Mittwoch, 29. Februar 2012

essence colour & go quick drying nail polish 72 Time for romance

Im Rahmen meiner momentanen Blingbling-Begeisterung (für die ich heute ansatzweise eine Erklärung gefunden habe, oder mir das zumindest einbilde... Ich muss das noch genauer überprüfen!) habe ich also in meinen jungfräulichen Lacken nach einem würdigen Kandidaten gesucht und dabei feststellen müssen, dass ich ganz viele schimmerfreie Cremelacke rumstehen habe... Also griff ich schließlich zu einer Glitzerbombe, dem "Time for romance", dem roten Bruder zu Blue addicted. Mir war schon klar, dass das Ablackieren grausam werden würde - aber da hatte ich mich geirrt.

Um ein halbwegs deckendes Ergebnis zu erzielen, habe ich schließlich drei Schichten des Lackes gebraucht - die erste ultradünne und dann zwei etwas dickere. Das Rot ist halt nicht so richtig rot und lässt somit auch Deckfähigkeit vermissen, aber was solls! Hat schon fast einen leichten Rosaeinschlag - aber für mich noch im akzeptablen Rahmen.
Ich muss sagen, dass mich der Lack jetzt nicht so begeistert, wie die blaue Version... Hier fehlt ein bisschen die Intensität und der "Bäm"-Effekt, den der tolle dunkelblaue Bruder hat. Vom Aufbau her sind die beiden allerdings gleich - hexagonaler Glitter und lauter weiterer kleinfitzeliger Kram. Die Farbbasis ist allerdings sehr viel sheerer (komisches Wort...), wodurch der Lack aber auch ein bisschen gesetzter und edler wirkt.
Die kleinen Glitzerpartikelchen machen sich allerdings nicht nur in Rot bemerkbar, sondern funkeln holomäßig in Grün und Blau und Gold und schauen einfach toll aus, wenn Licht drauf fällt - oder eher falls? Hier ist das Wetter nämlich momentan mal wieder sehr graulastig, was zumindest diesem Lack nicht zu seinem Glanzauftritt verhilft.
Mit Blizt wird das potenzielle Gefunkel ein bisschen sichtbarer, allerdings genauso die eher mittelprächtige Deckkraft des Lackes... Ein intensives, quietschiges Rot hätte ich (trotz meiner eher mäßigen Begeisterung für Rot!) doch spannender gefunden. Insgesamt finde ich den Lack aber hübsch und kann mir auch gut eine Schicht davon über einem roten Lack vorstellen. Ich hatte mich aber mit dieser Farbe angefreundet, bis ich am zweiten Tag in meinem Auto saß und an der Ampel halten musste - und auf einmal den Lack des kompletten Zeigefingers aus meinem Schoß klauben konnte. Auf der Arbeit angekommen (natürlich ohne irgendeinen Klarlack in der Handtasche), habe ich also gleich mal den Sekundenkleber gezückt, um den Tip zumindest halbwegs auf meinem Finger zu fixieren.
Auf dem Weg durchs Büro durfte ich dann vom Boden den Zeigefingertip der anderen Hand aufheben und musste im Lauf des Tages auch noch zwei weitere Nägel festkleben. Zu Hause angekommen, konnte ich dann ohne viel Gewalt sämtliche (!) Nägel komplett ablösen - nichtmal viel Druck oder Kraft musste ich anwenden, lediglich ein kleines bisschen an einer Ecke anheben. Ich vermute mal, dass der Basecoat mir momentan nicht so ganz zusagt, allerdings war das mein erstes Erlebnis dieser Art - perfektes Ablackieren ohne auch nur den geringsten Kontakt zu Nagellackentferner! Deswegen gibts heute auch nix zum Thema Haltbarkeit - die wurde ja mutwillig torpediert...

Verzieh dich, Februar...

Ich gebe zu, auf diesen Monat hätte ich gerne verzichtet - besonders auf die letzten Tage. Ein Unglück jagt das nächste, eine Hiobsbotschaft nach der anderen - irgendwann fängt man an sich zu fragen, ob das gerade wirklich alles ernsthaft passiert und welches fiese Schicksal sich so einen miesen Scherz erlauben kann. Auch wenn mein Monatsfazit definitiv nicht gut ausfallen wird, werfe ich mal einen Blick auf meine grandiosen Vorsätze.

1. Freizeitgestaltung: Freizeit - was war das denn nochmal? Ich habe es zwar geschafft, zwei Bücher zu lesen diesen Monat (zugegeben, ein kleines bisschen stolz darf man darauf doch sein, oder?), ansonsten war da aber nicht wirklich viel Zeit zu meiner freien Verfügung. Und wenn, dann habe ich sie am Telefon oder mit Schlafen zu gebracht. Änderungsbedarf: Sehr hoch!

2. Sport: Ha, Erfolg, Erfolg, Erfolg! Ich habe mich tatsächlich auf einen Null-Stand hingearbeitet und kann jetzt brav immer meine Tage abstreichen, an denen ich aktuell auch Sport mache. Find ich genial und versuche jetzt auch, mir einen kleinen Bonus rauszuarbeiten - zumindest bald... Momentan genieße ich es, wenn ich einen Abend auch mal nichts machen kann. Das Wetter bei uns ist auch etwas milder geworden, sodass ich vielleicht bald mein Fahrrad aus dem Keller holen kann...

3. Kochen: Jaaa, wenn man experimentiert, geht halt auch mal was in die Hose... Also mittelprächtige Ergebnisse, wobei ich öfters Abends noch schnell was in der Pfanne gemacht habe. Das sind dann zwar keine kulinarischen Glanzleistungen, aber auch was Einfaches kann lecker schmecken! Dafür bin ich wieder von den Suppen runtergekommen und diesen Monat total heiß auf Champignons gewesen... Mal sehen, was im März gehypt wird.

4. Sinnvoll konsumieren: Na, das war dann wohl eher mittelprächtig... Ich muss einen ganzen Topf Suppe wegschütten - geschmacklich grausam und da war einfach nichts zu ändern. Auch mein Schafskäse-Blätterteig-Kuchen war nur in homöopatischen Dosen genießbar - der Schafskäse war einfach zu salzig und zu aufdringlich, obwohl ich deutlich weniger genommen hatte, als im Rezept stand. Wenn Sachen so absolut gar nicht schmecken, machts ja auch keinen Sinn, sich zu zwingen... Ansonsten ging noch ein Päckchen Frischkäse in den Müll, dass von einem Besuch über war (ich bin halt kein Frischkäsefanatiker) und zwei Päckchen Hefe - optimal ist was anderes, aber es ist bis auf den Frischkäse nichts wegen zu langer Lagerung schlecht geworden.

5. Job: Neben einigen seltsamen Erlebnissen auf der Arbeit, die ich gekonnt ignoriere (mein Chef bat mich tatsächlich darum, öfters anwesend zu sein... Mir ist bis heute nicht klar, warum ich das tun sollte...), habe ich gerade ein kleines Fünkchen Hoffnung, dass sich vielleicht in nächster Zeit etwas ändern könnte. Aber dieses Fünkchen ist so unrealistisch, dass ich mir da lieber keine Gedanken drum mache.

6. Mehr Spaß haben und noch gelassener werden: Oh gelassener bin ich definitiv geworden - was hier auf der Arbeit teilweise abgeht, geht eigentlich auf keine Kuhhaut. Aber wenn sich die Kollegen zum Affen machen, ist das ja nicht mein Problem. Ja, es ist peinlich - ja, die Konsequenzen, die mein Chef daraus zieht, sind ebenso peinlich... Aber mein Entschluss, was meine Zukunft hier angeht, steht schon ziemlich fest. Jetzt muss sich "nur noch" die passende Gelegenheit ergeben...

Ne, ehrlich - auf diesen Februar hätte ich gerne verzichtet. Das einzig Gute, das ich aus diesem Monat ziehen kann ist die Erkenntnis, dass ich wirklich ein ziemlich bescheidenes Persönchen bin und nicht viel brauche, um zurecht zu kommen. Auf der anderen Seite wurde mir aber auch deutlich, dass ich mit meinem Job gerade in einer Sackgasse bin - und diese Sackgasse eigentlich gar nicht meinen Fähigkeiten und meinen Ansprüchen genügt. Auf dass der nächste Monat besser wird und sich keine Abgründe mehr auftun!

Dienstag, 28. Februar 2012

Die Lena guckt ein bisschen...

