Dienstag, 8. Februar 2011

Wertschätzung oder wie hieß das gleich nochmal...?

Der Tag hat ja wirklich gut angefangen, die Sonne schien sogar zwischendurch mal und ich hatte tatsächlich gute Laune. Bis ich dann ein Gespräch meiner Kollegen mitbekam, die sich gegenseitig für ihre Aktivitäten  (gemeinsames Rumstehen und unterhalten mit ein paar Leuten) bei besagter Veranstaltung belobhudelten.

Im Kern gings drum, dass wir noch einige Goodies überhatten und sie sich darum stritten, wer denn jetzt den größeren Anteil daran verdient hätte. Ich habe mich aus dieser Diskussion rausgehalten, da ich einerseits nicht einbezogen wurde und andererseits nach den ersten Aussagen auch überhaupt keine Lust darauf hatte bzw. mich sehr zurückhalten musste, um nicht in die Luft zu gehen.

Mir wurde (ohne mich vorher zu fragen) die Verantwortung für einen Vortrag mit anschließender Diskussion übertragen. Erfahren habe ich das, als ich das gedruckte Programm in den Händen hielt und mein Name dort als Organisatorin einer Vortragsrunde auftauchte. Ja, ich fühlte mich ziemlich angepisst - nicht, weil mir klar war, dass die anderen keine Ahnung von dem Thema hatten, oder weil ich Angst davor hatte, vor Leuten zu sprechen oder sonstwas.
Sondern einfach, weil man mich vorher nicht gefragt hat - und ich finde, das gehört sich einfach. Nicht betteln, schleimen, zu Kreuze kriechen, sondern einfach den Mund aufmachen und fragen "Machst du dann den Vortrag?". Ich hätte so oder so "Ja" gesagt. Mir macht das nichts aus, vor vielen Leuten zu sprechen, aber Herrgott nochmal, ich möchte zumindest gefragt werden, bevor mein Name auf ein Blatt Papier gedruckt und an alle möglichen Leute verteilt wird!!!

Nach der Veranstaltung habe ich nicht ein nettes Wort gehört (im Vorfeld haben sich noch genug Unmöglichkeiten ergeben, aber das würde jetzt zu weit führen) - weder zum Vortrag noch zu meiner Mühe oder sonstigem. Und jetzt streitet man sich darum, wer mehr irgendwo rumgestanden hat und damit aktiver war als der andere und "vergisst" mich so nebenbei. Unverschämt ist glaube ich noch die netteste Bezeichnung dafür - und mich ärgert das ungemein (womit wir wieder beim Thema wären). Ein kleines bisschen Wertschätzung wäre an der Stelle irgendwie nicht falsch gewesen, da ich mich trotz der kurzen Zeit bereiterklärt habe, diesen Vortrag auf die Beine zu stellen, zu halten, und mich auch um alles in diesem Zusammenhang zu kümmern...

Das sind so die Situationen, in denen ich mir immer überlege, ob ich nicht einfach kündigen und mir eine andere Arbeit suchen sollte - allerdings bin ich momentan noch zu stur dafür, denn solchen Idioten nachgeben möchte ich nicht.
Meine Laune ist auf jeden Fall hinüber.

Und am meisten ärgere ich mich über die Tatsache, dass ich mir die Laune von solchen Deppen habe verderben lassen...

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