Sonntag, 10. Juli 2011

Ellen Betrix 226 Coquette violette

Hupsa, noch mehr Zuwachs hier - ich freu mir nen Keks. Hallo Bunti, tana.xoxo und DysfunctionalKid!

Momentan bin ich noch auf der Suche nach der schlauesten Strategie, wie ich meine Lacke ohne ständiges Wühlen, anschauen und überlegen schnell auf meine Nägelchen kriege. Dieses Mal hab ich beschlossen, einen Lack zu nehmen, der "alleine" ist - also von einem Hersteller, von dem ich sonst keine weiteren Lacke habe. Die Wahl fiel auf "Coquette violette", einen Lack, den ich glaube ich mit etwa 16 im Kosmetiktäschchen meiner Mutter gefunden habe (wobei ich keine Ahnung habe, was er da zu Suchen gehabt hätte, da ich meine Mutter noch nie mit lackierten Nägeln gesehen habe).

Nach der letzten Ausmistaktion bei meinen Eltern ist er also mit mir nach Hamburg gezogen und konnte viele Freunde in meiner Kiste der unbenutzten Lacke finden. Trotz intensivem Gegoogle hab ich im Netz keinerlei Informationen zur Produktionszeit oder ähnlichem gefunden, also einigen wir uns einfach darauf, dass der Lack sehr, sehr alt ist... Farblich sieht er im Fläschchen nicht so wirklich nach violett aus, ich würde den Farbton ja eher als beerig-rot bezeichnen, aber der Hintergrund der Bezeichnung kommt bei entsprechendem Sonnenschein zum Tragen!
Für ne akzeptable Deckkraft habe ich zwei Schichten gebraucht - der Auftrag war ein bisschen zähflüssig, was ich dem Lack aufgrund seines Alters aber zugestehen möchte. Was unglaublich nervtötend war, war der bestialische Gestank, der aus diesem Fläschchen kam. Dieser Lack riecht unglaublich streng nach Chemie, Lösungsmittel und keine Ahnung was noch; als ob man die Nase in so eine Sprühlackdose halten würde (oder sogar noch schlimmer). Da war also fröhliches Luftanhalten angesagt, wenn man nicht nach kurzer Zeit völlig weggetreten irre über die Farbverteilung auf den Fingern gackern wollte...

Die Trockenzeit war unglaublich hoch, deswegen habe ich mir irgendwann in Ermangelung anderer Alternativen mit den Drydrops und anschließend noch dem Top Sealer geholfen. Die Drydrops waren relativ ergebnislos (sie haben nur einen leichten Film auf den Nägeln hinterlassen, den ich Depp beim Drüberpinseln nicht vorher weggemacht habe...), der Top Sealer hat dann aber seinen Dienst getan und den Farblack ordentlich getrocknet.
Faszinierenderweise hatte ich schon nach einer Nacht (!) Tipwear an einigen Nägeln - ich habe keinen blassen Schimmer, ob sich der Lack zusammengezogen hat oder was auch immer... Aber das war drei Tage lang mein einziges Problem, denn es ist nichts abgesplittert oder sonstwie kaputt gegangen, nur an den Spitzen blitzte das Nagelweiß durch. Im Sonnenlicht sieht man auch schön die blauen Schimmerpartikelchen, die dem Lack wohl zu seiner Bezeichnung verhelfen. Wenn hier das Wetter besser gewesen wäre, hätte ich mich da sicherlich mehr dran erfreuen können, aber so ist das für mich einfach nur ein beerenroter Lack, der etwas zickig ist. Das Ablackieren ging recht problemlos, wenig Schmierereien - trotzdem ist die Überlegung, das Ding einfach in den Müll zu kloppen, gerade ziemlich vordergründig.

Kommentare:

  1. Hallo, du hast da ne echte Rarität und willst die wegschmeißen? Wag es nicht! Ellen Betrix gibt's doch schon 10 Jahre nicht mehr, oder? Ich glaub, die gehören heut zu Max Factor.

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  2. Möp... Ich geh mich ja schon schämen :/ Bei den Argumenten heb ich ihn wohl doch erstmal auf - ein Fläschchen mehr oder weniger tut ja dann auch nicht weh :)

    Es gibt glaube ich einige Produkte "Max Factor by Ellen Betrix" - aber die Marke an sich ist jedenfalls nicht mehr eigenständig auf dem (deutschen) Markt vertreten.

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  3. Ich hätte sie weggeschmissen. Ich kann es überhauptnicht ab wenn das so abartig stinkt und wer weiß was nach 10 Jahren in dem Lack alles passiert. Es stinkt garantiert nicht umsonst...

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  4. Ich glaub früher war das gar nich so ungewöhnlich, dass die Dinger gemieft haben... Aber von der Konsistenz her etc. ist alles in Ordnung, deswegen glaub ich nicht, dass der Lack hinüber ist.

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