Donnerstag, 30. Juni 2011

Und da ging der Juni wieder dahin...

Faszinierend, es ist tatsächlich schon wieder ein halbes Jahr rum. Das Juniende war dieses Mal zwar sehr präsent in meinem Kopf (irgendwie ungut, wenn man bis zum bitteren Ende auf die Vertragsverlängerung warten muss und nein, ich habe noch nichts unterschrieben, dafür die Info, dass es in der Verwaltung liegt, immerhin!), aber es kam trotzdem überraschend schnell. Das mag diesen Monat daran gelegen haben, dass ich unglaublich viel zu tun hatte und die Abgabefristen doch sehr knapp bemessen waren (O-Ton Chef: "Wie? Du hast das wirklich noch fertiggekriegt??? Wow!"). Aber nichtsdestotrotz ein kleiner Rückblick auf meine Vorsätze, ich weiß teilweise schon, wo ich mir in den Hintern treten muss...

1. Wohnung: Hrmpft. Diesen Monat brach das totale Chaos aus, ich wollte Ordnung machen, kam dann aber nicht dazu und habe momentan noch einen Berg Papiere im Wohnzimmer liegen. Da muss ich am Wochenende endlich mal ran, die Bude schaut schrecklich aus. Als Entschuldigung habe ich zumindest, dass ich frühestens gegen 19 Uhr daheim war und dann so müde war, dass ich nichts mehr hinbekommen habe.

2. Bett vor Sofa: Ich habe eine Nacht auf dem Sofa verbracht, aber nur, weil ich am nächsten Morgen arbeiten musste - und in meinem Bett hätte ich bei dem vorliegenden Schlafentzug sicherlich noch drei Stunden länger geschlafen. Ansonsten ist das Thema glaube ich wirklich abgehandelt.

3. Bücher: Bücher, ich habe von ihnen gehört... Auf der Arbeit kenne ich mich bestens mit den Fachbüchern aus, die ich diesen Monat wie eine Irre gewälzt habe, aber privat? Ich habe es immerhin ein Mal (!) geschafft, in der Badewanne 30 Seiten zu lesen - aber ob das ein Fortschritt ist?

4. Malen nach Zahlen: Oh ja, die habe ich diesen Monat mehrfach hin- und hergeräumt. Aber der Zeitfaktor hat sich bemerkbar gemacht - auch hier Flaute. Nach einem halben Jahr bin ich noch nicht wirklich weiter, das ist irgendwie ganz, ganz mies...

5. Puzzles: Auch hier nichts zu vermeldet - mag aber auch an den Temperaturen liegen... Wenn ich auf dem Sofa sitzend zerfließe, bin ich nicht unbedingt noch mitiviert, irgendwelche Miniteilchen zu sortieren.

6. Backen und Kochen: Kochen eher weniger (auch hier trifft die Zeitausrede voll und ganz zu!), wobei das zum Teil auch am Wetter liegen mag. Nach einem warmen Mittagessen brauch ich daheim nicht nochmal unbedingt was, wenn die Sonne nur so knallt. Backen läuft dagegen grandios, wobei ich diesen Monat auch einen kleinen Fehlgriff hatte (ich werde noch berichten!).

7. Sport: Puh, da hab ich diesen Monat ein wenig geschludert... Aber lag auch einfach an der mangelnden Zeit und der Kombination mit Schlafentzug. Aktuell bin ich noch 3 im Minus, aber ich bin zuversichtlich, dass sich das demnächst wieder in eine Nullsumme auf meinem Zettelchen steht
8. Trottel: Außer den üblichen Verdächtigen auf der Arbeit nichts zu vermelden! Ich glaube, ich habe mich ein paar Mal über dämliche Autofahrer geärgert, aber groß ist mir da nichts in Erinnerung geblieben.

9. Weiterbildung: Joa, die ist - mal wieder - dem Alltagsgeschäft zum Opfer gefallen. Aber an einem Meeting habe ich gemerkt, dass wir hier unglaublich viel Potenzial haben und es eigentlich überhaupt kein Thema sein sollte, mal auf die Schnelle so ne kleine, popelige Arbeit zu schreiben *hust*. Die Zeit fehlte einfach und ich weiß auch nicht, wo ich mir die hernehmen soll...
10. Männer: Wenn man den ganzen Tag auf der Arbeit ist und Abends tot ins Bett fällt, bleibt nicht viel Zeit für weltliches Vergnügen. Der einzige, halbwegs interessante Kerl verzischt sich für ein halbes Jahr, also gibts hier absolut gar nichts zu melden. Immerhin war ich auch zu keinem Kerl gemein!

Summa summarum ist der Juni mit einem Haufen Arbeit rumgegangen. Demnächst bricht die Urlaubszeit an, da kann ich hoffentlich hier ein wenig durchatmen und mir ab und zu mal eine Auszeit gönnen. Immerhin hat sich mein Geldbeutel ein bisschen erholt, denn wer keine Freizeit hat, kann auch kein Geld ausgeben - oder zumindest weniger. Denn dank Onlineshops kommt frau ja trotzdem auf ihre Kosten!

Mittwoch, 29. Juni 2011

essence "Show your feet" 01 Caribbean sea

Hach ja, dieser Lack hat mich am Sonntag so unglaublich geärgert... Bzw. habe ich mich mit dem Lack rumgeärgert, weil die Sticker nicht drauf halten wollten - bzw. an der linken Hand nicht halten wollte. An der rechten Hand war alles okay, wie man auf dem Bild sieht. Die Linke hat sich nur geweigert (und ich habe ernsthaft angefangen zu überlegen, ob der Nagel meines linken Ringfingers stärker gebogen ist als der meines rechten Ringfingers und die Sticker genau deswegen nicht halten wollen) und deswegen kam dann alles wieder ab. Und inzwischen schiebe ich die Schuld auf den blöden Sticker - der ist einfach nicht so gut, wie er sein sollte, ist auch nur eine Billigausführung von Tedi.

Aber ich fand die Farbe so schön, dass ich mich Sonntag Nacht (ja, es war tatsächlich Nacht, als ich wieder nach Hause kam...) daran gemacht habe, dem Lack eine zweite Chance zu geben. Mir war so nach Blau und der Lack hat wirklich was von karibischem Feeling in mir hervorgerufen - davon abgesehen, dass ich erstaunlicherweise mal wieder von Männern in gestandenem Alter dafür Komplimente bekommen habe! Also fix einen Basecoat als Absicherung verpinselt - bei diesem Lack ist das von essenzieller Bedeutung!!! Erste Schicht Farblack - alles super, ein bisschen streifig, aber das ist bei solchen Lacken ja nichts besonderes. Die Trockenzeit war recht kurz, die Deckkraft nicht optimal, deswegen kam also eine zweite Ladung blaue Farbe auf meine Nägel und das Ergebnis wurde dann noch mit einem Topcoat (nicht der Top Sealer, ich versuche gerade, den anderen noch aufzubrauchen) versiegelt.
Yay, ist das nicht klasse? So ein tolles, intensives, strahlendes Blau! In der Sonne kann man die Schimmerpartikelchen erahnen, die dem Ganzen einen schönen, warmen Unterton geben. Ich fand die Farbe einfach toll und hätte eigentlich den lieben langen Tag nur auf meine Nägel starren können, wenn ich nicht total übermüdet gewesen wäre und arbeiten hätte müssen. Dummerweise habe ich mir dabei an zwei Fingern kleine Macken in den Lack gehauen - so ist das halt, wenn man mal wieder wild am Fahrrad rumfurwerkelt, weil das Schloss nicht richtig abgeht. Das wäre auch alles nicht so schlimm gewesen, wenn ich mir nicht beim Hinsetzen auf meinen Bürostuhl einen Nagel komplett abgebrochen hätte.

Mag jemand raten, welcher es war? Richtig, der oben erwähnte Schuldige, der linke Ringfingernagel... Bevor ich mich also ans mühevolle Nachlackieren gemacht hätte, hab ich einfach ablackiert. Und hier zeigt sich die große Schwäche des Lackes: er weigert sich standhaft, ein einmal besetztes Gebiet wieder freizugeben. Ich habe mir die Finger beim Ablackieren dermaßen eingesaut, dass es wirklich nicht mehr feierlich war.
Ich musste drei Mal mit Nagellackentferner drüber gehen und zwischendrin meine Hände ordentlich mit Seife und einer Bürste abschrubben, bis der Blaustich wirklich verschwunden war. Irgendwann hab ich tatsächlich meine Hände mit Nagellackentferner gebürstet, weils nicht anders ging. Da lohnt sich dann ein Basecoat, der zumindest Einfärbungen am Nagel direkt verhindert! Summa summarum ist der Lack farblich für mich gerade ein Highlight, die Haltbarkeit kann ich nicht richtig beurteilen, aber der Ansatz war schonmal vielversprechend. Nur fürs Ablackieren muss man ein bisschen Geduld mitbringen. Den Lack gibts momentan immernoch im Sortiment, also wer dran Interesse hat, muss nur im Fußregal von essence suchen.

Dienstag, 28. Juni 2011

Orangen-Olivenöl-Kuchen

Inzwischen habe ich diesen Kuchen schon zwei Mal gebacken, weil er so unglaublich lecker ist - deswegen darf er auch endlich mal auf den Blog. Auch wenns draußen grad sauheiß ist, lässt sich der Kuchen in einem gut klimatisierten Büro (Gott sei Dank habe ich sowas) auch genießen. Aufmerksam geworden bin ich auf das Rezept bei KochSinn und habe es gespeichert, weils einfach ungewöhnlich ist (zumindest für mich), einen Kuchen mit Olivenöl zu backen.
Als es dann darum ging, einen leckeren Nachtisch ohne Milchprodukte für den Besuch zu zaubern (Laktoseintoleranz schränkt einen da in der Auswahl doch ganz schön ein!), fiel mir das Rezept wieder ein und wurde getestet. Etwas skeptisch waren wir am Anfang alle - aber genauso überzeugt waren wir auch, als wir den Kuchen probiert hatten. Er schmeckt sehr saftig und lecker orangig, das Olivenöl ist nur ganz dezent im Hintergrund zu erahnen (allerdings haben wir auch kein besonders würziges Öl verwendet!), verleiht dem Kuchen aber einen runden und leckeren Geschmack. Wichtig ist es allerdings, einen wirklich guten Osaft zu nehmen, beim zweiten Mal hatte ich keinen frisch gepressten da und habe doch den Unterschied gemerkt.

