Sonntag, 3. April 2011

Da kann man sich einmal für eine Farbe entscheiden...

... und dann macht einem der Lack einen ganz dicken Strich durch die Rechnung!
Eigentlich hätten meine Alarmglöcken sofort klingeln sollen, als ich so absolut kein Problem hatte, mich für eine Farbe zu entscheiden. Schon vor dem Blick in die Nagellackbox wusste ich, dass ich gerne Blau hätte und zwar kein helles, sondern das Buddy-bear-Blau aus der "I love Berlin"- LE.

Also fix den Lack geholt, Fingerchen mit Nagelhärter grundiert und trocknen lassen und dann die Buddy-bear-Flasche in die Hand genommen. Aufdrehen ging irgendwie nicht so einfach, wie es bei den Lacken sonst ging, also dachte ich wohl, dass ein bisschen mehr guter Willen (im Klartext ein kleines bisschen Gewalt, also einfach fester Drehen) definitiv hilfreich sein könnte. Das Ergebnis sah dann folgendermaßen aus:
Das Tragische an der Sache war nicht primär, dass der Lack hinüber war (den konnte ich zumindest in Teilen in das einzige leere Nagellackfläschchen retten, das ich im Hause hatte) - sondern vielmehr, dass meine Hand intensive Bekanntschaft mit den Rändern der Flasche (oder mit dem Einzelteil, das oben zu sehen ist) geschlossen hatte. Mir strahlte also von meinem Handballen eine wunderschöne Mischung aus Buddy-bear-Blau und Blutrot entgegen - Lena also ab ins Bad.

Ein wenig ratlos über das korrekte Vorgehen (erst abwaschen, dann desinfizieren? Vorsichtshalber desinfizieren, dann abwaschen, dann nochmal desinfizieren? Erstmal verbinden, dann irgendwas anderes?) hab ich erstmal meine Wand bunt angemalt, beim Versuch, ein Wattepad in die andere Hand zu kriegen... Dann Händchen unters Wasser gehalten (was in einem wunderschönen roten Kunstwerk auf meiner Hand endete - Memo an mich: schlechte Idee!) und verzweifelt versucht, irgendwie die Bluterei halbwegs unter Kontrolle zu kriegen. Mit besagtem Wattepad hab ich dann noch halbwegs den Lack von der Hand und der Wunde runtergekriegt (drin war Gott sei Dank nix zu sehen, auch keine Splitterchen zu fühlen), dann hab ich das erstmal dick verpackt und einbandagiert (abgelaufene Autoverbandkästen sind DOCH zu was gut!).

Ans Lackieren war danach nicht mehr zu denken - die Hand war für zwei Tage erstmal nicht zu gebrauchen, da jede Krümmung der Finger in unschönen Schmerzen im Handballen (und Anfangs zum Nachbluten der zwei Schnittstellen) geführt hat. Inzwischen ist nur noch ein Pflaster nötig, damit ich mir bei der Arbeit nicht wieder irgendwas in die Hand ramme und am Mittwoch gibts dann wieder bunte Pfötchen (falls mir der nächste Lack nicht schon wieder quer kommt)...

Kommentare:

  1. Na das nenn ich mal ein Erlebnis! Ich hoffe deiner Hand geht es besser! =)

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  2. Interessanterweise sind da immernoch kleine Narben, die auch fies ziepen... Aber im Großen und Ganzen ist alles gut :)

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