeit verbracht habe ist mein Freund Luke Filewalker. Ich habe inzwischen eine sehr intensive Hassliebe zu ihm entwickelt, denn er hat es geschafft, mich im Stundentakt glücklich und auch wieder unglücklich zu machen - ich habe mehrfach überlegt, meinen Laptop einfach aus dem Fenster meiner Dachgeschosswohnung auf den darunter liegenden Parkplatz zu werfen...
Relativ genau gestern um diese Uhrzeit saß ich wie gewohnt vor meinem Laptop, hatte meine Arbeitssachen parat und wollte "nur noch schnell" auf ein paar Blogs was nachlesen. Da meldet sich Avira - irgendein unschönes Programm hat es gefunden. Gut, entfernen, alles paletti - 30 Sekunden später eine zweite Meldung und *flupp* blinkte mich eine faszinierende Oberfläche an, die behauptet, ein Antivirenprogramm zu sein und mich von meinen bösen Bedrohungen befreien zu können... Das rote x in der Ecke half nicht - also erstmal das Ethernetkabel unsanft entfernt, versucht die Kiste runterzufahren - Pustekuchen! Knöpfchen gedrückt, hochgefahren - und ich werde weiterhin fröhlich angeblinkt und kann auf meinem Desktop nichts aufrufen, keinen Taskmanager, keine Systemsteuerung, nichts!

Ans Telefon gehängt, kompetenten Freund angerufen, der sich gleich bei Google betätigt hat und recht schnell mit der verhängnisvollen Frage "Sag mal, Lena - sind da wichtige Sachen drauf?" kam. Wichtige Sachen? Nein, nur 20 Stunden Arbeit von Donnerstag und Freitag, die ich am Montag abgeben muss... Ansonsten ein paar Fotos und Mails, aber - 20 Stunden Arbeit!!! "Mh, schaut nämlich nicht so gut aus, was ich hier lese..." sagte er und wir verbrachten erst einmal 2 Stunden damit, Malwarebytes im abgesicherten Modus zu installieren - da hat sich nämlich Windows quergestellt (bekannter Fehler, allerdings nicht einfach zu umgehen - vielen Dank dafür!)... Als wir das dann mal geschafft hatten, ging die wilde Viren-Malware-Rootkit-Scanner-Rotation los, um irgendwie jeglichen Scheiß loszuwerden... War Malwarebytes mal zufrieden, fand Avira wieder irgendwas - war Avira durch, fand Malwarebytes wieder was und so weiter und so fort. Von meiner kompetenten Telefonhilfe kam schon der Hinweis, dass wir notfalls eine Linuxpartition machen müssen, um noch ein paar Daten zu retten - und dann den Rest einstampfen...

Seit gestern, 16:30 Uhr geht das hier in einem Fort... Obwohl ich gut geschlafen habe, schau ich heute aus wie nach einer durchzechten Nacht. Mag daran liegen, dass ich fast verzweifelt bin, sämtliche wichtigen Passwörter (Hallo, Onlinebanking!) in Windeseile ändern (und aufschreiben...) musste und mir schon einen Plan zurechtgelegt habe, wie ich mit dem Datenverlust umgehen soll - meine Nerven lagen auf jeden Fall ziemlich blank. Jetzt läuft gleich die letzte Runde Scans drüber und ich hoffe, dass ich mich danach an die noch anstehenden 8 Stunden Arbeit setzen kann - nicht gerade der perfekte Plan, einen Sonntag zuzubringen, aber immernoch besser, als die ganze Arbeit neu machen zu müssen *sigh*.

Und warum das alles? Weil irgendein Idiot meint, arme Leute mit seinem dusseligen Programm ärgern zu müssen. Du Vollhonk, ärger doch bitte mal die, dies verdient haben! Und nicht mich, die ich schon nicht weiß, wann ich diese ganze blöde Arbeit erledigen soll und mich damit zufrieden gebe, zwei Stunden Freizeit am Tag zu haben - die DU mir jetzt auch noch mit diesem Ramsch versaut hast! Und für was das alles? Für nix. Herzlichen Glückwunsch, kauf dir nen Keks!