Auch wenn mir heute nicht übermäßig nach vielen Worten ist, lenkt die Schreiberei doch ein bisschen ab... Deswegen habe ich die Fotos von heute Morgen mal durchgeguckt, ob ichs geschafft habe, zumindest ein oder zwei sinnvolle Bilder von meinem AMU zu machen - naja, sagen wir einfach, ich war so mittelprächtig erfolgreich... Aber da ich desöfteren darum gebeten wurde, ein paar meiner Malereien zu zeigen, gibt es jetzt die halbwegs herzeigbaren Bilder:
Ich bin heute mit relativ viel Grün auf dem Auge aus dem Haus gegangen - zugegeben, weil ich einen grünen Nagellack drauf habe, habe ich mich an einem passenden AMU versucht. Um gleich aller Verwirrung vorzubeugen: Ja, das sind farbige Kontaktlinsen! Auf dem oberen Foto habe ich es tatsächlich geschafft, das "perfekte" Bild mit großer Pupille zu schießen (das Foto ist nicht nachbearbeitet!) - auf dem unteren sieht man zumindest den Unterschied zwischen meiner echten Augenfarbe und der Linse.
Der Mischmasch aus einem grünen MNY-Lidschatten und einem uralten, olivgrünen von p2 (man frage mich nicht nach Namen...) wurde im Innenwinkel ein bisschen mit "mystic lemon" von essence aufgehellt und hat noch einen grauen Lidstrich bekommen (aus einem der essence-Smokey-eyes-Sets) und dann noch mit ein bisschen Mascara getoppt. Voilá, keine große Hexenkunst dabei! Nichts Spektakuläres und keine großartigen Geheimnisse, aber zumindest kann man so auf die Arbeit gehen.
Alle frontalen Fotos, auf denen beide Augen zu sehen sind, sind leider unscharf und matschig geworden - da muss ich noch üben *seufz*. Allerdings erkennt man auf den Fotos mein Problem schonmal ganz gut: Auf meiner Wasserlinie hält einfach kein einziger Kajal - ich hatte hier einen dunkelgrünen aufgetragen, aber der hat sich direkt nach dem Auftrag schon wieder verabschiedet *grml*. Ich krieg da einfach nichts ordentlich drauf - schwarz färbt ab und an mal ein bisschen vom oberen Wimpernkranz ab, aber richtig bunt krieg ich meine untere Wasserlinie einfach nicht - blödes Auge!

Sonntag, 26. Februar 2012

Depend 249

Meine nette Kollegin brachte mir von einem Ausflug nach Stockholm einen Lack der schwedischen Marke "Depend" mit (in einer Papiertüte, in die etwa 400 dieser Fläschchen reingepasst hätten *kicher*). Irgendwie hat sie wirklich mit der Farbe total meinen Geschmack getroffen, obwohl wir uns nie drüber unterhalten haben, wer welche Farben gern hat und auch mein Kleierschrank lässt jetzt nicht unbedingt auf Vorlieben schließen (lediglich auf die Abneigung gegen Rosa!).
Die zwei Schichten, die eine perfekte Deckkraft bei mir braucht (jaja, ich lackiere einfach dünn), sind relativ flott getrocknet und wurden dann mit dem Top Sealer versiegelt. Und die tolle, intensive Farbe, die sich aus der klangvollen 249 ergibt, ist ein... Ehm Türkiston? Blaugrün? Grünblau? Teal?Man mag sich da um die korrekte Bezeichnung sicherlich kloppen, aber ich finde die Farbe genial.
Und sie ist auch in unterschiedlichen Lichtverhältnissen ziemlich wandelbar - das kann man vielleicht schon am Fläschchen erahnen, dort wirkt der Lack nämlich heller, als er auf den Nägeln dann tatsächlich rauskommt. Ich durfte dann - dank unterschiedlicher Tageszeiten und Räume - auch tatsächlich miterleben, wie sich die Farbe von einem grünstichigen Blau über ein eindeutiges Türkis zu einem leicht bläulichen Grün veränderte und war einfach begeistert.
Auch wenn ich keinen blassen Schimmer habe, was der Lack gekostet hat, ist das doch ein wahres Schätzchen. Die Farbe gibts definitiv öfters, aber diese Vielfalt habe ich noch nicht bei übermäßig vielen Lacken gesehen. Meistens sind die dann ja doch eher eindeutig in ihrer Farblage und variieren eher in der Helligkeit oder Intensität, aber nicht so sehr in der Dominanz einzelner Farbanteile... Da ich in letzter Zeit aber mehr auf Schimmer und Blingbling stehe (was das wohl über meinen Geisteszustand aussagt...?), habe ich noch fix einen Topper ("Edward" von essence) drübergepinselt und mich ein wenig daran erfreut.
Edward besteht aus unterschiedlich großem Glitter in silber und türkis (?), der sich - wie man gut sieht - auch nicht sonderlich gleichmäßig verteilt. Aber dafür macht er einen schönen Effekt und passt gut zu der Grundfarbe des Depend 249 ("Bella", der zugehörige Cremetwin zu Edward dürfte dem recht ähnlich sein). Die Kombination fand ich klasse und habe den Lack insgesamt vier Tage getragen - die Haltbarkeit war also durchaus akzeptabel, keine größeren Macken und nur ein bisschen Tipwear. Das Ablackieren war beim Glitterkrams natürlich nicht ganz angenehm, aber der Depend-Lack hat gar keine Probleme gemacht. Gott sei Dank keine fiesen Schlieren oder Verfärbungen - also wer irgendwo mal einen Lack der Marke sieht: Zugriefen!

Samstag, 25. Februar 2012

Danke Samstag, ich verzichte...

Es hätte so ein schöner Tag werden können - draußen teilweise wunderschönes Wetter, die Sonne scheint und es ist sogar angenehm warm. Aber nein, ich habe heute Nacht mal wieder totalen Quatsch geträumt und liege (ganz bestimmt deswegen!!!) seit dem Vormittag mit Kopfschmerzen und Schüttelfrost unter meiner Decke im Wohnzimmer und verfluche den Tag- Gott sei Dank hab ich genug DvD-Staffeln, um nicht auf das idiotische Fernsehprogramm angewiesen zu sein. Wieso werde ich bitte immer am Wochenende "krank"? Das Thermometer behauptet zwar, ich hätte kein Fieber, aber ich fühle mich richtig matschepampig...
Alle fünf Minuten hab ich Gänsehaut am ganzen Körper, obwohl ich inzwischen dick eingepackt bin... Der Grießbrei zum Mittag hat nichts geholfen, die heiße Schokolade auch nicht - also kommt jetzt die geballten Ladung bestehend aus einer Kopfschmerztablette, einer Wärmflasche, einer Tasse Tee und ein paar Kiwis. Vielleicht helfen mir ja Vitamine wieder auf die Beine *seufz*.

Freitag, 24. Februar 2012

Das Herz des Abwûn - E. M. Jungmann

Dank maedchen (irgendwie bist du aber auch an vielem "Schuld"!) bin ich auf Bloggdeinbuch gestoßen und habe mich dort angemeldet. Am meisten hat mich gereizt, dass es eine feste Frist gibt, die einen zum Lesen "zwingt", was ich als sehr positiv empfinde, da ich mir dadurch Zeit freischaufle, um endlich zum Lesen zu kommen. Ich fand es nicht einfach, mich für eines der Bücher zu entscheiden und beim ersten hatte ich auch Pech und wurde nicht ausgewählt. Beim zweiten Versuch war mir jedoch das Glück (oder viel mehr, der Verlag) hold und so hielt ich bald meine Ausgabe von "Das Herz des Abwûn" von E. M. Jungmann in der Hand.
Das Herz des Abwûn ist im EPIDU-Verlag erschienen, nachdem die Resonanz aus der Community und auch von den Lektoren sehr positiv bewertet worden war. Zu beziehen ist das 353-Seiten lange Werk (u.a.) versandkostenfrei direkt über den Verlag. Gleich auf den ersten Blick ist mir doch aufgefallen, dass in dem Buch ein kleines Pappschildchen steckte - "sign." steht da drauf und Tatsache:
Wooza! Oder doch lieber Bazinga? Egal, aber signiert! Wenn das mal nicht grandios ist, weiß ich auch nicht - ich finde es doch klasse, dass man als Rezensent auch noch ein signiertes Exemplar bekommt! Aber genug der Rahmenbedingungen und "Äußerlichkeiten", es kommt doch eigentlich auf das Buch selbst an. Als mystischer Fantasyroman sind eigentlich die Grundvoraussetzungen für meine Begeisterung gelegt (deswegen hatte ich mich ja auch für das Buch beworben...) und ich war gespannt, ob sich meine Erwartungen erfüllen konnten.

Ich habe das erste Kapitel gelesen und war schon sehr interessiert; es folgten am nächsten Tag drei weitere Kapitel und den Rest habe ich einfach gestern gelesen. Daraus kann man schon schließen, dass ich die Geschichte schon sehr ordentlich fand und so war es auch. Erstmal in Ellens (die Protagonistin, die wir begleiten dürfen) Welt angekommen, wollte ich unbedingt wissen, wie ihre Geschichte weitergeht und wie sich alles entwickelt - und würde jetzt am liebsten gleich den zweiten Teil (den es wohl aber noch nicht gibt) lesen.

