Freitag, 30. September 2011

Ja is denn schon Oktober...

Bzzzzuing und der September war schon wieder rum. Unglaublich, wie schnell das mal wieder ging - aber wenig verwunderlich, dass ich kaum was mitbekommen habe vor lauter Arbeit, Abgabefristen und Terminen. Nun denn, Rückblick im Anmarsch, auch wenn meine Neujahrsvorsätze inzwischen schon sehr alt sind. Immerhin habe ich sie noch im Kopf und kann mir ein schlechtes Gewissen machen

1. Wohnung: Taugt, ist sauber... Solange am Wochenende nichts seltsames passiert, kriege ich alles abgewaschen und aufgeräumt. Also wieder alles in Butter, auch wenn sich diesen Monat eine Zeit lang viele Arbeitsbücher in meinem Wohnzimmer getummelt haben, nun ist wieder alles ordentlich!

2. Bett vor Sofa: Kein Thema mehr, aber in der Übersicht darfs trotzdem noch bleiben.

3. Bücher: Also wenn ich mal die ganzen Sachen zusammennehme, die ich in Fachbüchern gelesen habe, kommt mindestens eins zusammen! Diesen Monat habe ich trotzdem ab und zu etwas Zeit gefunden und ein bisschen weitergelesen. Könnte mehr sein, aber war ganz okay.

4. Malen nach Zahlen: Jaa... Ich habe viel dran gedacht, mal wieder weiterzumachen - aber ohne Zeit und Nerven haut das nicht hin.

5. Puzzles: Kein Fortschritt zu vermelden, leider...

6. Backen und Kochen: Die Bananenküchlein! Die Entdeckung des Monats oder vielleicht des Jahres. Kochen könnte mehr sein, aber man kann nicht alles haben.

7. Sport: Ha! Null! Bingo, alles gut - wobei ich nächste Woche mit freier Zeit wahrscheinlich wieder ein Minus baue *gna*.
8. Trottel: Wenn ich gerade so überlege, fällt mir wirklich nichts ein, was mich diesen Monat so extrem auf die Palme gebracht hat. Also auch wenn da was war, ists mir nicht im Gedächtnis geblieben. Das ist doch positiv!

9. Weiterbildung: Hm, ein halber Daumen hoch, würde ich sagen? Hoffentlich ergibt sich jetzt in nächster Zeit was, an einer Sache arbeite ich konkret, aber die unsichere Arbeitssituation ist da nicht gerade förderlich.
10. Männer: Keine Zeit, keine Lust, kein Interesse... Allerdings hatte ich eine wirklich seltsame und witzige Begegnung mit einem Mann: Beim Shoppen mit einer Freundin kam ein Kerl über die Straße und sah mich definitiv sehr intensiv an, als er an mir vorbei ging. Direkt zur gleichen Zeit sagten meine Freundin und ich: "Kennt der mich?" bzw. "Kennst du den? Der hat dich so angeschaut, als ob der genau wüsste, wer du bist..." Ich kannte ihn natürlich nicht, aber lustig war das - allerdings auch schon das Männerhighlight des Monats (ob das nun tragisch ist?).

Ich hätte mir für den September definitiv mehr gewünscht, vor allem in beruflicher Hinsicht. Aber mein Tag hat immernoch nur 24 Stunden, da kann ich einfach nichts dran ändern. Ich freu mich auf jeden Fall auf die letzten drei Monate und bin gespannt, was sie noch bringen.

Donnerstag, 29. September 2011

Bananen Upside-Down-Muffins

Wenn ich jemals an irgendetwas teilnehmen sollte, das auch nur entfernt Ähnlichkeit mit dem perfekten Dinner hat, wäre das hier definitiv mein Dessert. Das sind die hammermäßigsten und leckersten Muffins, die ich jemals gegessen habe - sowohl warm frisch aus dem Ofen, als auch kalt. Das Rezept habe ich bei den Küchengeistern gefunden und sofort abgespeichert, da ich zwar Bananen sehr gerne esse - allerdings nur im wenig reifen Zustand. Dummerweise weigern sich diese Dinger standhaft, längere Zeit im für mich leckeren Zustand zu verweilen, deswegen ist ein Rezept, das reife oder sogar überreife Bananen erfordert, wie gemacht für mich.

Ursprünglich war das Rezept für Küchlein gedacht, also tendenziell ein bisschen größere Förmchen als bei Muffins. Aber ich dachte mir, ich hau das Zeug einfach mal in Muffinformen und das hat bei der doppelten Menge der Zutaten auch wunderbar funktioniert! Ich habe lediglich Buttermenge in den Formen ein wenig reduziert...

Zutaten:

12 TL Butter
12 TL Zucker
5 Bananen
130 g Mehl
100 g Zucker
1 Prise Salz
2 TL Backpulver
60 ml Rapsöl
45 ml Milch
45 ml Orangenmarmelade

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und in jede Muffinform etwa 1 TL Butter und 1 TL Zucker füllen. (Ich habe einfach etwa 1 TL Butter verwendet, mal mehr, mal weniger, wies sich gerade so ausstechen ließ.)
Die Muffinformen dann für etwa 10 Minuten in den Ofen stellen, bis Butter und Zucker geschmolzen, dann rausnehmen und etwas abkühlen lassen. Die Bananen in Längsstreifen schneiden und den Boden der Muffinformen damit auslegen und auch einen Rand aus Banane in jede Form legen. (Ich hatte erstens mit dem Längsschneiden Probleme - wehrhafte Bananen! - und außerdem sind Muffinförmchen unten ja doch recht klein... Deswegen habe ich einfach die Bananen halbiert und passend für den Boden geschnitten. Das Ganze muss jetzt nicht perfekt aussehen, sieht man auf den Bildern ja auch, da muss ich noch üben.)
Für den Teig Mehl, Zucker, Salz und Backpulver mischen und in einer separaten Schüssel Öl, Milch und Orangenmarmelade. Dann beide Teigteile zusammenfügen und kurz vermischen. Den Teig dann in die bananenumrandeten Muffinformen gießen und etwa 15-18 Minuten backen
Nach dem Backen die Muffins stürzen - sie heißen ja schließlich "upside-down", dann kommt nämlich der tolle Bananenboden, der inzwischen karamellisiert ist, obenauf und schaut lecker aus. Wobei auch die ursprüngliche Variante lecker aussieht, der Teig hat eine tolle Farbe angenommen und die Bananenränder kann man noch erahnen.
Man siehts schon, wenn der Rand hier perfekt abgeschlossen wäre, würde es sicherlich ein bisschen schöner aussehen, aber für einen ersten Versuch war das durchaus okay!

Und in der upside-down-Version macht sich erst der Sinn von Butter und Zucker in der Muffinform bemerkbar: Der Bananenboden karamellisiert ganz toll und bekommt eine knackige Hülle! Die Süße gibt dem Ganzen dann nochmal einen kleinen Kick und ist wirklich ganz toll! Ich hab natürlich gleich einen Muffin frisch aus dem Ofen probiert und war begeistert - besonders vom Teig, der unglaublich saftig und gleichzeitig sehr locker ist, durch die Orangenmarmelade (die kann man ansonsten bestimmt auch weglassen, ich hatte zufällig noch ein Glas da) ist da ein Hauch von Geschmack vorhanden, aber wirklich nur ein Hauch.

Auch im kalten Zustand sind die Muffins sehr lecker, auf der Arbeit wurde ich bestaunt, was das denn für eine grandiose Sache sei und wie kompliziert man denn solche tollen Törtchen herstellen würde. Der Rand aus Banane hat wahre Begeisterungsstürme hervorgerufen und insgesamt wurden die Muffins definitiv als kleines Highlight angesehen. Für mich ist das definitiv eins der grandiosesten Rezepte, die ich bisher an Muffins gemacht habe und wie gesagt auf jeden Fall ein Kandidat für ein perfektes Dinner!

Mittwoch, 28. September 2011

Elle exception 42 Special violet

Den Lack von Elle exception habe ich Anfang diesen Jahres mal bei Tedi für den obligatorischen einen Euro mitgenommen (mein Gott, ist das schon lange her... Aber faszinierend, worauf einen der eigene Blog auch so hinweist!). Inzwischen hab ich eine ganze Reihe lilaner Nagellacke, deswegen ist mir dieser hier wohl auch öfteren einfach im Regal stehengeblieben. Eigentlich zu unrecht, denn die Farbe ist schön anzusehen und auch der Auftrag verlief relativ unproblematisch. Warum nur relativ? Irgendwie haben sich ein paar vereinzelte Glitzerkrümelchen und -streifen in den Lack verirrt, die das Lackieren stellenweise etwas seltsam machen. Es sind allerdings so wenige, dass ich mich frage, ob das Absicht war oder die da aus Versehen drin gelandet sind?
Um eine ordentliche Deckkraft zu erhalten, musste ich zwei Schichten lackieren. Die erste hat doch hier und da noch ein paar Lücken gelassen und der Farbauftrag wird mit der zweiten Schicht auch deutlich intensiver. Im normalen Tageslicht kommen die silbernen Schimmerpartikelchen, die im Lack sind, besonders gut raus und die Farbe wirkt deutlich silberstichig. Das Lila wirkt dadurch viel kälter, als es eigentlich (also bei anderem Licht) ist, aber insgesamt mag ich diesen Farbeinschlag. Auf dem kleinen Finger ist übrigens einer der Glitzerstreifen zu sehen.
Hat man mal das Glück, die Sonne zu erwischen (was im Herbst momentan ja viel einfacher zu sein scheint, als im sogenannten Sommer), kann man ein bisschen die pinken Schimmerpartikelchen im Lack erahnen - aber wirklich nur bei genauem Hinsehen. Insgesamt finde ich die Farbe im Sonnenlicht deutlich satter und wärmer, aber auch weniger edel, als sie mit dem silbernen Einschlag daherkommt. Auf jeden Fall hat der Lack durch die seltsamen Schimmer- und Glitzerpartikelchen was Besonderes, wobei mir entweder mehr oder keine von diesen Dingern lieber wären - ich bin dann doch eher der Fan von gleichmäßiger Verteilung.