Freitag, 20. Juli 2012

Inglot Lidschatten 409 und 434

Zu Ostern (ja, es ist schon ewig her!) habe ich bei Leonies Gewinnspiel tatsächlich gewonnen und so durften diese Lidschattenrefills in einer der hübschen Freedom-Paletten von Inglot bei mir einziehen. Das Lidschattenduo liegt also im Ernst seit April bei mir rum - und ich habe mich eine Ewigkeit lang nicht so recht getraut, die Lidschatten "anzubrechen"... Ich finde dieses Palettensystem einfach klasse und die Lidschatten sahen unberührt so toll aus - besonders, wenn die Sonne drauf schien (ja, an dieser Stelle darf man durchaus an meiner geistigen Gesundheit zweifeln - aber ich messe Geschenken einfach immer eine besondere Bedeutung zu!)...
Links die 409, rechts die 434
Aber es hilft ja alles nichts - schließlich sind Lidschatten zum Benutzen da und so sehr ich mich über meinen Gewinn in seiner jungfräulichen Pracht gefreut habe: Ich habe sie benutzt! Und sie sind so toll ♥ (liebe Leonie - ich habe sie wirklich benutzt! Auch wenn es mir schwer fiel... Aber Angucken hat auch viel Spaß gemacht...)! Beide Lidschatten haben ein "Pearl-Finish" - also schimmern sie.
409, 434
Schnell geswatcht erkennt man noch nicht ganz die Besonderheiten der Lidschatten - die brauchen nämlich ein bisschen andere Lichtverhältnisse. Aber positiv festzustellen ist schonmal die ordentliche Pigmentierung und die grandiose Konsistenz: Man bekommt sehr schnell Farbe auf den Pinsel und vom Pinsel auf die Haut. Die 409 ist ein sehr hübscher, erdiger Braunton mit leicht goldigem Schimmer - ein wunderschöner Farbton, der zwar durchaus intensiv ist, aber dennoch sehr gut für den Alltag taugt. Ich mag Brauntöne bei Lidschatten einfach!

409, 434
Und auch der zweite Ton, die 434, liegt voll auf meiner Wellenlänge: Lila! Aber kein einfaches Lila, sondern ein leicht graustichiger Ton, der seine Besonderheiten erst im Sonnenlicht zeigt: Dann schimmert es nämlich nicht nur leicht silbrig, sondern es sind auch einige pinke und sogar grüne Reflektionen zu erkennen - bombig! Dafür muss man aber schon genau hingucken - ansonsten ist die 434 auch auf dem Lid ein angegrauter Violetton. Die Kombination der beiden Farben finde ich auch gelungen, also habe ich mich (inzwischen kann ich sagen: mal wieder!) daran gemacht, ein schnelles AMU zu schminken.

Warum schnell? Weil sich die Lidschatten nicht nur wunderbar auftragen lassen und gut decken, sondern auch noch wunderbar verblendbar sind. Mit wenigen Pinselstrichen (und ein bisschen Hilfe von "Gullible" aus der "Bad girl" von Sleek) kriegt man ein einfaches, aber doch effektvolles und sehr hübsches AMU gezaubert.
Ich habe einfach die 409 auf dem gesamten Lid verteilt, im Außenwinkel und in der Lidfalte mit der 434 verblendet, davon auch noch ein bisschen am unteren Wimpernkranz aufgetragen und im Innenwinkel mit "Gullible" ein bisschen was helles hingezaubert. Mascara dazu und fertig!
Was natürlich der Verblendbarkeit entgegen kommt, ist das "gleiche" Finish der beiden Lidschatten - da schimmert es sowieso auf dem ganzen Auge wild vor sich hin. Aber ich muss gestehen, dass ich den rauchigen Lilaton einfach klasse finde - der lässt sich genauso vielseitig verwenden wie der Braunton und in Kombination sind die beiden auch grandios. Der Inglot-Wahn greift ja generell um sich und ich muss sagen - ich hadere schon auch sehr mit meinem gesunden Menschenverstand, der sagt, ich brauche nicht noch mehr Lidschatten. Aber diese beiden hier sind wirklich sehr hübsche Exemplare und ich möchte sie nicht missen!

Donnerstag, 19. Juli 2012

Milchreistarte

Nachdem heute hier ständig die Welt untergeht, der Regen in Bindfäden vom Himmel fällt und es ungemütlich und grau ist, ich sowieso unter einem Stapel Arbeit auf meiner Couch verschwunden bin und nur wild auf meinem Laptop rumhämmere, habe ich beschlossen, mir selbst was Gutes zu tun und eine leckere Milchreistarte zu backen. Das Rezept habe ich bei cookmania gefunden und hatte heute irgendwie Lust auf Milchreis, aber halt nicht ganz so profan.

