Sonntag, 12. Februar 2012

MNY 349

Nach den doch eher dunklen Lacken der letzten Zeit war mir mal wieder nach etwas quietschig-buntem. Auf Blau oder Türkis hatte ich nicht so richtig Lust und entschied mich dann für einen wunderschönen, definitiv intensiv roten Lack, den MNY 349 (wenn ich mich nicht irre, ist das ein Lack aus dem Standardsortiment).
In der Flasche scheint es, dass es sich um einen ferrari-roten Cremelack hält, beim Auftrag hatte ich daran jedoch so meinen Zweifel - mit der Deckkraft ist es nämlich nicht allzuweit her. Wenn ich jetzt nicht komplett daneben liege, würde ich den 349 als Jellybase bezeichnen - da lasse ich mich aber auch gerne korrigieren. Wie so oft, habe ich also abends lackiert und erstmal zwei Schichten des Lacks aufgetragen. Mit einer passablen Trocknungszeit ging das auch ganz gut, lediglich die Deckkraft machte mir zu schaffen, ich mag das einfach nicht, wenn das Weiß meiner Nägel durchscheint - da sieht man so gut, wie unregelmäßig meine komischen Pfötchen sind. Auf dem Blitzfoto wirkt der Lack deutlich orangestichiger, als er tatsächlich ist.
Mit diesem Ergebnis konfrontiert, sag ich mich also vor einer Problematik: Was nun? Noch eine Schicht drüberklatschen? Dann wirds wohl auch kaum deckender... Topcoat drüber? Würde nur ein Crackle taugen und darauf hatte ich keine Lust... Wieder ablackieren? Wäre ja auch blöd, eigentlich ist die Farbe ganz interessant... Und da kam mir mal wieder Elena in den Sinn und ihre Maniküren mit Jellybaselacken und - Glitzereinlagerungen! Also fix einen Glitzerlack (in diesem Fall MNY 708A) rausgegraben, eine Schicht Geglitzere auf das Rot gemalt und mit einer weiteren roten Schicht abgedeckt. Obendrüber kam eine Schicht Top Sealer, damit ich mich gemütlich in mein Bettchen legen konnte. Das Ergebnis? Kann sich zumindest halbwegs sehen lassen.
Na, so blöd war die Idee wohl nicht! Vielleicht war der 708A nicht die perfekte Wahl (diese ganz kleinen Partikelchen sind eigentlich nur im Blitzlicht erkennbar, dabei sind die gerade so schön holografisch), aber ich bin mit dem Lack so sehr zufrieden. Wenn man genau hinschaut, scheinen immernoch die Tips durch, aber mit dem gelayerten Glitzer finde ich das nicht gar so tragisch. Im Blitzlicht schillert also ein bisschen was von dem Geglitzere durch und verleiht dem Lack ein ganz anderes Flair.
Ohne Blitzdings sind die Glitzereinlagerungen ziemlich unauffällig, lediglich die größeren Hexagons fallen noch auf. Leider bleiben die auch "einfarbig" silbern bzw. sehen einfach rötlich unter dem Lack aus. Schade, ich hätte mich über ein bisschen mehr Gefunkel gefreut, aber für einen ersten Versuch war das schon ganz okay. Zur Haltbarkeit des Lackes kann ich nur Positives berichten, ich bin ohne Probleme vier Tage lang mit intensivroten Nägeln rumgelaufen (was bin ich stolz auf mich!) und hatte dann nur ein übliches Maß an Tipwear.

Das Ablackieren war durchwachsen - der rote Lack an sich ging völlig problemlos runter, die Glitzerschicht machte die üblichen Probleme... Aber das Ergebnis wars auf jeden Fall wert!

Kommentare:

  1. Oh, das sieht aber wirklich hübsch aus. Mit Flitter-Flatter gefällt's mir besser :o).

    lg

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  2. @ElenaDanke :) Ich sag ja - ich klau fleißig weiter deine Ideen!

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  3. Cool. Es sieht wirklich interessant aus. :) Ich wünsche Dir eine Sonne, die immer auf deine Hände scheint...;) Dann sieht es echt cool aus. :D

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  4. @MiriMariHihi, Danke :) Die Mani könnte auch unter dem Motto stehen "mit wenigen Mitteln was Tolles zaubern"... Nachmachen empfohlen!

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