Donnerstag, 30. August 2012

Black Rain - Graham Brown

Nachdem ich im Urlaub ein bisschen Zeit zum Lesen hatte, habe ich in diesen zwei Wochen vier Bücher weggelesen - und weil ich bisher noch nicht zum Kochen gekommen bin, gibt es heute eben eine Buchrezension und kein Rezept! "Black rain" von Graham Brown hatte meine Mama mitgenommen und mir zum Vorfühlen gegeben, ob das Buch denn was taugen würde. Da saß ich also, mitten im Nichts bei suboptimalem Wetter und schöckerte mich durch diese gut 500 Seiten...
Worum geht's in "Black rain"? So einfach ist das wahrscheinlich gar nicht zu sagen - die vordergründige Geschichte ist zumindest die Suche nach einer neuen (oder doch eher sehr alten) Energiequelle, die alle Probleme der Menschheit lösen könnte (zumindest theoretisch). Danielle Laidlaw ist unsere Expeditionsleiterin, die wir auf ihrer Suche in Brasilien begleiten: Eine US-Wissenschaftlerin, die im (geheimen) Auftrag einer Forschungseinrichtung auf den Spuren verschollener Expeditionen unterwegs ist und von Söldnern und einem ehemaligen Geheimdinestler begleitet wird. Natürlich gibt es auch eine Gegenpartei, die versucht, unseren "Helden" das Leben schwer zu machen - aber neben diesen Gegner wartet im Amazonas auch noch ein viel bedrohlicherer Feind.

Es dauert ganz schön lang, bis man herausbekommt, warum der Thriller "Black rain" heißt - was ich allerdings nicht schlimm finde. Immerhin kommt die Auflösung irgendwann, das ist nicht bei jedem Buch der Fall. Bis zu einem gewissen Punkt fand ich das Buch recht spannend oder zumindest nicht unspannend - die kleinen Nebengeschichten um die Charaktere, deren Erfahrungen und Einstellungen, machen die Story sehr glaubhaft und gut nachvollziehbar. Viele kleine Hinweise zur Geschichte der Organisation und zur Loyalität einiger Personen streuen schon den ersten Verdacht, dass alles nicht so einfach wird - und zeigen auch schon, dass wir es hier mit ein paar dezenten Hinweisen auf die Arbeitsweise der Behörden in den USA zu tun haben. Auch die Geschichte der Maya wird thematisiert (und natürlich die Tatsache, dass am 21.12. diesen Jahres die Welt untergeht!) und einige interessante Aspekte erläutert (deren Wahrheitsgehalt ich nicht bewerten kann), aber entgegen vielen anderen Autoren schafft es Graham Brown, das gut zu verpacken und nicht nur trocken und langweilig zu vermitteln.

Als mir irgendwann recht klar wurde, wie die Story mehr oder minder ausgeht, war ein bisschen die Luft raus - die ganzen "Kampfszenen" fand ich nur mäßig spannend, obwohl sie gut geschrieben waren. Hier hat mir ein bisschen Finesse gefehlt, da war einfach ein bisschen viel "rohe Gewalt" und "Crash, Boom, Bang!" - obwohl nicht blutrünstig oder irgendwie schrecklich dargestellt. Wie bei vielen Büchern kann man auch hier ein wenig hinter die Geschichte blicken und da fehlen mir ein paar Rundungen in der Story - man erfährt, dass zwei der Expeditionsteilnehmer eine gemeinsame, durchaus kritische Vorgeschichte haben - aber so recht wird das nicht aufgelöst und ist nicht von zentraler Bedeutung für die Story. Was ich sehr positiv empfinde ist, dass es keine klischeehafte Lovestory gab - obwohl auch hierfür Potenzial dagewesen wäre.

Insgesamt fand ich "Black rain" ganz okay - aber mehr halt nicht. Es ließ sich recht gut weglesen, hat auch die eine oder andere Pause vertragen und ist relativ rund geschrieben. Kein Buch, das mich gefesselt oder nachts wachgehalten hätte - aber eine angemessene Urlaubslektüre.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen