Montag, 4. Juli 2011

Schnelles Brot

Was tut die Lena, wenn sie feststellt, dass weder im Brotkasten, noch im Gefrierfach irgendwas zu finden ist, das Ähnlichkeit mit Brot, Brötchen oder Toast hat? Einkaufen fahren - in den meisten Fällen. Selber Brot backen, wenn das Wetter draußen total mies, Lena sowieso irgendwie grummelig und ein fixes Rezept zur Hand ist. So geschehen dieses Wochenende, das Rezept als "3-Minuten-Brot" betitelt von Caro geklaut.

Zutaten:

500 g Dinkel-Vollkorn-Mehl
450 ml lauwarmes Wasser
2 EL Apfelessig
2 TL Salz
1/2 Würfel Hefe
Nüsse, Kerne etc. nach Belieben
Die Hefe im Wasser auflösen, die anderen Zutaten hinzufügen und vermischen. Dann in eine Kastenform füllen und in den kalten Backofen stellen (das scheint besonders wichtig zu sein!), bei 200 Grad etwa eine Stunde backen.
Klingt idiotensicher, geht unglaublich schnell und es ist mir tatsächlich gelungen! Mein erstes, richtig selbstgemachtes (also nicht aus einer Brotbackmischung produziertes!) Brot, yay! An Nüssen bzw. Kernen habe ich einen Rest gehackte Mandeln genommen, ansonsten Leinsamen und ein paar Haferflocken. Fürs nächste Mal würde ich einfach noch etwas mehr Salz reintun, denn mir war das Brot ein bisschen zu süß bzw. neutral. Ansonsten habe ich noch lauter anderen Krams im Schrank, der sich gut in Brot füllen lässt - ich grübele schon an Parmesan und Kräutern. Aber erstmal die Ergebnisse: Ich habe nämlich nicht in einer Kastenform gebacken, sondern in der "La Bomba"-Form von Lurch, weil ich die unbedingt mal testen wollte:
Wie man sieht, ist mein Brot ein wenig... naja, sagen wir: mutiert. Es hat eine Geschwulst an der einen Seite gebildet - vielleicht ist da einfach mehr Hefe gewesen, als auf der anderen Seite oder mehr Wärme oder mehr keine Ahnung was... Jedenfalls ist es da ein bisschen gewuchert und hat das ganze Brot sehr asynchron gemacht. Was aber dem Geschmack natürlich keinen Abbruch getan hat, es ist nur nicht so ganz herzeigbar, wie es hätte sein können (aber außer mit hat eh keiner das Brot live gesehen, ha!).
So betrachtet, könnte man das schon fast als Mund bezeichnen... Noch ein Paar Augen obendrauf und es hätte einen Namen verdient gehabt - Ludwig, der Brotmutant! Oder so... Jedenfalls sieht man ja schön, dass ich Körnchen verwendet habe und die sich zumindest halbwegs gut im gesamten Brot verteilt haben.
Natürlich konnte ich nicht warten, bis es abgekühlt war und habe mir fast die Pfoten beim Schneiden verbrannt. Aber es hat sich gelohnt! Auch wenn die Kruste am Anfang etwas sehr knusprig war, ist das Brot so richtig lecker und ich weiß zumindest, was alles drinsteckt. So ein halbes Kilo Mehl (Dinkelvollkorn gibt es übrigens auch günstig bei Lidl...) ist in Brotform erstaunlich schnell weggefuttert, aber das Brot ist auch nach zwei Tagen noch angenehm weich in der Mitte und gut essbar. Da ich noch einen halben Hefewürfel habe, werde ich die Tage noch ein zweites Brot produzieren - mal sehen, was sich an Zutaten da alles reinwursteln lässt...

Kommentare:

  1. http://www.chefkoch.de/rezepte/155861068393748/Rheinisches-Weissbrot.html

    wäre das vielleicht auch ein Brot für dich?
    Wenn du in den Teich noch Schokostücke mit einarbeitest wird es ein Schokobrot. Geht auch mit Mandelstiften und Haselnüssen. Und schmeckt total toll. Ich würde aber weniger Zucker nehmen

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  2. Vielen Dank für das Rezept, Kiki :)
    Das einzige Manko daran (wie bei vielen Heferezepten) ist die zusätzliche Stehzeit... Diese Halbstundenintervalle verpeile ich Abends irgendwie öfters. Aber fürs Wochenende klingt das schonmal interessant, werde mir das Rezept auf jeden Fall mal speichern!

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  3. oh, ein dinkelrezept, das klingt super! und sieht lustig aus ^^
    wie lange hat ludwig denn überlebt? :D
    das rezept klingt auch ganz nach meinem geschmack, dinkel habe ich auch daheim, muss nur erst noch gemahlen werden. das einzige was fehlt ist der essig ö.ö mist!

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  4. Im Prinzip lässt sich das ja auch mit jedem anderen Mehl machen :) Und Apfelessig habe ich auch erst vor 2 oder 3 Wochen gekauft - bisher bin ich wunderbar ohne zurecht gekommen!
    Ludwig hats leider nur dreieinhalb Tage geschafft ;)

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