Donnerstag, 5. April 2012

Selbstgemachtes Baguette

Letzte Woche hatte ich das Problem, dass ich kein Brot, Toast und nichtmal mehr Brötchen im Haus hatte - auch im Gefrierfach herrschte gähnende Leere (ja, ab und zu versuche ich, schlau zu planen - wer über Ostern nicht da ist, braucht ja keinen vollen Kühlschrank stehen lassen) und ich hatte so Lust auf Brot mit Frischkäse und Knobi... Also fix meine ellenlange Rezepteliste rausgekramt und ein Brotrezept gesucht - schließlich bin ich bei Annas Hexenkessel und einem Baguette gelandet.

Zutaten:

250 g Mehl
175 g lauwarmes Wasser
1/2 Hefewürfel
1/2 TL Zucker, Salz, Oregano
1 EL Parmesan

Hefe zerbröseln, mit Salz und Zucker in eine Schüssel geben und mit dem lauwarmen Wasser übergießen. Alles ordentlich verrühren (ich warte immer, bis die Hefe sich aufgelöst hat) und etwa 20 Minuten mit einem Küchentuch abgedeckt stehen lassen. Die Mischung blubbert dann ein bisschen (das muss so!), etwas umrühren und dann das Mehl dazugeben und alles ordentlich miteinander verkneten. Den Teig dann wieder mit einem Küchentuch abdecken und etwa zwei Stunden gehen lassen. Dann nach Wunsch aus dem Teig ein Baguette oder eine andere Form machen, Oregano und Parmesan obendraufstreuen, und bei 240 Grad 20 Minuten backen.
Zugegeben, dieses Baguette hat relativ lange Gehzeiten - insgesamt muss man also zweieinhalb Stunden einplanen, bevor man es essen kann. Aber ich hatte es sowieso nicht eilig und hab mich dann darauf gefreut, ein warmes Brot zu haben - und das hat sich definitiv gelohnt. Inzwischen habe ich das Rezept auch noch einmal ohne Oregano und Parmesan gemacht und statt einem Baguette einfach kleine Brötchen in meinen Muffinformen gemacht und finde das auch wirklich klasse.
Gustav war mir allerdings ein wenig zu geschmacksneutral war, deswegen habe ich bei meinem Brötchenversuch dann ein wenig mehr Salz verwendet - aber da ist ja jeder anders. Toll ist, dass man das Rezept nach Belieben abwandeln kann und unterschiedliche Kräuter bzw. Gewürze verwenden kann (sogar in einem Backvorgang, wenn man nur alles obendraufstreut). Das Ergebnis ist auf jeden Fall fluffig und hält sich auch noch bis zum nächsten Tag - länger haben weder Gustav noch die Brötchen bei mir überlebt.
Auf dem Foto ist ein bisschen Fluffigkeit zu erkennen! Als Frühstücksbrot taugt mir das aufgrund der langen Gehzeiten nicht so wirklich, aber fürs Abendbrot funktioniert das bei mir - wenn ich so gegen 18 Uhr heimkomme, schnell den Vorteig machen, dann erstmal umziehen und gemütlich einrichten. Dann kann man den Teig machen und hat zwei Stunden Zeit, sich mit wichtigen Dingen zu befassen und gegen halb 9 gibts passend zur Primetime dann ein leckeres, warmes Baguette mit Belag nach Wunsch!

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