Zur Haltbarkeit kann ich leider wenig sagen, nach zwei Tagen (ohne Tipwear und Abplatzer) kam ich auf die blöde Idee, mich am Stamping zu versuchen und habe dabei meine komplette Maniküre ruiniert... Halbe Muster auf den Fingern fand ich dann nicht so wirklich ausgehtauglich, also kam alles wieder ab und ich habe mich ans Neulackieren gemacht. Das Ablackieren war relativ unproblematisch, die paar Glitzerdinger haben nicht gestört und der Lack hat sich auch nicht auf meinen Fingern breit gemacht. Schöne Farbe zu einem annehmbaren Preis, viel mehr lässt sich zu dem Lack nicht sagen!

Dienstag, 27. September 2011

Mein Mini-Kräutergarten

Vor einigen Wochen habe ich mich tatsächlich getraut und meinen eigenen, winzigen Mini-Kräutergarten angelegt. Ich hab in einen Mini-Balkonkasten ein paar Samen gesät und war ganz gespannt, ob da überhaupt was draus werden würde (ich und Blümchen - das geht für gewöhnlich nicht wirklich gut...). Auch wenn gerade gar nicht die Zeit für irgendwelches Grünzeug ist dachte ich mir, dass es bei einer reinen Wohnungshaltung mit gleichmäßiger Temperatur ja nur auf die Sonneneinstrahlung ankommt. Und auf meiner Fensterbank kriegen die kleinen grünen Pflänzchen vielleicht genug Sonne.

In meine liebevoll aufgeschüttete Erde wanderten also ein paar Melisse-Samen, Majoran und dazu noch Dill - obwohl ich Dill eigentlich gar nicht mag... Dillkartoffeln sind so gar nicht mein Fall, der übermäßig intensive Geschmack von Dill geht mir auch bei Gurken ziemlich auf den Keks. Aber ich hatte halt Dill-Samen (und bin ja eigentlich davon ausgegangen, dass sowieso nix passiert), also wurden sie angepflanzt. Nach einigen Tagen, in denen ich sogar daran gedacht habe, den Balkonkasten in mehr oder minder regelmäßigen Abständen mit Wasser zu versorgen, konnte ich tatsächlich erste Erfolge sehen:
Das einzige Kraut, das nicht gewachsen ist, ist die Melisse... Da hat nicht ein kleiner Trieb mal das Köpfchen sehen lassen - nix. Der Majoran in der Mitte (schmeckt frisch übrigens irgendwie ganz anders als das getrocknete Zeug) hat sich ganz tapfer ein bisschen Platz erkämpft und der Dill auf der rechten Seite wuchert wie blöd! Er schmeckt auch gar nicht so extrem dillmäßig, wie ichs von zu Hause (Mama mit dem grünen Daumen hat natürlich auch ein Kräuterbeet) gewohnt bin! Auf Frischkäse mit etwas Pfeffer und Salz macht der sogar für mich richtig was her.

Ich bin ein kleines bisschen stolz auf mich, weil ichs tatsächlich geschafft habe, Grünzeug zu züchten! Und ich bin schon ganz gespannt, wie meine zwei kleinen Kräuterchen so weiterwachsen... Außerdem bin ich am überlegen, ob ich sie nicht besser umtopfen sollte und in kleine Schalen oder große Joghurtbecher setzen sollte. Hat ja jemand heiße Tipps oder generelle Erfahrungen? Ich will ja meine Kräuter nicht gleich wieder ins Nirvana schicken...

Montag, 26. September 2011

Wenn der Chef ausm Urlaub wieder da ist...

... komme ich einfach nicht zum Arbeiten - es klingt unglaublich, ist aber so! Nach zweieinhalb Wochen ohne Anwesenheit der Obrigkeit, in der man tatsächlich ansatzweise konzentriert an etwas arbeiten konnte, kam heute das Chaos wieder über uns. Man glaubt es kaum, was sich in zwei Wochen so auf dem Tisch und im Postfach des Vorgesetzten ansammelt - und noch erstaunlicher ist, was davon dann immer für einen selbst relevant ist!

Heute morgen stapfte ich brav um kurz vor 8 aus dem Haus und begab mich an meinen Arbeitsplatz im Büro. Nach einem kurzen Plausch mit zwei Kolleginnen ging es dann um Viertel vor 9 frisch ans Werk - dachte ich zumindest für eine Dreiviertelstunde. Denn dann kam mein Chef an, begrüßte mich aber nur kurz für ein flottes Update und dann werkelten wir beide vor uns hin. Bis natürlich der erste Wisch zu mir rüberflog: "Hier, unterschreib mal gerade... Und leite das bitte auch gleich weiter." Gesagt, getan - natürlich folgten ein paar weitere Sachen, die in beide Richtungen zwischen meinem und seinem Büro hin- und hergeschoben wurden. Hier was abzeichnen, da was ablegen, dort was holen und wieder zurückbringen.

Und auf einmal war es Mittagszeit, wir machten uns also auf zum gemeinsamen Abteilungsmittagessen. Noch einen weiteren Kollegen aufgegabelt und dann ans Futtern gemacht, das natürlich von einem Schwätzchen begleitet wurde (einem etwas ausführlicheren natürlich). Dann "fix" einen Termin für die Besprechung am Nachmittag gemacht - grandios, es blieb noch eine Stunde, die sinnvoll in Arbeit investiert werden konnte! Irgendwie vergeht so eine Stunde ziemlich schnell und *flupp* sitzt man in einer Besprechung, die erst um kurz vor 8 Uhr abends ihr Ende fand. Ist jetzt nicht verwunderlich, weil sich alle wieder auf den aktuellen Stand bringen müssen - aber ich muss eigentlich bis morgen Abend noch 35 Seiten eines Dokuments überarbeitet haben... Und das hatte ich ursprünglich für die Zeit eingeplant, in der wir die fünfstündige Besprechung abgehalten haben *grml*.

Also mache ich mich jetzt auf, hole mir ein Stück Kuchen aus meinem Kühlschrank (eigentlich hätte ich ja Hunger auf was Ordentliches... aber jetzt noch was Kochen ist mir auch zu aufwändig...) und setze mich dann wohl wie gestern wieder bis zwei Uhr nachts an mein Geschreibsel... Fristen ists halt ziemlich egal, ob der Chef gerade da ist oder nicht... Bäh. Kann mir bitte einer erklären, warum ich so wenig Geld für diese ganze Arbeit kriege? *seufz*

Sonntag, 25. September 2011

Fairwind 36 Vintage petrol

In einem etwas weiter entfernten Minieinkaufzentrum gibt es einen Schlecker, der noch diverse uralte Sortimente führt, unter anderem auch noch Nivea zu Originalpreisen... Dort habe ich aus der Kruschkiste einen Lack von Fairwind eingepackt - einen matten! Die Farbe im Fläschchen hat mich angelacht, ein dunkles Blaugrün und noch dazu matt! Also eingepackt, einen Euro gezahlt und dann den gruseligen, engen Laden wieder verlassen.

Zu Hause dann brav auf meine Fingerchen gepinselt, was völlig problemlos und sehr angenehm war, die unglaublich kurze Trockenzeit bewundert und mich an der Farbe erfreut. Bei diesem Lack kann man wirklich beim Trocknen zusehen. Kaum hatte ich eine Hand fertiglackiert, waren die ersten Finger schon schön matt und angetrocknet. Ganz stoßfest natürlich nicht, aber das dauerte dann auch nicht mehr allzu lang. Für eine optimale Deckkraft habe ich dennoch zwei Schichten gebraucht, ansonsten wären besonders meine Nagelspitzen relativ durchsichtig gewesen.
Diesmal ohne Topcoat - der matte Topcoat verändert die Farbe ein kleines bisschen (das hab ich vorher mal an einem Finger gestestet) und macht witzigerweise den Lack weniger matt, als er in ursprünglichem Zustand ist. Etwas schade finde ich, dass die Farbe auf dem Nagel deutlich dunkler wirkt, als in der Flasche. Es ist schon sehr nahe dran an einem Schwarz, aber insgesamt finde ich die Farbe sehr schön und auch das matte Finish gefällt mir gut. Leider hatte ich schon nach einem Tag an einem Finger eine kleine Ecke abgesplittert - die Haltbarkeit ist also nicht so wirklich prall. Mit einem Topcoat ließe sich das wohl ein wenig optimieren.

Also hab ich dann einfach nochmal ausprobiert, wie der Lack denn in glänzend aussieht und dafür auch zwei Sticker auf meine Nägel geklebt. Die habe ich mal bei Kosmetik Kosmo gekauft und finde sie live leider nicht so wirklich toll... Deswegen kamen sie mir als Testobjekte gerade recht und ich muss sagen, dass sie unglaublich gut kleben, sehr flach sind und sich gut anbringen lassen. Ohne Topcoat würde ich sie aber nicht verwenden (zumindest auf dem matten Lack), da man ansonsten die Ränder sehr deutlich sieht.
Ich finde die Farbe auch glänzend ganz nett, allerdings geht dann deutlich die Besonderheit flöten, die der matte Lack hat. Einen dunkelblauen Lack mit einem lechten Grüneinschlag dürfte man durchaus auch in dem einen oder anderen Standardsortiment finden. Und einen matten Lack glänzend zu lackieren ist nun nicht wirklich im Sinne des Erfinders. Ablackieren ließ sich die dunkle Farbe erstaunlich unproblematisch, ich hatte kaum Schlieren auf den Nägeln oder Fingern. Da hat sich doch der Ausflug zum Urzeitschlecker gelohnt, auch wenn ichs dort sehr beengt und schmuddelig finde. Mal sehen, ob ich irgendwo mal wieder auf Fairwind stoße, dieser Lack hat mich zumindest überzeugt!