Zutaten:

180 g Olivenöl
225 g Zucker
300 g Orangensaft
400 g Mehl
50 g Schokoladenstückchen
Orangenaroma (oder Abrieb von 2 Orangen)
4 Eier
2 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz

Das Olivenöl mit dem Osaft, Eiern, Zucker und Salz so lange verrühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Mehl mit Backpulver, Schokoladenstückchen und dem Orangenaroma bzw. -abrieb gut vermischen, mit den flüssigen Zutaten verrühren und bei 160 Grad im vorgeheizten Backofen etwa 50 Minuten backen.
Die Zubereitung ist idiotensicher, relativ schnell und mit wenig Aufwand verbunden. Das Ergebnis sieht dafür umso toller aus, wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt. Er ist schön aufgegangen und gewachsen und schmeckt leicht warm unglaublich lecker - aber ich esse auch grundsätzlich gerne warmen Kuchen (und meine Mama erzählt mir jedes Mal, dass ich davon ja Bauchschmerzen kriegen würde...)! Durch die Schokoladenstückchen ergibt sich ein ganz tolles Aroma, aber die Orange steht deutlich im Vordergrund.
Leider ist in der Form ein bisschen was kleben geblieben, deswegen stand der Kuchen doch windschief - was aber dem Geschmack keinen Abbruch getan hat. Ich hätte mich wirklich reinlegen können, da der Kuchen so saftig und lecker war. Witzigerweise ist niemand auf die Idee gekommen, dass da Olivenöl drin sein könnte - der Kuchen wurde hochgelobt und auch ratzfatz weggefuttert.
Der zweite Versuch ging dann an meine Arbeitskollegen - und auch da konnte ich fast nicht so schnell gucken, wie der Kuchen weggefuttert war. Manchmal frage ich mich ja, ob die einfach alles essen, egal, obs schmeckt oder nicht... Aber mir wurde zumindest mit vollem Mund sehr aufmunternd zugenickt, dass der Kuchen genau die richtige Wahl war. Nicht zu schwer, nicht zu süß, sehr locker und fluffig. Ich muss glatt mal gucken, ob sich aus dem Teig auch Muffins machen lassen... Also wer sich bissl was traut, kann gerne mal testen!

Montag, 27. Juni 2011

Nivea Calcium power "44 Gris noir"

Da sich meine Kamera nun doch erbarmt hat (yay!) und wieder mit meinem Rechner kommunizieren möchte, gibts zumindest das Nagelchaos von letzter Woche... Ich hatte mich nach einigem Hin und Her dafür entschieden, den letzten Nivealack in Angriff zu nehmen. Also pinselte ich mir einen Unterlack auf die Pfötchen und startete mit der ersten Schicht.

Wie viele dunkle Lacke, war auch der Gris noir von Nivea ein wenig dickflüssiger, ließ sich aber trotzdem gut verteilen. Die erste Schicht war defintiv mehr streifig und ungleichmäßig als irgendwas anderes, aber dafür trocknete der Lack sehr schnell durch. Also fix noch eine zweite Schicht drauf - an manchen Stellen leider immernoch nicht komplett deckend, aber das fällt kaum auf, da die Farbe an sich doch recht dunkel ist. Auch die zweite Schicht trocknete sehr schnell und ich finde die Farbe im Endergebnis doch recht nett.
Nicht komplett schwarz, sondern wirklich tiefgrau mit einem bisschen Schimmer - passend zum seltsamen Wetter, das die letzten Tage hier vorherrschte. Gut gelaunt ging ich also in mein Bettchen und hob mir den Topcoat für den nächsten Morgen auf. Als ich aufwachte war von Bettdeckenspuren nichts auf meinen Nägeln zu sehen - der Lack taugt also wirklich was! Ich machte mich also fertig und pinselte noch schnell eine Schicht Quick Dry Topcoat auf und stolperte die Treppen runter. Unten fix Fahrrad aufgeschlossen, Schlüssel in die Hose gesteckt - und dann auf meine Hand gesehen.

Auf meinem Daumennagel war komplett der Lack beiseite geschoben - und das, obwohl ich nur kurz Kontakt mit meiner Hosentasche hatte... Also wieder hoch, schnell über den Daumen gepinselt (was natürlich lustige Krater zur Folge hatte) und wieder runtergeflitzt, aufs Fahrrad geschmissen und auf den ersten Metern bemerkt, dass ich nebenbei auch noch im Zeigefinger ne Macke habe und am Daumen der anderen Hand auf einmal auch ein Eckchen Lack fehlt... Was war ich genervt, als ich auf der Arbeit ankam! Dieser deppiche Topcoat hat mir wirklich die Freude an dem Lack versaut, denn mit lauter komischen Macken sah der auch nicht mehr wirklich schön aus.

Allerdings hatte ich auch absolut keine Lust (und keine Zeit), gleich wieder neu zu lackieren, also hab ich mir mit einem meiner Crackling Topcoats beholfen. Immerhin kaschiert das Gecrackele alle Ungleichmäßigkeiten im Grundlack, denn die Aufsplitterungen sind sowieso nicht gleichmäßig.
So konnte ich mir das Ganze zumindest noch zwei weitere Tage antun, wobei mir da auch nichts abgesplittert ist. Allerdings möchte ich das jetzt keinem spezifischen Lack zuschreiben, da ich einfach auch zu viel an meinen Nägeln rumgewurstelt hab. Insgesamt schade, da Gris noir ein wirklich schöner Lack ist, den ich mir aber selber durch diesen doofen Topcoat versaut habe.

Sonntag, 26. Juni 2011

Frust, Frust, Frust.

Statt bunter Pfötchen gibt es heute erstmal eine Ladung Frust von mir. Ich sitze hier seit 9 Uhr morgens und versuche, etwas für die Arbeit fertig zu machen - gestern saß ich da auch von 16 Uhr bis 2 Uhr nachts dran. Ausnahmsweise hab ich nämlich gestern ausgeschlafen und war deswegen erst um 11 Uhr wach... Frühstücken, Badewanne und erstmal ordentlich wach werden haben dazu geführt, dass ich nicht vor 16 Uhr geistig in der Lage war, mich an die Arbeit zu machen.

Um 2 Uhr heute Nacht dachte ich mir dann, dass ich mir kurz ne Auszeit gönnen könnte und mir ein Volleyballspiel anschauen kann - und bin dann leider eingeschlafen. Aber hey, heute morgen um 9 frisch ans Werk! Da ich um 15 Uhr aus dem Haus muss, weil ich einen (beruflichen) Termin habe, dachte ich Depp, ich könnte mir ja gestern schonmal die Nägel machen und heute nur noch die Kür draufklatschen - ich hab mich nämlich ein bisschen in diese Nagelsticker verguckt. Und was ist? Natürlich funktioniert das mit den Nagelstickern so gar nicht, ich habe mir tatsächlich einen Finger drei Mal ab- und wieder neulackieren müssen, weil dieses dreckige kleine Blümchen einfach nicht halten wollte. Letztendlich habe ich gerade meine Hände in Nagellack gebadet, um die (eigentlich total tolle) blaue Farbe irgendwie abzukriegen - denn beim Ablackieren ging nicht nur der Lack von meinen Nägeln, nein, er bewegte sich zu meiner unbändigen Freude auch gleich AUF meine Hände. Bin ich jetzt auch noch zu blöd, mir die Nägel zu lackieren, oder was??? Kann denn so ein dämlicher Aufkleber nicht auch auf der linken Hand halten? Ist mein linker Ringfinger Sperrgebiet oder ist der Kleber nur auf rechts geeicht?

Na vielen Dank, was hab ich eigentlich verbrochen, dass momentan alles schief läuft? Heute ist der 26. Juni und mein Arbeitsvertrag geht noch sagenhafte vier Tage. Die Verlängerung ist zwar zugesagt, allerdings fehlt noch dieses nette kleine Schriftstück, das mir zumindest ein kleines bisschen Sicherheit gibt. Seit gut zwei Wochen weiß ich schon gar nicht mehr, wo mir vor Abgabeterminen und Fristen der Kopf steht und ständig kommt noch irgendwas dazu, das dringend erledigt werden muss...

Am Freitag sagte eine Freundin zu mir, dass sie sich so langsam um mich Sorgen machen würde, weil ich dauerfrustriert sei. Irgendwie hat sie damit ja recht, aber momentan läuft auch einfach alles scheiße... Von Kleinigkeiten wie Macken in den Fingernägeln (was ja nun wirklich kein Weltuntergang ist), nervigen Telefonanrufen, über fehlende Unterlagen, zu Leuten, die demnächst weg sind und somit als Entlastung wegfallen... Und natürlich blöde Leute, die mir auf der Arbeit tierisch auf den Keks gehen, weil sie meinen, ihre Nase überall reinstecken zu müssen, wo sie nicht hingehört und damit noch mehr Chaos verursachen.

Kurzum: ich bin überarbeitet, unausgeschlafen, gestresst, genervt und bräuchte mal Urlaub. Auf der Arbeit muss ich mich teilweise sehr zusammenreißen, um nicht Leute anzuschnauzen, dies nicht verdient haben - und auf der anderen Seite nicht vor Wut zu heulen, wenn schon wieder jemand mit irgendeinem Käse ankommt, den er verpennt hat. Allerdings kann ich momentan keinen Urlaub nehmen (obwohl ich noch mehr als genug Tage hätte), weil es Fristen und Termine gibt, bis denen Dinge abgeliefert werden müssen...

Meine Wohnung schaut gerade aus wie nach nem Bombeneinschlag, da ich tatsächlich versucht habe, meine privaten Unterlagen in Ordnung zu bringen, dabei allerdings unterbrochen wurde von - Arbeit! Und deswegen liegt hier momentan alles total verstreut rum - auch nicht gerade der Anblick, den man sich wünscht, wenn man nach Hause kommt. Wenn ich dann abends hier aufschlage, kann ich mich momentan nichtmal dazu aufraffen, Sport zu machen, weil ich so platt bin und gleich auf der Couch einpenne, sobald ich mich in meine Decke kuschle...

Alles doof... Und es hilft trotzdem nix, ich muss mich jetzt noch an mein Dokument machen und nachher wieder brav strahlend Smalltalk mit den Kollegen machen, um mich dann heute Nacht mit der Vorbereitung für Morgen auseinanderzusetzen. Hach, was hab ich doch für ein tolles Leben - nicht.

Ach ja - und mein Laptop weigert sich gerade auch noch, die Kamera zu erkennen und Bilder rüberzukopieren... Warum, wieso, weshalb - ich habe keinen blassen Schimmer, gestern oder vorgestern ging noch alles, heute sind anscheinend alle USB-Slots zickig und wollen mich nicht auf meine Cam zugreifen lassen... Bei USB-Sticks und meiner Maus funktioniert natürlich alles optimal. Kann mir bitte jemand dieses Schild entfernen auf dem anscheinend steht, dass ich momentan bitte alles abkriegen sollte?

Samstag, 25. Juni 2011

Korres Body Butter Guave

Diese Probegröße (50 ml) der Korres Bodybutter in ... Geschmacksrichtung? Duftnote? egal, ihr wisst, was ich meine, auf jeden Fall ist es Guave, gab es Ende letzten Jahres (bilde ich mir ein) in Kombination mit einem Duschgel und einem Probetütchen Gesichtscreme bei Douglas zu Bestellungen als Goodie dazu. Zuerst hab ich sie ziemlich links liegen lassen, da ich noch einen ordentlichen Stapel an anderen Bodybuttern hatte (bzw. immernoch habe), aber aufgrund ihrer Größe hat sie sich als optimale Reisebegleitung herausgestellt (genauso wie das Duschgel).

Mit Guave verbinde ich leider nur irgendeinen rosanen, dicklichen, körnigen Graninisaft oder Kombucha... Ansonsten ist mir die Frucht noch nicht so richtig untergekommen, umso erstaunter war ich erstmal, als ich diese Bodybutter in der Hand hielt. In meiner Vorstellung bahnte sich das Grauen seinen Weg: eine Creme, die nach diesem komischen Saft riecht und rosa ist - na pfuibäh! Zum Glück wurde ich jedoch positiv überrascht, denn die Bodybutter ist weiß und von der Konsistenz her, würde ich sie eher als feste Creme bezeichnen und nicht als Butter. Und der Duft ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber ich finde ihn klasse: leicht süßlich, aber nicht übermäßig aufdringlich und vor allem kriege ich keine Assoziationen mit ekligem rosa Saft, sondern eher mit Sonne, Strand und Urlaub... Und ich rieche das auch noch ein paar Stunden später - der Selbstschnuppereffekt lässt grüßen!

Die Bodybutter an sich gehört für mich zu der Sorte der sich selbst vermehrenden Cremes - ich brauche unglaublich wenig vom Produkt, da es sich sehr gut verteilt und ich zumindest immer das Gefühl habe, dass die Creme "mehr wird", wenn ich sie einmassiere. Mit der Menge habe ich mich mindestens 8 Mal eingecremt, wobei das auch ein Produkt ist, bei dem man irgendwann die Schere zu rate ziehen sollte, um auch wirklich alles rauszukriegen - der nicht-ausdrückbare Rest hat bei mir noh für 1,5 Lenas gereicht. Positiv ist allerdings, dass sie sehr schnell einzieht und auch keinen Film auf der Haut hinterlässt - kurzum, meine Haut ist durchaus zufrieden, fühlt sich weich und angenehm an und klebt nicht!

Trotz meiner anfänglichen Skepsis muss ich sagen, dass ich von dieser Bodybutter begeistert bin - leider, denn der Preis ist nicht ganz ohne. Für 150 ml zahlt man in den unterschiedlichsten Shops 16,80 €. Bumms, das ist mal ne Hausmarke... Dadurch, dass sie so ergiebig ist, bekommt sie zwar noch einen Bonus, aber trotzdem ist das ein stolzer Preis. Dieser Preis ist allerdings auch dadurch zu rechtfertigen, dass Korres ja nur hochwertige pflanzliche Inhaltsstoffe verwendet und auf Mineralöle und Silikone verzichtet - Naturkosmetik war ja noch nie sonderlich günstig.
Mein Fazit ist auf jeden Fall, dass ich die Augen nach Korres-Angeboten offen halten werde, es gibt noch viele weitere spannende Duftrichtungen, die bestimmt genauso lecker riechen wie diese hier. Momentan ist mir das Ergebnis den horrenden Preis einfach nicht wert, da meine Haut auch mit günstigeren Alternativen (siehe Alverde Pistazienmilch) zufrieden ist. Wenn ich allerdings unverhofft zu unglaublich viel Geld kommen sollte und mein Stapel unterschiedlichster Bodybutter im Schrank endlich aufgebraucht sind, könnte das durchaus noch was mit uns werden...

Freitag, 24. Juni 2011

Lena testet Schokolade - chocri

Ja, eine Tafel ist irgendwie auf Dauer nicht genug *hust*. Seit Weihnachten 2009 (!!!) hatte ich einen Gutschein über 10€ von chocri, den ich damals von einer lieben Freundin geschenkt bekam. Eigentlich wollte ich schon viel früher bestellen, aber dann hat mich das doch sehr negative Lieferfeedback zu Stoßzeiten  ein wenig abgehalten. Als dann im Frühjahr die Wundertüte gelauncht wurde, musste ich aber zuschlagen. Für 9,95€ (ich glaube, bei mir waren es noch 8,95€) bekommt man 1kg Schokolade, das sich wild zusammensetzen kann aus Tafeln des Monats, B-Ware und sonstigem Krams, der gerade über ist. Ansonsten kann man bei chocri auch seine eigene Schokolade kreieren und mit unterschiedlichen Zutaten belegen. Der Versand liegt bei 3,95€ und ist ab 30€ kostenlos (und auf die 30€ kann man durchaus kommen...).

Da ich aber gerade auf einem Schokotrip war, habe ich mich für Masse entschieden und die Wundertüte bestellt, die etwa 5 Tage später auch bei mir ankam (allerdings war das auch zu einer ruhigen Zeit, keine Feiertage oder sonstigen Anlässe in Sicht). Im Päckchen waren 10 Tafeln Schokolade, ein Gutscheinheft für alles mögliche und noch ein bisschen Papier, als Füllmaterial. Ich habe inzwischen gelesen, dass man wohl auch bei chocri Kühlpacks mitschickt - bei mir war das im Mai noch nicht der Fall, ich hatte ein normales Päckchen, in dem die Schoki auch nicht einzeln getrennt gelagert war (so wie das bei mySwissChocolate der Fall war).
Ich war ein bisschen enttäuscht, dass es "nur" Tafelschokolade war, da auch Trinkschokolade und Minitäfelchen im Sortiment sind... Von den 10 Tafeln waren zwei Tafeln des Monats (die zwei grünen), bei diesen stehen hinten auch die Zutaten drauf. Beim Rest ist man ein wenig auf das Aussehen und den Geschmack sowie einen guten Ratesinn angewiesen - auf der einen Seite ein bisschen schade, auf der anderen Seite ists ja ne Wundertüte, also kann man sich auch beim Reinbeißen etwas wundern!

Wie man sieht, sind die Zutaten hier auf der Tafel drauf - nicht wie bei der gestrigen innen drin. Das macht natürlich optisch teilweise was her, aber für den Esskomfort finde ich das nicht so super: größere Elemente wie z.B. das Herz auf der 5. Tafel liegen teilweise über zwei Rippen und sind schwierig abzubrechen... Eine Schoki besteht übrigens aus sechs Reihen; fünf dieser Reihen haben jeweils vier Kammern und eine ist durchgehend und mit einem chocri-Schriftzug versehen - das ist dann die, für die besonders Hungrigen *hüstelchen*, also für mich!

Manche Tafeln sind völlig in Ordnung, wie diese Weiße mit Zimt, Walnüssen und... vielleicht sinds Sauerkirschen? Ich hab das absolut nicht rausgeschmeckt, meine Unterstützung hats leider auch nicht besser hingekriegt - irgendein fruchtiges, klebriges Zeugs auf jeden Fall, da waren wir uns einig!


Andere Tafeln sind ein bisschen mitgenommen und haben einen Knacks abgekriegt. Tut dem Geschmack keinen Abbruch, aber sowas wird nur noch als B-Ware verkauft (gibts auch bei chocri) - schließlich möchte man ja als Kunde nicht, dass eine liebevoll zusammengestellte Tafel kaputt bei einem ankommt. Allerdings sind die Tafeln natürlich nicht zerbröselt oder ähnliches.

Ich habe es geschafft, inzwischen jede Tafel zumindest mal anzuknabbern und zu testen. Leider muss ich sagen, dass ich nicht in dem Ausmaß begeistert bin, in dem ich gerne begeistert worden wäre. Die Schokolade schmeckt okay - um ehrlich zu sein, wenn man die Sonderzutaten weglassen würde, würde ich behaupten, das sei Milkaschokolade. Ich mag weiße Schoki sehr gerne, aber diese hier hat mich gar nicht vom Hocker gerissen, sie schmeckt halt wie ne durchschnittliche weiße Schokolade.



Das Highlight meiner Bestellung ist die Vollmilchschokolade mit Pinienkernchen. Die Schoki an sich ist solide mit einem angenehmen Schmelz - aber nichts besonderes. Das - für mich - Interessante sind einfach die Pinienkere, weil ich die Kombination bisher noch nicht kannte und auch nie als lecker in Betracht gezogen hätte. Das wars aber auch schon mit meiner Begeisterung. Den Rest "kann man halt essen", aber er reißt mich nicht vom Hocker. Auch wenn der Preis für die Wundertüte okay war, kann man auch sehr teure Schokoladen zusammenstellen. Die Schoki pur liegt schon bei 2,90€ - also auch nicht sonderlich günstig. Unter diesen Voraussetzungen und nach einem ersten Geschmackstest muss ich sagen, dass das wohl mein einziger Ausflug in den chocri-Shop bleiben wird.

