Donnerstag, 24. November 2011

Bounty-Mogel-Kuchen

Ist das nicht ein wunderschöner Name für einen Kokos-Schokoladen-Kuchen? Das Rezept habe ich bei Kerstin gefunden, gleich gespeichert und nur noch auf die richtige Gelegenheit gewartet, es endlich mal nachbacken zu können. Die ergab sich dann, als ich meiner Mama ihre Backformen nach Hause mitbrachte und sie unbedingt die quadratische Form ausprobieren wollte. Auch wenn das Rezept ursprünglich für ein Kuchenblech gedacht war, haben wir einfach die Mengen so belassen und in die quadratische Form gepackt - war auch ganz gut so, denn sonst wäre der Kuchen wohl ein bisschen flach geworden. Ein paar kleine Änderungen gabs aufgrund Nichtvorhandenseins von Kuvertüre im elterlichen Haushalt.

Zutaten Teig:
230 g Butter
200 g Mehl
170 g Zucker
4 EL Milch
3 EL Kakao
4 Eier
1 Prise Salz
1/2 Päckchen Backpulver

Zutaten Kokosmasse:

500 ml Milch
150 g Butter
150 g Zucker
200 g Kokosraspel
6 EL Grieß

Zutaten Schokoguss:
200 g Schokolade
20 g Butter
100 ml Sahne
2 TL Honig

Zuerst Butter und Zucker schamig rühren, nach und nach die Eier unterrühren. Anschließend Mehl, Kakao, Backpulver und Salz dazugeben und schrittweise mit der Milch alles zusammenrühren. Die Masse in die Backform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad Ober- / Unterhitze backen. Laut Rezept hätten es nur 20 Minuten Backzeit sein sollen - allerdings haben wir ja eine Form und kein Blech genutzt, also sowieso schon mit einer längeren Backzeit gerechnet.
Der Stäbchentest hat uns aber eine wahre Geduldsleistung abgefordert, denn der Kuchen wollte auch nach einer halben Stunde noch nicht durch sein. Nach etwa 50 Minuten waren wir dann so weit - aber der Ofen meiner Mutter ist auch ein eher älteres Baujahr (wenn ich nicht irre, ist er schon ein Twen), also bitte beim Nachbacken lieber früher mal in den Ofen sehen.
So sah dann unser "Unterboden" für den Kuchen aus - na, wer will raten, wo das Stäbchen gelandet ist? An und für sich hätte man den Kuchen wohl auch so schon essen können, ordentlicher, aber schlichter Schokokuchen halt. Aber dazu sollte ja noch eine Kokosmasse kommen!

Dafür (während der Kuchen im Ofen ist) die Milch mit Butter und Zucker auf dem Herd erhitzen bringen, dann den Grieß einrühren und kurz aufkochen lassen. Dann noch die Kokosflocken einrühren und fertig ist die weiße Masse! Der Boden sollte abgekühlt sein (laut Angabe mindestens 10 Minuten), bevor man die Masse daraufgibt.
Was noch fehlt ist der Schokoguss obendrüber, dafür bringt man die Schokolade mit der Butter im Wasserbad zum schmelzen und rührt dann Honig sowie Schokolade unter und kippt das über den Kuchen - voilá! Dann wandert alles in den Kühlschrank, um auszuhärten bzw. zu kühlen und ist dann schon konsumfertig!
Wir haben den Kuchen Freitag gebacken und Samstag gegessen - er schmeckt zwar nicht nach Bounty, aber doch sehr, sehr lecker! Das einzige Manko ist, dass relativ viel Fett drin ist und man das auch schmeckt - der Kuchen war uns also ein bisschen zu mächtig. Der Schokoteig ist superlecker, der lässt sich auch für andere Sachen verwenden, bei der Kokoscreme hätte auch etwas weniger Kokos drin sein können und dafür eine eher grießige Konsistenz - aber das ist alles Geschmackssache.
Schaut er nicht schön schwarz-weiß-schwarz aus? Wie man sieht, ist die mittlere Schicht aus dieser Perspektive die dickste - das liegt aber daran, dass der Kuchenteig in der Mitte etwas gewachsen ist... Angeschnitten ergibt sich leider kein soo schönes Bild, da die Schoki von oben ein bisschen schmiert und sich somit auch in die Kokosmasse zieht - also kein perfektes Foto.
So kommen die Proportionen schon deutlicher raus - also hätte für unsere Form eigentlich auch die Hälfte des Teigs gelangt, aber hinterher ist man immer schlauer! Insgesamt war das ein erstaunlich leicht zu backender Kuchen, der trotzdem eine gewisse Rafinesse hat... Wäre er nicht so "schwer", hätte ich auch mehr davon gefuttert, aber nach einem Stück hatte ich einfach genug. Fürs nächste Mal weiß ich ja, was ich zu ändern habe!

Kommentare:

  1. Der sieht wirklich suuuppper lecker aus, leider mag ich kein Kokos außer in meinen Cocktails!;)
    Aber vllt kann man den ja noch irgendwie ohne Kokos unmodelieren!?
    Werde das Rezpt auf jeden Fall mal abspeichern!!

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  2. Wenn du die Kokosraspel einfach weglässt, hast du halt einen einfachen Grießbrei - den kann man nach belieben mit Zimt, Vanille oder irgendwas anderem würzen. Müsste eigentlich ohne Probleme klappen :)

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  3. uuuuh, lenchen, da hast du schon wieder was gepostet, was ich unbedingt nachbacken will *___*
    oh ja, das amche ich heute :D das erste stück sieht wirklich aus wie für ein rezeptbuch modelgestanden :DD

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  4. Hach, danke Muh :) Ich hab mich so geärgert, dass sich die Schoki von oben beim Schneiden in die weiße Masse zieht :( Und dann nachbearbeiten wollte ich am PC nicht...

    Sag Bescheid, wie der Kuchen geworden ist, ich bin neugierig :)

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  5. da war ich heute extra einkaufen mit einer vorgefertigten einkaufsliste für den kuchen (hossa, eine seltenheit ^^) und dann habe ich den kuchen gebacken. und tja... die milch brodelte auf dem herd, zucker war drin, butter war drin... und der grieß lies auf sich warten. den hatte ich natülich vergessen! bzw keinen gekauft, weil ich der meinung war ich hätte noch welchen. ja, falsch gedacht. jetzt habe ich mit puddingpulver improvisiert, obwohl ich pudding weder mag noch sonderlich gut vetrage, haha! mensch, ich wusste nicht, dass puddingkochen so doof ist. klumpen ohne ende! ganz schlimm. morgen werde ich den kuchen dann mal vorsichtig begutachten. bin schon gespannt, uiuiui.

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  6. Oh wie schön, dass Du das Rezept aufgegriffen hast. Und ich freue mich, dass Du so begeistert davon bist.

    Die Fotos sind toll! Klar ist er mächtig, deswegen würde ich ihn auch nicht wie einen normalen Kuchen portionieren. Davon packt man einfach nicht so viel.

    Ich könnte ihn eigentlich auch mal wieder machen...

    Einen schönen 1. Advent und liebe Grüße,

    Kerstin

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  7. @Muh: Hihi, das kommt mir so bekannt vor - ich stand auch schon öfters in der Küche, hatte mein Essen schon halb fertig und stellt dann fest, dass mir eine der Hauptzutaten fehlt. Gerade Grieß ist ja was, das man meistens zu Hause stehen hat.

    Das Puddingexperiment klingt gar nicht so doof - ne Puddingfüllung ist eigentlich ne gute Idee... Außer, er klumpt und man verträgt ihn nicht ;) Die Grießalternative ist deutlich besser!

    @Terragina: Liebe Kerstin, dir gebührt der Dank für das tolle Rezept! Man braucht einfach bisschen, bis man den weggefuttert hat - aber er ist und bleibt total lecker :)

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