Samstag, 28. Mai 2011

Selbstgemachtes Fix für Chili

Hach, Chili con carne - yummi! Ein Gericht, an dem sich glaube ich in vieler Hinsicht die Geister scheiden. In meiner Familie war das früher immer das typische Donnerstagsessen, das es nach dem Einkaufen (weil gaaaanz früher die Läden nur Donnerstags bis 20 Uhr offen hatten!) immer zu Essen gab. Meine Mama machte das immer (und macht es immernoch) mit Hilfe eines kleinen Maggi- oder Knorr-Tütchens und recht sparsam mit lediglich Hackfleisch und Kidneybohnen. Und ich muss sagen, das schmeckt! Immernoch!

Ich hab allerdings zunehmend versucht, ohne dieses dumme Tütchenzeug zurecht zu kommen und mein Chili bisher freihand gewürzt - hat auch ganz gut funktioniert. Letztens hab ich hier jedoch ein Rezept für eine selbstgemachte Gewürzmischung gefunden und mich gleich daran probiert, die Zutaten hatte ich nämlich sowieso daheim. Und der Inhalt von Tütchenmischungen ist tendenziell eher... naja sagen wir suboptimal und nicht wirklich gerichtspezifisch (oder ist jemand der Ansicht, dass wirklich zu JEDEM Essen Zwiebelpulver gehört?).

Zutaten:

5 EL Kreuzkümmel (wobei ich beim nächsten Mal eher weniger nehmen würde)
4 EL edelsüßes Paprikapulver
4 EL scharfes Paprikapulver
4 EL feines Salz
4 EL Oregano
3 EL Cayennepfeffer
2 EL gemahlener schwarzer Pfeffer
2 EL gemahlener weißer Pfeffer
2 EL Kakaopulver
1 EL gemahlener Piment
1,5 TL Zimt
1 TL gemahlene Nelken

Alles miteinander vermischen und auf 250 g Hackfleisch etwa 3 gestrichene EL des Pulvers verwenden - die Gesamtmenge soll für etwa 15 Portionen reichen.

Das Ergebnis ist total lecker, mir persönlich ist es nur etwas zu viel Kreuzkümmel. Ansonsten absolut nichts dran auszusetzen und im Vergleich zu irgendwelchen Fix-fürs weiß ich zumindest, was drin ist. Natürlich wurde gleich ein Chili gezaubert (dazu sind auch die Tomatenreste von der Suppe verwendet worden), allerdings hab ich auch "nur" Mais zu meinem Hack, den Zwiebeln, dem Tomatenpamp und den Kidneybohnen zugefügt.
Fröhliches Geblubber in meinem Chilitopf! Irgendwie schaffe ich es immer, eine kleine Sauerei in der Küche zu hinterlassen, wenn ich Chili koche... Aber die Hauptsache ist ja doch, dass es lecker ist - und ich bin bei Chili halt eher der Fan von "weniger ist mehr". Meistens spare ich mir auch den Mais, aber diesmal hatte ich einfach Lust drauf. Paprika sind tendenziell eher so gar nicht mein Fall (wobei ich im Salat durchaus mit Paprika leben kann... Also alles sehr seltsam mit der Paprika und mir), deswegen kommen die schonmal gar nicht in mein Chili. Und um dem Ganzen noch ein kleines Krönchen aufzusetzen, wurde das Chili auch noch in einen Wrap gepackt und dann erst konsumiert:

Kommentare:

  1. Uuhh, das sieht aber lecker aus! Ich habe mein eigenes "Chili" kreiert. ist nicht ganz so Chili-artig aber gleiche Basis und ist sehr lecker. Meinem Freund schmeckts! =D

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  2. Chili gibts halt in tausenden Variationen... Und die Hauptsache ist einfach, dass es schmeckt :) Und da Geschmäcker verschieden sind... Ich kenn auch viele Leute, die sagen, dass ohne Paprika kein Chili geht oder ähnliches. Aber dieses Gewürzzeugs find ich für mich echt passend :)

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  3. juhu du wurdest getagt
    http://thepechfee.blogspot.com/2011/05/tag-uber-mich.html

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  4. schon wieder so ein tolles rezept - und ich bin absolut ein fertigtütenzeug-gegner!
    wenn ich nur die tütensoße rieche, die mein freund sich über seine nudeln kippt - bääääääh *würg* das geht mal gar nicht!

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  5. Fertigsoßen über Nudeln gehen bei mir gar nicht... Fertigpesto ist da das maximale. Und ne Tomatensoße ist ja auch total schnell gemacht (ha, ich hab noch Tomaten, die weg müssen, die sind noch von vor-EHEC-Zeiten).

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