Qualitativ ist das einfach nichts besonderes und für den Preis kann ich mir auch ne Lindt-Schokolade holen oder im Schokiladen ne Bruchschokolade, da gibts inzwischen auch eine ordentliche Auswahl an Kreationen. Ich befürchte, diese Onlineshops und ich werden keine Freunde - zumindest, wenns um Schokolade geht.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Lena testet Schokolade - mySwissChocolate

Im März gab es ja die Blog Aktion für Japan, bei der man einen Schokoladengutschein als "Belohnung" erhalten konnte. Ich habe die Mails von myswisschocolate erst irgendwann später in meinem Spamordner entdeckt und auch relativ lange gewartet, bis ich mir dort meine Tafel bestellt habe. In meiner Zusammenstellung hätte die Tafel sagenhafte 7,38€ gekostet - definitiv ein stolzer Preis (allerdings nicht der höchstmögliche!), den ich ansonsten nicht für 100 g Schokolade eher hinlegen würde.
Dazu kommen ja noch die Versandkosten von 4,50€, die ich Dank Gutschein auch nicht berappen musste. Nach meiner Bestellung dauerte es glaube ich 10 Tage, bis ich meine Schoki bekam, allerdings kam diese auch in einer stabilen Umverpackung (in die noch ein paar mehr Tafeln gepasst hätten, da sie in Kammern unterteilt ist - dadurch steht jede Schoki recht fest und kann nicht so einfach kaputtgehen) und mit einem Kühlbeutel vor dem Wetter gut geschützt - die Idee finde ich wirklich gut. In der Bestellmail stand allerdings auch der Hinweis, dass an warmen Sommertagen nur Montags versendet wird, damit die Schoki unterwegs nicht schmilzt.
Bestellt habe ich mir eine Zartbitterschokolade mit Kokosnussnote und den vier Zutaten Lavendel, Erdbeer Drops, Himbeeren und Macadamia. Die Auswahl ist relativ groß und ich habe mich für die Sachen entschieden, die mir interessant vorkamen. Das Tolle ist aber, dass man auswählen kann, ob die Zutaten auf der Schoki platziert werden, oder ob sie in die Schoki eingearbeitet werden sollen. Ich habe mich für letzteres entschieden, da ich nicht wirklich diesen optischen Kick brauche, sondern viel lieber meine Schoki praktisch in meinen Mund befödern möchte (dazu morgen mehr im zweiten Teil).

Dementsprechend unspektakulär sah die Tafel dann aus - 15 Kämmerchen, die man gut voneinander trennen kann (aber definitiv nicht muss *hust*), in einer Verpackung mit Sichtfenster. So gewöhnlich die Schokolade aussieht, so lecker ist sie aber. Die Zartbitterschoki zergeht ganz toll im Mund und hinterlässt einen zarten Schmelz, der auch geschmacklich noch wirklich nach Zartbitter schmeckt. Die Kokosnote ist ein bisschen untergegangen, was ich schade fand - aber das hab ich mir wahrscheinlich selbst zuzuschreiben, denn der Lavendel hat wirklich geschmacklich sehr dominiert. Aber Lavendel hatte ich noch nie probiert, da wollte ich mich mal ranwagen - jetzt weiß ich wenigstens, dass ich das in Zukunft nicht mehr brauche!
Einmal abgebrochen, sieht man die Einzelzutaten sehr gut: links gehts los mit Lavendel, Erdbeer Drop, Himbeeren, nochmal Lavendel und eine kleine Macadamia und rechts unten eine größere Macadamianuss.
Die anderen Zutaten schmeckte man recht gut durch, wenn man auf sie traf - im Mund hat besonders der Lavendel ein eher ungewöhnliches Gefühl hinterlassen, weil es eben so kleine Blütchen waren, die sich auch gerne mal zwischen den Zähnen festgesetzt haben. Die Drops waren von der Konsistenz her etwas zarter als die umgebende Schoki und brachen auch gut durch, wenn man ein Stück von der Tafel trennen wollte. Auch die Himbeeren ließen sich als solche identifizieren, bei den Macadamia merkte man den Knusper, wenn man auf eine traf - alles schick!
Geschmacklich hat mich diese Schokolade wirklich begeistert - ich musste mich doch manchmal sehr beherrschen, mir nicht einfach einen Riegel quer in den Mund zu schieben. Das hätten nämlich die Zutaten wirklich nicht verdient! Das war definitiv eine Schokolade, die es wert war, genossen zu werden - wenn sie nicht so unglaublich teuer wäre, könnte ich mir auch vorstellen, öfters was dort zu bestellen. Die Preise sind mir persönlich allerdings wirklich ZU saftig - auch wenn sie aufgrund der hohen Qualität vielleicht gerechtfertigt sind. Da bleib ich lieber bei meiner Ritter Sport Dunkle Nuss - die finde ich nämlich auch unglaublich lecker!

Mittwoch, 22. Juni 2011

Farbe bekennen!

Am Sonntag war ich in Bremen unterwegs und zwar zu einem sportlichen Anlass. Ich hab früher recht lang Volleyball gespielt und eine Freundin frage mich irgendwann im Mai, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr zum World-League-Spiel der Nationalmannschaft der Männer in Bremen zu fahren. Da Volleyball nicht so viel Zulauf hat, wie Fußball, sind die Tickets auch recht erschwinglich und ich stimmte zu - wir hatten uns sowieso schon eine geraume Zeit nicht gesehen und da war das doch eine nette Angelegenheit, hochklassigen Lieblingssport und Wiedersehen miteinander zu verbingen. Neben dem World-League-Spiel der Herren wurde im Vorfeld ein Freundschaftsspiel der Frauen gegen Japan gespielt, das wir uns natürlich auch angesehen haben. Insgesamt war es leider sehr schwer, Fotos zu machen (Volleyball ist halt doch kein Standsport!), aber zwei halbwegs akzeptable hab ich mal ausgesucht.
Das Spiel der Damen war aufgrund der 150jährigen deutsch-japanischen Freundschaft (wenn ich das gerade richtig zusammenkriege), das Foto ist beim Einschlagen entstanden - und das war schon schwierig genug zu Knipsen. Insgesamt waren wir total begeistert von den Japanerinnen, die unglaublich agil, aber trotzdem ruhig und wirklich schön gespielt haben. Völlig zu recht haben sie dann 3:0 gewonnen, wobei nach Absprache noch ein vierter Satz gespielt wurde, denn die deutschen Damen dann deutlich für sich entscheiden konnten. Aber wir waren sehr auf der Seite der Japanerinnen, die das Spiel sehr attraktiv gestaltet haben und uns wirklich begeistern konnten. Leider war die Fankulisse rein deutsch, wodurch die japanischen Damen recht wenig Applaus bekommen haben, auch wenn sie sehr viele gute Szenen hatten.
Beim Spiel der Herren ging es dann um Etwas, nämlich um die Platzierung in der World-League, bzw. die Qualifikation für die Endrunde. In der Gruppenphase war dieses das zweite Spiel gegen Bulgarien, am Abend zuvor hatten die Deutschen das erste Spiel 3:2 gewonnen. Da das Spiel der Männer deutlich schneller ist, als das der Frauen., war es für mich mit meiner Ausstattung nahezu unmöglich, anschauliche und sinnvolle Bilder zu machen - deswegen auch hier nur eins vom Einschlagen. Aber die Halle war deutlich voller und die Fans wirklich laut - leider hats nicht viel geholfen und die Bulgaren haben 3:1 gewonnen. Aber das Spiel war spannend und hat uns beim Zusehen sehr viel Spaß gemacht.

Am Vorabend habe ich mir im Fernsehen das erste Spiel angeschaut und mir dabei die Nägel lackiert. Auf irgendeine Art und Weise muss Frau ja auch "Farbe bekennen" und sich als Fan outen. Deswegen habe ich gleich meine Mannschaft aufgestellt:
Als Libero der Nagelhärter, im Angriff der Top Sealer und um Aufbau, Blocksicherung und Zuspiel kümmerte sich die bunt zusammengewürfelte Mannschaft aus p2, e.l.f. (demnächst gibts weitere Details zu meiner Bestellung) und Essence - beim Volleyball hinkt der Vergleich leider etwas, das geht beim Fußball irgendwie besser *hust*. Ich hatte die Befürchtung, dass ich sowieso nix hinkriege und deswegen am gleichen Abend ablackieren muss, aber da hatte ich mich wohl ein wenig unterschätzt. Es ist zwar nicht perfekt, weil die Streifen nicht gleichmäßig sind, aber für den ersten ernsthaften Freihandversuch finde ich das ganz akzeptabel:
Hätte ich mir nicht gleich bei der Ankunft an der Halle einen Fingernagel abgebrochen (und natürlich ausnahmsweise keine Nagelfeile zum Korrigieren dabei...), wäre alles noch viel besser gewesen... Aber ich wurde sowohl von meiner Freundin, als auch am nächsten Tag auf der Arbeit mehrfach drauf angesprochen, dass diese Deutschlandfahne total toll (und professionell Oo) aussehen würde. Ha, da war ich doch ein kleines bisschen stolz auf mich! Die Lacke waren erstaunlich unkompliziert und fast alles hat so funktioniert, wie ich wollte. Mal sehen, ob die Fußballfrauen ins Finale kommen - dann werden die Fähnchen sicher wieder auf die Nägel wandern, auch wenn ich Frauenfußball nicht übermäßig spannend finde... Aber ab und zu muss man doch Farbe bekennen!

Dienstag, 21. Juni 2011

Wenn einer eine Reise tut...

