Donnerstag, 9. Juni 2011

Wenn man sich zur falschen Zeit festquatscht...

... ist das einzige Fleckchen am Körper, das noch trocken ist, der Teil des Hosenbeins, der hochgerempelt wurde, damit er sich nicht in der schutzblechfreien Fahrradkette verfängt.
Dabei hatte ich alles so gut geplant... Es hat gerade aufgehört zu regnen und ich hab schon fast meinen Rechner ausgeschaltet gehabt, wollte meine Sachen packen und fix nach Hause radeln, damit ich nicht in den nächsten Regenguss komme - da steht mein Chef in der Tür. Ich habs von nebenan schon die ganze Zeit wild Tippen gehört, also war er schwer am Arbeiten und brauchte anscheinend mal eine kurze Quasselpause. Nach einigen zumindest halbwegs arbeitsrelevanten Themen ging es dann über zur Wochenendplanung und diversen Möglichkeiten, mit dem Fernseher HD-Empfang zu sichern.

Kurzum: es war ein sehr nettes Schwätzchen, bei dem ich ungläubig dabei zusehen musste, dass mein PC tatsächlich über 20 Minuten brauchte, um die Abmeldung von Windows durchzuführen und sich endlich mal runterzufahren. Als ich dann endlich gehen "durfte", hat es natürlich draußen schon wieder angefangen zu regnen... Aber selbst ist die Frau - ich mag zwar süß sein, aber aus Zucker bin ich bestimmt nicht! Außerdem wollte ich so langsam einfach nach Hause, also ab aufs Fahrrad und hoffen, dass es bald aufhört.

Das mit dem Hoffen hat nicht funktioniert, denn es hat noch ein bisschen zugelegt - zum Regen kam noch fieser Wind dazu (natürlich Gegenwind...) und ich war nach 5 Minuten schon relativ durchnässt. Aber ich muss sagen, dass es irgendwann sogar Spaß machte, auch wenn ich an absolut jeder roten Ampel stehen musste und mir dann das Wasser so richtig durchs Gesicht lief (btw weiß ich jetzt wieder, wieso ich früher wasserfeste Mascara so gut fand...). Die Temperaturen waren allerdings angenehm, sodass ich mir irgendwann ein Grinsen nicht mehr verkneifen konnte - auch, als mein Fahrradweg von einem dicken Benz blockiert wurde, der quer überm Fußweg stand, damit dem Fahrer das Tor zu seinem Grundstück aufmachen konnte (aber immerhin hat er sich mehrfach entschuldigt - wenn man tropfnass ist, ist es aber auch schon egal, wenn man noch nasser wird...).

Klatschnass kam ich daheim an und musste mich dann erstmal aus den Klamotten ziehen - erstaunlich, wie sehr so ein bisschen Stoff an einem kleben kann, wenns auf einmal nass ist... Aber es hat irgendwie auch wirklich gut getan, mal wieder im Regen zu stehen - bei so einem richtig schönen, warmen Sommerregen stelle ich mich nämlich gerne mal raus. Auch wenn das blöd klingt, aber so ne ordentliche Dusche tut ab und zu auch mal ganz gut, um den Kopf freizukriegen und wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen - finde ich zumindest!

1 Kommentar: