Donnerstag, 12. April 2012

Pappigsüßer Osterkuchen

Seit Jahr und Tag ist es bei uns in der Familie Tradition, dass zu Ostern ein pappigsüßes Kuchendings auf den Tisch kommt - definitiv so süß, dass man nach einem Stück schon genug hat. Es ist keine kulinarische Meisterleistung und auch sicherlich kein geschmacklicher Hochgenuss (das pappsüß hatte ich ja schon erwähnt...) - aber es gehört einfach zu Ostern dazu und ist gerade wegen der übermäßigen Süße dann doch lecker. Der große Vorteil ist auch, dass man relativ frei in der Gestaltung ist und so jedes Jahr wieder eine etwas andere Variante auf den Tisch bringen kann.

Zutaten Teig:

300 g Mehl
200 g Butter
100 g Puderzucker
1 Eigelb
2 TL Vanillezucker
1 TL Backpulver

Zutaten pappigsüßes Topping:

150 g Marmelade
400 g Milchmädchenkaramell
150 g Kuvertüre
100 g Sahne
Puderzucker
Zitronensaft

Zuerst bastelt man einen Mürbeteig - dafür das Mehl mit Puderzucker, Backpulver, Butter, Eigelb und Vanillezucker verkneten und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Dann (eigentlich) auf einem Blech ausrollen, wir haben uns aber für eine quadratische Backform entschieden - dadurch ist der Boden einfach etwas dicker geworden. Bei 190 Grad etwa 25 Minuten backen (je nach Ofen und Dicke des Teiges ist das sehr unterschiedlich, also vorsichtshalber mal zwischendrin nachgucken) und dann abkühlen lassen.

Auf den abgekühlten Mürbeteig dann die Marmelade streichen - wie dick, bleibt jedem selbst überlassen, genauso wie die Geschmacksrichtung - wir hatten Brombeer mit Quitte (selbstgemacht!). Darüber kommt dann das Milchmädchenkaramell - bei uns gabs ein fertig gekauftes mit Haselnussgeschmack (der aber nicht rauskam) aus der Dose. Aber selbermachen ist auch kein Problem - dafür muss man nur eine Dose gezuckerte Kondensmilch ein paar Stunden kochen... Über die Karamellmasse kommt dann die geschmolzene Kuvertüre, die mit Sahne vermischt wurde und zum Schluss gibts noch ein künstlerisch wertvolles Bild aus Zuckerguss (Puderzucker und Zitronensaft gemischt). Nein, ich bin nicht 5 Jahre alt - ich kann nur nicht sonderlich gut Zeichnen oder Malen *hust*.
Im Prinzip ist das ein Baukasten-Kuchen - Teig und dann drauf, was man mag und was süß ist! Es geht auch weiße Kuvertüre, die man dann mit schwarzer verziert oder auf die man dann Zuckerkugeln streut oder oder oder... Hauptsache bunt, süß und lecker - schließlich muss man das Ende der Fastenzeit ja feiern!

Wenn man das Ganze in kleinen Muffinformen macht und nicht gar so süß, sondern vielleicht mit einer Frischkäsecreme oder etwas Pudding, könnte das sogar was hermachen... Aber ich gebe zu - ich gönne mir jetzt gleich noch eins der letzten Stücke und verputze damit wahrscheinlich den Tagesbedarf an Kalorien, den ein Bauarbeiter bräuchte... Das ist mir aber total wurst, ich hab nämlich Urlaub, ha!

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