Ich war letztens beruflich unterwegs und zwar mit meinem Chef und Kolleginnen in die Niederlande, da dort eine Konferenz stattfand - die sogar halbwegs interessant war! Von Hamburg aus ist man allerdings doch ein bisschen unterwegs und so mussten wir irgendwann dann auch auf einem Parkplatz Halt machen, da so langsam das viele Wasser durchgelaufen war. Nichtsahnend (man sollte im Nachhinein halt doch nicht immer alles googlen, was einem seltsam vorkommt...) steuerte mein Chef also den nächstbesten Parkplatz an, der uns auf der Autobahn unterkam. Er trug den unglaublich klingenden Namen "Dong". Grundsätzlich sind mir Dinge mit solchen Namen ja sympathisch, denn sie müssen irgendwie urig sein.
Ich meine... Wie verzweifelt muss man sein, einen Rastplatz so zu nennen? Ich bin inzwischen ja an vielen seltsamen Rast- und Parkplätzen vorbeigekommen, aber "Dong" hat mir doch definitiv ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Bei strahlendem Sonnenschein und lauter LKWs auf dem Parkplatz (wir durften sogar einem Fahrer bei seinen Kraftübungen zusehen - die er übrigens auf einer ausklappbaren kleinen Rampe an der Front seines LKWs ausführte, teilweise mit irgendwelchen besorgniserregenden Ketten... Wer weiß, wozu der die sonst so nutzt *schauder*) stapften also drei Mädels in Richtung Toilette. Wir gingen rein, schauten und um, stutzen, gingen wieder raus, schauten uns nochmal um, gingen zu den Herren rüber (wo keiner drin war), schauten uns da um, stutzen auch nochmal und mussten dann alle nochmal ordentlich lachen... Warum? Nun ja...
Der Blick auf die Toilette ist ja an und für sich nichts besonderes - schaut für eine Autobahntoilette sogar noch sauber aus. Allerdings fehlte die Tür. Die Aufhängung kann man rechts unten im Bild sehen, die Tür selber war allerdings nicht vorhanden. Und sind wir mal ehrlich - wer von uns steht schon auf Showpieseln? Nach einigen kleinen Lachflashes einigten wir uns also auf Wachestehen, denn auch auf der Männerseite war die Tür ausgehängt worden. Das Chaos hätte ja schon ein Ende haben können, allerdings gab es in diesem Toilettenhaus nirgendwo (außer in der Kloschüssel selber) fließendes Wasser... Aus der Wasserhahnapparatur kam nur Flüssigseife raus - auch das haben wir bei den Männern überprüft. So standen also irgendwann zwei von uns mit seifigen Händen in der Dongschen Toilette und lachten sich über ihre eigene Dummheit schlapp. Gott sei Dank hatte die Dritte dann ein antibakterielles Handgel dabei, das uns dann eine Handwäsche erleichterte.

Allerdings wartete beim Rausgehen aus der Toilette noch ein weiterer Lacher auf uns, denn vor lauter Sonnenschein war uns die grandiose, künstlerisch unglaublich wertvolle Verzierung des Toilettenhauses nicht aufgefallen - vielleicht waren wir auch nur von der Schönheit der Architektur geblendet (aber ich tippe immernoch auf die Sonne)?
Diese unglaublich gehaltvolle Information findet sich nämlich an der Außenwand von Dong. Nach fehlenden Toilettentüren, wildgewordenen Seifenspendern und streikenden Wasserhähnen war das dann noch der Abschuss, der uns völlig gackernd vor dem Auto stehen ließ. Wer auch immer sich da an der Wand vergangen hat: Vielen Dank, du hast in besonderer Weise dazu beigetragen, dass wir vier "Dong" wohl nicht so schnell vergessen werden! Ich glaube, wir hatten tatsächlich noch 20 Minuten nach Abfahrt vom Parkplatz eine alberne, von Lachkrämpfen geschüttelte Diskussion über dieses Toilettenhaus.

Montag, 20. Juni 2011

Warum es sich manchmal doch lohnt, nett zu sein...

Normalerweise bin ich ja diejenige, die fleißig die Leckereien mit auf die Arbeit bringt... Aber dieses Wochenende bin ich einfach nicht dazu gekommen, Sonntag noch ein paar Muffins oder nen Kuchen zu backen (den völlig unspektakulären Grund gibt es dann am Mittwoch zu sehen). Heute Morgen wachte ich schon mit einem Brummschädel auf - also ein absolut mieser Wochenstart.

Trotz dumpfer und pochender Kopfschmerzen sitzen mir momentan auf der Arbeit noch ein paar Termine im Nacken, also hab ich mich auf mein Fahrrad geschwungen (großer Fehler übrigens - Kopfschmerzen und Fahrradfahren ist eine ganz, ganz schlechte Kombination...) und bin in auf die Arbeit gestrampelt. Ein paar mitleidige Blicke habe ich von meinem Chef geerntet, aber das Stimmungshighlight kam - mal wieder - von einem meiner Jungs:
Kuchen! Erdbeerkuchen! Yummi! Mein Schädel dröhnte zwar den ganzen Tag über (und tut das immernoch), aber immerhin hatte ich ein leckeres Stück Kuchen, das zumindest meine Laune gesteigert hat. Die Lachattacken, die dann auf mangelnde Rechenfähigkeiten des Bäckers oder grandiose Flüchtigkeitsfehler ("Ach verdammt, jetzt muss ich schon wieder diese 200 Zeilen markieren, weil ich in die falsche Zelle geklickt hab..." - "Sag mal, hattest du da nicht gerade schon reingeklickt und ich hab gesagt, du solltest das lassen?" - "Ja, schon... Aber ich merk mir doch sowas nicht!!!!") zurückzuführen waren, waren leider teilweise kontraproduktiv und führten zu neuem Pochen in meinen Hirnwindungen... Aber immerhin hatte ich ne Menge Spaß.

Ich weiß gar nicht, was ich ohne die Jungs machen würde - auch wenn ich durchaus andere Sachen zu tun hätte, als hier und da auszuhelfen, wenn die Herren mal wieder keine Ahnung haben, wie sie ihre Probleme lösen sollen... Am Ende lohnts sich halt doch, auch wenn "nur" ein Kuchen bei rumkommt! Und jetzt schleiche ich in mein Bett und hoffe, dass der morgige Tag nicht wieder mit einem Specht im Kopf anfängt...

Sonntag, 19. Juni 2011

p2 color victim nailpolish 191 gigantic

Zu später Stunde am Sonntag noch die obligatorischen bunten Pfötchen, heute in gigantischem Blau von p2 - allerdings in Kooperation mit den Nailstickern von Essence (ich bilde mir ein, es ist die "bad girl"-Version, wobei mir hier die Namensgebung total schleierhaft ist...).

Der "gigantic" von p2 schaut im Fläschchen sehr knallig blau aus, beim ersten Anstrich meiner Nägel war davon allerdings noch nicht wirklich viel zu sehen. Davon abgesehen, dass die erste Schicht ungleichmäßig und streifig war, hat mich die Farbe eher an "Buddy bear" erinnert - ein eher gedecktes Blau mit einem leicht grauen Stich. Dabei hatte ich mich so auf das Knallblau gefreut, das mich dann auch in der zweiten Schicht erwartete - Gott sei Dank! Wäre ja nicht das erste Mal gewesen, dass Flasche und Finger nicht 100%ig übereinstimmen.

Nach zwei Schichten ist der Lack zwar nicht völlig deckend, man sieht bei Gegenlicht durchaus noch das Nagelweiß durch, aber man muss schon sehr genau hinschauen. Deswegen ist es bei zweien geblieben und ich habe mich noch an ein Aufkleberchen gewagt - vorsichtshalber an ein kleines, wer weiß denn schon, wie ich mit sowas zurecht komme? Trockenzeit war übrigens recht kurz, ich hatte sehr schnell das Gefühl, dass ich mich an eine zweite Schicht wagen kann - und es gab auch keine Bläschen (wobei ich inzwischen die Vermutung habe, dass es an meinem Nagelhärter-Unterlack liegt, der inzwischen etwas dickflüssiger geworden ist).
Auf dem Foto sieht man auch ganz gut, dass die Deckkraft nicht 100%ig ist - aber die Farbe ist wirklich toll! Die Farbe mutiert trotz der Befürchtungen im ersten Auftrag zu dem tollen, intensiven Blau, das in der Flasche zu erkennen ist. Das Aufkleber-Blümchen-Flöckchen ist dann auf den Ringfinger gewandert und ich finde es gerade bei dieser Farbe klasse. Übrigens wurde ich sogar von meinem Chef (!!!) drauf angesprochen, ob das denn jetzt noch ein Extradings sei, das ich da drauf gemacht habe - und da war ich doch sehr verwundert, dass meinem Chef auffällt, was ich so auf meinen Nägeln trage.

Versiegelt wurde das Ganze dann mit dem Essence better than gel nails Top Sealer - und ich bin sehr zügig danach ins Bett gegangen. Ich kann jetzt nachvollziehen, wieso der Lack für einige ein heiliger Gral ist - denn es war alles wirklich schnell trocken, nach vier Tagen hatte ich so gut wie keine Tipwear und nur eine winzig kleine Macke am Mittelfinger. Ich hatte in diesen Tagen mehrfach das Gefühl, dass bei dieser oder jener Aktion (Fahrradschloss, Finger irgendwo halb eingeklemmt, etc.) definitiv irgendein Nagel oder zumindest der Lack dran glauben musste, aber nix war.
So sahen meine Nägel aus, als ich dann doch ablackiert habe, weil ich eine andere Farbe drauf haben wollte. Man sieht ein bisschen Tipwear, aber nichtmal die Macke hab ich ordentlich aufs Bild bekommen. Ich bin wirklich begeistert und schreibe diesen Effekt einfach mal dem Topcoat zu - denn ich glaube nicht, dass dieser eine p2-Lack so viel anders ist, als die anderen. Das Gute ist auch, dass ich auf dem Topcoat kaum irgendwelche Rillen, Kratzer oder ähnliches bemerkt habe. Ich vermute stark, dass das Ganze so auch noch zwei weitere Tage durchgehalten hätte, denn die Härteprobe mit einem Ausflug in die Badewanne hatte der Lack schon hinter sich! Natürlich wird der Top Sealer noch weiteren Tests unterzogen, aber der erste Eindruck ist bombig!