Samstag, 24. September 2011

Meßmer Momentum

Mit so ziemlich jedem, der mich besucht (ich glaube, lediglich meine Eltern waren da eine Ausnahme) pilgere ich inzwischen ins Meßmer Momentum. Die TeeLounge dort hat sich als der perfekte Ort zum Sitzen, Quatschen, Teetrinken und Kuchenessen herausgestellt. Die Lage in der Hafencity ist besonders im Sommer toll, da es eine Außenterasse gibt, von der aus man Blick auf den Museumshafen hat. Mit etwas Glück erwischt man sogar noch einen Platz im Strandkorb und kann wirklich stilecht viel Zeit dort verbringen. Aber auch der Innenbereich ist nett gestaltet und sehr bequem - ab und an muss man allerdings einige Minuten warten, da alle Plätze besetzt sind, aber bisher waren das nie mehr als 10 Minuten.

Inzwischen habe ich mich durch die halbe Karte der Tee-Cocktails (die unalkoholischen; alkoholische hab ich noch nicht getestet - könnte aber auch an der Uhrzeit liegen), Eis-Tee-Variationen und Tea Shakes getestet und finde sie alle unglaublich lecker. Da ich heute spontan Besuch von einer Freundin hatte ging es - natürlich - auch wieder ins Momentum und wir verbrachten einen gemütlichen Nachmittag da. Was ich immer wieder klasse finde, wenn ich dort an einem Tisch Platz nehme, ist die Zuckerauswahl, die zur Verfügung gestellt wird:
Auch wenn ich noch keinen warmen Tee im Momentum getrunken habe (im Gegensatz zu der einen oder anderen meiner Begleitungen), finde ich alleine dieses Arrangement einfach stilvoll. Man fühlt sich als Gast gleich wohler und irgendwie willkommen - und ab und zu stibitzt man sich auch einfach so ein Stückchen Zucker. Die Wartezeiten auf Getränke und / oder Essen sind relativ kurz - wenn man es denn mal geschafft hat, sich für etwas zu entscheiden. Die Teekarte ist sehr umfassend und ich habe bisher noch niemanden erlebt, der weniger als 15 Minuten gebraucht hat, um sich schließlich für einen Tee zu entscheiden. Ich bin da inzwischen beim Ausschlussprinzip angelangt - das reduziert die Auswahl an kalten Getränken schon deutlich!

Wenn man sich aber für ein Getränk entschieden hat, steht da immernoch die Frage der begleitenden Häppchen im Raum... Und auch hier gibts eine angemessene Auswahl von Kuchen, Keksen, Teilchen oder auch herzhaften Minisandwiches und ähnlichem. Ich habe mich recht schnell auf den Schokoladenkuchen eingeschossen und freue mich auch jedes Mal wieder, ins Momentum zu gehen, um diesen grandiosen Kuchen zu essen.
Serviert wird er noch leicht warm und ich glaube, er besteht nur aus Schokolade und einem Hauch Mehl... Das ist definitiv der saftigste, schokoladigste Schokokuchen, den ich kenne! Er zergeht richtig auf der Zunge und hat genau das richtige Maß an Süße, ohne zu süß zu sein... Man könnte ihn auch noch mit Sahne essen, aber mir langt dieser grandiose Schokogeschmack, den ich wirklich bis zum letzten Bissen genieße. Hach ja, alleine dieser Kuchen ist (aus meiner Sicht) einen Besuch im Momentum wert! Meine Freundin hatte sich heute mal für eine gemischte Platte aus Petit Fours und Minimacarons entschieden:
Sehr nett angerichtet und auch geschmacklich in Ordnung, wurde mir mitgeteilt. Die Macarons seien wohl etwas enttäuschend gewesen, da ein bisschen langweilig... Aber gut wars wohl trotzdem. Ich war ja schon mit meinem Schokokuchen glücklich und ich muss sagen, dass mich inzwischen gar nichts anderes Essbares von der Karte interessiert... Allerdings wurden auch die Minisandwiches schon getestet und für lecker empfunden und wenn ich so die Kommentare von den Nebentischen richtig gedeutet habe, war bisher auch jeder mir seinen Häppchen zufireden. Richtiges Essen gibts da allerdings nicht - brauchts aber finde ich auch gar nicht in einem Teehaus.

Falls also irgendwer von euch mal in Hamburg ist, müsst ihr unbedingt im Meßmer Momentum vorbeischauen! Auch wenns sicherlich nicht die günstigste Tee-Pause ist, lohnt sich der Besuch auf jeden Fall - alleine schon des Schokokuchens wegen! Als kleines Goodie darf sich jeder Gast am Schluss noch drei Teebeutel aus dem Shop mitnehmen - auch das finde ich (auch wenns wirklich nur eine Minigeste ist) immer wieder nett, da man einfach mal gefahrlos testen kann, ohne gleich eine ganze Packung Tee an der Backe zu haben. Bisher war jeder Besuch rundum gelungen - und ich muss mich jetzt dranmachen, den Schokokuchen wieder abzutrainieren *seufz*.

Freitag, 23. September 2011

Wenns in der Küche mal schief läuft...

Auch wenn ich total gerne backe und koche, ist bei Weitem nicht alles, was ich so in der Küche fabriziere herzeigbar - und manches auch nicht so wirklich lecker (aber das weiß man ja für gewöhnlich erst nach dem Probieren). Meistens hab ich dann auch keine Fotos von meinen Fehlgriffen, aber ab und zu macht man sich ja vorher schon die Mühe, das Rezept bzw. Rezeptänderungen festzuhalten und das Produkt in seinem Ursprungszustand zu fotografieren (also bevors in den Ofen kommt etc.). Gerade habe ich beim virtuellen Durchforsten meiner Bilderchen ein paar Sachen gefunden, die definitiv nicht so funktioniert haben, wie sie sollten... Und da ich sie nunmal festgehalten habe, gibts jetzt ein paar Pleiten, Pech und Pannen!

Den Anfang machen die Puddingmuffins, an denen ich mich sogar zwei Mal versucht (und vertan) habe. Puddingmuffins klingt ja eigentlich echt lecker - auf dem Bild sahen sie auch so aus. Als sie aus meinem Ofen kamen, sahen die Muffins, die eine Puddinghaube haben sollten, allerdings so aus:

Klassischer Fall von komplett eingefallenem Pudding... Und die Teile sollte ich mit auf die Arbeit schleppen und irgendjemandem vorsetzen? Nenene... Das ging ja mal gar nicht, auch wenn die Muffins wirklich lecker geschmeckt haben und der Vanillepudding (wo vorhanden) auch eine wirklich gute Note beigesteuert hat. Aber diese zusammengefallenen, verschrumpelten Teile kann man doch niemandem vorsetzen... Also fix Muffins aus dem Grundteig ohne Pudding gebacken (weil keine Milch mehr im Haus) und die auf die Arbeit mitgenommen...

Aber natürlich nagte es an mir und ich wagte mich ein zweites Mal an das gleiche Rezept - vorsichtshalber alles haargenau befolgt und es kam, wie es kommen musste - irgendwie keinen Deut besser. Auch mit Schokipudding schrumpelte mir die Decke ein und es sah alles deutlich unansehnlicher aus, als es sollte. Schlau wie ich war, hatte ich allerdings hier deutlich weniger Teig und weniger Pudding auf den einzelnen Muffin verteilt, aber wie man sieht, hat das einfach nix genutzt. Die Puddingmuffins sind, trotz einer wirklich guten Idee, für mich einfach gestorben. Oder ich bin da zu blöd dazu, wer weiß?


In meiner Brotbackphase (die gerade zeitlich bedingt eine kleine Auszeit nimmt) gabs natürlich auch einige Fehlgriffe... Einer davon war ein Brot aus Teffmehl (sauteures Zeug übrigens), das ich gebacken hatte und das sich dann im Mund selbst vermehrte. Dummerweise war es total mehlig, hatte einen langweiligen geschmack und hat weder zu Süßem, noch zu Salzigem richtig gepasst... Ich habs auch nicht geschafft, mich durch das Brot zu quälen und es irgendwann dem Mülleimer überantwortet - aber geärgert hab ich mich ordentlich. Teures Mehl in den Sand gesetzt und nur ekliges Gefühl davon im Mund gehabt, bäh!


Dicht gefolgt wurde das Teffbrot von meiner grandiosen Pesto-Brotkreation... Ich hatte die blöde Idee, ein Pesto-Inlay in mein Brot zu machen. Dummerweise hab ich das Pesto dann zu nah an den Rand gemacht und allgemein wohl auch zu dick aufgetragen. Das Ergebnis war ein Brotmonster mit einem grünen Strich in der Mitte. Natürlich waren die beiden Brothälften nirgendwo zusammengewachsen, da das Pesto im Weg war, also hatte ich auch jedes Mal beim Schneiden zwei Stückchen, die beide am Rand sabschig grün und pestofaserig waren. Essbar war das Brot auf jeden Fall (eigentlich sogar lecker), aber dieses Pestoloch war einfach nur dämlich und hat alles unnötig kompliziert gemacht.

Und zum Schluss mein erster Versuch, irgendwas mit Quinoa zu machen. Quinoa ist irgendsoein pseudo Getreidezeugs, das mich in meiner Alnatura-Theke angelacht hat. Da ich sowieso gerade in einer "Oh, kenn ich nicht, nehm ich mit."-Phase war, wanderte also auch Quinoa in meinen Vorratsschrank. Und ich bastelte mir eine Tomaten-Sahne-Frühlingszwiebel-Soße zu meinem Quinoa. Gott sei Dank war ich da alleine... Den diese Pampe hätte ich wirklich niemandem vorsetzen wollen! Sie war ziemlich lecker (und vor allem sättigend), aber mein lieber Scholli, das schaut doch nicht schön aus! Mit Quinoa muss ich definitiv noch üben, mal schauen, wie sich das Zeug so einsetzen lässt.