Zutaten Teig:

300 g Mehl
150 g Butter
80 g Puderzucker
1 Ei
1 Prise Salz

Zutaten Milchreismasse:

450 ml Milch
100 g Milchreis
150 g Schmand
70 g Zucker
2 Eier
Zimt
Vanille(aroma)

Zuerst wird der Teig gemacht: Die Butter mit dem Puderzucker, einer Prise Salz und dem Ei in eine Schüssel geben und vermischen; dann nach und nach das Mehl dazugeben. Die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und eine gute Stunde in den Kühlschrank stellen.
Die Milch mit Vanillearoma (ich hatte gerade keine Vanilleschote mehr da), Zimt (nach Belieben halt) und 40 g Zucker aufkochen, dann den Milchreis dazugeben und etwa eine halbe Stunde lang auf kleiner Flamme blubbern lassen, ab und zu umrühren. In der Zwischenzeit die Tarteform einfetten und den Teig ausrollen und in die Form legen. Bei 190 Grad etwa 15 Minuten lang im Ofen vorbacken - dabei mit der Gabel ein paar Luftlöcher stechen, sonst gibt es einen Hubbel in der Mitte.
Ein Ei und ein Eigelb mit dem Schmand verrühren, dann den Milchreis dazugeben und mischen. Das übrige Eigelb mit 30 g Zucker steif schlagen und unter die Masse heben. Die Milchreismasse dann auf den vorgebackenen Boden geben und nochmal etwa 20 Minuten in den Backofen schieben.
Die Ruhezeiten bzw. Pausen in der Herstellung der Tarte (der Teig muss ja ruhen, der Milchreis kochen) fand ich heute geradezu perfekt - denn ich konnte kurz in der Küche verschwinden, was vorbereiten und mich dann weiter an die Arbeit machen. Anstatt geblockt in der Küche zu stehen, hat sich das so angenehm verteilt und insgesamt hält sich die Zeit auch sehr im Rahmen - beim Milchreis muss man nicht die ganze Zeit dabei stehen, da reicht es, ab und an mal umzurühren. Als die Tarte aus dem Ofen kam, war sie ganz schön aufgeblasen und ich habe sie wohlwissend ein paar Minuten stehen lassen.
Und tatsächlich ging sie recht schnell ein bisschen runter, aber nicht so katastrophal, wie ich das schon bei manchem Käsekuchen erlebt habe. Immerhin sind da in der Milchreismasse ein paar Eier unterwegs, die dürfen dann auch ein bisschen Volumen produzieren. Aber schaut das nicht lecker aus? Perfekt wäre es jetzt noch gewesen, wenn ich ein paar Himbeeren dagehabt hätte - aber ne, ist nicht, Lena hat gestern noch nicht dran gedacht, dass sie heute was Leckeres basteln möchte...
Und lecker ist die Tarte wirklich - zumindest, wenn sie noch warm ist... Kalt konnte ich noch nicht probieren, weil sie halt frisch aus dem Ofen kommt. Die Masse ist ganz toll, milchreisig-cremig, aber auch ein bisschen fest, aber nicht so knackig und fest wie der Boden der Tarte. Eine phänomenale Kombination, durch die Süße der Vanille und die leichte Zimtnote einfach ein wahrer Gaumenschmaus - jetzt vermisse ich die schönen, roten, saftigen Himbeeren noch ein bisschen mehr...
Ich muss ehrlich sagen, dass ich gar nicht gedacht hätte, dass Milchreis auch anders so lecker ist - aber diese Tarte hat mich definitiv eines besseren belehrt! Das nächste Mal gibts noch ein paar leckere Früchte dazu - mal sehen, vielleicht krieg ich morgen irgendwo ein paar ab...


Mittwoch, 18. Juli 2012

Priti NYC 657 Lilac queen

Als ich bei Elena war, durfte ich ja fröhlich auch ihre famose Lacksammlung bestaunen und ein paar Schätzchen lackieren. Heute gibt es eines davon und zwar von Priti NYC "Lilac queen" (hier bei Elena) - ich habe inzwischen unglaublich viel Positives von den Priti-Lacken  gehört, aber selber ausprobieren ist natürlich die deutlich schlauere Variante. Schließlich muss man sich ja selbst überzeugen und ich muss sagen, diesem Lack ist das sehr gut gelungen!