Die Story ist unglaublich liebevoll gestaltet - ein vermeintlich gewöhnliches Menschenkind, das sich den Gesetzen einer Welt beugen muss, die inzwischen von drachenköpfigen Wesen, den Kgenmar, "regiert" wird, die die Menschen in einer Art Sklaverei halten. Das Schöne ist, dass man als Leser Ellens Entwicklung mitverfolgen kann und miterlebt, wie sie Schritt für Schritt Informationen erhält, die ihre bisherige Sicht (die Kgenmar sind böse und wollen die Menschen unterdrücken) langsam verändern. Natürlich spielt da eine Liebesgeschichte mit rein - Ellen soll einen Kgenmar heiraten und nicht nur irgendeinen, sondern den künftigen Herrscher. Zunächst ist sie wenig begeistert, aber mit der Zeit legt sie ihre Vorurteile ab und erkennt, welche Möglichkeiten sich ihr, ihrer Welt und ihrem Volk dadurch eröffnen.

Das Buch ist eine angenehme Reise durch eine fantastische Welt, die jedoch gar nicht so unähnlich der unseren ist. Diverse Parallelen lassen sich durchaus finden und im Prinzip ist die Geschichte eine sehr klassische, die deutlich macht, wie sehr wir an unseren Ansichten hängen und uns damit teilweise selbst einschränken. Sprachlich finde ich das Buch sehr angenehm, keine ellenlangen Ringelwurmsätze, sondern eine klare, jedoch bildreiche Sprache, die sich auf das Wichtige beschränkt. Detailreiche Beschreibungen erleichtern es, sich die Welt, die Charaktere und auch fremdartige Wesen gut vorzustellen und ergeben wirklich ein schönes Bild. Herzstück sind jedoch die liebevoll gestalteten Charaktere - sowohl in Ellen, als auch in Jhad Alan (ihren angedachte Ehemann) oder auch die verbohrten menschlichen und kgenmarischen Gegenspieler kann man sich gut hineinversetzen und ihr Verhalten nachvollziehen.

Aus meiner Sicht wirklich ein grandioses und sehr lesenswertes Buch, das mich begeistert hat. Die einzige Sache, die mich ein bisschen gestört hat, war die Verwendung von Kgnemar-Sprache, die teilweise hinten im Glossar erklärt ist - teilweise dann aber nicht. Ich habe also ab und an mal nach hinten geblättert, nur um festzustellen, dass dort keine Erklärung ist und teilweise Dinge erklärt werden, die eigentlich im Text ausreichend erläutert werden. Da habe ich nicht so ganz kapiert, wozu das gut sein sollte - aber dem Lesespaß hat das keinen Abbruch getan. Ich hätte bitte gerne einen zweiten Teil - oder einen zweiten und einen dritten, egal, Hauptsache mehr!

Donnerstag, 23. Februar 2012

Gnocchi mit Frischkäse-Champigon-Soße

Heute gibts nahezu ein Bild "frisch aus dem Kochtopf" bzw. der Pfanne. Ich war nämlich mittelmäßig faul und habe mir heute nur fix ein paar Gnocchi gemacht (nein, nicht die Gnocchi selber gemacht, sondern fertige genommen). Aber da ich es wirklich lecker fand und schnell zuzubereiten, gibts das frei abwandelbare Rezept einfach mal hier auf dem Blog!

Zutaten:

250 g Gnocchi
100 g Frischkäse
50 g Bacon
3 Champignons
1/2 Zwiebel
etwas Wasser
Salz, Pfeffer, Oregano
Öl / Butter

Die Gnocchi in kochendem Salzwasser garen, in der Zwischenzeit Champignons, Zwiebeln und Bacon in kleine Streifen oder Würfel schneiden. In einer Pfanne etwas Öl oder Butter erhitzen, die Pilze mit etwas Salz und Pfeffer anbraten, bis zumindest ein Großteil vom austretenden Wasser weg ist. Dann die Zwiebeln dazugeben und glasig werden lassen, anschließend den kleingeschnittenen Bacon dazugeben. Das Ganze noch kurz braten lassen, dann etwa eine halbe Tasse Wasser in die Pfanne geben.und den Frischkäse einrühren. Nach Belieben noch mit Salz, Pfeffer und Oregano nachwürzen (oder frische Kräuter am Ende drüberstreuen); alternativ kann man auch Kräuterfrischkäse nehmen, aber die mag ich nicht sonderlich.
Die (entweder inzwischen abgeschöpften oder noch im Wasser wartenden) fertigen Gnocchi mit in die Pfanne geben und kurz in der Soße ziehen lassen und - voilá! - fertig! Wer keine sabschig vollgesaugten Gnocchi mag (ich liebe sie so!), kann die Soße natürlich auch einfach so über die Gnocchi (oder andere Nudeln) geben.
Die Menge (1/2 Gnocchipackung) reicht für eine ziemlich hungrige Lena, die das in zwei Portionen, wie unten auf dem Tellerbild zu sehen, verputzt. Durch den Frischkäse ist das Ganze noch ein klitzekleines bisschen "gesünder" als eine ordentliche Sahnesoße - aber ein bisschen was muss man sich doch gönnen! Ich mag den Frischkäsegeschmack einfach, aber im Prinzip ginge die Champignon-Zwiebel-Bacon-Mischung auch pur über die Nudeln (oder einfach so pur *hust* zu Brot). Wer ganz dekadent ist, kann dann noch etwas Käse drüberstreuen oder alles noch mit Käse überbacken...
Ich muss sagen, ich mag die zweite Portion immer lieber, als die erste - dann ist nämlich die Soße noch ein bisschen eingedickt und die Gnocchi so richtig schön pantschig vollgesogen... Hach, wenn mein Bauch nicht schon voll wäre, könnte ich glatt noch eine Portion futtern!

Mittwoch, 22. Februar 2012

Maybelline mini Colorama 52 Dark Plum

Ein weiteres Auslands-Mitbringsel war "Dark Plum" aus der mini Colorama-Reihe von Maybelline. Warum bei uns nur Rot- und Rosatöne in der Reihe zu finden sind, weiß ich nicht... Die dunkle Pflaume fand ich im Fläschchen schon wirklich schön, allerdings habe ich irgendwie in letzter Zeit viele Lilatöne gekauft und so stand das Pfläumchen erstmal ein bisschen vor sich hin. Dann packte mich aber doch wieder die Lilaphase und das Fläschchen musste dran glauben.

Beinahe hätte mir eine Schicht gereicht, um ein schönes Ergebnis zu erzielen - aber an einigen Stellen war dann doch ein kleines bisschen zu wenig Lack drauf, also kam Schicht zwei drüber. Dadurch wurde die Farbe auch deutlich tiefer und intensiver, was mich an diesem Lack wirklich begeistert. Ein ganz tolles, dunkles Violett, so richtig pflaumig - genauso sehen die Dinger nämlich aus, wenn man sie frisch vom Baum pflückt und dann glattpoliert... Der Name ist hier also ein Volltreffer!
An und für sich ist das ein reiner Cremelack - die kleinen Schimmerteilchen (vorwiegend auf dem Ringfinger) stammen vom Top Sealer. Ich habe meine zweite Flasche benutzt und anscheinend hatte die vorher intensiven Kontakt mit einem Schimmerlack... Auch wenn ich momentan ein Faible für Schimmer habe, finde ich diesen cremigen, dunkeln Lilaton einfach wunderschön. Auch im Blitzlicht macht er was her, hier kommt ein bisschen mehr Farbe durch und der Lack wirkt nicht ganz so dunkel.
Nach zwei Tagen stand ich mit ein bisschen Tipwear vor der Überlegung, alles wieder abzulackieren, aber dann fiel mir "Fame" von Nyx wieder ein und ich pinselte eine Schicht der Glitzerteilchen auf die Pflaumen - ein hübsches Ergebnis, diese ruhmreichen, dunklen Pflaumen:
Bei "normalem" Licht scheinen der Fame-Glitzer ziemlich blau zu sein, faktisch ist das aber ein Lila. Ich tippe mal, dass auf der dunkelvioletten Basis einfach eher die Blauanteile in den Vordergrund treten? Egal, was der Grund ist, ich finde diese Kombination wirklich hübsch - Fame taugt also als Topper durchaus! Auf dem Bild ist nur eine Schicht zu sehen und es wird schon klar, dass es schwierig ist, den Glitzer gleichmäßig zu verteilen.
Im Sonnenschein (Sonne!!!) wirkt der Glitzer schon wieder deutlich lilaner und ich fand das Zusammenspiel der beiden Lacke wirklich hübsch. Das durfte dann auch noch zwei weitere Tage so bleiben, dann kam die kurze Freude mit dem Nagellackentferner... Logischerweise war der Glitzer nicht ganz so einfach zu entfernen, aber auch nicht übermäßig schwierig. Der dunkle Basislack ging Gott sei Dank völlig ohne Probleme runter und das Fläschchen steht jetzt neben seinem hellblauen Brüderchen im "lackiert!"-Regal.

Dienstag, 21. Februar 2012

Schnipselchen für Inas Pinkbox

Bei Ina geht die Pinkbox inzwischen in die dritte Runde. Auch wenn ich ja kein Fan von Pink bin, finde ich die Idee supersüß und die Umsetzung auch klasse. Man kann sich durch Lösen einer Aufgabe für die Verlosung der Pinkbox bewerben, die liebevoll von Ina gepackt wird. Eigentlich wollte ich das letzte Mal schon mitmachen, hatte dann aber irgendwie keine Zeit, bzw. bin nicht fertiggeworden - aber wer weiß, vielleicht kann ich das ja irgendwann nochmal wiederverwenden.