Also wenns mal mit irgendeinem Gericht nicht so hinhaut, wie es hinhauen sollte: Einfach nochmal probieren... Wenns beim zweiten Mal nicht hinhaut, einfach das blöde Rezept in den Mülleimer hauen und sich denken, dass da bestimmt jemand beschissen hat und das Geheimnis des Gelingens einfach für sich behalten will! Ich mache mich gleich mal an ein paar Bananenpfannkuchen - mal sehen, ob die was werden!

Donnerstag, 22. September 2011

Weiße Brownies

Donnerstag ist Rezeptetag und ich hab heute mal wieder was Leckeres parat, das sich fix machen lässt! Auch wenn ich (immernoch) keine ordentliche Brownieform habe, habe ich mich letztens an ein Brownierezept gemacht. Allerdings nicht an ein normales, sondern an eins für weiße Brownies - die Tatsache, dass weiße Brownies eben nicht braun sind, lassen wir mal der Namgensgebung geschuldet einfach dahingestellt. Gefunden habe ich das Rezept hier, einfach die Zutaten verdoppelt, da ich nur eine normale Springform habe und natürlich die Glasur weggelassen zwecks leichterem Transport mit dem Fahrrad. Ich hätte allerdings auch noch ein bisschen mehr Teig nehmen können, da sie insgesamt trotzdem noch relativ flach geworden sind.

Zutaten:
190 g Mehl
200 g Zucker
240 g Butter
180 g weiße Schokolade
60 ml Zitronensaft
4 Eier
1 Prise Salz

Butter und weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen. Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen und dann mit der geschmolzenen Schokoladenbutter verrühren. Die Eier und den Zitronensaft dazugeben und ordentlich verrühren und alles in die Form gießen. Etwa 30 Minuten bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen backen.
Die 30 Minuten sollte man besser im Auge behalten, als ich das geran habe... Dummerweise hatte ich gerade jemanden am Telefon und hab einfach fünf Minuten zu spät bemerkt, dass die Zeit schon rum war. Nicht tragisch, immerhin sind meine Brownies so ein bisschen brauner geworden. Dem Geschmack hat das natürlich gar keinen Abbruch getan. Diese Teilchen sind unglaublich lecker! Der Zitronensaft macht da das gewisse Etwas aus, damit das eben nicht nur profaner Schokoladengeschmack ist.
Knappe 2 cm sind sie zumindest hoch geworden, ein bisschen mehr wäre mir lieber gewesen... Aber auch bei der geringen Höhe und zu langer Backzeit sind die Brownies innen drin supersaftig und gar nicht trocken geworden. Auch bei den Kollegen mal wieder sehr gut angekommen, wobei ich diesmal Glück hatte und einfach nicht so viele Leute da waren. Da blieb dann für den nächsten Tag auch noch was für mich über. Trotz der mäßig gesunden Zutaten (seien wir mal ehrlich, Fett, Zucker und Schokolade, die aus Fett und Zucker besteht... Geht denn noch mehr Sünde?) kann ich mir gut vorstellen, die Dinger mal für eine Familienfeier zu machen.

Mittwoch, 21. September 2011

essence "I love Berlin" Berlin story

Die Muh hatte sich ja den blauen Crackle Lack über einer schwarzen Base gewünscht und euer Wunsch ist mir natürlich Befehl *Dshiniblinz*. Ich hatte sogar noch einen schwarzen, unbenutzten Lack in meinem Regal stehen, nämlich "Berlin story" von essence. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Wieder ein Kandidat weniger auf der Liste und noch dazu Muh glücklich gemacht *yay*.

Vom schwarzen Lack hab ich zwei Schichten lackiert, damits auch wirklich deckend war. Erstaunlicherweise war der Lack gar nicht so zickig, wie es so dunkle Lacke sonst sind. Er ist zwar ein bisschen zähflüssiger als andersfarbige Lacke, aber noch gut handlebar. Bei der Trockenzeit habe ich mit den DryDrops nachgeholfen, da ich es ein wenig eilig hatte. Joa, die Farbe ist nunmal ein schwarzes Schwarz.
Irgendwie zicken momentan meine Nägel und haben so winzigkleine Fitzelchen auf der Nagelhaut... Deswegen die kleinen Knubbel auf dem kleinen Finger. Darüber kam dann blue thunder - und dieses Mal hat er mich ein paar Nerven gekostet. An zwei Nägeln hatte ich auf einmal nur zwei breite blaue Flächen, die gar nicht cracklen wollten... Hab da zwar nochmal drübergepinselt, aber das hat nix geholfen, also die zwei Finger komplett ablackiert und alles nochmal drauf - nervige Geschichte, besonders, wenn mans eilig hat. Das Endergebnis war dann ganz okay:
Auf dem Schwarz kommt der blaue Farbanteil relativ gut raus. Allerdings ist mir aufgefallen, dass man den Cracklinglack auch relativ dick auftragen muss, ansonsten sieht die Farbe extrem silbern aus. Feineres Crackle mit einer dünneren Schicht bringt die blauen Anteile kaum noch raus, was ich wirklich schade finde. Insgesamt ist mir auch aufgefallen, dass mir das Muster von dem 17 Cosmetics Crackle deutlich besser gefällt... Das wirkt irgendwie edler. Nichtsdestotrotz - ich hab ja noch ein paar andere p2 Crackling Lacke im Schrank stehen, die ausprobiert werden wollen! Und auf dem Schwarz sieht das Blau doch auch ganz okay aus, oder?

Dienstag, 20. September 2011

Das verlorene Symbol - Dan Brown

Ich habs tatsächlich geschafft, endlich mal das Buch zu lesen, dass ich letztes Weihnachten geschenkt bekommen habe! Um wieder in der Story drin zu sein, habe ich die beiden Vorgänger Illuminati und Sakrileg nochmal gelesen, wodurch sich das alles auch extrem hingezogen hat... Unter der Woche komme ich einfach nicht wirklich zum Lesen *grml*. Als ich mit Sakrileg durch war, habe ich mich echt auf eine neue Story gefreut und mich ganz gespannt an Das verlorene Symbol gemacht.
Ein ordentlicher Wälzer mit über 700 Seiten - also eigentlich genau mein Fall, denn ich liebe dicke Bücher! Die Story fing auch ganz nett an, natürlich muss der liebe Professor Langdon wieder einen mysteriösen Fall lösen und wird unter einem Vorwand nach Washington gelockt. Dort stellt er fest, dass sein Freund (und Mentor, wenn ich das richtig im Kopf habe) entführt wurde und er macht sich mit dessen Schwester (jaja, hier ist der Auftritt der intelligenten, starken Frau, der Langdon immer helfen muss) auf die Suche nach ihm. Zumindest so in etwa. Eigentlich ist die Geschichte wirklich spannend und nett - aber eben nur eigentlich.

Was mich recht schnell tierisch genervt hat, war die Vorhersehbarkeit der groben Entwicklungen - klar, Einzelheiten und Kleinigkeiten konnte man nicht ahnen (die Auflösung am Schluss ist übrigens ganz nett), aber im Groben war recht schnell klar, dass das übliche Schema der Vorgänger aufgegriffen wird: Langdons grandiose Fachkenntnis wird verlangt, er muss mal wieder seine Urängste aus der Kindheit überwinden (und genau das ist der Punkt, der mich an dem Charakter so unglaublich stört) und natürlich eine attraktive Frau aus einer Gefahr retten. Mag auch daran liegen, dass ich die ersten zwei Bände noch relativ parat hatte, aber diese Storyline fand ich einfach sehr fad. Die charakterliche Entwicklung von Langdon ist - nicht vorhanden. Er besticht mit einer Unmenge an Wissen und Kombinationsgabe, verknallt sich in jedem Buch in eine andere Frau und ist immer wieder mit den gleichen Problemen konfrontiert. Das macht doch keinen Spaß so!

Die Details der Hintergrundgeschichte habens dann ein bisschen rausgehauen und der Flair der Freimaurergeschichten waren für mich zumindest die Höhepunkte des Buches... Ich weiß nicht so recht, ich hatte mir auf jeden Fall mehr erwartet. 2012 soll die Story verfilmt werden - ich glaube, darauf kann ich getrost verzichten. Hat jemand von euch das Buch gelesen und ne Meinung dazu?

Montag, 19. September 2011

hella tee+

Vor ein paar Wochen gab es auf Facebook eine Aktion von hella (ja, Facebook ist für mich hauptsächlich dazu da, um an irgendwelchen Testaktionen und Gewinnspielen teilzunehmen! Mit Freunden quatsche ich lieber über sicherere Kanäle...). Man konnte sich bewerben, um die tee+-Sorten von hella zu testen. Insgesamt wurden 3000 Tester gesucht, also standen die Chancen nicht schlecht. Und die Kombination von Mineralwasser und Tee - das schrie förmlich nach mir! Also fix das Bewerbungsformular ausgefüllt und gewartet.