"Lilac queen" ist tatsächlich eine violette Königin - ein wunderschöner, dunkelvioletter Ton mit kleinem, silbernen Glitter. Also eigentlich mit winzigem Glitter und mit einigen etwas größeren, aber immernoch kleinen Glitterpartikeln. Da ich einfach ein Faible für Lila habe, ist es also nicht verwunderlich, dass ich diese Farbe auch wunderschön finde. Ich habe zwei Schichten lackiert, die für eine solide Deckkraft und ein ebenmäßiges Bild völlig ausreichend waren - eine einzige Schicht langt bei Frau Lena Dünnlackiererin einfach nicht.
Die Bilder sind ohne Topcoat entstanden - und wie man sieht, braucht "Lilac queen" auch keinen, denn der Lack hat ein tolles Hochglanzfinish. Dummerweise hatte ich keinen direkten Sonnenschein, deswegen gibt es nur Fotos im stinknormalen Tageslicht mit ein paar Wölkchen am Himmel. Aber auch hier zeigt sich die violette Königin in ihrem schönsten Kleid - allerdings werden hier eher die Blauanteile in den Vordergrund gestellt und die (durchaus vorhandenen) roten Untertöne fallen dem Licht zum Opfer.
Dass es sich um ein wirklich sehr dunkles Violett handelt, sieht man glaube ich recht gut - aber trotzdem hat der Lack eine Eleganz und ich würde ihn völlig ohne Bedenken zu offiziellen Anlässen tragen. Durch die Glitterfitzelchen gibt es nochmal einen etwas feineren Anstrich und ich war tatsächlich ganz hin und weg von dem Lack - hätte ich aufgrund des Fläschchens nicht unbedingt erwartet, aber da hat Elena einfach voll meinen Geschmack getroffen!
Ich finde es, gerade im Vergleich mit Elenas Bildern, mal wieder erstaunlich, wie unterschiedlich Lacke bei verschiedenen Hauttönen wirken können. Gerade beim letzten Bild muss ich sagen, dass mich "Lilac queen" doch etwas blass aussehen lässt - aber hey, ganz ehrlich: Wer könnte bei so einem Farbton widerstehen? Da lasse ich doch gerne dem wunderschönen Violett den Vortritt und bleibe im Vergleich dazu dann doch eher blass!

Dienstag, 17. Juli 2012

AMU-Dienstag: Sleek-Crossover "Oh so special, bad girl" Teil 5

Und wieder ist es Dienstag und maedchen und ich läuten eine weitere Runde unserer AMU-Kapriolen ein und brechen die zweiten Hälften der "Bad girl" und der "Oh so special" von Sleek an. Heute gibt es eine irgendwie etwas seltsame Kombination (jaja, ich bin selber schuld, ich habe sie ja rausgesucht - aber hey, man kann sich ja im Nachhinein auch kritisch mit sowas auseinandersetzen!) und zwar "Organza" aus der "Oh so special"-Palette mit "Abyss" und "Twilight" aus der "Bad girl."

Bei "Organza" handelt es sich um einen deutlich schimmernden Ton, der aber leider nicht durch eine pralle Farbabgabe gekennzeichnet ist. Man kann das wohl getrost in die Kategorie "nude" schieben, auch wenn er im Pfännchen wie ein leichter Rostton daherkommt - viel davon ist auf dem Lid nicht mehr zu sehen.
Dazu gibt es einmal "Abyss", ein dunkles Blau und "Twilight", einen intensiven Violetton. Die beiden haben auch Schimmer, der aber nicht unbedingt gleich auf den ersten Blick zu sehen ist - dafür muss man schon ein bisschen schichten und ordentlich Farbe aufs Auge bringen.


Mit diesen drei Helden habe ich mich also an meinen Tisch gesetzt und überlegt, was sich da schlauerweise draus zaubern ließe. Einfach war das nun wirkich nicht, aber ich habe mein Bestes gegeben - dass dann gleich vom Wetter (grau, grauer, am grausten?) beim Fotografieren boykottiert wurde...

Auf dem Lid habe ich "Organza" aufgetragen und im Außenwinkel "Twilight", weil mir die Kombination recht gut gefiel. Ansonsten wäre das nur seehr dunkles Gewusel gewesen und darauf hatte ich (trotz einem ähnlich dunklen Himmel) keine rechte Lust. "Organza" gibt dem Ganzen einen recht harmlosen Touch, macht aber gleichzeitig auch einen hübschen Kontrast zu den ansonsten doch eher dunklen Farben.

