Sonntag, 1. Januar 2012

2012 hab ich ja auch noch was vor...

Da für mich die Vorsatzliste für 2011 ein guter Anhalts- und Orientierungspunkt war, gibts für dieses Jahr auch ein paar Punkte, die mir wichtig sind und auf die ich mich konzentrieren will. Ich muss mir noch überlegen, ob ich mir nicht monatliche "to do"-Listen schreibe, damit ich auch hier ein bisschen Kontrolle hab (und nicht nur wild Listen schreibe, die dann fröhlich weiterverschoben werden; DAS hat nämlich im letzten Jahr sehr gut funktioniert!). Aber für mich ist es wichtig, die Dinge einfach zu verschriftlichen, um sie im Blick zu behalten und einen kleinen Reminder zu haben, was ich eigentlich vorhabe.

1. Freizeitgestaltung: Eigentlich eine Zusammenfassung der drei letztjährigen Vorsätze zu Büchern, Puzzles und Malen nach Zahlen... Ich möchte endlich meine halbfertigen Blumen-Bilder in der Wohnung aufhängen und muss sie dafür erstmal ganz fertig machen. Meine weiße Wand nervt mich so langsam und ich habe sie schon fest für die Blümchen verplant. Was Puzzles angeht, ist das eher von nachgeordneter Priorität, aber der 3000-Teile-Versuch hat mir Spaß gemacht und ich sollte mich mal wieder ransetzen. Am wichtigsten ist mir eigentlich, in meinem Alltag etwas mehr Platz fürs Lesen zu finden - ich hatte schon angedacht, mir einen festen Abend vorzunehmen, aber das habe ich letztes Jahr nicht hingekriegt. Dafür hab ich mir einen Nachttisch improvisiert (Klapptritt + Schreibtischlampe!) und kann jetzt mit einem kleineren Licht am Bett lesen - dickes Plus, denn der Fakt, dass ich immer nochmal aufstehen müsste, um das Licht auszumachen, hat mich öfters vom Lesen abgehalten. Heute Morgen habe ich auch gleich "Love" von Stephen King angefangen und mit ein wenig zielführender Zeiteinteilung sollte auch der Rest irgendwie gut unterzubringen sein.

2. Sport: Dass das mit dem Joggen nix wird (macht mir einfach keinen Spaß), habe ich inzwischen eingesehen, soll mir auch recht sein. Aber wie ich mit meinem Sportplan vorwärtskomme, möchte ich schon noch ein bisschen nachverfolgen und ein kleines Druckmittel haben, da ich mir am Ende des Monats dann immer meine Statistik ansehen muss. Ansonsten wirds irgendwann wieder Frühling und ich sollte vermehrt mein Fahrrad nutzen, um zur Arbeit zu kommen - mal sehen, wann der erste Tag ist, an dem ich die Radsaison einläute!

3. Kochen: Auch wenn das mit dem Backen sehr gut funktioniert (heute hatte ich allerdings keine Zeit mehr, leider), ist das Kochen etwas auf der Strecke geblieben... Ich hab von einer lieben Freundin ein Kochbuch geschenkt bekommen, mir letztes Jahr selbst eins zugelegt und einen netten Küchenkalender mit interessanten Rezepten: Pro Woche sollte ich es also schaffen, zumindest ein ordentliches Gericht zu kochen, das nicht nur aus Nudeln mit Pesto besteht - zumindest ist das momentan meine Vorstellung. Mittags in der Kantine zu essen möchte ich eigentlich auch reduzieren und da ich wohl ein bisschen weniger Zeit auf der Arbeit zubringen werde, sollte ich auch genügend Zeit haben, um mir mein Essen selber zu machen.

4. Sinnvoll konsumieren: Gerade was Nahrungsmittel angeht, ists mir im letzten Jahr öfters passiert, dass ich "Reste" wegwerfen musste - eine halbe Gurke, einige Tomaten oder Bananen, angefangene Schinken-, Wurst- oder Käsepackungen, Frischkäse, Milch oder schon fertig zubereitete Mahlzeiten: ab und zu wird einfach irgendwas schlecht, weil ich vor lauter Gearbeite nicht dazu komme, zu Hause noch etwas zu essen oder einfach keine Lust mehr auf das Produkt habe. Das nervt, ist Verschwendung und rausgeschmissenes Geld - mit mehr Planung bzw. auch überlegtem Einkaufen (brauche ich wirklich 1kg Tomaten, nur weils gerade günstiger ist?) würde ich das gerne verringern... Wenn ich mehr zum Kochen komme, wird sich das hoffentlich von selbst regeln, aber einen Blick darauf haben, was so in den Müll wandert, finde ich wichtig - also liebe Lena: Hirn einschalten beim Einkaufen, Dankeschön!

