Samstag, 7. Mai 2011

Alnavit Vollkorn Toastbrot

Über irgendeinen Link oder Banner bin ich vor einiger Zeit auf eine Aktion von Alnavit aufmerksam geworden, denn dort wurden Produkttester gesucht. Alnavit bietet Produkte an, die besonders für Allergiker geeignet sind und kein Gluten und / oder keine Lactose enthalten. Auch wenn ich (noch) unter keiner dieser Allergien leide, fand ich es doch interessant und spannend, mal in diese Bereiche reinzuschnuppern.

Einige Lebensmittel ohne Gluten oder Lactose habe ich auch so mal probiert, wenn man ins Bio-Regal greift, erwischt man manchmal "aus Versehen" ein Produkt, das diese Eigenschaften aufweist. Umso mehr hat es mich gefreut, als ich den Inhalt des Päckchens gesehen und das nette Briefchen dazu gelesen habe (tierisch geärgert habe ich mich allerdings, weil ich an einem Samstag 10 Minuten vor dem DHL-Boten aus dem Haus gegangen bin und deswegen extra zur Post fahren musste, obwohl mir das so gar nicht in meinen Zeitplan gepasst hat...). Das Schöne ist, dass man gleich einen kurzen Fragebogen zum Produkt mit entsprechendem Rückumschlag beigelegt hat, um wirklich auch Rückmeldung zu erhalten.

Zugeschickt wurde mir ein Vollkorn Toastbrot, das mit Reis, Mais und Hirse gemacht wird. Ein Päckchen enthält 350 g Toast, der in 7 Scheiben aufgeteilt ist. Von der Größe her würde ich sagen, trifft das eher Sandwichtoast oder ist sogar noch einen Hauch größer (ich hatte keinen anderen Toast zum Vergleich und Brot ausmessen war mir dann auch zu doof...) - bei allzu kleinen Toastern kann man also Probleme haben.

Die Toastscheiben sind nochmal in einem Tütchen verpackt, was ich wirklich gut finde, da sie so vor dem Austrocknen geschützt werden. Der Hinweis, die einzelnen Scheiben mit einem Messer zu trennen, ist auch auf der Seite aufgedruckt und nicht zu verachten - denn die Dinger kleben wirklich aneinander. Ein wenig Fitzelei ist also nötig, bevor man in den Genuss des Toastbrots kommt, denn die sehr dünnen Scheiben sind nicht sooo einfach voneinander zu trennen und ein wenig bruchgefährdet.

Ich hab natürlich mal getestet, wie denn das Toastbrot vor dem Toasten schmeckt - und hätte mir gewünscht, es nicht getan zu haben... Trocken und bröselig, sehr kompakt und extrem künstlich; kurzum definitiv BÄH.

Also nix wie ab in den Toaster damit! Und die Befürchtungen, dass das Endprodukt nach dem Toasten auch irgendwie komisch schmecken könnte, waren total fehl am Platz. Das Brot wird nicht brauner beim Toasten, aber dafür weich (und logischerweise warm...), geschmeidig, saftig und schmeckt auch sehr lecker nach Vollkornbrot (nicht nach Vollkorntoast! Den mag ich nämlich gar nicht...); weder irgendwie "komisch" nach Reis noch sonstwie seltsam. Egal ob herzhafter oder süßer Belag, es passt beides wunderbar und sättigt auch ordentlich (zumindest mehr als so ein normaler Toast).

Zu meinem Erstaunen war ich wirklich von diesem Toastbrot begeistert, auch wenn es abgekühlt ist, war der Geschmack noch sehr rund und die Konsistenz zwar ein wenig härter, aber trotzdem noch saftig.

Im Laden liegt der Preis glaube ich bei knapp 2,50 Euro - was für die Menge nicht unbedingt wenig ist. Wenn man das mit "normalem" Toast vergleicht, ist das doch um einiges teurer, aber ich muss sagen, dass mich das Produkt wirklich überrascht und überzeugt hat... Auch wenns das bei mir sicherlich nicht ständig geben wird, wird es ab und an mal im Einkaufswagen landen. Und ich werd mich demnächst mal ein bisschen intensiver bei den Alnavit-Produkten umgucken...

Kommentare:

  1. Allergenfreie Produkte sind leider immer teurer.
    Eine Freundin von mir leidet an einer Glutenunverträglichkeit, Laktoseintoleranz, darf kein Knoblauch essen und auch kein Schweinefleisch oder so. Jedenfalls extrem viel nicht.
    Allergenfreies zu finden geht meistens nur in Reformhäusern. Wenn dabei drauf geachtet wurde das keine Gluten reinkommen kann ich den Preis schon verstehen. Glutenfreies Brot kostet 500gramm auch ganz gerne mal so 6€
    Mir schmecken diese Sachen allerdings oft nicht...

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  2. Ich hab auch einen Bekannten, der aufgrund multipler Unverträglichkeiten auf solche Produkte angewiesen ist... Der Preis ist schon happig, wenn man bedenkt, dass manchen Leuten keine andere Wahl bleibt. Aber ich hab ja schon geschrieben, dass ich wirklich erstaunt war, dass es mir geschmeckt hat (vor allem nach dem Trockentest). Bei uns hab ich einige Alnavitprodukte zumindest bei Budni entdeckt, wobei ich mir auch nicht sicher bin, obs das bei jedem gibt...

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  3. Vom Geschmack her fand ich es auch in Ordnung - außer, dass das Brot ziemlich in den Zähnen schmiert. Die Handhabung machte bei uns einige Schwierigkeiten: die Brotscheiben gingen trotz behutsamstem Trennen mit einem Buttermesser an der Ecke kaputt und die Scheiben sind zu schmal für unseren Toaster. Beim Hochspringen nach dem Toastvorgang verkeilten sich die Scheiben, gingen dabei weiter kaputt und rutschten dann Unter den Toastanheber des Toasters. Also Toaster rumdrehen, die Scheiben kamn noch nicht raus, dann Toaster umgedreht schütteln, jetzt kamen die Brocken raus. Das war nicht so prickelnd, zumal durch das Schütteln des Toasters beim nächsten Versuch die Toastermechnik defekt war, der Hebemachnismus rastete nicht mehr ein... Blöde Sache. Also haben dann mal eben den neuen teuren Toaster in Betrieb genommen. Den musste man erstmal auf den Balkon stellen um den Geruch von dem 3 Full-Power-Inbetriebnahme-Durchgänge ohne Toast durch zu führen. Glücklichweise war es Sonntag, und wir hatten Zeit. Alsdann haben wir mit den neuen Toaster weiter gemacht. Das ging dann so einiger maßen, wobei die Toastscheiben aber nicht gerade bleiben, sondern sich verformen. Aber das war nicht so schlimmt. Wir sind zumindest satt geworden..

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  4. @AnonymOh je, das klingt ja eher nach einem Toaster-Martyrium :/ Ich hatte da Gott sei Dank keine Probleme und mein Toaster ist ein uraltes Modell...

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