Samstag, 18. Juni 2011

Von Blümchen im Garten

Während es hier den ganzen Tag eher grau ist und ab und zu ein wilder Schauer vom Himmel platzt (und mein Auto immernoch nicht sauber ist...), habe ich auf meiner Festplatte noch ein paar Bilder vom Garten meiner Eltern gefunden. Hier gabs schon einen ersten Eindruck vom Apfelbaum, aber natürlich gibt es noch ein paar andere Pflänzchen rund um unser Häuschen. Und da mir die Fotos doch ein bisschen gute Laune (und ein größeres bisschen Wehmut) gebracht haben, kommen sie jetzt eben auch auf den Blog!
Meine Mama ist deutlich dekoorientierter als ich, deswegen gibts auch öfters mal ein paar Blümchen im Haus. Für gewöhnlich gehen ja Schnittblumen relativ schnell kaputt, aber diese wunderschönen Tulpen haben tatsächlich eine ganze Woche gehalten! Allerdings haben wir auch ähnliche im Garten und ich frage mich immer wieder, warum Mama die nicht einfach abschneidet und ins Haus stellt - und die Antwort ist dann immer wieder die gleiche: "Weil sie doch draußen auch so schön sind..."
Klar, draußen schauen die Blümchen auch toll aus! Vor allem die vielen Tulpen, die überall um unser Haus rumgewachsen. Diese hier stehen unter einem kleinen Bäumchen, dessen Namen ich schon wieder verdrängt habe - ich glaube, ein grüner Daumen ist entweder nicht vererbbar oder er manifestiert sich erst jenseits des 40. Lebensjahres oder so... Jedenfalls war ich noch nie scharf auf das Rumgewerkle im Garten oder die Bepflanzung irgendwelcher Balkonkästen - ja, Blümchen schauen toll aus, aber nein, ich persönlich brauche sie nicht. Deswegen habe ich in meiner Wohnung auch nur die Aloes, die meine Mama mir geschenkt hat und den armen Elmar (der übrigens leider noch genauso ausschaut).
Meine Mama macht sich dafür jedes Jahr immense Mühe, irgendwelche Samen und Zwiebeln in den Beeten zu verteilen - und diese dann teilweise wieder rauszuschmeißen, weil sie etwas anderes dazustecken will. O-Ton: "Oh, ich glaube das war die Blume X, die ich vor zwei Wochen da reingesteckt habe... Hm, ich wusste gar nicht, dass die so ausschaut, wenn die rauskommt..." Genauso wird dann jedes Grün überprüft, ob es unter Umständen eine Blume sein könnte, oder ob das nur Unkraut ist ("Ne, das wächst da drüben auch - das ist bestimmt Y!"). Und tatsächlich lassen sich - neben vielen Schimpfereien über die Blumen, die sich nicht blicken haben lassen - auch immer wieder ein paar kleine Schätzchen in unserem Garten finden.
Wie zum Beispiel dieses fransige Tülpchen, das da eigentlich gar nicht hingehört, sondern sich anscheinend selbstständig irgendwie von seinem angedachten Standort entfernt hat - wobei ich vermute, dass es einfach bei einer Einpflanzaktion umgezogen wurde. Allerdings ist das auch die einzige in unserem ganzen Garten - ich fand sie allerdings trotz der Farbe wirklich toll. Und die einsame Hyazinthe daneben rundet das Bild auch passend ab - zwei Einzelkämpfer, alleine auf weiter Flur!
Genauso wie dieses gelbe Zeugs, dass sich definitiv verselbstständigt und sich irgendwie in einem Zwischenraum der Steinterasse und der Beetumrandung angesiedelt hat. Meine Eltern haben schon mehrfach überlegt, das Zeug rauszureißen und wegzuschmeißen, aber meine Mama wird immer wieder schwach, wenn sie es blühen sieht. Das heißt aber auch, dass seine Überlebenswahrscheinlichkeit stark sinkt, sobald die Blüten hinüber sind.
Und dieses glockenartige Blümchen wächst mit einem kleinen Bruder (oder einer kleinen Schwester) zwischen lauter wild wuchernden, grünen Blättern, die zwar theoretisch mal blühen sollten, sich aber dieses Jahr anscheinend geweigert haben. Der einzige Farbklecks sind eben diese zwei Blumen, die auch wirklich toll ausschauen - wobei meine Mama das nur abfällig abgetan hat, als ich sie darauf hingewiesen habe... So ist das nämlich auch manchmal, ich möchte ihren tollen Garten in seiner Blütenpracht loben und dann kommt nur: "Das hab ich da gar nicht hingepflanzt, das ist eigentlich nur Unkraut!"

Bin schon ganz gespannt, was es im August Tolles daheim zu entdecken gibt (ich will Erdbeeren!!!) - grad nach dem Durchschauen der Bilder wär ich schon gerne mal wieder zu Hause... Besonders, wenn hier das Wetter so mies ist, aber man kann halt nicht alles haben! Genug Blümchencontent, abschließend noch ein "Hallo!" an Alenija, die die erste Schnapszahl an Lesern auf dem Blog vollgemacht hat *yay*!

Freitag, 17. Juni 2011

Blätterteig-Nektarinen-Schnecken

Heute gibts bei mir mal wieder Futtercontent - noch dazu solchen, der total lecker, supereinfach zuzubereiten ist und sogar noch was hermacht! Gefunden habe ich das Rezept bei Andrea von einfach guad - und der Name ist hier Programm, sowohl einfach als auch gut trifft auf diese Blätterteigschnecken zu. Ursprünglich waren sie mit Pflaumen, allerdings hatte ich noch Nektarinen rumliegen, die ich stattdessen verwendet habe. Und das "Topping" habe ich im Vergleich zum Originalrezept auch ein wenig reduziert - hat nämlich so auch dicke gereicht.

Zutaten:

4 Nektarinen
1 Rolle frischer Blätterteig
25 g Butter
25 g Puderzucker
1/2 TL Zimt

Die Nektarinen (oder eben andere Früchte, die so ähnlich sind) waschen, halbieren, Kerne entfernen und die Fruchthälften in schmale Scheiben (ca. 2 mm - meine waren teilweise doch ein wenig dicker) schneiden - die Randstücke kann man übrigens super nebenbei naschen *hust* (deswegen ist die Angabe der Anzahl nicht ganz so einfach). Den Blätterteig ausrollen und in etwa 2 cm dicke Streifen schneiden (ich würde hier beim nächsten Mal etwas dickere Streifen machen). Dann die Obstscheiben mit einer leichten Überlappung nebeneinander auf einen Blätterteigstreifen legen, dabei am Rand etwa 1,5 cm frei lassen. Den Rand mit ganz wenig Wasser bestreichen (ich hab dazu einfach meinen Finger einmal in Wasser getaucht; alternativ kann man auch ein Eigelb verwenden) und dann die Streifen aufrollen, die Enden ein bisschen festdrücken.
Die aufgerollte Schnecke dann auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und mit der nächsten weitermachen...
Wenn alle Schnecken fertig sind, die Butter in einem kleinen Topf schmelzen, Zimt und Puderzucker hinzufügen und gut verrühren. Die Masse dann auf den Schnecken verteilen und diese bei 180 Grad Umluft im vorgeheizten Backofen etwa 20 Minuten backen.
Warm schmecken sie genauso lecker, wie abgekühlt. Das Tolle an diesen Schnecken ist, dass sie drinnen auch noch wunderbar saftig sind, der Blätterteig aber auch ein bisschen knuspert - einfach klasse.
Ich hätte meine gerne etwas höher gehabt, vielleicht wären sie dann auch ein bisschen stabiler gewesen und nicht so doll auseinandergegangen - aber dazu hätte ich auch größere Früchte gebraucht...
Jedenfalls waren alle von diesen Leckereien begeistert und ich werde sie im Sommer bestimmt nochmal machen. Gerade mit Nektarinen fand ich sie wirklich lecker, weil die noch ein bisschen Säure hatten. Zu Pflaumen passt halt der Zimt ein bisschen besser, aber wenn man keine hat, muss man sich halt anders behelfen!

Wenn ich noch eins übrig hätte, würde ich es übrigens an turkeyfansa weiterreichen - herzlich willkommen auf meinem Sofa! Machs dir bequem und fühl dich wohl hier.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Diesmal zur richtigen Zeit...

... und am richtigen Ort. Denn bei mir klingelte es unverhofft an der Tür und ein DHL-Männchen wollte mir ein Paket hochbringen. Wenn man nichts erwartet, ist es wirklich anstrengend, im dritten Stock zu wohnen - besonders, wenn der DHL-Mann in einem sehr gemütlichen Tempo die Treppen hochkommt. Ich sah ihm also erwartungsvoll entgegen und er übergab mir ein Paket, das ich zuerst gar nicht zuordnen konnte. Also flugs unterschrieben und die Tür hinter mir zugeschmissen, schnell eine Schere geholt und ausgepackt. Und was kam mir da entgegen?
Ein Föhn! Nicht irgendein Föhn, sondern der Braun Satin Hair 7 mit IONTEC - einer irgendwie bahnbrechenden Ionen-Technologie zum Schutz der Haare. Ich habe (wieder!) bei einem Gewinnspiel von Budni gewonnen - ich weiß schon, wieso ich so viel Geld bei denen lasse *hust*. Dumm ist nur, dass ich nicht wirklich einen Föhn brauche, denn ich lasse meine Haare meistens lufttrocknen (außer im Winter, wenn ich morgens meine Haare wasche)... Der geneigte Leser mag sich an dieser Stelle fragen, wieso ich dann an dem Gewinnspiel teilgenommen habe - und ich würde ihm antworten, dass ich (wie immer) nicht davon ausgegangen bin, dass ich einen der Hauptpreise erhaschen könnte (wobei ich auch nicht weiß, ob es da Trostpreise gab). Aber trotzdem hab ich mich gefreut wie ein Schnitzel - ja, auch wenn das nicht mein Traumwunschgewinn ist, find ichs klasse, wenn ich mal irgendwo gewinne. Vor allem heißt das für mich, dass das ein echtes, reell durchgeführtes Gewinnspiel ist - da steigt doch das Vertrauen in das Unternehmen!