"Abyss" habe ich dann am unteren Wimpernkranz und als Lidstrich genutzt - eigentlich hatte ich die Idee, den Lidstrich am oberen Wimpernkranz nur auf der Seite hinzupinseln, auf der am unteren kein Dunkelblau ist, aber das hat (vorsichtig ausgedrückt) eher bescheiden ausgesehen - also gab es einen ordentlichen abyssalischen Lidstrich übers ganze Auge hinweg. Gibt somit einen kleinen dunkelblauen Rahmen, an den sich dann das dunkle Lila und auch der helle Ton entsprechend anschließen.

Das einzige Foto, das nicht total vergraut ist durch den matschigen Himmel - ich glaube, da war mal 20 Sekunden lang keine Monsterwolke zu sehen! "Abyss" wirkt hier ein bisschen blass - das kommt natürlich durch den Einschlag von "Organza", der sich durch die Verblenderei ergibt. Auch wenn sowohl "Abyss" als auch "Twilight" schnell als sehr farbintensive Lidschatten aufgetragen werden können, kann man sie auch ebenso einfach wieder mit einem hellen Ton absoften.

So ganz happy bin ich mit dieser Farbkombination immernoch nicht - ich würde das so eher nicht tragen, muss ich sagen. Lila und Blau ist mir eins zu viel - aber jetzt muss ich mir erstmal anschauen, was maedchen auch dieser Kombination gemacht hat!

Montag, 16. Juli 2012

essence eye makeup remover

Selten habe ich zwei Produkte aus der gleichen "Familie" erlebt, die ich so unterschiedlich bewertet habe. Eigentlich sind das ja nicht nur Produkte aus der gleichen Familie, sondern zweieiige Zwillinge - es geht nämlich um die beiden AMU-Entferner von essence: einmal den blauen "eye makeup remover waterproof" und den rosanen Bruder (oder die rosane Schwester) "eye makeup remover oil-free".

Ich hatte mir die beiden schon vor längerer Zeit gekauft und mir dabei gedacht, dass ich leichtere AMUs ja auch mit dem ölfreien Remover runterkriege - ich hatte mir irgendwie eingebildet, das könnte schonender sein. Und wenn man sowieso nur ein bisschen Lidschatten und Mascara trägt (ich trage selten wasserfeste Mascara, fällt mir gerade auf), sollte so ein ölfreies Zeug ja taugen. Dachte ich. Und wurde herbe enttäuscht, denn die rosane Variante ist für mich einfach nur parfümiertes Wasser. Ich kriege damit nichtmal meine Mascara runter, von einem profanen Kajal ganz zu schweigen! Anstatt also mit diesem Produkt schonender zu arbeiten, darf ich schon bei ganz simplen AMUs rubbeln wie eine Irre und sehe danach quietscherot aus. Den gleichen Effekt erhalte ich wenn ich ein Wattepad ins Wasser tauche und mir dann damit im Gesicht rumwische - danach bin ich genauso verschmiert und unsauber abgeschminkt wie mit dem rosanen AMU-Entferner. Dementsprechend bin ich froh, dass das Ding endlich leer ist - nachgekauft wird das sicherlich nicht! (Hat jemand eine gute Alternative parat?)

Mit dem blauen hingegen bin ich total zufrieden - ursprünglich für eher eyelinerlastige AMUs gekauft, hat er sich inzwischen zu meinem Standard entwickelt. Bis auf sehr wenige, besonders hartnäckige Produkte, kriege ich damit alles ohne Schrubbelei sondern einfach mit einem normalen Wisch weg. So muss für mich ein Makeup-Entferner sein! Ein kleiner Klacks auf mein Wattepad, im Gesicht rumfahren und schon ist alle Farbe, jedes Restchen Mascara und auch der Eyeliner im Wattepad. Noch kurz ein bisschen nachwischen und dann - erstmal dieses ölige Zeug wieder halbwegs runterkriegen und ordentlich eincremen! Die blaue Version habe ich auch schon nachgekauft, weil ich einfach mit dem Wässerchen zufrieden bin - das funktioniert bei mir einfach. Wieso der rosane so versagt, ist mir allerdings wirklich schleierhaft...