In der dritten Runde geht es darum, einen Ausschnitt eines Make-Up-Produktes zu posten. Ich habe lange überlegt und dann schließlich (eigentlich durch einen dummen Zufall...) dann auch noch etwas in der passenden Farbe gefunden (womit ja schon klar sein dürfte, es handelt sich NICHT um einen Nagellack):
Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich Inas Idee einfach total klasse finde - bei dem ganzen Boxendrama, das es in der letzten Zeit ja vermehrt gibt, finde ich es super, dass sie sich die Mühe macht, besondere Produkte in ihre Box zu packen und nicht nur irgendwelche ungeliebten Sachen zu recyclen. Die bisherigen Boxen (hier bei Tascha und hier bei Sofia zu sehen) fand ich beide sehr schön zusammengestellt, deswegen versuche ich jetzt auch mal mein Glück!

So, jetzt dürft ihr raten, was das nun genau ist - ich vermute ja, dass es recht einfach ist, rauszukriegen, um welche Produktgruppe es sich handelt. Aber das genaue Produkt haut glaube ich nicht hin; es ist auch kein aktuelles Teil... Na, ich bin jedenfalls mal gespannt - wer noch mitmachen möchte, hat bis zum 01.03.2012 um 12 Uhr Zeit!

Montag, 20. Februar 2012

Rival de Loop Compact Powder

Wenn ich es morgens nicht aus Versehen vergesse, benutze ich zumindest ein bisschen Puder, um mich irgendwie halbwegs ansehnlich zu pinseln. (Ab und zu fällt mir nämlich vorwiegend in dem Moment, in dem ich schon mein halbes AMU geschminkt habe, tatsächlich ein, dass ich das Puder total verpennt habe...) Irgendwann letztes Jahr habe ich mir das Kompaktpuder von Rival de Loop gekauft und man mag es kaum glauben, aber: Inzwischen ist es leer!
Ich habe das Puder sehr gerne benutzt, lediglich der letzte Rest war ein bisschen anstrengend... Wie gewöhnlich waren nämlich die Ränder stehengeblieben und ich durfte dann mit meinem Pinsel (Das beliegende Puderkissendings (hat das einen richtigen Namen? Es ist keine Quaste und auch kein Schwämmchen...) ist bei mir gleich im Müll gelandet - irgendwie kann ich mit den Teilen so gar nichts anfangen.) wie wild in diesem Pfännchen rumschrubben, um tatsächlich irgendwas auf den Pinsel zu kriegen. Aber letztendlich habe ich dann auch das allerletzte Krümelchen in mein Gesicht geklatscht bekommen (allerdings hat der Pinselstiel da ordentlich nachgeholfen, erstmal alles aus den Ecken rauszupfriemeln und dann schön kleinzustampfen...).

Ich muss sagen, dass ich mit dem Puder wirklich zufrieden war - es hat glänzende Stellen schön mattiert, ließ sich angenehm auftragen und gut verteilen. Klar, die Deckkraft war nicht unbedingt hoch, aber ich persönlich brauche das von einem Puder auch gar nicht. Für den Sommer war es nicht der optimale Begleiter, aber das liegt einfach daran, dass ich mit dem Rad zur Arbeit fahre und dabei zugegebenermaßen auch ein wenig ins Schwitzen komme. Da ließ sich dann nach der Fahrt teilweise das Puder mit abwischen bzw. abtupfen, wodurch natürlich die Mattierung dann hinüber war - aber das hielt sich alles in Grenzen..

Meine Haut kam mit dem Puder auch sehr gut zurecht, keine Zickereien oder sonstige Probleme und hat sich auch nach dem Pudern schön weich angefühlt. Wenn nicht gerade eine Affenhitze herrscht, tut das Puderchen seinen Dienst. Allerdings bin ich stolz wie Oscar, dass es jetzt tatsächlich mal alle ist - es dauerte gefühlte Jahrhunderte, vor allem, als das Pfännchen schon zu sehen war. Momentan hab ich noch ein paar andere Puder rumliegen, die gerne geleert werden wollen (auch ein paar lose, da bin ich schon richtig gespannt drauf...) - aber auf lange Sicht kann ich mir gut vorstellen, mir einen Nachfolger von diesem hier zu holen.

Sonntag, 19. Februar 2012

my Secret 144 Vanilla

Nach dem Dunkelblau habe ich mich gleich an das pastellgelbe Fläschchen gemacht, um my Secret erstmal in den "schon lackiert"-Aufständer zu verbannen. Auch wenn mir gerade nicht so richtig nach einem pastelligen Gelb war (ich glaube, mir war auch noch nie nach einem Pastellgelb; Gelb ist definitiv eine der Farben, mit der ein ein paar generelle Probleme zu haben scheine!), habe ich mich mal wieder bei Elena bedient und ihre Idee geklaut.

Zu meinem Erstaunen war der Lack überhaupt nicht zickig, was das Lackieren angeht. Weder übermäßig dick, wie manche Pastelllacke, noch überaus flüssig, sondern eine angenehme, durchschnittliche Konsistenz. Allerdings brauchte ich für eine ordentliche Deckkraft drei Schichten - was bei der unglaublich schnellen Trockenzeit aber kein Problem darstellte. 
Dummerweise haben sich trotzdem ein paar kleine Bläschen bemerkbar gemacht, als ich fertiglackiert hatte (allerdings nur sehr vereinzelt, also ist das wohl auf meine Unregelmäßigkeiten im Auftrag zurückzuführen). So im normalen, sonnenlosen Tageslicht schaut der Lack fast ein bisschen weißlich aus, aber es ist tatsächlich ein helles Pastellgelb, das den Namen "Vanilla" durchaus verdient hat.
Glücklicherweise kam irgendwann tatsächlich die Sonne raus und ich konnte ein paar frühlingshafte Bilder machen. Auch wenn die Sonne nicht direkt draufknallt, wird der Gelbanteil hier doch deutlicher. An und für sich wirklich eine hübsche und dezente Farbe - aber ich kann mich immernoch nicht entscheiden, ob ich den Lack hübsch finde oder nicht. Das Problem hatte ich allerdings auch, als ich ihn getrage habe - nahezu im Minutentakt konnte sich meine Meinung darüber ändern, ob das Gelb jetzt hui oder pfui ist... 
Tatsächlich gibts dann noch ein Bild im Sonnenschein - und da mag ich das Pastellgelb wirklich auf meinen Nägeln. Allerdings war mir recht schnell klar, dass ich gegen dieses ambivalente Ja-Nein-Gefühl unbedingt was tun musste und da Elena so eine schöne Schmetterlingsmani gepostet habe, habe ich mich einfach an einer Kuhflecken-Variante versucht.
Mit dem Ergebnis bin ich so mittelprächtig zufrieden - insgesamt habe ich ein bisschen zu viel Glitzerkrams verwendet... Zuerst kamen natürlich mit einem schwarzen Tippainter die Flecken drauf (auf der linken Hand ging das ja noch gut, aber mit Links malen ist gar nicht so einfach!), dann habe ich von essence "Mystic mermaid" verwendet und das war aus meiner Sicht der Fehler. Dadurch wurde das Schwarz nämlich eindeutig von diesen silbernen und bläulichen Partikeln ent-schwarzt... Da haben dann auch der Dance-Topcoat und ein weiterer Topper von Kiko (Sparkle touch multicolor sequins) nicht mehr so wirklich viel geholfen - der tolle Flake-Effekt wurde einfach boykottiert von dem Schimmerkrams.

Aber insgesamt ist das auf jeden Fall eine grandiose Idee, wie man pastellige Lacke relativ einfach aufpeppen kann und sich etwas Besonderes auf die Nägel zaubern. Gibts beim nächsten Pastelllack bestimmt mal wieder, wenn es die Zeit zulässt. Das Ablackieren gestaltet sich je nach verwendetem Glitzer natürlich mal mehr oder minder schwierig - in meinem Fall gings ganz gut, da weder Farblack noch die Topper übermäßig viele nervige Glitzerpartikel hatten. Die Flakes gingen gut weg, Mystic mermaid auch, lediglich der Kiko hat etwas gestört, aber das hielt sich sehr in Grenzen.

Spieglein, Spieglein...

... auf dem Tisch! Seit Freitag bin ich stolze Besitzerin einen Kosmetikspiegels - was allerdings nur einem Zufall zu verdanken ist. Ja, es mag unglaublich klingen, aber bisher hatte ich einfach keinen Schmink- oder Tischspiegel, sondern habe mich immer brav vor meinem Wandspiegel im Badezimmer wild verrenkt und dabei desöfteren die eine oder andere Tube, Dose oder auch weitere Schminkutensilien von der Ablage gefegt.
Freitag Nachmittag hatte ich allerdings einen wichtigen Termin und wollte die Tatsache ausnutzen, dass ich sowieso ein Tagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel kaufen musste. Also ein bisschen früher aufgestanden, als notwendig, und ab in die Stadt gezischt. Zwischendurch habe ich noch bei einem tkmaxx Halt gemacht (bei dem es nichts, aber auch absolut gar nichts Interessantes gab!) und bin dann zu dem Lidl gegangen, der genau nebenan lag. Eigentlich wollte ich mir nur was zu Trinken holen, aber dann entdeckte ich diesen Spiegel, der für 9,99 € zu haben war.

