Freitag, 1. Juni 2012

Die Chemie des Todes - Simon Beckett

Zu später Stunde heute gibt es noch meinen Senf zu "Die Chemie des Todes" von Simon Beckett. Zumindest in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gab (und gibt) es einen gewissen Hype um die Beckett-Bücher, also konnte ich mich irgendwann nicht erwehren, mich auch endlich mal mit diesem Kerl vertraut zu machen. Als ich "Die Chemie des Todes" auf einem Flohmarkt einpackte, hatte ich auch den perfekten Anfang gefunden.
Forensische Anthropologie finde ich ja nicht uninteressant und somit war mir David Hunter, der Protagonist, nicht unbedingt unsympathisch. Ein interessantes Themenfeld und ich gebe zu - ich ging mit hohen Erwartungen an das Buch heran. Die Anfangsschwierigkeiten, die ich mit dem Schreibstil hatte (ich weiß gar nicht, wie oft darauf hingewiesen wurde, dass unser Protagonist irgendetwas "noch nicht" wusste...), hätte ich ja gerne abgetan, aber irgendwie zog sich das durch das ganze Buch und störte zumindest mich extrem. 

Während die Geschichte an sich ganz nett ist (mehr leider auch nicht, denn das Verbrechen an sich ist nicht unbedingt das alleroriginellste), stehen vielmehr die Charaktere, ihre Beweggründe und unterschiedlichen Geschichten im Vordergrund... Da ist dieser "Landarzt" Hunter, der seine Vergangenheit gerne bedeckt halten würde, der aber natürlich mit eben dieser Vergangenheit konfrontiert wird und seine Expertise wieder auspacken muss, um der Polizei beim Aufklären einiger Morde zu helfen. Falls hier jemandem ein klassisches Motiv auffällt - ich habe so das Gefühl, das Buch wimmelt nur so davon. Die Story an sich ist sicherlich nicht übel, aber als ich mit dem Buch durch war, war ich ganz froh darüber und wollte mir nicht gleich den zweiten Teil besorgen.

Ich gebe es offen zu - ich kann den allgemeinen Hype und die Begeisterung um Beckett nicht ganz verstehen; vielleicht liegt das auch daran, dass ich mit zu hohen Erwartungen an das Buch gegangen bin. Mich haben nicht irgendwelche ekligen Details abgeschreckt, die manch einen stören mögen - sondern vielmehr der Schreibstil und die gefühlte Durchschnittlichkeit... Hab ich da irgendwie was verpasst oder ticke ich einfach nur ein bisschen seltsam?

Kommentare:

  1. ich find das buch ganz gut, nur zum schluss wird es zu durchsichtig und vorhersehbar. aber den hype darum kann ich auch nicht nachvollziehen, da hab ich schon bessere bücher aus dem genere gelesen

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  2. Ich lese die Becketts sehr gerne, Teil 2 ist mein Favorit. Die Figuren find eich zwar sehr stereotyp und auch die Stories sind nicht unglaublich originell, aber aus irgendwelchen Gründen empfinde ich die Bücher als sehr spannend. Hab bei allen mega Adrenalin-Kicks gehabt und das kann ich nicht von allen Büchern behaupten...

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  3. @ChristinaJa, mit dem vorhersehbar muss ich dir zustimmen... Mir fehlt einfach der Pfiff in dem Buch, da sind zu viele bekannte Prinzpien drin.

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  4. @AliceGenau DAS hätte ich auch gerne gewollt, Alice! Dieses "ich will unbedingt wissen, wies weitergeht" und "hach, ist das spannend!" - das hat mir hier irgendwie gefehlt :( Aber vielleicht bin ich da auch einfach mit zu hohen Erwartungen rangengangen...

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  5. Hey :)
    Also ich habe die David Hunter komplett als Hörbuch gehört, da ich viel Auto fahre und mich das interessanter beschäftigt als das Radiogelabber ;) Noch dazu bin ich ne Leseratte und daher habe ich was genommen, was ich auch lesen würde wollen...
    und ich muss sagen, ich war hin und weg und höre das unglaublich gern! Ich fand es irre spannend und fesselnd. Ich muss aber auch sagen, dass es bestimmt auch am Vorleser lag...von daher ist das vielleicht auch ein schwieriger Vergleich...fand aber alle 4 richtig gut!

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  6. @MuffinIch hab inzwischen rausgefunden, dass für mich gerade bei Hörbüchern der Vorleser viel wichtiger ist, als die Story... Aber vielleicht trau ich mich ja doch nochmal an die anderen Teile ran, mal sehen :)

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