Sonntag, 25. September 2011

Fairwind 36 Vintage petrol

In einem etwas weiter entfernten Minieinkaufzentrum gibt es einen Schlecker, der noch diverse uralte Sortimente führt, unter anderem auch noch Nivea zu Originalpreisen... Dort habe ich aus der Kruschkiste einen Lack von Fairwind eingepackt - einen matten! Die Farbe im Fläschchen hat mich angelacht, ein dunkles Blaugrün und noch dazu matt! Also eingepackt, einen Euro gezahlt und dann den gruseligen, engen Laden wieder verlassen.

Zu Hause dann brav auf meine Fingerchen gepinselt, was völlig problemlos und sehr angenehm war, die unglaublich kurze Trockenzeit bewundert und mich an der Farbe erfreut. Bei diesem Lack kann man wirklich beim Trocknen zusehen. Kaum hatte ich eine Hand fertiglackiert, waren die ersten Finger schon schön matt und angetrocknet. Ganz stoßfest natürlich nicht, aber das dauerte dann auch nicht mehr allzu lang. Für eine optimale Deckkraft habe ich dennoch zwei Schichten gebraucht, ansonsten wären besonders meine Nagelspitzen relativ durchsichtig gewesen.
Diesmal ohne Topcoat - der matte Topcoat verändert die Farbe ein kleines bisschen (das hab ich vorher mal an einem Finger gestestet) und macht witzigerweise den Lack weniger matt, als er in ursprünglichem Zustand ist. Etwas schade finde ich, dass die Farbe auf dem Nagel deutlich dunkler wirkt, als in der Flasche. Es ist schon sehr nahe dran an einem Schwarz, aber insgesamt finde ich die Farbe sehr schön und auch das matte Finish gefällt mir gut. Leider hatte ich schon nach einem Tag an einem Finger eine kleine Ecke abgesplittert - die Haltbarkeit ist also nicht so wirklich prall. Mit einem Topcoat ließe sich das wohl ein wenig optimieren.

Also hab ich dann einfach nochmal ausprobiert, wie der Lack denn in glänzend aussieht und dafür auch zwei Sticker auf meine Nägel geklebt. Die habe ich mal bei Kosmetik Kosmo gekauft und finde sie live leider nicht so wirklich toll... Deswegen kamen sie mir als Testobjekte gerade recht und ich muss sagen, dass sie unglaublich gut kleben, sehr flach sind und sich gut anbringen lassen. Ohne Topcoat würde ich sie aber nicht verwenden (zumindest auf dem matten Lack), da man ansonsten die Ränder sehr deutlich sieht.
Ich finde die Farbe auch glänzend ganz nett, allerdings geht dann deutlich die Besonderheit flöten, die der matte Lack hat. Einen dunkelblauen Lack mit einem lechten Grüneinschlag dürfte man durchaus auch in dem einen oder anderen Standardsortiment finden. Und einen matten Lack glänzend zu lackieren ist nun nicht wirklich im Sinne des Erfinders. Ablackieren ließ sich die dunkle Farbe erstaunlich unproblematisch, ich hatte kaum Schlieren auf den Nägeln oder Fingern. Da hat sich doch der Ausflug zum Urzeitschlecker gelohnt, auch wenn ichs dort sehr beengt und schmuddelig finde. Mal sehen, ob ich irgendwo mal wieder auf Fairwind stoße, dieser Lack hat mich zumindest überzeugt!

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