Sonntag, 15. Juli 2012

alessandro "Enjoy me!" Ipanema Orange

So, heute ist der letzte der "Enjoy me!"-Lacke von alessandro dran und zwar "Ipanema Orange". Geht es noch jemandem so, dass er bei Ipanema an die alkoholfreie Variante von Caipirinha denken muss? Da passt nämlich orange nicht so wirklich als Farbe dazu - ich hätte zu den Namen eher einen grünen Lack erwartet; Ipanema ist allerdings auch der Name eines Stadtteils und eines Strandes in Rio de Janeiro - da darfs dann also gerne orange sein!
"Ipanema Orange" ist nach zwei Schichten deckend - wie erwartet eine sehr kurze und angenehme Trockenzeit. Die Deckkraft hat mich jedoch aus mehreren Gründen überrascht: Im Fläschchen sieht der Lack leicht pastellig aus - auf den Nägeln lande ich dann wieder bei meiner Frage, ob das wirklich ein Cremelack ist? Der Lack an sich ist nämlich nicht typisch cremig und auch eher orange-durchsichtig (hach, schwierig zu beschreiben)... Da ist allerdings von dem Pastelleinschlag eher weniger zu sehen. Das Ganze wurde dann noch mit einer Schicht Topsealer garniert - im Prinzip wäre das vom Finish her aber gar nicht nötig gewesen.
Allerdings ist "Ipanema Orange" auch kein quietschorangener Lack - vom Farbton würde ich eher in Richtung Kürbis, also etwas ins Gelbstichige, tendieren... Ich war auf jeden Fall von der Farbe überrascht, finde sie aber sehr hübsch. Im schattigen und sonnenlosen Tageslicht scheint der Lack auch eher ein bisschen blasser und gelber zu sein, als er in anderen Lichtbedingungen daherkommt.

Denn auf den Nägeln kommt durchaus auch ein bisschen Orange (also die Frucht) raus - während im Fläschchen immernoch der leicht milchige Unterton im Vordergrund steht. So würde ich ja sagen, dass da tatsächlich eine Orange Modell für die Farbe gestanden hat - ein schöner, klarer und intensiver Farbton. Während ich Gelb so gar nicht mag, habe ich mit Orange witzigerweise gar kein Problem. Versteh das mal einer... Was ich an "Ipanema Orange" aber so toll finde, ist das klare Finish, das den Lack in allen Verhältnissen auszeichnet und ihn auch immer ein bisschen strahlen lässt.

Mit ein bisschen Glücl erwischt man dann noch etwas Sonnenschein und die Unterschiede zwischen Flasche und Nägeln werden so richtig eklatant: Der intensive Orangeton auf den Nägeln steht einem deutlich gelbstichigen, hellen und pastelligen Ton im Fläschchen gegenüber - und ja, das ist wirklich der gleiche Lack!
Tja und in der prallen Sonne kann man so ein bisschen erahnen, wo das Nagelweiß anfägt - bombenundurchsichtig ist der Lack unter diesen (extremen) Lichtbedingungen dann doch nicht, aber das fällt aus einem selbst wohl kaum jemandem auf. Allerdings wird das Orange durch die Sonneneinstrahlung einen Hauch weniger quietschig und wieder etwas gelblicher und dezenter - allerdings immernoch weit entfernt von dem Fläschchenpastell.

Und zum Schluss gibts noch ein kleines Experiment, an das ich mich an Tag 3 gewagt habe - bei Cyw hatte ich nämlich dieses süße Design mit Crackle gesehen, also hab ich meinen roten von Kiko genommen (und mich geärgert, dass ich den orangenen habe stehen lassen) und mich da auch dran probiert: Nicht so hübsch wie das Original, aber trotzdem tragbar und akzeptabel!

Insgesamt habe ich "Ipanema Orange" übrigens viereinhalb Tage getragen - nach dreien kam der Crackle drüber, aber man sieht auch da recht gut, dass die Nagelspitzen noch top in Schuss waren. Von Tipwear also nicht viel zu vermelden, auch ansonsten hat sich der Lack tadellos gehalten. Was mich dann aber begeistert hat, war das unglaublich einfache Ablackieren: Nach drei mal Wischen waren meine Nägel blitzeblank, nirgendwo auch nur ein Hauch von Orange zu sehen. So macht sogar das Ablackieren eines Lackes Spaß!