Montag, 6. Februar 2012

Eragon, Das Vermächtnis der Drachenreiter - Christopher Paolini

Von einer Freundin erhielt ich vor - sagen wir einfach: geraumer Zeit - "Eragon" geschenkt. Das Buch lag also in meinem Schlafzimmer rum und wartete darauf, gelesen zu werden. Dann kam allerdings der Film mal im Fernsehen und ich hatte schon die Befürchtung, ich würde das Buch nie lesen - aber wie sehr hatte ich mich in mir getäuscht! Der Film war stinkelangweilig und ich bin mittendrin eingeschlafen - also hatte ich doch einen guten Grund, schließlich das Buch zur Hand zu nehmen.
Leider war es mir nicht möglich, das Buch zu verschlafen - ich hätte einschlafen können (das habe ich sogar geschafft!), aber dadurch bin ich ja immernoch nicht weitergekommen. Die Story dürfte weithin bekannt sein - Junge findet Drachenei, Junge zieht Drache auf, Junge wird Drachenreiter. Grundsätzlich bin ich ja sehr fantasyaffin und mag Geschichten um Drachen, Zauberer, Elfen, Zwerge und was es da sonst noch so gibt. Dementsprechend war ich dem Buch gegenüber auch positiv eingestellt - Bücher sind ja oft anders aus Filme und lesen ist sowieso viel cooler als in die Glotze gucken...

Und dann fing ich an zu lesen und musste sehr schnell feststellen, dass der Charakter des Eragon ein bisschen - naja, sagen wir einfach seltsam ist... Mal verhält er sich wie ein Teenie, der er ist - dann wie ein gestandener, erfahrener Kerl, nur um in der nächsten Situation wieder das infantilste Wesen der ganzen Erde zu sein. Obwohl er durchaus ein bisschen in der Pubertät sein darf, war mir das einfach zu viel, zu undurchsichtig, zu unberechenbar (als ob der gute Junge hysterische Anwandlungen in ihrer ursprünglichen Bedeutung hätte). 

Dummerweise weist das Buch für mich nicht nur bei der Charakterbeschreibung so seltsame Züge auf, sondern ist einfach allgemein sehr "unreif" geschrieben (kein Wunder, es entstammt der Feder eines 15jährigen): Da werden eindeutige Hinweise gestreut, die der Protagonist "übersieht", die dem Leser allerdings schon dutzende Seiten vor dem Protagonisten auffallen und somit die "Überraschung" einfach hinüber und man wartet nur darauf, dass der Depp auch endlich seine drei Hirnzellen einschaltet und schnallt, was Sache ist. Da verliert jede Geschichte einfach ihren Reiz...

Tut mir ja wirklich leid, aber das Buch ist für mich der totale Schuss in den Ofen gewesen. Ich habs gelesen, war fertig - und brauche die Nachfolger nicht wirklich. Mich reizt der Charakter nicht (wobei Saphira definitiv cool ist!), die Story ist auch nicht gerade neu, also wenn meine Eltern die Bücher nicht gerade irgendwo reduziert kaufen, werde ich die Geschichte wohl eher nicht zu Ende lesen.

Kommentare:

  1. haha:D ich hab alle drei bücher geschenkt bekommen und die liegen auch schon ewig rum. aber jetzt bin ich noch unmotivierter anzufangen:D

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  2. @AnonymOh je, ich wollte sie dir jetzt nicht alle madig machen! Wenn ich die anderen Bände hätte, würde ich bestimmt mal reinlesen - aber unter den Voraussetzungen neu kaufen fällt definitiv weg.

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