Dienstag, 29. November 2011

Sacrificium - Veronique Roy

Dieses Buch hat mir meine Mama Mitte des Jahres in die Hand gedrückt: "Da, haben wir doppelt gekauft!" Ich kann also zu meiner Entschuldigung sagen, dass es nicht durch mein Verschulden in meinen Besitz gelangt ist. Während der Klappentext noch ganz attraktiv klingt (wir sind mal wieder bei männlicher Experte muss mit weiblicher Unterstützung mysteriöse Geschehnisse aufklären - ja, ich habe das Schema erkannt!!!), setzt nach den ersten Seiten die Erkenntnis ein, dass das Buch definitiv unspannend ist.
Das Thema "Wissenschaft vs. Religion" ist ja grundsätzlich interessant und ich lese gerne Bücher, die sich damit befassen, aber irgendwie hat mich Sacrificium so gar nicht begeistert. Es liest sich gut weg, ist aber nur mäßig spannend und leider auch ein bisschen vorhersehbar - eigentlich verrät sich der Täter recht früh selbst und wenn man nicht komplett drüberweg liest, springt einen dieser Hinweis als Leser direkt an. Spannungsaufbau ist hier also eher Fehlanzeige.

Gut gelungen sind an diesem Buch die Charakterbeschreibungen - gerade Wissenschaftler haben halt doch so ihre Eigenheiten und schrulligen Angewohnheiten, die sie zu wahren Persönlichkeiten machen und ein gutes Bild vermitteln (besonders denjenigen, die noch nicht sonderlich viel mit Wissenschaftlern zu tun hatten - ja, es ist überzogen, aber teilweise stimmen die Klischees halt doch!). Aber auch gut gezeichnete Charaktere können mich nicht über eine seichte Handlung, eine etwas wirre Schreibweise und wenig überraschende Wendungen hinwegtrösten.

Es war nicht so schlecht, dass ich es hätte weglegen müssen, aber definitiv kein sonderlich anspruchsvolles Buch, das ich unbedingt nochmal lesen müsste...

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