Der Standfuß ist etwa 20 cm hoch, der Spiegel auf der einen Seite ein ganz normaler, auf der anderen Seite eine 5fach-Vergrößerung. Sicherlich kein Wunderding und auch vom Design her schlicht gehalten, aber für 10 € kann man sich nicht beschweren. Die Verarbeitung ist solide, das Teil lässt sich drehen und gut fixieren, die Spiegelflächen sind super und jetzt kann ich mir einen neuen Platz zum Schminken suchen (was übrigens ein weiteres Problem aufwirft, da ich keinen Schminktisch oder ähnliches habe). Bei Karstadt und Galeria Kaufhof hab ich dann mal nachgeschaut, was denn die üblichen Spiegel kosten und da ist mir doch ein bisschen die Puste weggeblieben... Um die 30 € hätte ich dort investieren müssen, um einen Spiegel (allerdings nur mit einer 3fach-Vergrößerung) zu kriegen - die 5fachen kosteten dann auch gerne noch einen 10er mehr.

Falls also noch jemand ein Spiegelchen braucht und einen Lidl in der Nähe hat, einfach mal vorbeischauen - für den Preis kann man da wohl nicht allzu viel falsch machen.

Freitag, 17. Februar 2012

Warum Hermes kein Götterbote ist

Hach ja, wer kennt das nicht - man wartet auf ein Paket und es kommt und kommt nicht... Als ich gestern mein Päckchen von brandnooz erwartete, habe ich seit Mittags alle paar Stunden mal in die Sendungsverfolgung geguckt - das letzte Mal um etwa 18 Uhr. Ich saß in meiner Wohnung, werkelte so vor mich hin und klickte gegen 21 Uhr nochmal den Sendungsverfolgungslink an - seit etwa 10 Uhr war mein Paket auf "in Zustellung" gewesen und jetzt erwartete mich ein "Die Sendung wurde zugestellt."

Moment - zugestellt? Wem? Wann? Mir sicherlich nicht! Ich war den ganzen Tag zu Hause, meine Klingel intakt und da hat ganz sicher kein Paketmensch geläutet. Da es inzwischen nach 21 Uhr war, hatte ich auch wenig Lust, zu meinem Briefkasten zu wandern, also besuchte ich den erst heute früh.
Und natürlich lag ein Zettel drin, dass ein Päckchen bei meinen Nachbarn auf mich wartet. Erstaunlicherweise sind das ausgerechnet die Nachbarn aus dem Erdgeschoss - komisch, was? Die Statusänderung wurde laut Sendungsverfolgung gegen halb acht abends ausgeführt und um die Zeit war ich definitiv anwesend, wach und hätte die Klingel gehört... Also war dieser Kerl tatsächlich zu faul, in den 3. Stock hochzulaufen, um mir mein Paket zu geben.

Die schlimmen Bedingungen, unter denen die Zusteller manchmal arbeiten müssen, sind mir zwar nicht egal - aber ist das der richtige Weg, damit umzugehen? Für mich ist das immernoch eine Dienstleistung und ein Service und dazu gehört, dass man zumindest mal versucht, das Paket zuzustellen - auch wenns spät ist und man schon den ganzen Tag unterwegs ist... Ich will gar nicht davon anfangen, was gewesen wäre, wenn ich den Inhalt dringend gebraucht hätte oder heute nicht "nur" bis um 20 Uhr unterwegs gewesen wäre... Ich war gestern Abend schon stinksauer und bin heute beim Abholen des Päckchens auch genervt gewesen.
Hey, es steht "Vorsicht, Glas!" drauf - warum sollten wir das Ding denn dann vorsichtig behandeln?Neben der Macke im Karton (die bei Weitem nicht die einzige war!) gab es dann auch auf dem Inhalt ein paar Spuren. Wäre das ernsthaft Glas gewesen, bin ich mir nicht sicher, ob es heil geblieben wäre.

Auf jeden Fall werde ich eine kleine Mail an Hermes schreiben - aus meiner Sicht geht so ein "Zustellverhalten" so überhaupt gar nicht. Da sitzt man in der Wohnung und wartet - und der Zusteller klingelt noch nichtmal. Er hätte ja auch fragen können, ob ich runterkommen und mein Päckchen abholen kann (auch wenn das nicht so ganz die feine Art ist, aber das hätte ich gemacht!). Bisher war mir Hermes schon nicht übermäßig sympathisch (obwohl ich mich gerade an keinen konkreten Anlass erinnern kann, bei dem irgendwas Negatives vorgefallen wäre), aber seit der Aktion gestern steht der Laden bei mir auf der "no go"-Liste...

Donnerstag, 16. Februar 2012

Schoko-Haselnuss-Kuchen

Es donnerstagt, also gibt es auf dem Sofa wieder was zu Mampfen! Heute - mal wieder - was mit Schokolade. Irgendwie steht Schoki momentan aber auch ganz hoch im Kurs bei mir, wer weiß, warum... Das Rezept hat sich von Man kann' s essen! in meine Liste geschlichen und wurde da letztens wiederentdeckt, vor allem, weil es unglaublich einfach und schnell zuzubereiten ist.

Zutaten:

175 g Butter
175 g gemahlene Haselnüsse
175 g Schokolade
150 g Zucker
6 Eier

Die Schokolade im Wasserbad schmelzen, in der Zwischenzeit die Butter mit der Hälfte des Zuckers schaumig rühren. Die Eier trennen und die Eigelbe in die Buttermasse rühren. Wenn die Schokolade geschmolzen und etwas abgekühlt ist, ebenfalls zur Masse dazugeben und die Haselnüsse unterrühren. Das Eiweiß steif schlagen und dann vorsichtig unter die Teigmasse heben. Den Teig in eine gefettete Form geben und bei 180 Grad etwa 45 Minuten lang backen.
Im Originalrezept waren 175 g brauner Zucker angegeben, da ich aber nur weißen hatte, hab ich einfach ein bisschen weniger genommen. Der Kuchen war immernoch relativ süß, hier hätte also auch noch weniger Zucker durchaus gereicht. Ich habe dann eher browniegroße Stücke aus meiner quadratischen Form geschnitten und fand sie geschmacklich unglaublich lecker. Neben der Schokolade kommt auch ein guter Nusseinschlag raus, was bei einem Schoko-Nuss-Kuchen ja auch so sein soll.
Eine Browniegröße reicht auch vollkommen, da der Kuchen doch ein bisschen gehaltvoller ist. Auf der Arbeit wurden mir die Stückchen förmlich aus der Hand gerissen und man beschwerte sich doch zeitnah, warum denn auf einmal alles weg sei (undankbares Pack, sag ich da nur!). Es ist also durchaus davon auszugehen, dass die Leckerei gut ankam. Was ich wirklich grandios finde ist die "Zutatenarmut" - da ist kein Schnickschnack dabei, sondern nur Sachen, die man sowieso im Haus hat (statt Haselnüssen kann man ansonsten ja auch andere Nüsse oder Mandeln nehmen). Also der perfekte "Oh shit, ich muss noch was backen!"-Kuchen... Und ich verzieh mich mal in die Küche und mach mir was zum Abendessen, jetzt knurrt mein Magen nämlich auch noch!

Mittwoch, 15. Februar 2012

my Secret 150 midnight

Meine Mama hatte mir ja vor geraumer Zeit ein paar Lacke mitgebracht und obwohl ich intensive Blautöne wunderschön finde, musste dieser hier erstmal eine Zeit in meinem Regal fristen und dort ausharren. Im Nachhinein muss ich sagen, dass er das gar nicht zu unrecht getan hat, aber das werdet ihr ja gleich selbst sehen.