5. Job: Leider hat sich beruflich was zum Negativen verändert, allerdings versuche ich gerade, das beste draus zu machen... Bis Ende des Jahres plane ich eigentlich, zumindest 2 von 3 benötigten Artikeln fertigzustellen - mit den momentanen Rahmenbedingungen sollte das machbar sein. Ansonsten muss ich mich spätestens im März mal anderweitig umsehen, wenn mein Chef nicht zu Zugeständnissen bereit ist und mir eine bessere vertragliche Arbeitssituation zusichert. Ich bin es nämlich leid, mich ausbeuten zu lassen und ständig mein Privatleben hintenan zu stellen, das hab ich jetzt zur Genüge getan! Wenn also bis Mitte März keine Besserung in Sicht ist, werden Nägel mit Köpfen gemacht und Bewerbungen geschrieben.

6. Mehr Spaß haben und noch gelassener werden: Mein persönliches Vergnügen ist einfach im letzten Jahr zu kurz gekommen, das ist mir besonders an Silvester nochmal bewusst geworden... Ich weiß gar nicht, wann ich 2011 (abgesehen von den Besuchen daheim) mal so richtig Spaß hatte, mich wohlgefühlt habe und abschalten konnte. Ich bin kein Workaholic und will auch keiner werden, habe aber meine Arbeit sehr ernst genommen. Da das nun nicht belohnt wird, ziehe ich eben meine Konsequenzen und lege meinen Schwerpunkt wieder mehr auf mich und mein Wohlbefinden - das hätte ich schon früher tun sollen, aber dafür bin ich einfach zu gewissenhaft. Im letzten Jahr habe ich es schon teilweise gut geschafft, gelassener zu werden und mich nicht so sehr über die idiotischen Fehler anderer Leute aufzuregen - aber trotzdem bin ich im Urlaub ziemlich genervt gewesen, als einige dumme Emails eintrudelten... Da muss ich also noch dran arbeiten und mich mehr von Dingen distanzieren, die nicht gut für mich und meine Stimmung sind - es gibt einfach Menschen, die ihr dummes Verhalten nicht ändern wollen, also sollte ich das akzeptieren und mich nicht unnötig drüber aufregen.

Sicherlich würden mir noch mehr Dinge einfallen, die ich gerne ändern möchte, aber das sind zumindest die wichtigsten, die mir seit einiger Zeit im Kopf rumspuken. Einiges ist bedingt durch die geänderte Arbeitssituation, mit der ich unglücklich bin, da sie einfach nicht meiner Qualifikation entspricht und ein schlechter Scherz ist. Aber insgesamt sind das alles Dinge, die dazu beitragen sollen, dass ich nicht ständig genervt zu Hause sitze und mir überlegen muss, wie ich die Fehler anderer Leute wieder geradebiege, sondern mich mehr auf mich konzentriere und mehr Dinge tue, die mir guttun. Wie letztes Jahr wirds auch 2012 jedes Monatsende einen kleinen Rückblick auf den Monat und entsprechende Erfolge und Misserfolge geben. Für mich ist diese "Tagebuchfunktion" hilfreich, um das alles im Blick zu behalten.

Kommentare:

  1. Punkt 6 ist eine weise Entscheidung :)

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  2. Frohes Neues Jahr :)

    ich wünsche dir auch ganz viel Erfolg bei deinen Vorsätzen!
    Wie Maedchen gefällt mir auch Punkt 6 gut! Hätte ich mir auch vornehmen sollen!

    Danke auch für deinen wirklich super lieben Kommentar zu meinem Vorhaben abzunehmen!
    Man sollte vorallem auch nicht hungrig einkaufen gehen! :D

    Listen & Häkchen motivieren mich total und ich wüsste nicht, wie ich mein Leben ohne regeln sollte :>

    Liebe Grüße
    Alenija

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  3. Hihi, ja, ich finde Punkt 6 auch super - das ist wohl die beste Idee, die ich letztes Jahr hatte ;)

    @Alenija: Ich war heute zwar hungrig einkaufen, bin aber trotzdem nur mit Toast, Tomaten, Zucchini und einem Päckchen Hefe aus dem Laden gegangen - überwinde den inneren Schweinehund ;)

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