Jedenfalls stehe ich jetzt vor der Qual der Wahl, entweder meinen alten AEG foen in Quietschblau weiterzubenutzen, oder auf dieses neumodische Ding umzuschwenken - denn meine Mama braucht keinen Föhn, die habe ich schon gefragt... Wobei der alte ja noch gut ist und ich kenne ansonsten keinen, dem ich einen Föhn aufdrücken könnte; zum Geburtstag kann man sowas ja schlecht verschenken: "Alles Gute zum Geburtstag - und hier haste nen Föhn!" kommt glaub ich nicht so wirklich gut *hust*...

Außer dem grandiosen Föhn (der übrigenst Testsieger bei Stiftung Warentest geworden ist, also wirklich was taugt!) ist auch meine erste Bestellung von e.l.f. angekommen. Über die werde ich aber erst berichten, wenn ich die Sachen zumindest einem ersten Test unterziehen konnte... Momentan gibts so viele Sachen, über die ich eigentlich noch schreiben möchte und ich komme nicht so recht dazu *grummel*.

Mittwoch, 15. Juni 2011

p2 color victim nailpolish 169 electric

Wie (so gut wie) jeden Mittwoch, gibt es heute wieder mal bunte Fingerchen bei mir! Bei der Durchsicht meiner Nagellacke ist mir aufgefallen, dass ich (noch?) unverhältnismäßig viele ungetragene Lilatöne habe. Also sprang ich über meinen Schatten und krallte mir einen davon, um ihn von seinen Qualen zu erlösen... Die Wahl fiel auf den p2 "electric", der zumindest in der Flasche seinem Namen alle Ehre macht und wie ein solides Lila mit einen wunderschönen, perlmuttigen Schimmer ausschaut.
Dummerweise schaut das auf den Nägeln dann ganz anders aus... Nach der ersten Schicht (Auftrag ganz p2typisch sehr angenehm und unkompliziert) habe ich mich gefragt, ob ich irgendwas auf den Augen habe, denn dieser dezente Hauch von Farbe, der sich da auf meinen Händen breit machte, war definitiv nicht das, was ich erwartet hatte - leider. Aber gut, schon einige Lacke haben ihr Potenzial erst in der zweiten Schicht entfaltet, noch war also alles drin und ich pinselte die zweite Ladung auf meine Nägel.
Wie man sieht, ist da von Deckkraft nicht wirklich viel zu sehen - schade, denn ich hatte mich trotz anfänglicher Bedenken (ja, mir war die Farbe ein kleines bisschen zu lilaschimmering) darauf gefreut, dass da ordentlich Farbe auf meine Nägel kommt. Allerdings ist auch von dem Lila relativ wenig zu sehen, der Lack sieht nach zwei Schichten meiner Ansicht nach eher rosa aus (und rosa ist ja so gar nicht mein Fall). Die Trockenzeit des Lackes war zwar relativ kurz, allerdings wollte ich auch zeitnah ins Bett, also blieb es erstmal bei zwei Schichten und einem Topcoatüberzug (keine Bläschen!!!). Am nächsten Tag dachte ich allerdings, dass es mich doch interessieren würde, nach wie vielen Schichten der Lack zumindest halbwegs deckend würde - und ich habe sage und schreibe fünf Schichten gebraucht.
Das wäre eigentlich das Ergebnis gewesen, das ich mir nach zwei Schichten gewünscht hätte! Dummerweise waren die fünf Schichten auch nach 24 Stunden nicht richtig durchgetrocknet und man konnte relativ einfach noch eine deutliche Kerbe in den Nagel drücken... Die Haltbarkeit mit zwei Coats war akzeptabel, nach drei Tagen zwar ein wenig Tipwear, aber das fällt kaum auf bei der geringen Deckkraft. Die fünfschichtigen Nägel hatten recht schnell unansehnliche Kerben, deswegen kam der Lack dann auch ab. Mal sehen, ob er das nächste Mal mit einer bunten Unterlage eine schönere Wirkung erzielt.

Dienstag, 14. Juni 2011

... und doch mein Paket!

Ich hatte ja hier schon über meinen Versuch berichtet, mir ein leckeres Düftchen zuzulegen. Letztens kam dann wieder ein MeinPaket-Newsletter und - surprise, surprise! Es gab wieder Parfüms im Angebot... Ich habe kurz mit mir gerungen, als ich gesehen habe, dass es sich wieder um den gleichen Anbieter handelt; dann nochmal tief in mich hineingehorcht und (mal wieder... *sigh*) beschlossen, dass jeder eine zweite Chance verdient hat.

Natürlich fiel die Wahl - wieder - auf das "The First Fragrance" bzw. "Le Premier Parfum" von Lolita Lempicka. Und ich war schon ganz gespannt, obs denn diesmal klappen würde - denn 29,95€ für 100 ml Eau de parfum sind wirklich ein gutes Angebot! Bei Douglas kosten 20 ml schon 22,95€ (und witzigerweise hat die kleinste Größe den geringsten ml-Preis...?), allerdings habe ich in einigen anderen Onlineparfümerien auch schon günstige Angebote für das Parfüm gesehen. Auf der Lolita Lempicka Seite (die übrigens gar nicht so einfach zu finden ist!) ist der Preis zwar geringer, aber immernoch deutlich über meinem Angebotspreis.

Zu meiner Begeisterung kam recht schnell eine Bestell- und auch Versandbestätigung und flugs bimmelte mich auch mein Handy an, dass in meiner Packstation ein Päckchen auf mich wartete - yay! Also nix wie hin, Karton abgeholt - das war auch das große Manko an der Bestellung, denn der Karton enthielt kein Füllmaterial sondern nur die Originalverpackung des Parfüms, die (ich habe es nachgeprüft!) sage und schriebe sechs Mal in den Umkarton passen würde. Es ist also ein wenig hin- und hergerutscht, aber dennoch in einwandfreiem Zustand bei mir angekommen.
Was den Duft angeht, habe ich mal auf der Originalseite gesucht, es handelt sich um eine Mischung aus Süßholz (oder Lakritz?) mit Anis, Efeu, Veilchen und Tonkabohne mit eher süßlichen Noten von Amarenakirschen, Vanille und Nougat. Diese Komposition weicht dann den sinnlich floralen Noten von Iris mit Untertönen von Moschus und wird als subtile, die Sinne anregende Mischung bezeichnet. Ehm... Ja! Riecht lecker *hust* - so genau hätte ich das da sicherlich nicht rausschnuppern können, aber ich finds toll. Momentan schnüffele ich wirklich gerne an der Verpackung und freue mich wie ein Schneekönig über mein selbstgemachtes Geschenk.

Zum Produkt muss ich noch sagen, dass ich die Flasche auch absolut süß gestaltet finde - die macht sich auch in meinem Bad als Deko gut, wobei sie dafür fast schon zu schade ist. Liebevoll mit einigen netten Detals gestaltet, macht sich die Apfelform einfach wirklich gut, auch wenn ich nicht unbedingt auf Gold stehe (also eigentlich so gar nicht). Und die Herzchengravur am Hals des Zerstäubers tut ihr übriges dazu - das ist doch einfach total knuffig und niedlich!
Insgesamt muss ich also mein negatives Urteil vom ersten Mal revidieren - die Bestellung verlief diesmal einwandfrei (allerdings habe ich auch eine halbe Stunde nach Empfang des Newsletters bestellt, wenn da schon was ausverkauft gewesen wäre, wäre ich auch an die Decke gegangen)! Mit einem 5€ - Gutschein (es lebe das Internet und Google!) hab ich im Vergleich zum letzten Mal sogar noch etwas gespart. Und ich bin ein bisschen glücklich, dass ich mein Apfelfläschchen jetzt doch bekommen habe - yay!!!

Montag, 13. Juni 2011

Alverde Körperlotion Pistazienmilch

Nach dem Bebemonster durfte die Alverde Pistazienmilch ran, die in diesen Geschenksets zur Weihnachtszeit drin war (da merkt man ja schon, wie unglaublich schnell ich im verbrauchen bin). Damals bin ich dem kollektiven Hype erlegen, weil kurz vor Weihnachten mein Geruchszentrum die Kontrolle übernimmt und alles, was gut riecht, unbedingt haben möchte. Also habe ich mir beide Sets geholt - die Dattelvariante wartet also noch auf ihren Einsatz, genauso wie beide Duschcremes...
Und jetzt habe ich es tatsächlich geschafft, die Tube zu leeren! Wobei, eigentlich ists schade drum, denn der Geruch ist unglaublich lecker... Pappigsüßer, künstlicher (ja, künstlich, definitiv! Ich mags - anderen wird das zu unnatürlich sein.) Pistazienduft, der dazu führt, dass man sich am liebsten abschlecken oder anknabbern möchte - auf jeden Fall yummi! Und ich rieche ihn auch noch ein paar Stunden, nachdem ich mich eingecremt habe - aber nur, wenn ich auch wirlich an mir schnüffle (was ich aber aufgrund des leckeren Duftes ab und zu gemacht habe, wenn ich am Wochenende auf dem Sofa lag). Immerhin steht ja "köstliche Pflege" auf der Tube, die hält in der Hinsicht "köstlich" zumindest, was sie verspricht!

Die Inhaltsstoffe sind alverdetypisch relativ "gesund", allerdings handelt es sich nicht um ein veganes Produkt - heißt ja auch Pistazien"milch"... Die Lotion an sich ist hellgelb und leider sehr flüssig - mir persönlich ein bisschen zu flüssig, ich habe festgestellt, dass ich bei Körperpflege eher auf festere Konsistenzen wie von Bodybutter stehe. Die Pistazienlotion lief bei mir sofort aus der Tube, als ich den Deckel aufgemacht habe, was dann die Dosierung auch ein bisschen schwierig gemacht hat. Dafür ist sie relativ ergiebig und zieht trotz der sehr flüssigen Konsistenz zügig ein - das erklärt vielleicht auch, warum ich (mal wieder) so lange gebraucht hab, die Tube aufzubrauchen. Meine Haut fühlt sich nach dem Eincremen angenehm weich an, aber eine besondere Pfegewirkung habe ich nicht festgestellt (außer unglaublich leckerer Geruch zählt als Pflege). Insgesamt hab ich mich aber gern damit eingecremt und meine Haut hat nicht gemeckert oder ähnliches, also hat sie ihren Dienst erfüllt.