Für eine ordentliche Deckkraft habe ich - wie so oft - zwei Schichten lackiert, zum Auftrag gibt es nicht viel zu sagen, der Pinsel ist ein schmaler, "normaler" und funktioniert, wie er soll. Die Trockenzeit war aus meiner Sicht durchschnittlich, als Abschluss kam dann eine Schicht Top Sealer. Die Farbe ist ein tolles Mittelblau, das einfach knallt. Als Cremelack wäre sicherlich noch mehr Knalleffekt da, aber auch mit dem leicht metallischen Glanz schaut die Farbe einfach grandios aus. Dummerweise habe ich nur kein richtig scharfes Foto hinbekommen - keine Ahnung warum die Lichtverhältnisse waren irgendwie schwierig.
Zugegeben, mit solchen Nägeln geht vielleicht nicht jeder auf die Arbeit, aber ich kann mir das Gott sei Dank erlauben. Der Lack ist definitiv ein Hingucker und ich mag die Farbe einfach unglaublich. Allerdings habe ich gerade auch ein Faible für schimmernde Lacke, deswegen macht mich der Lack auch nochmal mehr an, als es die Farbe an sich schon tun würde. Immerhin gibts trotz des metallischen Einschlags keine Streifenbildung, was mir den Lack eigentlich noch sympathischer macht.
Dummerweise war das schon alles, was den Lack irgendwie attraktiv macht. Schon am ersten Tragetag hatte ich nämlich Tipwear und mir gleich mal ein paar Macken in den Lack gehauen. Keine Ahnung, was genau ich getan habe, aber am Nachmittag sahen meine Hände aus, als ob ich den Lack geschlagene vier Tage getragen und dabei wie wild in meiner Wohnung geputzt, gespült und geschrubbt hätte.
Als ich dann noch in die Badewanne hüpfte, konnte ich den Lack von allen (!) Fingern komplett abziehen. Teilweise konnte ich schon im trockenen Zustand an einigen Fingern die Lackschicht deutlich anheben, aber mit ein bisschen einweichen, ging das an allen Nägeln. Dementsprechend gibts keine Infos zum Ablackieren - denn das war in diesem Fall einfach nicht nötig bzw. möglich. Summa summarum ist die Haltbarkeit des Lackes natürlich unter aller Sau - auch wenn die Farbe hübsch ist, bin ich doch enttäuscht.

Dienstag, 14. Februar 2012

"AMU" mit schwarzem Eyeliner

Heute früh - Gott weiß, warum - beschloss ich, die ganze bunte Färberei am Auge auszulassen und im Prinzip nur zu einem schwarzen Eyeliner zu greifen. Während ich normalerweise mindestens zwei Lidschatten trage (ich befürchte, ich kann einfach nichts anderes als smokey-mäßig-verwischt auf meinen Lidern rumzumalen *schäm*), habe ich heute einfach nur einen matten, nuden Lidschatten ("Nubuk" aus der Sleek "Au naturel" Palette) verwendet, außen ein klitzekleines bisschen mit "Moss" abgedunkelt (so, dass es außer mir wahrscheinlich eh niemand sieht) und mir dann den schwarzen Geleyeliner von essence geschnappt.
Was ich ja so gar nicht kann, sind hübsche Schwänzchen... Normalerweise verzichte ich auf die auch, weil sie so oder so im abgedunkelten Außenbereich der Lidschatten untergehen würden, aber ohne abgedunkeltes etwas musste einfach ein ordentlicher (und bitte auch noch symmetrischer!) Lidstrich her. Während am linken Auge alles glatt ging, hat das rechte doch deutlich länger gebraucht (und auch da war ich mir dann nicht so ganz sicher, ob der Lidstrich nicht einen Hauch dünner war, als links...) und durfte drei Mal korrigiert werden, bis ich mit der Höhe und Position des Schwänzchens glücklich war - oder zumindest zufrieden.
Zugegeben - es ist absolut nichts Besonderes, irgendwie Spezielles oder sonstwie Grandios. Aber ich geh eher selten "nur" mit Liner raus, das ist irgendwie doch deutlich auffälliger als mit "bunten" Lidschatten. Obs aufgefallen ist oder nicht, kann ich leider nicht beurteilen - ich vermute, ich könnte auch nackich auf die Arbeit gehen und niemand würde was sagen... Okay, das ist übertrieben, aber es sagt einfach NIE jemand irgendwas zu meinen Klamotten oder sonstigem. Ich fands auf jeden Fall hübsch und bin fast stolz auf mich, dass ich akzeptable Fotos hingekriegt hab.

Wie ist das bei euch so - Liner pur oder doch eher mit Lidschatten drunter? Und ist Schwarz nur für mich nochmal eine krassere Sache als z.B. ein brauner oder grauer Eyeliner?

Eine Postkarte von Axe

Nachdem ich gestern Abend - oder viel mehr, gestern Nacht - erst um halb 1 daheim war, kam ich einfach nicht dazu ein Posting zu machen. Immerhin habe ich gestern 14 von 18 Stunden Wochenarbeitszeit abgeleistet - nicht, dass das jemanden interessieren würde (mein Chef hat mich heute sogar darum gebeten, öfters im Büro anwesend zu sein und dieses nicht gegen Ende der Woche "verwaisen" zu lassen....), aber ich finde einen Arbeitstag, an dem man um 9:15 Uhr im Büro aufschlägt und erst um 00:15 Uhr wieder zu Hause ist, irgendwie anstrengend.

Das beruht zwar darauf, dass wir ab 18:00 Uhr eine Veranstaltung haben, in der wichtige Inhalte vorgestellt und Vorträge gehalten werden, aber gestern zog sich das dann (zwar mit Abendessen, aber trotzdem) tatsächlich bis Mitternacht. Dann musste ich noch nach Hause fahren, dabei an einer Bahnschranke stehen (irgendwie krieg ich die immer ab, wenns spät ist, ich müde bin und nach Hause will...) und war entsprechend fertig, als ich endlich in mein Bett fallen konnte... Heute bin ich seit 9:00 Uhr auf Achse, habe hier ständig was zu tun, Besprechung hier, Hilfe da, Rat geben dort, weil mal wieder jemand irgendwas nicht gebacken kriegt, nicht weiß, wie er in Excel was berechnen soll oder wie irgendwas formatiert ist.

Mein einziges Goodie momentan auf der Arbeit ist eine Postkarte, die ich an einem vermurksten Wochenende aus einem Postkartenständer in einer Kneipe habe mitgehen lassen:
Das ist eine der "neuen" (?) Axe-Postkarten und ich finde den Spruch überaus passend - vor allem, weil er jetzt neben meinem Wasserkocher hängt. Da meine Jungs desöfteren zum Wasserholen abkommandiert werden (zu irgendwas muss es ja mal gut sein, dass man jemanden rumscheuchen kann, oder?), fand ich den Platz sehr gut gewählt. Zugegeben, die Karte ist ein klitzekleines Bisschen zweideutig - aber ab und zu darf man sich ja auch einen Spaß gönnen. Bisher hat sie mir zumindest viele Grinser und eine deutlich erhöhte Bereitschaft, für Wassernachschub zu sorgen, eingebracht - wenn das mal nicht das Hoch des Tages ist!

Sonntag, 12. Februar 2012

MNY 349

Nach den doch eher dunklen Lacken der letzten Zeit war mir mal wieder nach etwas quietschig-buntem. Auf Blau oder Türkis hatte ich nicht so richtig Lust und entschied mich dann für einen wunderschönen, definitiv intensiv roten Lack, den MNY 349 (wenn ich mich nicht irre, ist das ein Lack aus dem Standardsortiment).
In der Flasche scheint es, dass es sich um einen ferrari-roten Cremelack hält, beim Auftrag hatte ich daran jedoch so meinen Zweifel - mit der Deckkraft ist es nämlich nicht allzuweit her. Wenn ich jetzt nicht komplett daneben liege, würde ich den 349 als Jellybase bezeichnen - da lasse ich mich aber auch gerne korrigieren. Wie so oft, habe ich also abends lackiert und erstmal zwei Schichten des Lacks aufgetragen. Mit einer passablen Trocknungszeit ging das auch ganz gut, lediglich die Deckkraft machte mir zu schaffen, ich mag das einfach nicht, wenn das Weiß meiner Nägel durchscheint - da sieht man so gut, wie unregelmäßig meine komischen Pfötchen sind. Auf dem Blitzfoto wirkt der Lack deutlich orangestichiger, als er tatsächlich ist.
Mit diesem Ergebnis konfrontiert, sag ich mich also vor einer Problematik: Was nun? Noch eine Schicht drüberklatschen? Dann wirds wohl auch kaum deckender... Topcoat drüber? Würde nur ein Crackle taugen und darauf hatte ich keine Lust... Wieder ablackieren? Wäre ja auch blöd, eigentlich ist die Farbe ganz interessant... Und da kam mir mal wieder Elena in den Sinn und ihre Maniküren mit Jellybaselacken und - Glitzereinlagerungen! Also fix einen Glitzerlack (in diesem Fall MNY 708A) rausgegraben, eine Schicht Geglitzere auf das Rot gemalt und mit einer weiteren roten Schicht abgedeckt. Obendrüber kam eine Schicht Top Sealer, damit ich mich gemütlich in mein Bettchen legen konnte. Das Ergebnis? Kann sich zumindest halbwegs sehen lassen.
Na, so blöd war die Idee wohl nicht! Vielleicht war der 708A nicht die perfekte Wahl (diese ganz kleinen Partikelchen sind eigentlich nur im Blitzlicht erkennbar, dabei sind die gerade so schön holografisch), aber ich bin mit dem Lack so sehr zufrieden. Wenn man genau hinschaut, scheinen immernoch die Tips durch, aber mit dem gelayerten Glitzer finde ich das nicht gar so tragisch. Im Blitzlicht schillert also ein bisschen was von dem Geglitzere durch und verleiht dem Lack ein ganz anderes Flair.
Ohne Blitzdings sind die Glitzereinlagerungen ziemlich unauffällig, lediglich die größeren Hexagons fallen noch auf. Leider bleiben die auch "einfarbig" silbern bzw. sehen einfach rötlich unter dem Lack aus. Schade, ich hätte mich über ein bisschen mehr Gefunkel gefreut, aber für einen ersten Versuch war das schon ganz okay. Zur Haltbarkeit des Lackes kann ich nur Positives berichten, ich bin ohne Probleme vier Tage lang mit intensivroten Nägeln rumgelaufen (was bin ich stolz auf mich!) und hatte dann nur ein übliches Maß an Tipwear.