Das Warten dauerte nicht lang, denn schon bald hatte ich eine Email von hella in meinem Postfach mit der Info, dass ich bald ein Päckchen zugeschickt bekäme und die tee+-Sorten testen dürfte. Jippo! Zwei Tage später war das Paket dann auch schon da und ich konnte meine drei Fläschchen in Empfang nehmen:

Mich erwarteten je eine 0,75l Flasche hella grüner tee+, weißer tee+ und hella roiboos tee+. Alle drei Sorten sind mit feinen Auszügen aus Tee, mit frischem hella Mineralwasser, mit Kohlensäure und mit leckerem Fruchtsaft. Davon ab sind sie kalorienarm, aber das ist mir ziemlich egal. Laut Anweisung sollte der Tee gut gekühlt genossen werden, also wanderte er fix in meinen Kühlschrank und kühlte vor sich hin. Für so einen Getränketest muss man sich ja ein bisschen Zeit nehmen, damit es auch wirklich nach etwas schmeckt (und man vor allem weiß, wonach).
Ich startete dann mit dem grünen Tee, der mit Zitronen-Limetten-Geschmack ist. Das Foto zeigt schon deutlich, da ist ordentlich Kohlensäure im Tee. Das Blubber riecht ein bisschen nach grünem Tee und Zitrone (frei nach dem Motto: Da ist drin, was draufsteht!), beim Geschmack hörts für mich allerdings auf. Das Wasser (oder der Tee? wie auch immer...) schmeckt seltsam säuerlich - klar, das soll die Zitronen-Limetten-Mischung sein, aber für mich geht das gar nicht. Danach kommt der Geschmack nach grünem Tee durch, was völlig okay ist, allerdings wird der Abgang wieder sehr seltsam und es bleibt ein bisschen ein fader Nachgeschmack nach muffigem Tee. Diese Zitronen-Limetten-Note finde ich ganz seltsam, besonders diese penetrante Säure sagt mir persönlich gar nicht zu. Lässt man das Getränk Zimmertemperatur annehmen, wirds auch nicht wirklich besser. Die Kohlensäure wird ein bisschen weniger auffällig, aber der Geschmack bleibt gleich. Für mich kein Nachkaufkandidat, obwohl ich gerne grünen Tee trinke.

Weiter ging die Testerei mit der Flasche Roiboostee, die mit Pfirsich-Passionsfrucht-Geschmack ist. In der Farbe mit deutlich rotem Einschlag strömt mir beim Öffnen der Flasche ein künstlicher Pfirsichgeruch entgegen - nicht ganz so süß wie bei Eistee, aber sehr ähnlich. Dummerweise schmeckt diese Sorte auch sehr ähnlich wie Eistee, nur eben nicht ganz so süß. Die Passionsfrucht schmecke ich kaum raus, dafür diesen künstlichen Pfirsichgeschmack. Bei dieser Geschmacksrichtung finde ich die Kohlensäure richtig passend, auch der Süßegrad ist okay - wenn nur nicht dieser Pfirsichgeschmack wäre. Auch Pfirsich mag ich eigentlich gerne, aber eben nicht in dieser Eisteevariante. Auch diese Geschmacksrichtung findet in mir keinen Fan, ist aber nicht so schlimm wie die Zitronenvariante.

Zum Schluss blieb mir noch der weiße Tee mit Birnen-Mirabellen-Geschmack. Getränke mit Birnengeschmack sind eigentlich nicht mein Fall - deswegen habe ich die Flasche auch bis zum Schluss aufgehoben. Aber ich wurde sehr positiv überrascht, denn diese Kombination ist wirklich lecker! Ein leichter Birnengeschmack, der von den Mirabellen sanft begleitet wird und sich langsam aufbaut. Ein solider, konsistenter Geschmack, der seine Intensität beibehält und nicht so wie diese Zitronensäure mit der Keule vorbeikommt. Es gibt keine großartigen Geschmacksexplosionen, aber das macht diese Sorte vielleicht auch so schmackhaft, sie ist einfach mit jedem Schluck da. Bei der Flasche war ich wirklich traurig, als sie leer war, denn der Tee war wirklich lecker. Da werden bestimmt ein paar Fläschchen in meine Vorratskammer wandern, sobald ich wieder bei einem Laden vorbeikomme, der auch hella führt!

Sonntag, 18. September 2011

p2 color victim nail polish 013 stylish

Ab und zu (aber Gott sei Dank sehr selten) stehe ich vor meinen Nagellacktreppchen und frage mich, was zur Hölle mich bitte dazu bewogen hat, diesen oder jenen Nagellack zu kaufen. Meistens schüttle ich dann den Kopf, schiebe das auf kurzfristige Aussetzer und nehme mir einen Lack, auf den ich gerade Lust habe. Nicht so diesen Mittwoch, da war ich nämlich mutig und packte mir diesen Kopfschüttelkandidaten: den p2 "stylish" aus irgendeinem alten Sortiment. Wenn man beide Augen zudrückt, könnte es lila sein - aber mal ehrlich, das ist irgendein Pink. BÄH, pink - Mensch Lena, du Eumel...
Auftrag in zwei Schichten deckend, wie bei p2 üblich keine größeren Probleme mit der Trockenzeit oder sonstigem... Mein Problem blieb da doch irgendwie die Farbe und so wollte ich wirklich nicht draußen rumlaufen (heißt jetzt nicht, dass die Farbe hässlich ist, auf dem Foto gehts ja auch... Aber auf meinen Nägeln hat mir das einfach nicht so richtig zugesagt.). Aber da nahte die Rettung! Wozu hat man denn Freunde? Natürlich, damit sie einem tolle Nagellacke aus dem Ausland mitbringen! Zum Beispiel einen Crackle Lack von 17 Cosmetics aus England. Den wollte ich einfach mal ausprobieren und war bzw. bin immernoch begeistert!
Der Crackle Top Coat ist farblich irgendwas in die Richtugn von Gold, aber mit einem relativ hohen silbernen bzw. platinmäßigen Einschlag. Egal, jedenfalls fand ich die Farbe am Anfang etwas langweilig und dachte mir, dass ich die stylishe Mani ja nicht mehr schlimmer machen konnte, also drauf mit dem Zeug! Und ich habe mich verliebt! In den Lack und in die Farbe. Das Tolle an diesem Crackle Top Coat ist, dass er sich wie ein normaler Nagellack auftragen lässt, also nicht so zäh und dickflüssig ist, wie die p2 Crackling Top Coats. Und er trocknet auch nicht am Pinselchen oder an der Flasche fest.

Dafür dauerts auch ein paar Sekunden länger, bis der Effekt einsetzt, aber das Ergebnis finde ich dafür um so toller. Es ist nicht so extrem birkenmäßig, wie es wohl bei essence der Fall ist, aber ich finds schöner als die p2 Ergebnisse. Das Gecrackle trocknet in einem halbmatten Finish und hat dann von mir noch einen Top Coat verpasst bekommen, damits schön glänzend wurde.
Freundlicherweise habe ich noch einen zweiten dieser Crackle Lacke mitgebracht bekommen (auch wenn ich keinen Schimmer habe, was sie kosten) und zwar in Lila. Allerdings muss ich unbedingt mal wieder jemanden nach England schicken, damit er noch mehr von den Dingern mitbringt *hust*, denn ich bin wirklich begeistert. Nach vier Tagen am PC, mit Haarewaschen und Abspülen hatte ich nur eine winzige Macke am kleinen Finger - die Haltbarkeit war also wirklich phänomenal, ich hätte sicher noch länger so rumlaufen können. Auch das Ablackieren überhaupt kein Problem - mit so einem Topper lässt sich also jeder "Unlack", den ich habe zu einer tollen Maniküre verwandeln *jippo*!

Samstag, 17. September 2011

Ich hab nen Vogel!

Jaja, das hätte ich durchaus vorher schon von mir behauptet - aber jetzt hab ich einen echten Vogel! Also einen, der lebt und hüpft und piept und so, nicht nur einen eingebildeten. Genauer gesagt, ist es wohl ein blauer Wellensittich und er hört auf den (*Ironie on*) wundervollen (*Ironie off*) Namen Tim. Da meine Nachbarin es tatsächlich noch geschafft hat, mit ihrer kleinen Familie und Schwiegereltern eine Woche Urlaub in der Sonne zu ergattern, sitte ich den kleinen Piepmatz. Ich, die ich eigentlich so gar keinen Bezug zu fliegendem Getier habe, habe jetzt auf dem Esstisch einen Vogelkäfig stehen.
Gestern zog Tim also ein Stockwerk nach oben und darf sich jetzt bei mir vom Fernseher und meiner Wenigkeit beschallen lassen. Das arme Tierchen ist leider alleine, weil seine Freundin verstorben ist... Allerdings ist Tim wohl auch schon ein Opa, der irgendwas um die 10 Jahre hat (deswegen hoffe ich auch schwer, dass er die Woche übersteht und nicht einfach hopps geht, wenn meine Nachbarin am Strand liegt). Ich krieg auch immer nen halben Schock, wenn der Piepmatz mal ruhig ist und keinen Krach macht wie sonst, also irgendwie mit den Schnabel knattert, vor sich hin gurgelt oder lautstark piepst und kräht oder an seinem Glöckchen bimmelt... 
Aber bisher war das immer falscher Alarm und Tim hat einfach nur ein Nickerchen gehalten. Laut Aussage ist Tim wenig flugbegeistert und krabbelt nur auf seinem Käfig rum, wenn man ihn raus lässt. Denkste! Gestern Abend ist der Flattermann quer durch mein Wohnzimmer ge... naja geflogen nicht so wirklich, das hat doch eher unkoordiniert ausgesehen und er ist auch einmal unsanft auf dem Fußboden gelandet - sagen wir einfach, er hat sich wild mit den Flügeln schlagend (das macht vielleicht Wind!) durch mein Wohnzimmer bewegt. Auf meiner Wohnwand wars wohl ganz interessant, meine Couch hat er auch inspiziert und es sich dann auf der größten Blume in meinem Wohnzimmer bequem gemacht:
Jap, das ist mein Wandtattoo. Irgendwie ist der Vogel ein bisschen seltsam, nach dem Besuch an der Wand machte er es sich dann auf meinem Kopf bequem. Hat schonmal jemand versucht, mit nem Vogel auf dem Kopf zu tippen und in nem Buch zu lesen? Das ist gar nicht so einfach... Ich habe dann mal Kopftaxi gespielt und Tim wieder zu seinem Käfig gebracht - und ich glaube, das war von Vornherein sein Plan! Ansonsten ist Tim eher ein wenig schüchtern - oder er mag mich einfach nicht. Und heute hat er wohl auch keine große Lust auf Ausflüge, denn er ist vorhin nur kurz auf seinen Käfig gehopst und mag trotz offenem Türchen seit zwei Stunden nicht rauskommen...