Wenns kommenden Winter wieder Pistazienmilch gibt (oder wenn Alverde überhaupt irgendwann wieder was mit Pistazie rausbringt), bin ich auf jeden Fall dabei, denn ich liebe den Geruch! Aber jetzt darf erstmal der Rest meines Vorratsschrankes an meine Haut ran.

Sonntag, 12. Juni 2011

Nivea Calcium power "43 Cherry glacé"

So, hier ist er also, der rote Nivealack aus dem Euroshop mit dem klingenden Namen "Cherry glacé", also zu Deutsch in etwa "glasierte Kirsche". Immerhin kann man auch aufgrund der Namensgebung erahnen, dass die Farbe irgendwas mit rot zu tun hat - ist ja nicht unbedingt bei allen Herstellern so *hust*. Und auch wenn "glacé" mehrere Bedeutungen haben kann (unter anderem vereist, frostig oder eisgekühlt), ist definitiv "glasiert" die richtige Wahl, denn wer diese ekeligen Zuckerkirschen kennt, hat genau die Farbe des Lackes vor Augen.

Zu meinem Erstaunen muss ich sagen, dass ich diesen Lack unglaublich toll finde! Ich hätte nie gedacht, dass ich so begeistert sein könnte - rot und ich habens ja nicht so miteinander... Allerdings ist das schon fast ein Neonrot, denn der Lack ist schon ziemlich knallig. Der Auftrag war total easy, allerdings deckt der Lack erst in der zweiten Schicht - die erste ist noch ein bisschen streifig. Wenn man sich ganz viel Mühe gibt, kann man auch nach zwei Coats noch das Nagelweiß erahnen - oder bilde ich mir das nur ein? Jedenfalls fand ich die Deckkraft zu diesem Zeitpunkt ausreichend. Die Trockenzeit ist wie schon beim pinken Blümchen sehr kurz, deswegen habe ich auch den Fehler gemacht und vorm Bettchen den Topcoat aufgetragen...

Und mein Freund der Essence Quick Dry Topcoat (haha...) hat mal wieder Bläschen gebildet *grummel*, allerdings nur in der durchsichtigen Schicht, deswegen ließ sich das nicht mit einer weiteren Schicht Klarlack ausgleichen. Das Bild ist zwar bissl unscharf, aber man sollte eignetlich die Bläslchen halbwegs gut erkennen können... Weil mich das gerade bei dem roten Lack so geärgert hat, habe ich beschlossen, mir jetzt wirklich den hochgelobten "heiligen Gral", den Essence Top Sealer zuzulegen... Mal sehen, ob ich den aktuellen Topcoat einfach rausschmeiße, oder ob er doch noch irgendwo eine Chance kriegt, denn eigentlich ist noch ordentlich was drin und ich schmeiße eher ungern Sachen weg, die noch benutzbar sind. Wobei in diesem Fall die Benutzbarkeit so ne Sache ist...

Die Haltbarkeit des Kirschlackes war auch total klasse - nach drei Tagen hatte ich so gut wie keine Tipwear und mir lediglich am rechten Ringfinger ein kleines Stückchen Lack rausgeschlagen, weil ich mal wieder wild an meiner Fahrradkette rumwursteln musste. Der Lack ist lediglich ein bisschen stumpf geworden und im Topcoat sind ein paar Beanspruchungsanzeichen zu erkennen. Am Mittelfinger ist minimal Tipwear (obwohl ich in der Zeit wirklich viel am Rechner saß!) zu sehen, ansonsten schaut alles noch ziemlich gut aus. Hätten mich die Bläschen nicht zusätzlich genervt, wäre der Lack wohl noch länger draufgeblieben.
Auch das Ablackieren am vierten Tag (irgendwann hatte ich dann doch Lust auf ne andere Farbe, obwohl der Lack noch völlig in Ordnung war!) stellte - zu meiner Überraschung - überhaupt kein Problem dar. Ich habe mir kaum die Hände verschmiert, auch von Verfärbungen war nichts zu sehen. Vielleicht finde ich ja so langsam Gefallen an roten Nägeln; bei dem Lack bin ich auf jeden Fall wirklich froh, dass ich ihn eingepackt habe, obwohl er so gar nicht in mein Beuteschema passte!

Samstag, 11. Juni 2011

Der Kunde ist König - oder so...

"Servicewüste Deutschland" ist ja heutzutage leider kein schlechter Scherz mehr, sondern oftmals Standard. Das schöne Sprüchchen "Der Kunde ist König!" findet in immer weniger Dienstleistungsbereichen Anwendung und das finde ich persönlich ziemlich schade. Die letzte Erfahrung, die ich in diesem Bereich gemacht habe war eine mit Club-Cinema. Dabei handelt es sich um eine Art Prämienprogramm, an dem man teilnehmen kann, wenn man denn möchte. In jeder Club-Cinema-DvD ist ein Code drin, der 100 Punkte bringt - diese Punkte kann man dann auf der Seite gegen Prämien tauschen.

Ich wurde da eigentlich erst drauf aufmerksam, als ich im Dezember bei irgendeinem Adventskalender solche Punkte gewonnen habe. Also gleich mal auf die Seite gegangen, umgeguckt, festgestellt, dass auch der Versand kostenfrei ist (finde ich bei so Prämienprogrammen wichtig - da gibts ja manchmal auch eher weniger seriöse), angemeldet und gleich die Punkte aktiviert. Nach einem kleinen Blick auf meine DvD-Sammlung hab ich dann zu meiner Begeisterung festgestellt, dass ich tatsächlich ein paar DvDs mit Code hatte. Also habe ich mich gleich dran gemacht und mir eine DvD bestellt. Die Auswahl ist nicht übermäßig berauschend, aber es sind durchaus ein paar kleine Schätze dabei und ich habe mich damals für "Sky Captain and the world of tomorrow" entschieden (und bin inzwischen zwei Mal beim Versuch, den Film anzuschauen, eingeschlafen... Das lag aber wahrscheinlich an der nächtlichen Uhrzeit.).

Am 31.12.2010 habe ich also meine DvD bestellt, die Bestätigungsmail informierte mich, dass mir meine Bestellung innerhalb von 4-8 Wochen zugehen würde. Ist jetzt ein relativ langer Zeitraum, aber okay, immerhin war ich informiert. Nachdem 9 1/2 Wochen später (ich habe gerade nachgeschaut... Na ob das ein Zufall ist?), also in der zweiten Märzwoche, immernoch nichts bei mir angekommen war, schrieb ich eine Mail an den Kundenservice und fragte, ob Sky Captain denn in der World of tomorrow verloren gegangen sei. 6 Tage später erhielt ich eine Mail zurück, dass gerade viele Bestelungen vorlägen und der Versand in wenigen Tagen vor sich ginge. Am gleichen Tag noch erhielt ich eine Versandbestätigung und die DvD war auch einen oder zwei Tage später da.

Immerhin hat man auf mein Anliegen reagiert, das ist doch positiv - würde jetzt der eine oder andere sagen. Ich stimme ja zu - schließlich habe ich eine DvD "für lau" erhalten. Aber ein fahler Beigeschmack blieb bei mir schon, denn ich hatte das Gefühl, dass nichts passiert wäre, hätte ich mich nicht gemeldet. Ich bilde mir dann immer ein, dass man doch kurz Bescheid sagen kann, wenn es doch mal länger dauert. Also machte ich mich bereit für einen zweiten Schuss und bestellte, da ich noch genug Punkte hatte, am 25. März "Shrek". Email sagte wieder 4-8 Wochen, Lena machte es sich also gemütlich und wartete.

Relativ genau 10 Wochen (und einen Tag) später meldete sich eine graue Zelle in meinem Hirn und wies mich darauf hin, dass ich ja eigentlich noch eine DvD erwartete. Also bemühte ich mal wieder den Kundendienst, diesmal mit der Frage, ob eine Zustellung denn lediglich funktioniert, wenn man als Kunde darauf aufmerksam macht. Ich gebe zu, ich hätte deutlich freundlicher sein können - aber wenn einem sowas zum zweiten Mal passiert, finde ich durchaus, dass man einem auch die Enttäuschung anmerken darf. Drei Tage später erhielt ich eine Versandbestätigung, aber keine Reaktion auf meine Email. Zufall? Ich glaube kaum. Ehrlich gesagt, war ich gerade über die fehlende Reaktion doch ein bisschen enttäuscht. Die DvD landete zeitnah in meinem Briefkasten - allerdings doch mit einem sehr faden Beigeschmack.
Ich habe aufgrund dieser Erfahrungen den Eindruck, dass man nicht wirklich eigenständig versendet, sondern erst auf Kundenanfragen reagiert - denn mal ehrlich, wenn man zwei Monate auf etwas warten muss, neigt man durchaus dazu, die Bestellung zu vergessen. Wenn man dann noch eine automatische Löschfunktion für Emails hat (was leider sehr viele Leute haben!), hat man dann auch nichtmal mehr eine Ahnung, wann, was und wo man bestellt hat. Ich finds nett, dass man für drei bis fünf gekaufte DvDs eine weitere (je nach Aktualität kosten die DvDs 300 oder 500 Punkte) gratis erhält - aber für mich ist das nicht unbedingt ein Grund, "nur noch" von Club Cinema zu kaufen, sondern eher ein Goodie, dass ich mitnehmen, wenns gerade passt.

Ich bin gespannt, denn eine dritte Chance gebe ich dem Laden noch (wär ja noch schöner, wenn die Punkte einfach verfielen!). Die Tage schau ich mich nochmal auf der Seite um und suche mir eine DvD aus - möchte jemand Wetten abschließen, wann bzw. ob diesmal der Versand "pünktlich" vonstatten geht?