Mittwoch, 29. Februar 2012

Verzieh dich, Februar...

Ich gebe zu, auf diesen Monat hätte ich gerne verzichtet - besonders auf die letzten Tage. Ein Unglück jagt das nächste, eine Hiobsbotschaft nach der anderen - irgendwann fängt man an sich zu fragen, ob das gerade wirklich alles ernsthaft passiert und welches fiese Schicksal sich so einen miesen Scherz erlauben kann. Auch wenn mein Monatsfazit definitiv nicht gut ausfallen wird, werfe ich mal einen Blick auf meine grandiosen Vorsätze.

1. Freizeitgestaltung: Freizeit - was war das denn nochmal? Ich habe es zwar geschafft, zwei Bücher zu lesen diesen Monat (zugegeben, ein kleines bisschen stolz darf man darauf doch sein, oder?), ansonsten war da aber nicht wirklich viel Zeit zu meiner freien Verfügung. Und wenn, dann habe ich sie am Telefon oder mit Schlafen zu gebracht. Änderungsbedarf: Sehr hoch!

2. Sport: Ha, Erfolg, Erfolg, Erfolg! Ich habe mich tatsächlich auf einen Null-Stand hingearbeitet und kann jetzt brav immer meine Tage abstreichen, an denen ich aktuell auch Sport mache. Find ich genial und versuche jetzt auch, mir einen kleinen Bonus rauszuarbeiten - zumindest bald... Momentan genieße ich es, wenn ich einen Abend auch mal nichts machen kann. Das Wetter bei uns ist auch etwas milder geworden, sodass ich vielleicht bald mein Fahrrad aus dem Keller holen kann...

3. Kochen: Jaaa, wenn man experimentiert, geht halt auch mal was in die Hose... Also mittelprächtige Ergebnisse, wobei ich öfters Abends noch schnell was in der Pfanne gemacht habe. Das sind dann zwar keine kulinarischen Glanzleistungen, aber auch was Einfaches kann lecker schmecken! Dafür bin ich wieder von den Suppen runtergekommen und diesen Monat total heiß auf Champignons gewesen... Mal sehen, was im März gehypt wird.

4. Sinnvoll konsumieren: Na, das war dann wohl eher mittelprächtig... Ich muss einen ganzen Topf Suppe wegschütten - geschmacklich grausam und da war einfach nichts zu ändern. Auch mein Schafskäse-Blätterteig-Kuchen war nur in homöopatischen Dosen genießbar - der Schafskäse war einfach zu salzig und zu aufdringlich, obwohl ich deutlich weniger genommen hatte, als im Rezept stand. Wenn Sachen so absolut gar nicht schmecken, machts ja auch keinen Sinn, sich zu zwingen... Ansonsten ging noch ein Päckchen Frischkäse in den Müll, dass von einem Besuch über war (ich bin halt kein Frischkäsefanatiker) und zwei Päckchen Hefe - optimal ist was anderes, aber es ist bis auf den Frischkäse nichts wegen zu langer Lagerung schlecht geworden.

5. Job: Neben einigen seltsamen Erlebnissen auf der Arbeit, die ich gekonnt ignoriere (mein Chef bat mich tatsächlich darum, öfters anwesend zu sein... Mir ist bis heute nicht klar, warum ich das tun sollte...), habe ich gerade ein kleines Fünkchen Hoffnung, dass sich vielleicht in nächster Zeit etwas ändern könnte. Aber dieses Fünkchen ist so unrealistisch, dass ich mir da lieber keine Gedanken drum mache.

6. Mehr Spaß haben und noch gelassener werden: Oh gelassener bin ich definitiv geworden - was hier auf der Arbeit teilweise abgeht, geht eigentlich auf keine Kuhhaut. Aber wenn sich die Kollegen zum Affen machen, ist das ja nicht mein Problem. Ja, es ist peinlich - ja, die Konsequenzen, die mein Chef daraus zieht, sind ebenso peinlich... Aber mein Entschluss, was meine Zukunft hier angeht, steht schon ziemlich fest. Jetzt muss sich "nur noch" die passende Gelegenheit ergeben...

Ne, ehrlich - auf diesen Februar hätte ich gerne verzichtet. Das einzig Gute, das ich aus diesem Monat ziehen kann ist die Erkenntnis, dass ich wirklich ein ziemlich bescheidenes Persönchen bin und nicht viel brauche, um zurecht zu kommen. Auf der anderen Seite wurde mir aber auch deutlich, dass ich mit meinem Job gerade in einer Sackgasse bin - und diese Sackgasse eigentlich gar nicht meinen Fähigkeiten und meinen Ansprüchen genügt. Auf dass der nächste Monat besser wird und sich keine Abgründe mehr auftun!

Kommentare:

  1. Ich drück dir die Daumen für den März!

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  2. Ohje das kenne ich.
    Nicht soviel geschafft wie ich wollte, eine Klausur ziemlich schlecht geschrieben, lange krank gewesen, kaum Sport getrieben, zugenommen.
    War ein ätzender Monat.
    Der einzige Lichtblick war das Eisbrecher Konzert und ein wunderschöner Besuch bei 2 Freunden.

    Tröste dich also. du bist nicht alleine

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  3. Äääääääääh... häufiger anwesend?????????? Steht ja wohl im Arbeitsvertrag. Der ist ja mal witzig. Oder was meint er? echt dreist!

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  4. @KikiHach, irgendwie taugt der Februar einfach nix... Ich drück dich, Kiki - wir schaffen das schon irgendwie :)

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  5. @AliceAlice, er hätte gern, dass ich auch länger, als in meinem Vertrag drin steht, da bin... ;) Weil ich ja so einen geilen Job machen kann... Ehem.

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