Sonntag, 11. Dezember 2011

Infinity Woman Nr. 31 Camouflage

Eigentlich wollte ich mir nur "schnell" die Nägel lackieren und konnte mich erstaunlich flott für einen Lack entscheiden (schon hier hätte mir der Fehler auffallen können). Also Basecoat, erste Lackschicht, kurz warten, zweite Lackschicht und dann...
... durfte ich erstmal meinen Fußboden und dann meine Nägel vom Lack (und Fusseln) befreien (um zumindest die Nägel im Anschluss wieder zu lackieren). Irgendwie hat sich nämlich das Fläschchen ein bisschen selbstständig gemacht und ich habe gefühl die halbe Flasche vom infinity woman "Camouflage" auf dem Fußboden verteilt... Wie man erkennen kann (oder auch nicht) handelt es sich um einen Braunton mit Taupeeinschlag. Der Auftrag war eigentlich unproblematisch, da sich der Lack als recht flüssig herausstellte und auch gut verteilen ließ.
Nach zwei Schichten ist die Deckkraft perfekt, bei dickeren Schichten würde auch eine reichen - aber damit hab ichs ja nicht so. Geblitzt erkennt man gut den deutlichen Brauneinschlag und die netten Abdrücke, die trotz Topsealer irgendwie auf meinen Nägeln gelandet sind. Die Trockenzeit würde ich dementsprechend nicht als so ganz optimal bezeichnen und anscheinend konnte auch das Wundermittelchen dem nicht ganz entgegenwirken.
Bei Tageslicht macht sich dann ein bisschen der gräuliche Einschlag bemerkbar, der dem Lack eine wunderschöne Optik verleiht und mich dann auch durch das Malheur am Vorabend hinweggetröstet hat. Ich finde solche Farbgebungen einfach klasse und war im Nachhinein auch froh, dass ich mich so schnell für diesen lack entschieden habe. Allerdings machte sich schon nach dem ersten Arbeitstag fiese Tipwear bemerkbar, der ich dann auch mit einem Crackle-Topcoat nichts wirklich Brauchbares entgegensetzen konnte:
Ich holte mir also "Violet fusion" und pinselte den auf mein schönes, aber extrem tipwearlastiges Graubraun - und mich erwartete ein zarter, goldener Schimmer. Ich hatte mir eigentlich die Kombination von Lila und Braun echt schön vorgestellt, allerdings kam einfach kein Lila aus dem Crackling raus. Das Gold fand ich dann aber auch sehr hübsch (und diese Tatsache warf die Frage in mir auf, wozu man diesen Cracklelack nicht sonst so alles gebrauchen könnte, wenn er sich farblich so als Chamäleon herausstellt). Leider hat sich der Crackle so gar nicht auf meinen Tipwear-Spitzen gehalten, sondern die auch noch extra weiß gelassen *möp*.
Das schönste Erlebnis mit dieser Maniküre hatte ich jedoch (mal wieder) mit meinem Chef: Da saß ich bei ihm im Büro und wir gingen gemeinsam ein Dokument durch und auf einmal fragt er mich so von der Seite: "Sag mal, ist das eigentlich ein Aufkleber?" Ich, gerade völlig in den Text vertieft, musste erstmal kurz umschalten: "Äh... Was? Ach so, ne, das ist ein Nagellack, der aufplatzt..." Und dann folgten bestimmt 10 Minuten, in denen ich meinem Chefchen das Prinzip von Crackle-Lacken erklärt habe und mich gewundert habe, wieso ausgerechnet meinem Chef irgendwelche bunten Nägelchen auffallen (auch wenn das schon öfters der Fall war).

Ablackieren war dann schließlich kein Problem und ging ohne größere Sauereien vonstatten. Die Haltbarkeit des infinity-Lackes würde ich trotzdem als schlecht bezeichnen; auch wenn man mit dem Crackle-Topcoat ein bisschen was retten kann, ist Tipwear nach einem Tag einfach mies (dem ließe sich bestimmt mit irgendeinem farbigen French entgegenwirken, aber das schaut bei mir einfach nicht gut aus...). Die Farbe finde ich dafür wirklich toll! Mal schauen, was überhaupt noch in der Flasche drin ist - die darf jetzt erstmal ein bisschen "abstehen" und sich ordentlich setzen...

Kommentare:

  1. hui, das ist böse... ich glaube ich hätte angst, dass ich den lack nciht mehr vom laminat abbekomme x__x
    die cracker sind ja irgendwie total doof, weil die basefarbe irgendwie immer in den hintergrund tritt, weils so sheer ist... aber wenigstens ist der schimmer zu sehen ^^

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  2. Ich stand erstmal wie der Ochs vorm Berg: Erst Nägel ablackieren oder erst Boden ablackieren?^^ So mit Lack auf dem Boden lohnt es sich, erstmal 20 Sekunden nachzudenken. Mit Nagellackentferner aufm Pad ging das auch alles problemlos runter. Die Kamera lag sowieso auf dem Tisch, der Knisper ging also sehr flott (nein, ein normaler Mensch wischt gleich und fotografiert nicht erst^^)... Aber nochmal brauch ich das sicher nicht!

    Was die Basisfarbe bei den Cracklelacken angeht, geb ich dir recht: Das ist ziemlich schade, weil man nicht vorhersehen kann, wie der Lack schließlich wirkt. Aber der Schimmer tröstet darüber hinweg :) Und es gibt viele schöne Testmöglichkeiten^^

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