Montag, 16. April 2012

Der erste Arbeitstag nach dem Urlaub - Plan und Realität

Eigentlich hatte ich den heutigen Tag recht chillig geplant - gemütlich auf die Arbeit radeln, die Tatsache akzeptieren, dass ich aufgrund unabwendbarer Tatsachen erst gegen 22 Uhr wieder zu Hause bin, ein paar Sachen erledigen, mit meinem Chef sprechen und in Ruhe arbeiten. Ich finde, das klingt gar nicht nach so wirklich viel, das ich mir für diesen Tag gewünscht hätte - gemütlich etwas arbeiten und ein paar Emails beantworten.

Allerdings kam ich heute Morgen im Büro an - mein Chef begrüßt mich mit den Worten "Hi, schön, dass du wieder da bist - ich muss gleich weg und hab keine Zeit. Aber wir müssen dringend was besprechen - später." - aha, gut, dann komme ich (schon wieder) nicht dazu, die wichtigen Themen anzusprechen... Schön, dann nicht - also Rechner angemacht, der 25 Minuten gebraucht hat um sich hochzufahren. Vielleicht wollte er mich bestrafen, weil ich ihn eine Woche nicht genutzt habe? Ich weiß es nicht, aber ich schmiss meinen Wasserkocher an und machte mir einen Tee - als ich den Teebeutel in den Müll befördern wollte, stellte ich fest, dass die Putzfrau diesen mal wieder nicht an seinen Platz gestellt hatte. Dummerweise lag mein Teebeutel zu diesem Zeitpunkt schon auf dem Teppich.

Keine 10 Minuten, nachdem mein Rechner an war, schrie er schon nach einem Neustart - weil da so viele Updates installiert werden wollten... Gut, das dauerte dann eine gute halbe Stunde - in der mich natürlich jemand anrief, der ein paar Infos brauchte, die ich wo nochmal hatte? Genau, auf dem Rechner! Oder zumindest dachte ich, dass ich sie da hätte - denn ich wollte die Daten runterladen, allerdings informierte mich die Seite darüber, dass ich per Mail informiert würde, wenn die Datei heruntergeladen sei. Ich warte bis jetzt auf diese Information - allerdings haben wir den Kundenservice schon kontaktiert, mal sehen, was die zu diesem neuen Vorgehen (bis vorletzte Woche ging das Runterladen nämlich sofort!) sagen...

Und so wurde aus gemütlichem Arbeiten irgendwie viel Rumärgern, ein dazwischengequetscher "Wir müssen das jetzt klären, weil wir das bis morgen weiterleiten müssen!"-Termin mit meinem Chef - verständlicherweise sehr unbefriedigend - und der schlaue Kommentar: "Tja, wenn du nach dem Urlaub nicht mehr Arbeit haben willst, als vorher - solltest du einfach keinen Urlaub machen!"

Und als ich da saß und schon gar nicht wusste, ob ich vor lauter Raufen noch Haare auf dem Kopf habe - kam eine Email, mit ein wenig arbeitsbezogenem Inhalt und vielen netten Worten. Ziemlich unerwartet, brachte mich aber auch unglaublich zum Lachen und hat mir die Wartezeit bis "Feierabend" doch versüßt - nicht nur die eine Mail, sondern mehrere, aber irgendwann ist auch genug Werkelei für einen ersten Nachurlaubstag! Dummerweise stehen für morgen ein paar anstrengende Termine an - aber dafür vielleicht auch ein paar nette Emails...

Kommentare:

  1. "Tja, wenn du nach dem Urlaub nicht mehr Arbeit haben willst, als vorher - solltest du einfach keinen Urlaub machen!" Neben "Es kann nicht sein, dass Du Dein Familieneben über den Job stellst!" (zu einer Mutter eines 1- und einer 3-Jährigen) einer meiner Lieblingssprüche. Irgendwie möchte ich da einfach nur noch k***.

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  2. Ist ja doof! Ich hasse Urlaub, weil meine Sachen nicht von andern erledigt werden (können). Daher liegt alles was sich ansammelt dann auf meinem SChreibtisch. Da bin ich dann auch erstmal 2 Tage mit durchwurschteln beschäftigt.

    LG und viel Kraft, Ina

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  3. Was soll man dazu sagen: ein typischer erster Arbeitstag. Der schlaue Kommentar, war allerdings völlig überflüssig.

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  4. @AliceUh, zu einer Mama sollte man sowas gerade nicht sagen... Ich hab das Gefühl, Chefs sind daneben!

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  5. @InaBei mir könnte einiges von anderen erledigt werden - aber gestern kam mein Chef auch erstmal mit "ja und dann kannst du das ja auch gleich machen" an... Als ob der nicht genau wüsste, dass ich grad erst wieder da bin.

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  6. @Elena PicturedTinselIch bin schon gespannt, was passiert, wenn ich im August tatsächlich mal 2 Wochen gar nicht erreichbar bin... Dann kann er sich solche Kommentare nämlich quer in die Schublade legen!

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  7. Ich kenn das mit den Chefs und den klugen Sprüchen. Meiner ruft mich während meines Urlaubs auch noch an und fragt mich, ob ich nicht schnell zum Arbeiten vorbeikommen könnte.

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  8. Oh man. Vielleicht solltest Du das so sehen: Es kann nur besser werden! :)
    Ich schicke Dir etwas Sonnenschein. :)

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  9. @Marina LacquedictionMeiner rief mich auch an, um nachzufragen, ob denn das die letzte Version von xy sei... Gerne kommt auch sowas wie "kannst du das mal kurz fertigmachen und rüberschicken?". Vielleicht ist dein Chef ja der heimliche Zwilling von meinem :P

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  10. @MiriMariStimmt, viel schlimmer geht wirklich nimmer :) Sonnenschein ist hier auch gerade *yay*

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