Dummerweise ist er auch nicht wirklich fotografierwillig - Stillsitzen mag er gar nicht und an Posen ist überhaupt nicht zu denken. So richtig menschenbezogen ist er wohl nicht, aber meine Nachbarin sagte auch, dass sie ihn sozusagen als Abgabetier bekommen hat und er vielleicht früher einfach schon viele schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat. Aber da er hier gestern schon fröhlich vor sich hingeflötet hat, wurde mir gesagt, er würde sich ganz wohl fühlen. Mal sehen, was wir beide diese Woche noch spannendes erleben und ob ich den kleinen Piepmatz nicht doch noch zu einem knuffigen Foto überredet kriege...

Freitag, 16. September 2011

Getagged - Beauty-Todsünden

Inzwischen zwei Mal wurde ich mit diesem Tag bedacht, einmal von MuhSchu und einmal von stundenglas. Vielen lieben Dank, ihr beiden! Und es tut mir wirklich leid, dass es so lange gedauert hat - aber momentan ertrinke ich fast in Arbeit und komme einfach nicht so richtig dazu, die vielen Posts zu schreiben, die ich eigentlich schreiben möchte (deswegen heute auch ohne Bildchen)... Genug geschwafelt, auf zu den Todsünden!

Geiz - Was ist dein billigstes Beautyprodukt?
Von irgendwelchen Werbegeschenken und Zugaben abgesehen, habe ich tatsächlich mal einen Lidschatten für 35 Cent bei Rossmann geschossen. Und zwar war das aus der "whoom! boooom!!!" der Cream Canvas, also der nude Lidschatten. Den hatte ich mir vorher schon geholt und für den Preis einfach noch ein Backup mitgenommen. Dummerweise war das auch der einzige oder eher der letzte, dens für diesen Preis gab - und er war noch völlig unangetastet!

Zorn - Welches Beautyprodukt hat dich die meisten Nerven gekostet?
Hm, ich glaube ein bestimmter Liquideyeliner, der inzwischen im Müll gelandet ist. Da ging einfach gar nix, das Pseudopinselchen hat nur Kleckse produziert, die Farbe ist nicht richtig getrocknet und ach was weiß ich sonst noch... Deswegen ist er auch im Müll gelandet. Allerdings wird er auch von den "Denim wanted!"-Geleyelinern verfolgt, dieses Gekrümele ist nämlich auch eine Zumutung.

Völlerei - Welches ist dein leckerstes Beautyprodukt?
Ich glaube, die Balea Kakao-Bodybutter... Oder doch das Himbeermousse? Oder mein Honig-Lippenbalsam aus einer uralten p2-LE? Oder doch die Lipsmacker? Lecker sind sie alle... (Wobei ich unter Völlerei jetzt auch was anderes verstanden hätte.)

Faulheit - Welches Beautyprodukt vernachlässigst du aus Faulheit?
Von denen die ich habe, teilen sich wohl die Wimpernzange, das Augenbrauenpuder und Blush den ersten Podestplatz. Dicht gefolgt von Augencreme, die ich gerne vergesse oder auch Lipgloss... Dazu kommen dann so Sachen, die ich gar nicht erst besitze, z.B. Foundation und Make-Up.

Hochmut - Welches Beautyprodukt verleiht dir die meiste Selbstsicherheit?
Hm, zählen Brille und Kontaktlinsen zu Beautyprodukten? Wohl eher weniger... Ansonsten gehe ich auch ohne Probleme komplett ungeschminkt aus dem Haus, also würde ich sagen, meine Selbstsicherheit ist beautyproduktunabhängig schon ganz gut ausgeprägt.

Wollust - Was findest du beim anderen Geschlecht in kosmetischer Hinsicht anziehend?
Gepflegte Hände finde ich ganz wichtig. Die müssen jetzt nicht superdoll manikürt oder gefeilt sein, aber was ich bei Männern total abturnend finde sind angeknabberte oder allgemein schmutzige Fingernägel. Ich will mich doch nicht von irgendwelchen schmutzigen Pfoten anfassen lassen, pfuibäh.

Neid - Welches Beautyprodukt würdest du dir gerne mal schenken lassen?

Donnerstag, 15. September 2011

Donut-Muffins

Auch wenn ich nicht weiß, warum sie Donut-Muffins heißen (denn meiner Ansicht nach hat der Geschmack nichts mit Donuts zu tun - was auch daran liegen mag, dass ich sie nicht noch zusätzlich in zerlassener Butter und Puderzucker gerollt habe), sie waren sehr, sehr lecker! Aber vielleicht habe ich auch was falsch gemacht - wer weiß das schon so genau... Das Rezept stammt von Steph, ich hab lediglich die Buttermilch (weil nicht vorhanden) und die Glasur (s.o., weil zu faul) weggelassen, und ist ganz einfach nachzubacken.
Zutaten:
450 g Mehl
150 g Zucker
150 g weiche Butter
170 ml zimmerwarme Milch
1/2 TL Salz
1/2 TL Natron
1/2 TL gemahlene Muskatnuss
2 1/2 TL Backpulver
In einer Schüssel Mehl, Backpulver, Natron, Muskatnuss und Salz verrühren. In einer zweiten die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen (schöne Grüße vom Oberarm!), dann die Milch dazugießen und alles glatt rühren. Mit der Mehlmischung kurz verrühren und den Teig in Muffinförmchen füllen. Bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen etwa 15 - 20 Minuten backen.
Ich, als Freundin der einfachen Rezepte, war hellauf begeistert von den wenigen Zutaten, der schnellen Zubereitungszeit und - mein lieber Scholli - vom Geschmack! Außer Muskatnuss (die man natürlich auch durch anderes Würzzeugs ersetzen kann) gibt da nicht wirklich viel was an Geschmack her, aber das macht diese Muffins vielleicht auch so besonders. Aus der Menge an Teig habe ich 12 Muffins und noch ein kleines Törtchenförmchen voll Teig hinbekommen. Dummerweise haben sie sich nicht lange gehalten, da sie wirklich lecker sind und sowohl bei mir als auch bei den Kollegen auf der Arbeit unglaublich gut ankamen.
Sie schauen so harmlos aus, diese kleinen Dinger... Und innen drin sind sie wunderbar fluffig (am besten natürlich noch, wenn sie warm sind) und zergehen richtig im Mund. Der Geschmack ist durch die Muskatnuss ein kleines bisschen würzig, aber durch den Zucker auch entsprechend süß, einfach eine tolle Kombination. Falls mal spontaner Besuch ansteht und man nicht wirklich viele Zutaten im Haus hat, ist dieses Rezept jedenfalls eine gute Idee!

Mittwoch, 14. September 2011

OPI "Shrek forever after" Ogre-the-top blue

Nach den eher dezenten und unauffälligen Farben der letzten Zeit war mir wieder nach irgendwas Knalligem. Da gerade nichts Offizielles anstand, machte ich mich also auf, aus meiner immernoch beachtlichen Anzahl jungfräulicher Lacke etwas Buntes auszusuchen. Recht schnell blieb ich bei meinen zwei OPI-Lacken hängen und entschied mich dann für den Blauen: Ogre-the-top blue.

Ganz neugierig, wie sich denn so ein OPI-Lack macht, pinselte ich fröhlich drauf los. Das Pinselchen ist etwas breiter als normal, was ich sehr angenehm finde, der Lack an sich relativ flüssig. Eine Schicht ist bei meiner dünnen Lackiererei noch nicht genug, aber bei zwei Schichten deckt der Lack völlig. Wie am Fläschchen zu erahnen, erwartet mich ein quietschiges, intensives, tolles Blau! Bei der Trockenzeit ist mir nichts Besonderes aufgefallen, was auf eine akzeptable Trockenzeit schließen lässt. Auch wenn der Lack auch ohne Topcoat schön geglänzt hat, gabs eine Runde Top Sealer, auch um wirklich sicherzugehen, dass ich mir keine Macken beim Schlafen reinmache.
Das knallt doch definitiv! Die Farbe ist zwar nicht außergewöhnlich, sondern "lediglich" ein wirklich intensives Blau, aber ich bin hellauf begeistert. Wäre das kein OPI, sondern irgendeine andere Marke, wäre ich genauso begeistert (ich bilde mir ein, dass da ein bisschen Ähnlichkeit zu Forever mine ist, aber zumindest im Fläschchen sind Unterschiede in der Nuance zu erkennen. Und wenn nicht, hab ich halt einfach mehr von diesem coolen Blau. Glücklicherweise hat hier gestern für sagenhafte fünf Minuten (wirklich nicht länger) die Sonne in meine Wohnung geschienen und ich bin sofort ans Fenster geflitzt, um ein Foto zu schießen:
Immernoch ein schöner Lack. Ich hab einfach ein Faible für Blau und der Lack wird dem vollauf gerecht. Ein bisschen Tipwear war nach zwei Tagen zu sehen, allerdings habe ich auch etwa 14 DIN A4 Seiten in diesen zwei Tagen zu Papier gebracht - da ist also Tippwear durchaus erlaubt. Ein bisschen Spielerei musste dann doch noch sein und ich habe nochmal den blauen Crackling Topcoat von p2 ausgepackt und über den blauen Oger gepinselt:
Dummerweise schaut der Cracklinglack eher silbern aus, als blau... Das wird ein bisschen durch den Blitz verstärkt, ist aber auch tatsächlich so. Der Blauanteil tritt deutlich in den Hintergrund, was aber wahrscheinlich an der Grundfarbe liegt, die doch sehr intensiv ist und einen ähnlichen Farbton aufweist. Weil ich ja lauter Topcoats habe, die ich sonst nicht so viel nutze (ich versuche, mich zu bessern!), habe ich einfach noch den essence mystic mermaid draufgekloppt und festgestellt: Weniger ist definitiv mehr mit dem Topper.
Da auch hier im Topper ein relativ hoher Silberanteil ist, wirkt alles nur noch silberner und die schöne aufgeplatzte Struktur geht definitiv unter. Schade, aber jetzt nicht übermäßig tragisch - dafür funkelt alles fröhlich vor sich hin. Beim nächsten Mal bleibt die Meerjungfrau auf jeden Fall weg, dann kommt auch das Crackling schön raus... Das Ablackieren war übrigens eine Qual - nicht wegen dem Ogerblau, das ging völlig problemfrei runter und hat auch keinerlei Spuren an den Nägeln oder der Nagelhaut hinterlassen, aber dieses ganze Geglitzere vom Topper und dem Cracklelack war unglaublich anstrengend!