Das Ablackieren war durchwachsen - der rote Lack an sich ging völlig problemlos runter, die Glitzerschicht machte die üblichen Probleme... Aber das Ergebnis wars auf jeden Fall wert!

Samstag, 11. Februar 2012

Hachez Chocoversum

*Update: Aktueller Bericht zum neuen Konzept HIER*

Seit Ende letzten Jahres gibt es in Hamburg eine neue "Chocoladen Erlebnis Welt", das Hachez Chocoversum. Bisher hatte ich noch keine Gelegenheit, mir die Schokowunderwelt anzutun, aber letztes Wochenende war es so weit! Zwei Mädels, willig, sich dem Motto "entdecken, erleben, mitmachen" zu stellen und sich durch die Schokoladenproduktion zu futtern - zumindest waren das unsere ersten Gedanken. Völlig auf Schokolade eingestellt, machten wir uns also auf den Weg zum Meßberg, betraten das "Chocoversum", das schon von außen nicht sonderlich imposant wirkte und schluckten dann beide erstmal ordentlich.

Der Eintritt kostete uns 9,50€. Autsch, aber wir waren ja schon von Kopf bis Fuß auf Schokolade einstestellt und verstauten unsere Sachen in den Schließfächern (die immerhin nur Pfand wollten). Dann ging es schon durch das Drehkreuz in den Hauptraum und wir wurden von einer netten Studentin (vermute ich zumindest) begrüßt, die uns gleich mit einer Kakaofrucht bekannt machte und uns auch ein bisschen was davon zu probieren gab. Sie erzählte uns etwas über Anbaugebiete und Herstellung und schickte uns auf unseren Weg durch das Chocoversum... Wir stapften also von einer Schautafel zur nächsten, guckten uns hier und da die Screens an, die unterschiedliche Stufen des Ernteprozesses der Kakaofrüchte zeigten und lasen fleißig Täfelchen.
Zugegeben, relativ schnell stellten wir fest, dass der Laden nicht übermäßig groß war, was uns schon ein kleines bisschen enttäuschte - aber hey, Größe ist ja bekanntlich nicht alles! Neben einem Kakaofrucht-Puzzle in Übergröße gab es auch eine Sitzecke, die als Kakaofrucht gestaltet war und diese witzige Kakaobohnenwaage. Anscheinend ist sie nicht ganz so koscher geeicht, denn es steht niemand auf er Waage und sie ist nicht bei 0 Früchten! Ohne vorher das Schild zu lesen, stellten wir uns beide also auf die Waage (ja wirklich! Zwei Mädels stellen sich freiwillig auf eine Waage! In der Öffentlichkeit!) und schlussfolgerten, dass so eine Kakaofrucht etwa 500 g wiegen musste - wir Erkenntnishelden!

An einigen Jutesäcken mit Kakaobohnenfüllung vorbei kamen wir dann ins Aroma-Atelier, in dem ansonsten auch Veranstaltungen stattfinden und man Schokolade, Kaffee oder Tee verkosten oder Pralinen herstellen kann. Als wir da waren, war nichts los und wir konnten uns an den Tischen genüsslich alle möglichen Dinge anschauen: Kakaobohnen in unterschiedlichen Stadien, Kaffeebohnen und besonders spannende Zutaten wie Zucker und Milchpulver konnte man ansehen, anfassen und auch probieren. Die unterschiedlichsten Kaffeesorten und Kakaosorten, Nüsse und Gewürze lagen dort auf Tischen in Imbissschälchen rum und warteten auf Neugierige.

Aus dem Aromaatelier wieder raus, stolperten wir in den weiteren Verarbeitungsprozess der Kakaobohnen hinein. An einigen Stationen wird aufgezeigt, wie der Weg von der Frucht zur Schokolade verläuft, man kann selber Kakaobohnen untersuchen, mahlen und natürlich probieren (schmeckt noch nicht halb so gut, wie Schokolade... Ziemlich bitter, etwas sauer - lecker ist was anderes). Auf Täfelchen gab es immer wieder ein paar Informationen zu unterschiedlichen Qualitätskriterien, Verarbeitungszeit etc. und auch die Mitarbeiter an ihren Stationen waren sehr auskunftswillig, haben die Geräte (z.B. die Rüttelwerke und Mühlen) vorgestellt und man durfte auch selber mal ran.

Dummerweise hätte man sich die ganzen Infos auch aus einer Fernsehdoku ziehen können... Ja, es war nett, mal so eine Kakaofrucht zu sehen und ja, es war nicht schlecht, mal fühlen zu können - aber hey, wir wollten doch Schokolade! An drei Stationen durfte man dann Schokolade in ihren Vorstufen bzw. auch in der Endstufe probieren - aus dem Melangeur, der Walze und auch aus der Conche. Drei kleine Häppchen Schoki gabs also... Und man konnte sich auch einmal die Händcheneincremen - Kakaobutter ist im Übrigen ein "Abfallprodukt", das so oder so in Massen bei der Schokoladenherstellung anfällt... Ehe wir uns versahen, waren wir eigentlich schon durch mit der Ausstellung - höm? Moment, irgendwie hatten wir uns da was anderes erwartet... Unsere Aufenthaltsdauer belief sich etwa auf eine Stunde und wir haben uns schon viel Zeit gelassen, zwischendrin noch gequatscht, da meine Begleitung schon in Mexiko in Kontakt mit "echter" Schokolade gekommen war.

Etwas ratlos standen wir also kurz vor dem Ausgang der Ausstellung, gaben uns noch im Minikino den 5-Minuten-Film und stellten fest, dass wir beide ziemlich enttäuscht waren. Durch den obligatorischen Laden, in dem man Schoki in allen Ausführungen kaufen konnte, ging es relativ flott nach draußen und es wurde erstmal rekapituliert: Wir hatten da gerade pro Person 9,50€ gelassen und dafür irgendwie sehr wenig gefühlten Gegenwert erhalten. Interessant waren die Maschinen und dass man mal testen durfte - aber insgesamt hatten wir beide uns doch etwas mehr erwartet. Für das Geld hätte ich mir auch 3 Tafeln Hachez-Schokolade kaufen können und hätte definitiv länger an ihnen Freude gehabt...
Meine Freundin sah das leider ziemlich ähnlich, was mir doch ein sehr schlechtes Gewissen gemacht hat - schließlich war der Laden ja meine Idee... Immerhin bin ich jetzt schlauer und weiß, dass ich mit absolut niemandem mehr ins Hachez Chocoversum gehen muss - entweder ich gehöre nicht zur Zielgruppe, oder ich erwarte mir von so einer Ausstellung einfach zu viel... Wer weiß?!

Freitag, 10. Februar 2012

Versatile Blogger Award

Es kursiert mal wieder ein Blogaward und inzwischen ist er auch bei mir angekommen. Zuerst von Ann-Christin, dann hat sich Mara auch noch angeschlossen.Vielen lieben Dank euch beiden, ich freu mich ganz dolle!

Wie immer gibt es ein paar Regeln (die ich wie gewohnt an manchen Stellen brechen werde...):
  • Danke dem Blogger, der dich nominiert hat. (erledigt)
  • Gib 7 Fakten über dich preis, die deine Leser wahrscheinlich noch nicht wissen. (arghs, schwer!)
  • Nominiere 15 weitere Blogs für den Versatile Blogger Award. (15 ist definitiv zu viel!)
Sieben Fakten, die meine Leser wahrscheinlich noch nicht wissen... Mal Hirn anstrengen:

1. Ich schaffe es, auf Passfotos immer eine Augenbraue hochzuziehen - allerdings nicht beabsichtigt. Dadurch ergibt sich ein sehr typischer, lenamäßig-skeptischer Blick. Und den habe ich wirklich auf den allermeisten Fotos, nicht nur auf Passbildern (wobei ich ja demnächst mal biometrische brauche, bin schon ganz gespannt). Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich es einfach so gar nicht mag, wenn jemand Fotos von mir macht...

2. Ich bin ein typischer Nacht-Arbeiter. Wenn irgendwas fertig werden muss, bin ich abends bzw. nachts am produktivsten... Ich habe keinen Schimmer, wieso, aber zu später Uhrzeit läufts bei mir einfach besser, schneller und runder. Allerdings nur, wenn wirklich Zeitdruck ist!

3. Wenn ich mit Freunden unterwegs bin, versuche ich immer, meinen Krams auszulagern... Handy passt meistens in eine Hosentasche - oder wird ansonsten daheim gelassen, ein Geld kriegt man für gewöhnlich auch bei jemandem unter. Ich kanns nicht leiden, abends mit Handtasche unterwegs zu sein (wobei ich auch tagsüber am liebsten ohne rumlaufen würde, aber so eine Taschenlampe ist sinnvoll, wenn man spät von der Arbeit heimgeht...).

4. Ich bin unglaublich einfach glücklich zu machen! Wenn mir jemand eine nette Kleinigkeit mitbringt, hebt das sofort meine Laune... Auf der Arbeit hab ich z.B. letztens einen Schokomuffin als zweites Frühstück mitgebracht bekommen - der Tag war einfach gerettet! Ich brauch keine Monstergeschenke, mir sind solche Kleinigkeiten viel, viel lieber.

5. Ich drücke mich endlos lange davor, in meiner Wohnung den Boden zu wischen... Ich hasse Bodenwischen! Alles andere ist okay, saugen, kehren... Aber wischen? IGITT! Das wird meistens nur vor "wichtigem" Besuch gemacht, streifenfrei funktioniert das bei diesem komischen Laminat eh nicht und außerdem ist nach 2 Minuten eh wieder alles schmutzig... Wischen ist einfach dämlich!

6. Ich werde unglaublich schnell sentimental, wenn mir jemand ein Kompliment macht - zumindest, wenn es eines ist, das nicht oberflächlich ist wie "schöne Schuhe". Gott sei Dank kommt es selten vor, dass jemand so nett zu mir ist - sonst wäre ich dauerverlegen, weil ich für Dinge "gelobt" werde, die aus meiner Sicht ziemlich normal sind.

7. Wenn ich die Wahl habe, weiter zu laufen oder in einem Parkhaus zu parken - dann wähle ich weiter laufen! Ich weiß nicht wieso, aber ich hab eine Abneigung gegen Parkhäuser. Parkdecks sind okay (wobei das hier in unserem Einkaufszentrum eine ätzende Abfahrt hat, vor allem im Winter...), aber mit Parkhäusern werde ich einfach nicht grün. Ich hatte noch nie einen Unfall oder ähnliches in einem Parkhaus, aber ich mag da einfach nicht reinfahren...

Sooo und jetzt muss ich noch ein paar Blogs beglücken, die sich auch Gedanken machen dürfen... Hrm, hrm, 15 kriege ich nicht hin, aber mal sehen, wer mir unterkommt...

Kiki, damit sie von ihrem Rückwärsschreibwahn runterkommt
MuhSchu, wenn sie Lust hat
Jules, weil sie gerade bestimmt viele Sachen von ihren kleinen Nagern zu erzählen hat
die Antibeautybloggerin, deren "Anti"blog einfach sehr schön ist
Tüdel, weil sie so gerne von sich erzählt *ha* und definitiv eine breite Themenwahl hat
Mirimari, damit wieder Schwung in die Bude kommt!

Wenn ihr Lust habt, würde ich mich freuen, wenn ich den Award annehment und fleißig über euch berichtet. (Wenn ihr keine Lust habt - halt nicht!)

    Donnerstag, 9. Februar 2012

    Rucola-Pasta mit Frischkäsesoße

    In meiner Küche hängt inzwischen schon das zweite Jahr ein Rezeptkalender von e.on, den meine Mama netterweise an mich abgetreten hat. Letztes Jahr fand ich die Rezepte nicht sonderlich toll, aber immerhin gabs hübsche Bilder. Heuer gibts pro Monat mehrere Rezepte und das eine oder andere sagt mir auch durchaus zu. Als ich fleischwütigen Besuch hatte, bot sich also die perfekte Gelegenheit, eines davon auszuprobieren.

    Zutaten:

    250 g Nudeln
    300 g Putenbrustfilet
    80 g Rucola
    125 g Schlagsahne
    50 g Frischkäse
    12 Cocktailtomaten
    1 Knoblauchzehe
    1 EL Ölivenöl
    250 ml Wasser
    2 EL Kartoffelstärke
    Salz, Pfeffer, Muskatnuss

    Vorneweg gibt es ein bisschen Vorbereitungsarbeit in Form von Kleinschneiderei: Den Rucola putzen, waschen, trockentupfen (oder -schleudern, wer kann) und grob zerschneiden. Die Cocktailtomaten waschen und vierteln. Die Knoblauchzehe durch eine Presse drücken, das Putenbrustfilet in feine Streifen oder Würfel schneiden (mein Fleischverantwortlicher wählte Würfel).

    Einen Topf mit Wasser für die Nudeln aufstellen (ich habe dabei meine Lieblingsnudeln entdeckt, Fusilli Lunhgi!), wenn das Wasser kocht, salzen und die Nudeln al dente (oder wie auch immer man sie am liebsten hat) kochen. in einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Putenbrustwürfel bis zum gewünschten Bräunungsgrad anbraten. Den Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten, dann alles in einer separaten Schüssel warmstellen. Wasser und Sahne in die Pfanne geben, Frischkäse unterrühren und mit Kartoffelstärke (oder Mondamin) abbinden. Kurz aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Dann das Fleisch und die Tomaten in die Soße geben und alles verrühren. Kurz vorm Servieren die Nudeln und den Rucola mit der Soße vermischen.
    Zum Vergleich hab ich euch mal das Bild aus dem Kalender abgeknipst, wie man sieht, wurden da Spaghetti verwendet und die Tomaten nur halbiert. Halbiert waren sie mir aber zu groß, außerdem hat man dann nur bei jedem dritten Bissen ein Stück Tomatengeschmack im Mund... Mein Ergebnis schaut dann doch ein kleines bisschen anders aus, schmeckt aber dennoch wirklich lecker!
    Ja, da sind auch Fleischstückchen drin - nur sind die ein bisschen heller und durch die Soße nicht mehr sichtbar. Rechts am Rand erkennt man irgendwo ein Tomätchen... Um ein Bild wie oben zu erhalten, müsste man eigentlich die Soße tröpfchenweise über die Nudeln verteilen - aber dann wäre das Zeug furztrocken. Naja, egal! Unser Fazit war, dass das ein tolles Gericht ist - aber noch ein bisschen mehr Schmackes braucht. Die Soße ist recht geschmacksarm, ist ja nur Sahne mit Frischkäse, Salz und Pfeffer. Das Fleisch würde ich künftig auch gewürzt anbraten, damit hier auch noch etwas Pfiff in das Gericht kommt. Aber für einen ersten Versuch wars doch ganz in Ordnung.

    Ich werde das definitiv nochmal machen, aber dann wahrscheinlich ohne Pute und dafür mit ein paar zusätzlichen Gewürzen! Rucola hab ich ja öfters rumliegen und freu mich über neue Verwendungsmöglichkeiten.

    Mittwoch, 8. Februar 2012

    alessandro Anthrazit

    Heute gibts einen der namenlosen alessandro-Lacke aus meinem Cube - in Ermangelung einer korrekten Bezeichnung heißt er jetzt einfach "Anthrazit". Nicht sonderlich kreativ, aber immerhin mir einem eindeutigen Farbbezug! Um den Massen meiner unlackierten Lacke Herrin zu werden, habe ich beschlossen, erstmal zu versuchen, die "Einzellacke" und die Marken, von denen ich wenige Lacke habe, abzuarbeiten. Man darf gespannt sein, ob das nun tatsächlich gut geht, oder ob mich nicht doch die eine oder andere Farbe anderweitig anlacht.

    Wie so oft, habe ich zwei Schichten Lack gebraucht, um ein deckendes Ergebnis zu erzielen. Bei alessandro-Lacken ist das allerdings ob der recht kurzen Trockenzeit ziemlich unproblematisch. Ich habe diesmal keinen Topcoat verwendet, weil ich dachte, ich käme auch ohne klar... An der linken Hand stimmte das auch, an der rechten hatte ich jedoch morgens ein paar feine Abdrücke von meiner Bettdecke (keinesfalls schlimm oder auffällig, nur halt... vorhanden). Lackiere ich mit links also dicker als mit rechts? Das müsste ja rein theoretisch die Schlussfolgerung sein... Klar, als Rechtshänder ist das nicht unwahrscheinlich, aber dass es so auffällig sein kann, hätte ich gar nicht gedacht.
    Der Lack wird beim Auftrag ein bisschen streifig, was sich allerdings durch das leicht metallische Finish erklären lässt. Was die Farbe angeht, nun ja - es ist halt ein Anthrazitgrau! Für mich wars die perfekte Farbe für meine etwas seltsame Stimmung, nicht richtig dunkel und düster, aber auch nicht quietschfröhlich und grell...
    Mit Blitz wird das Streifige eigentlich noch deutlicher (wozu hab ich das nur geblitzt???), aber auch der schöne silbergraue Schimmer, der sonst ein bisschen im Hintergrund steht. Während ich bisher also mit den alessandro-Lacken völlig zufrieden war, hat der hier nur zwei Tage gehalten - dann hatte ich hier und da schon fehlende Eckchen und sah doch sehr mitgenommen aus... Das kann auch am fehlenden Topcoat liegen, aber ich hätte mir schon ein bisschen mehr erwartet. Vielleicht war das auch einfach nur ein Montagsfläschchen...