Dienstag, 13. September 2011

Alterra Lidschatten Duo 10 Tiger's Eye

Montag letzter Woche startete Alterra auf Facebook eine Produkttester-Aktion, bei der 5 Wochen lang 1000 bis 2000 (jeweils in 250-Schritten ansteigend) Leute ein Produkt testen und bewerten dürfen - kostenlos. Ich habe da eher per Zufall Wind von bekommen und mich gleich angemeldet. Glücklicherweise war ich letzte Woche schnell genug und gehörte zu den 1000 ersten Willigen, durfte mir einen Coupon ausdrucken und mir ein Lidschatten Duo (2,99 €) in meiner Rossmann-Filiale aussuchen.
Da ich bisher die Alterra-Theke (weil irgendwie klein und unscheinbar) nur selten mit Aufmerksamkeit bedacht hatte, nahm ich mir dieses Mal viel Zeit, um mir "mein" Testprodukt auszusuchen. Die Lidschatten Duos gibts in fünf Farbkombinationen, von denen meine Filiale vier hatte (das Smokey Grey MATT, das mich interessiert hatte, natürlich nicht). Blau fand ich nicht wirklich interessant, das Grau-Rosa (hier bei MyOne zu sehen) war auch nicht ganz mein Fall, also ging es um die Entscheidung zwischen einem olivfarbenen und Tiger's Eye (wobei ich mir eigentlich einbilde, noch ein Braun-Beiges Duo gesehen zu haben *grübel*). Beim olivgrünen war leider eine Seite sehr fest gepresst, sodass ich mich dann für Tiger's Eye entschieden habe. Dieses Problem habe ich dann beim flotten Swatchen auch bei den anderen Duos festgestellt - nur "meins" hatte zwei angenehme Seiten.
Wir sehen zur Linken einen hellen, weißen Ton mit ordentlich Schimmer und zur Rechten ein Dunkelbraun mit ein bisschen kupferfarbenem Schimmer. Nett angeordnet, mit einem durchsichtigen Plastikdeckel, der mit einem Hygienesiegel versehen ist (dickes Plus hierfür von meiner Seite!). Auch wenn ich eigentlich kein großer Fan von Duos bin, weil mir eine Seite meistens nicht zusagt, habe ich hier ein alltagstaugliches Set gefunden, das ich auch auf meiner Tagung dabei hatte.
Auf dem Arm geswatcht wird schnell deutlich, dass ohne Base nicht so richtig viel geht. Der Braunton wird deutlich intensiviert durch die Base, beim weißen ist das nicht gar so extrem, aber doch deutlich sichtbar. Allerdings braucht man auch ein bisschen Produkt, um eine entsprechende Farbintensität hinzukriegen - hier habe ich glaube ich drei Mal mit meinem Pinselchen über meinen Arm gemalt.

Als Beiwerk eignen sich beide Lidschatten sehr gut - der helle eben als Highlighter oder im Innenwinkel, der dunkle gern für die Banane oder allgemein zum Abdunkeln und Akzente setzen. Ich habe mich aber gefragt, ob sich auch an AMU nur mit den zwei Tönen machen lässt und mich entsprechend dran gewagt, heute für die Arbeit was Taugliches zu malen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich doch ein bisschen mit Fallout zu kämpfen hatte (vorwiegend beim Braunton), sobald ich ein bisschen mehr Farbe auf meine Lider zaubern (*hust*) wollte.
Als unübertroffene Verblendequeen ist es mir dabei gelungen, das intensive Braun durch fröhliches Schichten mit dem weißen Lidschatten abzuschwächen und arbeitstauglich zu machen. Man verzeihe mir die miese Qualität der Bilder - heute war nicht so wirklich viel Licht zum Knipsen da.
Mit ein bisschen Eyeliner und Wimperntusche lässt sich da doch was draus zaubern (im Notfall könnte man sicher auch den Lidstrich mit dem Dunkelbraun ziehen). Auch wenns ein bisschen blass aussieht, für mich langt diese Intensität für den Alltag vollkommen. Insgesamt ließen sich die Lidschatten gut verblenden, nur der schon erwähnte Fallout war nicht ganz optimal (ließ sich aber auch fix wegwischen). Die Haltbarkeit ist mit Base super, trotz zwei Mal Fahrradfahren ist auch nach über acht Stunden noch alles an seinem Platz, nichts in die Lidfalte gerutscht oder sonstiges. Auch die Farben sind noch so schimmering wie am Anfang und mein restliches Gesicht ist schimmerfrei.

Als Fazit muss ich sagen, dass ich wirklich positiv überrascht bin - ein Duo, das mich wirklich überzeugt hat! Vielfältig einsetzbar, qualitativ für ein Drogerieprodukt auf jeden Fall sehr in Ordnung (aber wie gesagt, die anderen Farben waren im Tester teilweise sehr fest gepresst). Ich freu mich auf jeden Fall über das Produkt und auch auf die weiteren Tests!

Montag, 12. September 2011

That's what friends are for...

Dieses Wochenende hatte ich (mal wieder) Besuch. Diesmal war es einer der angenehmen Sorte. Um ehrlich zu sein, der sehr angenehmen Sorte. Ich hatte ein befreundetes Pärchen zu Besuch, das ich schon fast eine Ewigkeit kenne - zumindest einen Teil davon in etwa seit zehn Jahren. Auch wenn wir uns in der Zwischenzeit mal für ein oder zwei Jahre aus den Augen verloren hatten, haben wir uns "wiedergefunden" und festgestellt, dass wir immernoch auf der gleichen Wellenlänge liegen.

Wir waren ein bisschen in Hamburg unterwegs und habens uns gutgehen lassen - unglaublich gut sogar. Es gab viel zu viel leckeres Essen - Frühstücken gehen ist halt unglaublich chillig und man hat so gar keinen Stress mit dem Abwaschen... Mittags will man ja auch ein Häppchen zu sich nehmen (zum Beispiel bei einem Asiaimbiss, an dem man zufällig gerade vorbeikommt und sich spontan zum Essen entscheidet) und Abends meldet sich dann der eine oder andere Magen auch mit einem lautstarken Knurren...
Gefühlt habe ich in etwa 5 Kilo zugenommen, dafür aber auch ein wirklich gutes, neues Restaurant in Hamburg entdeckt. Auch wenn wir wirklich viel rumgestapft sind und alle danach glücklich waren, in unsere Bettchen (bzw. auf meine Couch) zu fallen, war dieses Wochenende für mich definitiv ein Stimmungshighlight. Es tut so unglaublich gut, mal wieder mit guten Freunden über dumme Kleinigkeiten zu lachen - z.B. unglaublich schlecht gekleidete junge Damen, die anscheinend kein Geld für ordentliche Kleidungsstücke haben und sich deswegen mit breiten Gürteln behelfen müssen (und NEIN, wir Frauen lästern nicht! Wir haben das ganz objektiv festgestellt.).
Oder über die Touris, die an den Landungsbrücken von der Hafenrundfahrt vorbeikommen und ihrem Kapitän klatschen - und besonders dumm gucken, wenn von oben jemand "Danke, Danke, das war doch nicht nötig!" ruft. Es ist unglaublich angenehm, völlig unbedarft miteinander umgehen zu können, ohne sich Gedanken machen zu müssen, ob da jetzt jemand irgendwas falsch verstehen könnte. Kurzum: Das war eines der tollsten Wochenenden, die ich seit langer Zeit hatte (auch wenn es ganz schön teuer war) und ich möchte mich eigentlich bei meinen Freunden bedanken (die das aber nicht lesen, aber egal!). Ihr seid einfach die Besten!

Jubiläums-Gewinnspiel bei MuhSchu

Als Start in die Woche (wird ja mal wieder Zeit, dass eine gut anfängt), gibts von mir gleich mal den Hinweis auf viele schöne Sachen: Die nette Dame mit dem Orangetick und dem Faible für schwarzbuntes Fleckvieh MuhSchu veranstaltet aus dem Anlass von 100 Lesern ein Gewinnspiel, bei dem zwei tolle Sets auf die Losbeglückten warten:


Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, welches Set ich toller finden soll, denn sie haben beide ihre Reize: Ein OPI-Fullsize-Lack vs. die Little Teasers - wie soll man sich denn da entscheiden? Hellblauer L.A. Colours-Lack vs. mintfarbener - Hauptsache bläulich und irgendwie bunt! Und Tampon 1 oder Tampon 2 - die Lippenstifte sind auch beide klasse... Hach! Zwei wirklich schöne Sets, über die sich jemand freuen wird - und es gibt sogar noch einen Überraschungstrostpreis!

Wer mitmachen möchte, findet hier alle nötigen Informationen - die Deadline ist allerdings schon am 17.09.2011, also Beeilung!

Sonntag, 11. September 2011

alessandro "Go fashion" 851 Tea & biscuit

Der letzte Lack aus meiner alessandro-Bestellung ist der Tea & biscuit, den ich letzte Woche auf meine Tagung mitgenommen hatte - in der irren Annahme, dass es sich hierbei um einen relativ harmlosen, nudigen Lack handelte. Tee und Kekse sind jetzt farblich auch nicht unbedingt das Allerintensivste, was man sich denken kann und im Fläschchen sieht der Lack auch noch ganz brav aus. Allerdings fiel mir Mittwoch Abend schon bei der ersten Schicht auf, dass ich mich da wohl geirrt hatte, denn mich erwartete ein deutlich dunklerer, unnudiger Ton (sollte man auf dem Foto auch halbwegs erahnen).
Taupe, Braungrau, Dunkelbraun, wie auch immer - jedenfalls war es nicht sonderlich unauffällig, was ich mir letztlich mit zwei Schichten auf die Nägel lackierte. Die zwei Schichten sind allerdings auch nicht komplett deckend, bei etwas Blitzlicht (siehe Bild oben) oder gegens Licht gehalten, sieht man durchaus, dass es an einigen Stellen doch durchscheinend ist. Allerdings fällt das wirklich nur bei genauer Betrachtung auf und nicht im "normalen" Alltag. Die Trockenzeit war, wie bei den anderen alessandro-Lacken, sehr kurz, der Auftrag insgesamt auch angenehm.
Auch wenn ich dann mit etwas dunkleren Nägeln unterwegs war, finde ich den Farbton immernoch akzeptabel für ein offizielles Ereignis. Sehr herbstlich angehaucht, hat dann auch gut zum Wetter gepasst und sehr gut gehalten. Vielleicht auch dem Top Sealer geschuldet, der wiedermal zum Einsatz kam (im Hotelbett wollte ich dann schonmal gar nicht riskieren, irgendwas mit meinem Nagellack einzusauen oder mir nette Muster einzuprägen). Wieder zu Hause war mir dann aber nach ein bisschen mehr Farbe und ich versuchte mich tatsächlich mal an ein paar wilden Pünktchen auf den Nägeln, die dann noch mit dem Mystic mermaid-Topper von essence versteckt wurden (beim nächsten Mal würde ich einen normalen Top Coat nehmen).
Dabei habe ich festgestellt, dass das Pünktchenmachen mit der linken Hand ja mal gar nicht so einfach ist... Da sind sie irgendwie alle ziemlich ungleichmäßig und deutlich größer geworden - da heißt es wohl üben, üben, üben, denn eigentlich finde ich solche Pünktchen auf den Nägeln ganz nett.

Samstag, 10. September 2011

Alverde Körperlotion Dattel Roiboos

Der Sommer war ja nicht wirklich sommerlich und so habe ich es geschafft, die Dattel Roiboos Bodylotion von alverde aufzubrauchen (allerdings habe ich es nicht geschafft, von der vollen Flasche ein Foto zu machen - diese Idee ist mir erst gekommen, als ich das Ding schon auseinandergeschnippelt hatte...).
Auch wenns die Lotion nicht mehr zu Kaufen gibt (wobei ich sie vor knapp einem Monat noch in einem Budni gesehen habe...), hat sie doch eine kleine Rezension verdient - schließlich ist sie leer! Im Vergleich zur Pistazienversion ist sie angenehmer zu verteilen, da nicht so extrem flüssig. Die Lotion an sich war weiß, gehört für mich aber definitiv zu den Produkten, die besonders für Paare geeignet sind. Warum? Weil die Lotion sich auf der Haut vermehrt und somit das optimale Produkt ist, um sich damit vom Partner eincremen zu lassen... Die Herren der Schöpfung sind doch immer glücklich darüber, wenn sie ihre Holde angrabbeln dürfen!

Nichtsdestotrotz zieht die Lotion relativ schnell ein - wenn mans denn mal geschafft hat, sie genug zu verteilen, damit es nicht mehr weiß auf dem Körper ist. Wenn sie nicht so schnell eingezogen wäre, wäre sie wohl auch nicht leer - denn ich habe mich relativ oft morgens vor der Arbeit noch "schnell" eingecremt. Das einzige Problem, das ich mit der Lotion hatte, waren die wenigen, sehr heißen Tage - da bin ich dann auf eine andere ausgewichen, denn der Duft war mir doch etwas zu extrem... Interessanterweise ist meine erste Assoziation beim Öffnen der Tube "Zahnarzt". Denn irgendwie kommt das erste Näschen voll Duft relativ scharf in meinem Hirn an und erinnert mich einfach an Zahnarztpraxis und irgendwelche dortigen Maschinen... Das hört dann aber auch schnell auf und der süße, schwere Dattelgeruch kommt durch.

Süß und schwer sagens ja eigentlich schon - für richtig warme Tage ist die Lotion nicht mein Fall, denn dafür ist der Duft definitiv zu mächtig. Noch Stunden später konnte ich ihn an meinen Schultern und Armen wahrnehmen, also war da Vorsicht mit Parfüm geboten (was auch erklärt, warum da nichts leer wird). Insgesamt war der Duft aber durchaus okay und ich würde mir tatsächlich überlegen, mir im nächsten Winter noch eine Tube zu kaufen! Die Lotion war nämlich auch noch sehr ergiebig, da ich (aufgrund der Selbstvermehrungswirkung) nicht übermäßig viel Produkt gebraucht habe. Positiv hervorzuheben ist auch, dass die Tube sich nahezu komplett entleert hat - nach dem Aufschneiden konnte ich gerade mal ein Bein mit den Resten eincremen. Jap, das war ein guter Kauf - aber ich bin jetzt auch nicht so traurig wie bei der Korres Bodybutter, dass sie leer ist...

Freitag, 9. September 2011

Wenn eine Woche mies anfängt, kann sie auch gut ausgehen!

Auch wenn die letzten drei Tage ganz schön anstrengend waren (wann ist Arbeit denn eigentlich mal nicht anstrengend?), muss ich doch sagen, dass ichs durchaus schlimmer erwartet hatte. Oder eher befürchtet? Egal!

Der Mittwoch hat schonmal gut angefangen - nämlich mit einem durchaus akzeptablen Mittagessen vor Ort und ein paar netten Leuten, die ich vor Ort getroffen habe und somit auch jemanden zum Quasseln hatte. Alleine Essen ist nämlich immer ziemlich langweilig, finde ich. Der Rest der Tagung ging auch ganz gut, das Programm war okay, die Organisation wirklich gut und vor allem der Service Klasse! In jeder Pause gab es Kaffe (oder für mich: Kakao!), das Mittagessen war lecker und man hatte genug Zeit, um von einer Session zur anderen zu wandern und nebenbei noch jemanden zu treffen.

Das Highlight war allerdings das Hotel, in dem ich genächtigt habe... Bei der Buchung war das eher das "kleinere Übel": Plattenbau, nahe am Veranstaltungsort und (für meinen Chef das Wichtigste:) ein Parkplatz in der Nähe. Ich freute mich über einen relativ günstigen Preis und brauche auf solchen Veranstaltungen eh keinen großen Luxus, sondern einfach nur ein Bett und ein akzeptables Bad. Aber als ich in mein Zimmer kam, traf mich fast der Schlag - allerdings vor positiver Verwunderung. Der Plattenbau hatte ein unglaublich hässliches Treppenhaus, das mich in den dritten Stock schickte (natürlich kein Aufzug) und mir einige blaue Flecken bescherte - so ein Köfferchen wiegt halt doch was! Allerdings war der Anblick, der mich erwartete durchaus die Mühe wert:
Ha! Ein großes Bett (mit Gummibärchen auf dem Kopfkissen!) ganz für mich alleine! Und noch eine Couch dazu - ein großes, helles Zimmer mit zwei netten Bildern (die mich eigentlich immer recht kalt lassen, aber hier war gerade das Bild hinterm Bett auch einfach sehr passend und nett)... Mit Fernseher (mit großem Fernseher!), den ich gerne vor dem Einschlafen kurz habe laufen lassen und mir morgen fix ein paar Nachrichten reingezogen habe und kostenlosem W-Lan. Was will man mehr? Ich gebe zu - dass mein Chef keine coole Couch in seinem Zimmer hatte, war noch ein Hauch mehr Genugtuung. Ich war wirklich positiv überrascht, für einen kleinen Preis ein so ausgestattetes Einzelzimmer zu kriegen - da bin ich durchaus anderes gewohnt!

Das Bad war zwar klein, aber zumindest halbwegs ordentlich (ich habe vorsichtshalber dann doch nicht allzugenau in die Fugen geguckt, aber mir ist nichts Ekliges ins Auge gefallen) und, was ich total süß fand: Das Klopapier war auch noch gefaltet (und weich)! Das fand ich doch besonders nett, da es ein Hinweis darauf ist, dass man sich Gedanken gemacht hat, wie man dem Gast was Gutes tun kann. Ich freue mich über so kleine Aufmerksamkeiten (hat man ja auch schon an den Gummibärchen gemerkt...), auch wenn natürlich gefaltetes Klopapier absolut keine sinnvolle Funktion hat.

Da ich Fauli mir nur ein Duschgel mitgenommen hatte (keine Kleingröße mehr daheim, die irgendwas mit Shampoo zu tun hat), habe ich mich gefreut, so ein Multifunktionsdings in der Duschkabine vorzufinden. Ich habe auch brav erstmal meine Pfötchen reingehalten und dran geschnuppert und siehe da! Es gibt augenscheinlich Firmen, die in der Lage sind, Produkte zu produzieren, die nach den Dingen riechen, die draufstehen: Mir stieg nämlich beim Einseifen der Duft von Tee in die Nase und ich (kurzsichtig und ohne Linsen) bugsierte mein Gesicht in die Nähe der Flasche und las tatsächlich: Grüner Tee! Lecker!
Wenn meine Duschgel-Armanda aufgebraucht ist, mache ich mich auf jeden Fall auf die Suche nach einem Tee-Duschgel, denn dieses hier roch wirklich gut! Und ich mache mich jetzt mal auf, ein wenig Ordnung in meinen Koffer zu bringen... Schließlich kommt nachher noch Besuch vorbei *seufz*.